Der Artikel ist ziemlich entlarfend:
Zitat
Der Bundesverband freier Tankstellen (bft) versucht eine Erklärung für die Parallele in der Preisentwicklung: "HVO wird derzeit energiesteuerlich weitgehend wie konventioneller Dieselkraftstoff behandelt. Dadurch entsteht bereits auf der Beschaffungsseite ein Preisniveau, das sich stark am Dieselmarkt orientiert",
Wie benzschrauber richtig ausführte, ist die Steuer auf Diesel (und HVO) ein fixer Betrag pro Liter, es gibt also kein Interesse staatlicher Akteure an steigenden Preisen. Die Mineralölwirtschaft will aber nicht als gierig erscheinen und versteckt sich da hinter vagen Steuerbegründungen.
Ich fand es auch sehr interessant, wie bei uns die Preise binnen weniger Tage explodierten und in Belgien erst so ganz langsam anstiegen. Da wird das Marktverhalten der Mineralölwirtschaft schamlos ausgenutzt (auch schon vor den Krise) und Preise quasi minütlich an die Schmerzgrenze der Kunden angepasst. Besonders wenn morgens die Dienstwagenfahrer mit Tankkarte der Company tanken, kann man verlangen was man will. Nur gut, dass die Preisdynamik bald eingebremst wird.
Mein aktueller Beitrag als Marktteilnehmer: einfach Tankstellen meiden - und wenn es doch am sein muss, spät Abends an die Automatentankstelle des Supermarktes und dann gerade mal 20 l. Ich darf mich allerdings des Segens des Home-Office erfreuen, da mögen andere weniger komfortabel aufgestellt sein.
(und zur Not hätte ich noch 90 l Vorjahres-Diesel im Borgward
)
Gruß
Peter