Ich sehe dieses Pilotprojekt auch eher kritisch.
Es werden vorrangig logistische und wirtschaftliche Gründe sein, welche den Test eines solchen Systems rechtfertigen (Stichwort Fachkräftemangel)
Bei dem Großteil der Mahlzeiten in den heutigen Truppenküchen und Kantinen handelt es sich um sogenanntes Convenience-Food. Das bedeutet, dass die Speisen industriell produziert und küchenfertig vorbereitet sind. Ob noch ein Kochroboter, eine angelernte Küchenhilfskraft oder ein gelernter Koch das Fertiggericht erwärmt, spielt dann fast keine Rolle mehr.
Sicherlich können Robotersysteme in der Truppenküche eine gute Unterstützung in der Zubereitung einzelner Komponenten sein. Auch als Nischenlösung für Verpflegungsteilnehmer am Wochenende sicherlich legitim.
Es wäre jedoch wünschenswert, wenn die Bundeswehr in den Truppenküchen statt auf industriell-verarbeitende Nahrungsmittel vielmehr auf vollwertige Zutaten aus dem ökologischen Anbau und Tierhaltung sowie auf die Handwerkskunst von Köchen, Bäckern und Fleischern setzen würde.
Das Thema Einsatzverpflegung, EPAs, etc. ist natürlich eine ganz andere Sache.