Schmutzabweiser vorn/mud Flaps

  • Hallo,

    ich habe aktuell den Fall dass mein Spritzschutz/Schmutzfänger am Kotflügel vorne links abgerostet bzw. durchgerostet ist.

    An meinem Fahrzeug ist noch die alte, original geschäumte Ausführung.

    Die neueren die man überall(auch bei MB) für Mitte 40 € erwerben kann sind nur einfache Kunststoff Ausführung(dann auch mit Durchgangsloch um mit Schraube und Mutter fixiert zu werden) und unterscheiden sich optisch zu den alten.

    Die alte Variante kann man zwar noch erwerben liegt jedoch bei 200 € was ich gerne vermeiden würde, da auch dort die eingelassenen Gewindebuchsen wieder verrosten würden.


    Meine Idee ist nun: in dem alten Teil am entsprechenden Stellen ausschneiden und mit einer geeigneten Kunststoffmasse Edelstahl Gewindebuchsen einkleben.

    Hat das schon mal jemand gemacht oder besteht da wenig Hoffnung auf Erfolg?


    Wer hat eine Empfehlung für eine entsprechende Klebemasse?


    Eines der Löcher im Kotflügel ist leider aufgrund von Rost doppelt so groß als es eigentlich sein sollte(Bild) dies müsste ich wohl mit Zinn füllen lassen.

    Oder hat jemand gute Erfahrung mit diesem 2K Metall zum Kneten aus der Tube?


    Vielen Dank für Eure Anregungen vorab!

  • Hallo,

    ich glaube nicht, daß Du da mit Zinn großartig was ausrichten kannst. Ich würde mir ein entsprechendes Reparaturblech anfertigen, die Roststelle mehr oder weniger großflächig rausschneiden und das Blech da einschweißen. Dann kannst Du ein neues passendes Loch bohren und eine Einnietmutter setzen, wenn Du keine Durchgangsverschraubung verwenden willst.

  • Kleiner Nachtrag:

    Ich war heute mit dem Auto mal bei einem Karosseriebauer in der Nähe und die würden ein Stück vom Kotflügel heraustrennen und dann ein Stück Blech einarbeiten/verschweißen.

    Dann ist das die dauerhaft bessere Lösung.

    Gewindebuchsen und Schrauben aus Edelstahl habe ich mir auch gleich besorgt und bin jetzt nur noch auf der Suche nach einem geeigneten Klebstoff.

    Ich denke im Hause Sika werde ich sicher fündig bin mir nur noch nicht sicher ob Sikabond 126 das richtige ist.

  • Was willst Du da denn kleben? Irgendwie sehe ich dafür keine Notwendigkeit. Wenn keine Substanz des Materials da ist, bringt das gar nichts. Instandsetzen wie vom Karosseriebauer vorgeschlagen und dann als Gewindebuchsen Einnietmuttern nehmen, die werden wie Popnieten montiert und müssen nicht geklebt o.ä. werden.

  • Ordentlicher Pfusch ist bekanntlich keine schlechte Arbeit. Wenn Du das entrostest und grundierst dann kann man da mit 2k Knet und einer grossen Unterlagscheibe sicher was modellieren. Aber schneller ist da ein Blech angefertigt und eingeschweisst. Wozu also den Murks.......
    Grüsse
    Thomas

  • Okay,

    da das sicher nicht jeder schon demontiert vor sich hatte und bevor ich hier noch als Pfuscher vor dem Herrn verschrien werde😄 habe ich noch mal zur besseren Nachvollziehbarkeit ein paar Bilder angehängt.

    am Spritzschutz waren hier ins Kunststoff mal fünf Gewinde /vermute so etwas wie Käfigmuttern eingelassen. Diese sind jedoch komplett weggerostet.

    durch den Kotflügel ist das ganze dann, von innen, mit fünf kurzen M6er Schrauben verschraubt.

    Die abgerosteten Schrauben Stümpfe stecken aktuell noch in den Löchern.

    Daher gibt es da an sich keine Stelle wo man die Gewinde-Nieten einziehen kann.

    Das Einkleben der Gewindebuchsen in den Kunststoff soll in etwa dem ursprünglichen Aufbau nachempfunden werden nur muss ich diese Gewinde eben jetzt einkleben und den Platz den die Buchsen benötigen werden einbohren(Sackloch) was aber kein Problem darstellt die Tiefe und Materialstärke im Kunststoff ist vorhanden.

    Ich möchte das ja grundsätzlich schon alles ordentlich haben nur war der erste Gedanke eben das eins dieser fünf Löcher nicht allzu viel zu halten hat und daher der Ansatz mit der Knetmasse.

    Wenn ich den alten Spritzschutz auf diese Weise retten kann und es mit so einem Superkleber auch nicht schlechter hält als die alten Gewinde zuvor. Diesmal nur in Rostfrei...

    Montiert ist das dann so

  • Vielleicht Stockschrauben aus VA.....in den Schaum eindrehen....oder eben neuen Spritzschutz besorgen.

    So eine Büchse Mike Sanders-Fett (mache ich immer an Gewinde etc. ran) kann helfen weiteren Gammel zu vermeiden.

  • Sikaflexkleber/ Dichtmasse wird in dem Schaum nicht halten.

    Ich habe das Zeugs kistenweise verarbeitet....klebt und dichtet sehr gut- aber auf "Gummi" ist es nicht immer die Lösung.

    Dafür gibt es vielleicht was anderes, oder die Oberfläche muss vorbehandelt werden.

    261 hatte ich oft verwendet.


    Ich pers. würde die Kotflügel beide abbauen und fachgerecht klempnern lassen, lackieren (kann man auch selber) und dann ordentlich einbauen.

    Vermutlich wirst Du dann auf ein paar Rostnester mehr stoßen (Wand zum Motorraum, Ecken an der Karosse nach vorne etc.)

    Entrosten- versiegeln-konservieren.

  • Das Loch im Kunststoff soweit aufbohren / aufdremeln bis man eine M5 Schraube kopfüber hineinstecken kann. Die Schraube dann mit 2K Kleber kopfüber einkleben. So habe ich es gemacht und das hält seit 4Jahren. Das Rostloch ist innerhalb von 30min rausgeschnitten und ein Blechstrefen stumpf eingeschweisst.

    Grüsse

    Thomas

  • Kleines Zwischenupdate:


    Das "retten" des alten Schmutzabweisers habe ich aufgegeben nachdem ich begonnen hatte in das Material zu bohren.

    Die eingearbeitete Metallverstärkung war komplett bröselig und somit habe ich einen neuen Spritzschutz bereits vor Ort. Das Risiko ein unbefriedigendes Ergebnis zu erhalten war mir zu groß und eine Tube Sika kostet bereits die Hälfte von einem neuen Spritzschutz.

    Rein optisch fällt es gar nicht so sehr auf dass die neuen Teile nicht aus geschäumtem Material sind.


    Das Stück Blech am Radlauf wird kommende Woche herausgetrennt und vom Fachmann ersetzt ich hoffe er bekommt es hin ohne spachteln zu müssen, ich kenne mich da nicht aus aber vermute mal das eventuell der Spachtel evtl Schwierigkeiten mit der 2k-Grundierung/Lack geben könnte?


    Als ich da vorne in der Ecke dann zu Gange war musste ich leider auch feststellen dass auf dieser Seite die Lampenmaske das gleiche Problem hatte.

    Der eingegossener Metall Inlay wo die Schraube durchgeht war komplett bröselig.

    Die Maske konnte ich glücklicherweise durch ein sehr gut erhaltenes gebraucht-Teil ersetzen.

    Das war für mich in dem Fall tatsächlich die erste Wahl da es zum einen aus dem geschäumten Material ist und zweitens aufgrund der bereits vorhandenen Alterung sich optisch nicht von der rechten Seite unterscheidet.

    Diesmal habe ich eine Edelstahlblech-Schraube zur Befestigung verwendet und hoffe damit das Problem auch für die Zukunft eliminiert zu haben.

    Die Karosserie war an dieser Stelle durch den Plastik-Dübel komplett vom Rost abgeschirmt und ist einwandfrei.

  • Hallo,

    Diesmal habe ich eine Edelstahlblech-Schraube zur Befestigung verwendet und hoffe damit das Problem auch für die Zukunft eliminiert zu haben.

    zuindest, wenn Feuchtigkeit da auftreten kann, würde ich (nehme selbst gerne Edelstahlschrauben) da evtl. doch mal über die Elementbildung und damit zusammenhängender Korrosion nachdenken. Es korrodiert ja immer das unedlere Metall, und es dürfte dann wenig helfen, wenn die Schraube noch da ist, das im geschäumten Kunststoff eingelassene Gewinde aber wegkorrodiert ist. Zumindest würde ich die Gewinde ordentlich mit Fett behandeln.

    In der Seefahrt hat man in der Vergangenheit auch viel mit Messingschrauben gemacht. Die werden bloß dunkel, gammeln aber nicht weg.

  • Es korrodiert ja immer das unedlere Metall, und es dürfte dann wenig helfen, wenn die Schraube noch da ist, das im geschäumten Kunststoff eingelassene Gewinde aber wegkorrodiert ist.

    Ja das ist grundsätzlich richtig.


    In diesem Fall ist die Lampenmaske jedoch nur per Durchgangsloch mit der Schraube in Kontakt. Das Schraubengewinde greift nur in den Kunststoff diese Art Spreizdübel im Kotflügel.


    Die Lampenmaske habe ich Rückseitig im Bereich der Metalleinlage, obwohl diese noch vollständig vom Kunststoff der Lampenmaske bedeckt ist, mit Permanent-Wachs besprüht.

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