Beiträge von Quakfrosch

    Hat der eigentlich inzwischen einen?


    Hat er seit fast 3 Jahren. T5 der dänischen Streitkräfte. Langer Radstand, 4 Motion mit Sperre, Standheizung, Klima, Tempomat, technisch einwandfrei, optisch mit nur leichten Gebrauchsspuren, wird gerade komplett neu in SK80 lackiert.
    Das Angebot war besser, als die damals auf dem Markt befindlichen Bundeswehr T4 zu Mondpreisen.
    :)

    Wie oft denn noch ?


    Hast du dir mal die aktuellen Marktpreise mal angesehen ?


    Wie sieht es mit den Eigenbemühungen aus, um ein entsprechendes Fahrzeug zu finden ?
    Aktiv Händler und Verkäufer kontaktiert ?


    Alle 2 - 3 Monate ein neues gleiches Thema eröffnen hilft doch nicht weiter.


    Für das Budget, was du in den zahllosen anderen Themen angegeben hast, bekommst du nunmal nur teilweise ausgeschlachtete Unfallwracks im Zustand "technischer und wirtschaftlicher Totalschaden".


    Im wirklich guten Zustand mittlerweile kaum unter 30.000,- . Mit Abstrichen (Unfallschäden, unklarer Laufleistung, vielen Baustellen ...) sind bei ebay-Kleinanzeigen auch welche zwischen 22.000,- und 25.000,- zu finden. Erfordert natürlich die Bereitschaft der Eigeninitiative beim Suchen und deutschlandweit zu gucken.

    Danke für die kleinanzeigen Anzeige.

    Quakfrosch Was meinst du mit Außenseiterfahrzeug ? Fahrzeuge, die es in der Community nicht so häufig gibt bzw die nicht so strk nachgefragt sind ? Wenn du sowas meinst, könntest du mir vielleicht ein oder zwei Beispiele nennen ? Komme jetzt selber nicht drauf.

    Das kommt darauf an, was man möchte.
    Muss es ein Geländewagen sein, oder allgemein ein "grünes Auto" ?
    Es gibt ja auch normale PKW, die von Armeen eingesetzt wurden, welche durchaus interessant sind.
    Egal ob Opel Kadett / Astra der Bundeswehr, Peugeot Partner oder Opel Combo der belgischen Armee, DAF 66 YA vom Niederländer, und Geländewagen Willys M38A1 vom Schweizer, UAZ 369 vom Russen, Pinzgauer vom Ösi, Tarpan Honker vom Polen, Volvo C202 vom Ikeaner, Peugeot P4 vom Franzmann und für Leute, die Betriebsstoffe lieber unter dem Auto, als im Motor oder Getriebe, haben, Land Rover von der Insel.

    So mal auf die Schnelle.

    Man kann weit oben mit dem Hobby anfangen, wo es auch recht teuer ist, oder man fängt einfach an und holt sich eher Außenseiterfahrzeuge, die dann vergleichsweise günstig in Wartung, Unterhalt und Betrieb sind.


    Alles eine Frage des zur Verfügung stehenden Geldes, der eigenen Fähigkeiten und des Platzes. Da muss man aber auch ehrlich zu sich selbst sein und Träumereien sein lassen. Wie schnell aus Überschätzung Träume platzen sieht man an den zahllosen Projektabbrüchen (vom Käfer bis zum Unimog) in Verkaufsportalen.

    Mein Tip aus Erfahrung:
    Für den Verkauf sollte man ausschließlich aktuelle Bilder verwenden. Es lohnt sich auch an einem neutralen Ort aussagekräftige gute Fotos zu machen. Keine verwackelten Tankstellen- oder Garagenschnappschüsse bei nacht ohne Licht.
    Das erspart Enttäuschungen und Ärger, fördert aber auch die Verkaufschancen.

    Ich habe es auch erlebt, dass mir Fahrzeuge mit schönen Bildern angeboten wurden. Die Bilder waren dann aber plötzlich 10 Jahre alt und das Fahrzeug vor Ort hatte zwischenzeitlich ein Leben als Baustellen- und Tiertransporter, der irgendwann aufgegeben und in eine Ecke als Behelfspilzzucht gestellt wurde.


    Ansonsten ist es ein nettes Auto, was jedoch nicht in mein "Beuteschema" passt.

    Ich bräuchte noch ein einzelnes Messer für ein Feldbesteck. OFW oder NSB. Falls jemand sowas überzählig hat.


    Ja, das sammeln von Besteck ist weniger kostenintensiv. Und dann der Spaß, wenn man eine Kiste mit lauter einzelnen Teilen hat und dann sortieren und wieder nach Hersteller und Nummerngleichheit zusammenstellen kann.

    Bei mir ist sowas auf Flohmärkten eher nicht zu finden.

    Es gibt auch noch den Aufkleber mit der Versorgungsnummer.


    Ansonsten lassen Flaggenhalter, passende Farbe zum Baujahr, eventuell Standheizung, ggf. zweite Lichtmaschine, Gewehrhalter, Halterungen für erste Hilfe Kasten, gelbe Aufkleber im Innenraum... ebenfalls auf eine Bundeswehrvergangenheit schließen.


    Und ja, bei manchen Pfuschern werden die Laschen für die Tarnabdeckungen einfach entfernt und weggelassen. Meiner Meinung nach eine deutliche Wertminderung.


    Aber es gibt auch Fahrzeuge, die aus anderen Ländern kommen, und hier dann als Bundeswehrfahrzeuge deklariert werden. Die Besatzungsmächte nutzten auch durchaus deutsche Fahrzeuge in grün.

    Ansonsten gibt es auch Fahrzeuge aus dem nahem Ausland, wie Restjugoslawien-Nord, Dänemark, .....


    Momentan sind auffallend viele schrottreife und schlecht zurechtgepfusche Bundeswehr T-3 zu finden. Original und unverbastelt wird es da schon schwer unter 15.000,- etwas gutes ohne böse Überraschungen zu finden.


    Woran ist Pfusch zu erkennen:
    - mitlackierte Teile (Reifen, Tür- und Fensterdichtungen, Scheiben, Tankdeckel.....)
    - von außen übergeduscht, von innen abgenutzt und verranzt

    - Farben oder Tarnschema passen überhaupt nicht

    - überlackierter Rost

    - Billigstreifen, oder andere Teile verbaut (Scheinwerfer, Rücklichter...) die man höchstens bei temu oder wish findet

    - Verkleidungsteile passen nicht zueinander

    - ohne Sinn und Verstand herausgerissene Teile der Ausstattung

    - Reparaturen, Wartung und Instandhaltung auf sonderpostenmarktniveau


    Der Händler will ja möglichst viel Gewinn machen, nicht investieren.


    Ich lasse auch gerade meinen T5 blech- und lacktechnisch pfuschfrei auf vordermann bringen und habe dafür die bescheidene Summe 10.000,- bis 15.000,- eingeplant.

    Ich verfolge das Schicksal der Dickblechautos auch mit großem Interesse.


    Die Ausfallgründe ohne Feindeinwirkung sind vielfältig, jedoch kategorisierbar.


    Verschleiß:
    Die Fahrzeuge unterliegen dort einem völlig anderen Verschleiß, als in Deutschland in Depots oder vorsichtig auf Waggons und Tiefladern zu einer alle jubeljahre mal stattfindenden Übung möglichst materialschonend bewegt und täglich gewaschen und abgeschmiert.
    Es geht in der Ukraine durch Trümmer, verschlammte Straßen, über aufgeweichte Äcker und durch Wälder. Immer auf eigener Kette. Sowas sorgt schon für einen erheblichen Verschleiß bei den Ketten, Laufrollen, Getrieben und Motoren.


    Ausbildung der Besatzungen und Instandsetzer:
    Die Leute wurden in wenigen Wochen durch die Thematik gescheucht. Oftmals ohne technische Vorausbildung. In anderen Armeen werden Besatzungen und Instandsetzer über Jahre regelmäßig aus- und weitergebildet, damit sie ihr Auto kennen und zu meistern wissen. Eine materialschonende Umgangsweise ergibt sich daraus dann einfach.


    Verfügbarkeit von Ersatzteilen und Werkstätten:
    So wie es auch an lange ausgebildeten Instandsetzern mangelt, fehlt es auch an geeigneten Werkstätten und nötigen Ersatzteilen.
    Entsprechend wird in der Not viel improvisiert und gebastelt. So entstehen sehr kreative feldmäßige Instandsetzungen, die sich nicht immer für ein, verglichen mit einer Landmaschine, sehr komplexes Fahrzeug als geeignet erweisen.

    Ansonsten wird wohl einfach auf Verschleiß gefahren.

    Und dann ist da noch die Führerscheinproblematik.

    Nur für ein Hobby über 3,5t einen LKW-Führerschein machen, den man sonst nicht benötigt, bindet sich auch nicht jeder mal so schnell ans Bein.


    Und ja, manche haben sich so mit "Projekten" zugeschaufelt, dass es eher an einen gewerblichen Schrottplatz erinnert, als an ein Hobby. Da muss auch die Vernunft obsiegen. Da ist es dann vielleicht auch entspannter, wenn man sich auf weniger mit mehr Hingabe konzentriert, als nur zu horten, niemals mit irgendwas fertig zu werden und alles unterm Strich nur vergammeln zu lassen.

    Und dann gibt es auch die, die ein Hobby anfangen, es dann aber an den handwerklichen oder finanziellen Möglichkeiten scheitert.

    Alles nicht schlimm, solange die realistische Selbsteinschätzung noch vorhanden ist, und man entsprechende Lösungen findet.
    Sei es als Familienprojekt oder aber Abgabe an Fachleute oder Aufgabe an Kenner und Könner.

    Ich kenne auch Leute, die ihren Fuhrpark einem Museum vermachen werden, weil der Nachwuchs entweder nicht vorhanden oder nicht interessiert ist.
    Da hilft es aber auch den Nachwuchs über den jeweiligen Wert aufzuklären.

    Erlebe ich auch immer wieder, dass Speditionen Sattelzüge in Altstadtgassen schicken, obwohl in den Papieren zur Ladung vermerkt wurde, dass die Lieferanschrift nur mit einem Kleintransporter erreichbar ist.


    War doch gut, dass da eine bessere Entladestelle gefunden wurde. :)