Beiträge von Rotkaeppchen

    Nix Baumabschluss - Fortschrittsbericht:

    Nun habe ich die Elektrik quasi fertiggestellt und möchte Interessierten ein paar Eindrücke liefern.

    Die Stoßstange tauschen und die Winde montieren ist trivial. Ich habe jedoch die Steuereinheit in den Motorrad verlegt. Daher musste ich u.a. längere Kabel (knapp 2m) zwischen Relaiskasten und Winde verlegen. Dazu ist zunächst mal eine zünftige Krimpzange von Nöten, ich habe sie mir bei einem Elektriker geliehen. Wer das mit Schraubstock oder einer anderen Zange machen möchte, schaut Euch mal das Zangenformat an:

    Alle Anschlüsse habe ich ordentlich mit Polfett versehen, da unter den Kappen sonst sicher ideale Korrosionsbedingungen herrschen

    Dann habe ich (230GE) die Strom folgendermaßen verlegt. Von der Batterie zur Sicherungsbox am Luftkasten, dann zum Notaus an der Spritzwand hinter den Batterien und von dort zum Relaiskasten hinter dem Luftfilter.

    Anstelle 1x Sicherungen gibt es auch (zB bei Horntools) Sicherungsautomaten mit 300A. Solch einen hatte ich zuerst, der war aber schon vor Einbau kaputt und weitere Rezensionen zu den Automaten im Internet überzeugten mich, klassische Sicherungen zu verwenden.

    Der Notaus-Schalter stammt von Warn. Der seit Jahrzehnten von mir aufgehobene Sicherheitsschalter passt leider nicht in die Aussparungen innen, so dass ich mir hier erst noch einen passenden Schalter kaufen muss. Dieser Schalter im Innenraum Schaltet dann das Relais hinter der Batterie und setzt die Winde unter Strom. Den Schaltstrom habe ich am Sicherungskasten im linken Fußraum entnommen und dann an der Gummitülle beim Handschuhfach in den Motorraum geführt. Zum Befestigen des Relais' muss man das Handschuhfach ausbauen, um die Mutter aufschrauben zu können.

    Dann sieht man noch oben links einen Plastikring über dem Kabel. Das ist ein wohl bei der Warn Tabor 24V vorgeschriebener Strombegrenzer, da die Motorleistung bei dem Modell zu stark streut und ansonsten der Motor durchbrennen kann.

    Und dann kommt der Relaiskasten von Warn. Für die vierte Befestigungsschraube ist kein Platz mehr am Innenkotflügel aber mit 3 Schrauben hält die Box auch bombig. Und die Fernbedienungsbuchse weist schön nach oben.

    Interessantes Angebot. Blöde Frage, aber wie ist denn der Zustand einer 10 Jahre eingelagerten und vermutlich damals auch nicht fabrikneuen Plane? Meine ist halt jetzt recht hart und neigt zum Reißen, wenn man die Löcher über die Ösen hebelt. Die Alterung hängt sicher stark mit der UV-Strahlung zusammen, aber die Weichmacher entweichen ja nach Zeit.

    Ich frage mal die Neuanbieter an - ich brauche ja eigentlich nur vorn - und melde mich dann

    ergebnisoffen. Man könnte eine Nachfertigung beauftragen oder auch bei Puch.at nachfragen. Bei MB habe ich die Teilenummer nicht gefunden, die meisten auffindbaren 460* Planen lagen dort aber bei über 3000€.

    Auf meiner hinteren Plane, die in gutem Zustand ist, ist ein Firmenname auf die Innenseite gedruckt. Die könnte ich zB auch anfragen. Momentan scheint sich das Interesse aber in Grenzen zu halten.

    hier nochmal die Info zu AMG

    M102- 2.3 - 2V mit 160 Ps
    M102- 2.3 - 4V mit 205 Ps

    2 Prospektseiten

    https://a.d-cd.net/44f2ad2s-960.jpg

    https://a.d-cd.net/24f2ad2s-960.jpg

    Nur mal so zur Info, was der Zylinderkopf so bringen könnte. Ohne Kolbenänderung muss man die Werte natürlich ein Stück korrigieren

    Bzgl 16V nehme ich alles zurück, die dargestellt Kurve zeigt auch bei kleinen Drehzahlen mehr Nm

    Ich hatte nach der AMG Version vor einiger Zeit geschaut. Da gab es für den M102 mehrere Varianten. Bei der „Einsteigerversion“ ist nur der Kopf überarbeitet worden: größere Ventile und überarbeitete Ansaugkanäle. Das gab aber schon einige extra PS.

    Ein 16V Kopf könnte genau zu dem Problem führen, mehr PS bei weniger Nm unten rum. Meiner Erinnerung nach hatten das viele Motoren damals aufgewiesen bei der Umstellung von 2V auf 4V

    Wenn neuer Motor, würde ich ja lieber gleich auf den M103 gehen. Nachteil, woher das wasserdichte Verteilergehäuse nehmen. Die Zivilen haben das ja, glaube ich, nicht. Egal woher, das Gehäuse dürfte Goldstaub sein.

    Mit dem Mengenteiler ist so eine Sache. In NL gibt es einen, der die überwiegend für alte Ferrari 308 überholt. So ein überholten Mengenteiler hatte ich mal für den M103 gekauft, leider bekam ich ihn nicht zum Laufen und der Stellzylinder schien mir in einer falschen Position zu sein. Der Mengenteiler ist ein sehr sensibles Gebilde. Ohne stichhaltige Referenzen des Fachbetriebs würde ich ihn lieber immer etwas unperfekt lassen, als ihn potentiell komplett verhunzen zu lassen.

    ja lohnt immer und kostet Geld - jedes andere Tuning ist teurer und bringt weniger...

    Moin Till,

    Das ist aber nur für den Diesel interessant, oder? Mein Verständnis wäre, dass man beim M102 den Mengenteiler optimieren müsste, auch wenn man ggf. den Druck der Pumpe erhöhen könnte.

    Hast Du bei der KE Erfahrungen zu ähnlich sinnvollen Maßnahmen?

    Nur mal so aus Interesse, die W461 hat also auch einen dünnen Ring, der so lange zusammengequetscht werden muss, bis sich das korrekte Spiel einstellt. Und wenn man zu wenig Spiel hat, braucht man einen neuen Ring. Die Lagerschale wird aber nicht über eine Nutmutter eingebracht sondern über einen Deckel mit mehreren Schrauben?!

    Ich habe das mal beim R107 gemacht. Da gibt es eine zentrale Nutmutter. Um den Ring "anzuquetschen" bedurfte es 2m Hebelarm und vollen Körpereinsatz. Die Werkstatt, die mir das Werkzeug lieh, meinte, sie hätten das einmal versucht, und als das Auto halb von der Bühne durch die Kräfte flog, haben sie diese Arbeit nie wieder angerührt.

    Jedenfalls wundert mich Deine Aussage mit den 75Nm, da zumindest beim R107 die Lager nach gemessenem Spiel angezogen werden mussten und von dem Prozess eine Drehmomentangabe aufgrund starker Streuung vermutlich keine valide Steuergröße wäre.

    Alte Ecken habe ich nicht (Schweizer), wurde auch nicht drauf hingewiesen.

    Gestern muss ich wohl Tomaten auf den Augen gehabt haben. Zwischen Batterie und Luftfilter ist das perfekte Plätzchen, wenn auch nur 3 Schrauben zur Befestigung an den Innenkotflügel reichen. Und gleich daneben passt auch noch das Abschalt-Relais.

    Wie macht Ihr Befestigungslöcher ins Blech rein? Ein Bohrer macht ja meist wild geformte Löcher ins Blech. Reicht es, mit der Hand einen Holzklotz auf die Rückseite des Blechs zu pressen? Und vor allem, wir konserviert Ihr die „Wunde“?

    Die Stoßstange passt bei mir nicht ganz perfekt, ich muss noch ein paar Unterlegscheiben zwischen Stoßstangenhalter und Rahmen machen, sonst ist bei den Schrauben ein Schlitz. Die Stoßstange werde ich 2k lackieren, die Pulverbescjichtung scheint mir nicht so haltbar. Vor allem ist es mit Pulverbeschichtungen immer problematisch, wenn der Gammel anfängt und unter der Schicht entlangwandert.

    Ansonsten Safety first, Taubenreuther verkauft die als 24V nur mit einem Strombegrenzer, dann kommt noch Sicherungsautomat und Abschalt-Relais rein.

    So, das Paket ist angekommen. Und schon habe ich 2 neue Fragen.

    1) die Stoßstange kommt ohne die äußeren Ecken. Das Profil ist also außen offen. Meint Ihr, das bekäme es eingetragen, wenn man ein Blech zum Schließen des Profils einschweißt? Wäre dann ja halbwegs am Original, allerdings etwas scharfkantiger.

    2) ich würde ja gern die Steuereinheit im Motorraum einbauen. Da habe ich die Platzverhältnisse beim 230 aber etwas zu positiv eingeschätzt. Unter dem Zündsteuergerät habe ich Platz ausgemacht (aber schwer, ranzukommen und tief) oder vorn bei der Luftansaugung (heiß beim Motor und dichter am Knautschbereich, zudem Kabelstrang und Einbaufenster für potentiellen Schnorchel im Weg). Hat jeman noch eine zündende Idee?

    Eine Verteilerkappe und Finger sowie einen Thermostat würde ich in jedem Fall mitnehmen.

    Und wenn das Budget nicht zu knapp ist, würde ich vermutlich alle Temp. und Drehzahlsensoren vorsorglich tauschen. Ich habe einen M102 (230) und einen M103 (300) im Bestand. Bei beiden haben die Sensoren in den letzten Jahren mit Mucken angefangen.

    meine tiefste Wasserdurchfahrt bisher war, dass das Wasser vorn quer über die Haube lief.

    Das Bild habe ich hier, glaube ich, gesehen.

    Meine Sorge ist, dass ein Verschluss von den Wasserabläufen herausgeschossen kommt oder die Türdichtungen nicht so dicht sind, wie erhofft. Noch sind die Verschlüsse bei mir mehr als lose, morgen kommen aber neue Gummidichtungen an. Hoffe das hilft.

    Entlüftungen für Achsen, Getriebe und Differentiale genauso angelegt sind wie beim Wolf und das wäre dann die Spritzwand vorne.

    ...

    Nato Steckdose ist ja mit nem Schraubdeckel verschlossen, das kann man denke ich so lassen. Nato Knochen verbindet in Betriebsstellung eh beide Kontakte - da kann also eigentlich auch nix passieren.

    ...

    Zu deinen Steuergeräten und Spannungswandler kann ich nix sagen, ebenso wenig zum Zündverteiler. Ist das da evtl wie beim Iltis und sie sind "wasserdicht"?

    d.h. die Entlüftungen der Achsen und Differentials enden auch alle an der Spritzwand wie die des Getriebes?

    Ich weiß zwar, worauf Jochen wohl auch anspielt, dass Wasser deutlich schlechter leitet, als man wegen Fön in Badewanne denkt. Mir fehlt aber jede Vorstellung, ab welchem Wasserspalt bzw Abstand kein Kurzschlusss mehr vorliegt. ZB beim Natoknochen ist ja +12V in direkter Nähe zu unisolierten Schrauben am Gehäuse. Insofern mache ich mir da weniger Sorge um die Brücke zwischen den beiden eh verbundenen Kontakten als zu offenen Kontaktstellen zur Karosserie.

    Ja, Zündverteiler ist beim Schweizer (ich glaube im Gegensatz zur zivilen Version) in einem wasserdichten Metallgehäuse.