Technik sucht sich ihre Schrauber

  • Moin Daniel.

    Ich habe es bisher immer so gehalten. Den alten Filzring entsorgt, da meistens vertrocknet und /oder verdreckt.

    Im Baumarkt eine Filzmatte gekauft und in Streifen geschnitten. Der Streifen muss das ganze Lager ausfüllen und gerade so reinpassen.

    Den lege ich dann eine Nacht in Motoröl. Dann wird er reingefriemelt und ölt dann für Jahre das Lager auf der Welle.

    Simple Technik von damals, aber funktionabel.

    Gruß Jozi.

  • Tja, und ich sitze hier und denk drüber nach, ob ich den Filz damals überhaupt gewechselt habe, oder nicht ^^

    :pfeif:

    Ich glaub, ich muss meinen eigenen Thread mal wieder lesen ^^

    mfg Patrick

    Feil Dir keinen ab, lerne Drehen und Fräsen!
    Über 7 Millionen Österreicher können nicht richtig Drehen und Fräsen.

    "dats ned bandan nemts ahn droht" :schweißen:
    Freilauf Dioden aus Freilandhaltung :D

  • Der 3to. Blitz hat das gleiche Lager in der Bauart. Der Filz soll dann nach dem Einbau des Lagers mit einem Schraubendreher runter gedrückt werden, damit er etwas am Getrieberohr aufliegt.

    Das Bild ist super und erklärt genau wie es richtig ist. Dann stimmt das wohl, das der Filz anfangs nicht aufliegt.

    Ich habe mir auch so eine Filzmatte besorgt, technischer Filz in mittlerer Stärke und in Streifen geschnitten. Aber der ist so fest, das ich da dem Tipp von Jozi folge, den erstmal eine Woche einzulegen. Sonst drückt man da garnichts.

    Vielen Dank in die Runde,

    Daniel

    Straßen? Wo wir hinfahren brauchen wir keine Straßen

  • ich hab einfach irgend einen Filz in der passenden Stärke genommen und den Streifen ausgeschnitten. Denke das spielt keine Rolle. Der soll ja nur das Öl da bisschen abgeben.

    --- Mitglied der Militärfahrzeughilfe ---

  • Hallo Leute,

    nach verletzungsbedingter Pause geht es nun langsam wieder weiter.

    Ich hatte, soweit es möglich war, sinnvolle aber nicht dringende Arbeiten am Auto erledigen können.

    Als da wären:

    - Spritfilter getauscht.

    - zusätzliche elektrische Spritpumpe eingebaut (damit ich nicht so lange orgeln muss)

    - weitere Schweißarbeiten an der Karosserie

    - Montage externer Bremsflüssigkeitsbehälter an der Sitzkiste.

    - Tausch der Messinghülse am Kupplungspedal, um dann festzustellen das der Stummel am Rahmen schon oval ist :wacko: . Zum Nieten Aufbohren fehlt mir gerade die Lust. Kommt auf die Vollrestaurationsliste, falls ich das in meinem Leben noch schaffen sollte.

    - Verdeckschiene (Winkel) angefertigt.

    - Verdeckspriegel getrennt und gerade angeschweißt.

    - defekten Thermostat getauscht.


    Ich fahre zur Zeit gerne mit offenem "Getriebetunnel". Da kann man so schön sehen wie sich alles bewegt. Wenn man das Oval offen stehen läßt, kann man beim Schalten sogar zuschauen, wie sich das Ausrücklager bewegt.....einfach nur geil! Was nicht so geil ist, das sich der Schalthebel fast 5cm bewegt wenn man bei höherer Drehzahl schlagartig vom Gas geht. Deutlicher in den unteren Gängen. Ich hatte das im Beitrag vom Oktober schon erwähnt aber vorerst mal so stehen gelassen.

    Natürlich hat das die Schildkröte nicht, ....klar, daher gibt es eventuell einen weiteren Punkt auf der To-Do Liste. Getriebe und Kardanwellen sind fest, muss dann also aus dem Getriebe kommen. Kann da was ausgeschlagen oder abgenutzt sein, im Bereich der Schaltschieber vielleicht? Hatte das schon mal jemand von euch?

    Es soll ja immer noch eine fahrende Restauration, bzw. technische Instandsetzung bleiben, daher würde eine Getriebeinstandsetzung, zusammen mit der Kupplung und dem Achswellensimmering in den Herbst verschoben werden. Wobei mich die tropfende Achse so nervt, das ich nicht sagen kann ob ich es noch bis in den Herbst aushalte....zumal ich ja mit der Feuerwehr zum Treffen fahren möchte..

    Leider fotografiere ich nicht oft genug. Wenns an die Arbeit geht, dann gibt es meist kein halten mehr, da nerven so Pausen zum fotografieren. Aber ich gelobe Besserung.

    Viele Grüße aus dem sonnigen Süden,

    Daniel

    P.S. hat jemand noch Scheinwerfer für die Bilux-Lampen abzugeben? Habe nämlich durch Zufall festgestellt, das sich meine Reflektoren auflösen bzw. die Chromschicht. Ich habe schon welche vom Golf bestellt und baue zur Not auf H4 um, aber ich habe noch soooo viele Osram Biluxlampen zu Hause.

  • Hallo Leute,

    am Wochenende hatte ich mich endlich mal auf die Suche nach dem Krachen beim Gang einlegen gemacht.

    Als erstes habe ich die Kardanwelle vom Schalt- zum Verteilergetriebe ausgebaut, um dann festzustellen das diese: Falsch zusammengebaut, falsch montiert und falsch eingebaut war. Die übliche kinematische Ungleichförmigkeit (Gelenkgabeln waren nicht fluchtend), das Schiebestück war an der VTG Seite und es wurden normale weiche 8.8er Schrauben und selbstsichernde Muttern verwendet. Die Muttern und Schrauben habe die Demontage nicht überlebt. Ein Wunder, das ich die überhaupt rausbekommen habe, ohne die Flex zu holen. Die höhere Festigkeit ist ja nicht nur gewählt, um höheren Belastungen im Betrieb zu widerstehen, sondern auch die Demontage mit den üblichen Gabelschlüsseln. Man kommt da nur gut ran, wenn man den Flansch immer so dreht, dass die jeweilige Verschraubung unten ist, und dann ist es auch schwer das ein Gabelschlüssen die ganze Schlüsselfläche zu packen bekommt. Als dann die Welle endlich draußen war musste ich zu allem Überfluss feststellen, dass ich es hier mit einem eingelaufenen Kreuzgelenk am festen Teil der Welle zu tun hatte. Jetzt auch noch das Kreuzgelenk tauschen wirft mich wieder um Tage zurück. Aus dem Schrottwagen war noch eine gut erhaltene kurze Welle übrig die dann nach der Instandsetzung und Schmierung erstmal als Ersatz zum Einsatz kommen soll. Schließlich bin ich ja primär auf der Suche nach dem Geschepper beim Schalten.


    Ich dachte mir, wenn die Welle schon ab ist, kann ich gleich mal einen Getriebetest machen, um diverse Fehler auszuschließen. Also den Getriebetunnel ausgebaut (wird aktuell schon gar nicht mehr fix verschraubt). Motor gestartet und ein bisschen die Gänge rumschalten. Geht alles butterweich und ohne Geschepper. Also muss das Geräusch von weiter hinten kommen. Bye the way: Im Leerlauf dreht der Abgangsflansch vom Schaltgetriebe leicht mit, inwieweit darf das so sein? Die Eingangswelle wird vermutlich durch die Bronzebuchse in der Kurbelwelle etwas mit angetrieben, oder? Man kann die Drehbewegung mit einem Finger stoppen, es ist also nicht viel Drehmoment drauf. EDIT: beim Kupplung treten bleibt der Flansch gleich stehen, also sollte das alles so weit passen.

    Gut die kurze Welle erst mal eingepackt. Dann am VTG den Eingangsflansch gedreht und festgestellt, dass der ziemlich viel radiales Spiel hat bevor die Drehbewegung an Hinter- bzw. Vorder- und Hinterachse beginnt. Mit ziemlich viel Spiel meine ich ca. 10mm Drehbewegung. Es gibt so ein helles klack - klack wenn man hin und her dreht. Das kann doch nicht gut sein denke ich mir. Es fühlt sich so an, als ob die Zähne erst nach diesem Weg zu Greifen beginnen! Woher kann denn dieses Spiel kommen? Dass die Zähne soweit abgenutzt sind kann doch eigentlich gar nicht sein!? Einstellen kann man ja nur die Position der Schaltschieber…und die Position der Wellen durch die Paßscheiben im geöffneten Getriebe…keine Ahnung, und davon genug. Ob ich damit die Ursache für das Geschepper beim Schalten gefunden habe? Wenn das Eingangsdrehmoment auf den stehenden Flansch trifft und diesen erstmal 10mm bis zum Kontakt mit den was auch immer trifft, dann kann das schon mal knallen. Würde auch bestätigen, warum ich bei den höheren Gängen kaum Geräusche wahrnehmen konnte. Denn da hat die Welle ja bereits eine Drehbewegung und fällt nicht bis zum Stillstand ab, der Kontakt mit was auch immer bleibt bestehen.

    Dann fällt mir ein, dass ja beim Kauf des Autos ein Verteilergetriebe im Kofferraum lag. Dieses VTG war fest und liegt seitdem bei mir draußen unterm Dach. Als ich es damals ausgeladen hatte, war da überall Erde dran so, als ob es davor jahrelang in der Wiese gelegen hatte. Ich gehe davon aus, dass dieses Getriebe ursprünglich im Fahrzeug verbaut war und durch das mit dem hohen Spiel ersetzt wurde. Das erklärt auch, warum die Abgangsflansche allesamt verzinkte selbstsichernde Muttern und die falschen Schrauben verbaut haben. Anscheinend hatten diese Profis beim Einbau auch nicht darauf geachtet das nicht nur die Eingangswelle, sondern auch die Ausgangswelle zur Vorderachse verdreht, also nicht „gabelgleich“ montiert war. Sei es wie es ist, der Ausbau des Verteilergetriebes ist wohl jetzt nicht mehr abzuwenden.

    Kurz um habe ich mir einen Halter gebastelt das Verteilergetriebe ausgebaut, ins Auto getragen und nach Hause gebracht. Dort wird es dann liegen bis ich im Winter dann die Muse habe, auf Fehlersuche zu gehen. Was ich aber gleich ausprobieren wollte war, ob die Einstellung zwischen Allrad und Untersetzung stimmt. Und siehe da, die passt überhaupt nicht.

    Der Betätigungshebel kam oben gar nicht mit der hinteren Vertiefung auf die Raste! Ich denke somit ist auch das Rätzel mit dem Hölzchenholz am Allradhebel geklärt.

    Alles in allem waren das folgende gefundene Problemchen:

    2x Kardanwelle falsch zusammengebaut,

    eine Kardanwelle falsch montiert,

    VTG Getriebe falsch eingestellt,

    VTG Getriebe hat zu viel Spiel,

    Gummilager verschlissen (hab ich ganz vergessen zu erwähnen)

    2x Zentralmutter Kardanflansch lose (auch vergessen zu erwähnen)

    und eine eingelaufene Kardanwelle

    Dazu kommt die Erkenntnis, dass es eine enorme Hilfe zur Fehlereingrenzung ist, die kurze Kardanwelle am Schaltgetriebe zu demontieren, um Fehler bei An- bzw. Abtrieb auszumachen.

    Als nächstes folgt die Montage der Instandgesetzten Komponenten..dafür gibt es einen zweiten Teil.


    Viele Grüße,

    Daniel

    Straßen? Wo wir hinfahren brauchen wir keine Straßen

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