Habe jetzt mal gehört, dass HVO100 durch schnellere Verbrennung (?) bei Vorkammer-Motoren bei Höchstleistung dazu führen kann, dass ein größerer Anteil des Kraftstoff in der Vorkammer verbrennt und diese thermisch überlastet?
Any valid information on this?
Gruß
Peter
Moin!
Also in dem von dir angesprochenem Fall ging es um Shell V-Power Diesel bei einem W123 240D.
Konkret war das Problem, das wenn die Einspritzdüsen verschlissen sind und die Prallstifte in der Vorkammer schon angefangen haben zu wandern, dass durch die besser Durchzündung / Zündwilligkeit mehr Kraftstoff in der Vorkammer Zündet und diese Überhitzt und der Prallstift weich wird und Richtung Schusskanal wandert & abschmelzen kann.
Das Problem haben alle Vorkammern der Baureihen OM 615/616/617 innerhalb eines bestimmten Baujahres, unabhängig vom verwendeten Kraftstoff.
Zurück zuführen ist dies auf ein Fertigungsfehler vom Hersteller der Vorkammer.
MB damals nur die Fahrzeuge nachgebessert, welche diesen Schaden hatten.
Heute noch tritt dieser Schaden vermehrt bei den Düdo´s 407D mit 72 PS auf welche wenig Kilometer gefahren sind, und heute Wohnmobile sind.
Das Phänomen mit dem Wandernden Prallstift haben mit steigender Kilometerleistung ( 300 tkm+) auch andere Vorkammermotoren.
Wer Dauerhaft mit HVO100 ( 55 Cetan +) oder GTL 100 ( 65-70 Cetan) fährt kann den Förderbeginn 3-5° später stellen, um die Frühzündung die für den Diesel der 80iger mit 36 Cetan galt auszugleichen.
Hier beim OM 636 haben Sie das Paradebeispiel wie man es nicht macht.
Förderbeginn für Diesel aus dem 50igern mit 28-32 Cetan, und getankt mit Hochzündwilligen Kraftstoff.
Es führt zwangsläufig zu Schäden.
Gruß
Christopher