Beiträge von Sam B.

    Hallo alle miteinander,

    Ich habe ja bereits angedeutet das dieser Thread eher unregelmäßig als Regelmäßig geführt wird.

    Da der Sommer auf dem Hof von einigen anderen Arbeiten überschattet war (welche unbedingt noch vor August passieren mussten) wie z.b. der Aufbau und die Inbetriebnahme einer weiteren 25kWp PV-Anlage.

    Außerdem Verstärkungsplatten für die Hebebühne (als wir den Mowag zum ersten Mal auf der für 5t zugelassenen Hebebühne hatten neigte sich die linke Säule Richtung Fahrzeug, dies Veranlasste uns dazu die Platten zu bestellen und diese mit Verbundankern zu befestigen):

    Die Rechte Platte machte uns tatsächlich ordentlich Arbeit da ein Stützbalken für den Dachboden entfernt werden musste.

    Der Boden wurde somit nur noch durch die Hebebühne und durch einen Hydraulischen Panzerheber gestützt.


    Aber nach 8 Stunden guter Arbeit konnten wir uns über das Endergebniss freuen: der Mowag steht nun sicher und auf der Bühne.

    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne Ihre Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklären Sie sich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.


    Danach demontierten wir Räder, Bremstrommeln, Backen, ließen den Tank ab und zogen das hintere Differenzial mit dem freudigen Ergebnis, dass die Steckachse nur einfach gebrochen war und dann auch noch an der perfekten Stelle, so dass wir das gebrochene Teil ohne Probleme entfernen konnten.

    Seit dem ist Stillstand bis zu dieser Woche. Vor uns liegen ab Morgen Abend hoffentlich 4,5 intensive Werktage in denen wir viel Fortschritt machen werden.

    Die Baustellen sind:

    Radbremszylinder (wir haben gebrauchte und neue Manschetten da) egenerieren

    Hauptbremszylinder auseinander nehmen und mit neuem Dichsatz versehen

    Bremsschläuche wechseln

    Benzinversorgung funktionierte nicht (lief bisher nur auf gas)

    Abdichten der Vorder u. Hinterachse

    Funktion des Bremskraftverstärkers überprüfen.

    Das Ziel ist es die Bremsflüssigkeit von DOT 4 auf DOT5 zu ersetzen.


    Mal schauen was wir bei dieser Liste schaffen abzuarbeiten.

    LG Simeon

    Hallo zusammen,

    hier möchte ich über die Inbetriebnahme unseres Mowags berichten.

    Nach mittlerweile 12 Jahren – also seit 2013 – stand er eingemottet in der Garage und wurde nicht mehr bewegt.

    Der letzte Einsatz war im Jahr 2013 beim Hochwasser in Dresden. Damals transportierten wir mit ihm mehrere Tonnen Sandsäcke in die verschiedenen überfluteten Gebiete. Leider fehlte danach die Zeit, um die Bremsen instand zu setzen. Außerdem waren – mal wieder – die Steckachsen der Hinterachse gebrochen (zum zweiten Mal innerhalb kurzer Zeit) sowie das Gehäuse der Freilaufnaben beschädigt.

    Schritt 1: Ersatzteile finden

    Tatsächlich wussten wir, dass es verstärkte Steckachsen gibt. Allerdings war uns nicht bekannt, wo man diese bekommen kann. Also begab ich mich in die Tiefen dieses Forums und durchkämmte auch den Rest des Internets auf der Suche nach gehärteten Steckachsen für die zweite Achse des Dodge WC 6x6.

    Diese Suche hat mich einiges an Nerven und gut sechs Stunden Zeit gekostet. Als ich dann in einem alten Thread von 2018 endlich einen Screenshot aus einem Ersatzteilkatalog fand, hätte ich vor Freude fast ein kleines Tänzchen aufgeführt!

    Für alle, die etwas Ähnliches suchen: Hier der Link zu den Teilen:

    New Hardened 4340 Custom 2-Piece Power Wagon Rear Axle Shafts - H43402PAS
    FITS THE FOLLOWING VEHICLES: [Vehicle Type D] Dodge, Fargo & De Soto Flat Fender Civilian Power Wagon (1946-1968) & Military Export (1957-1978)
    www.vintagepowerwagons.com

    Also ist es nun Zeit, das Auto auf den Hof zu holen:

    👉 https://www.youtube.com/shorts/aQNG5UHwezo

    Wie man in dem Video sieht, mussten wir die Reifen ablassen, da er sonst nicht aus der Garage herausgekommen wäre.

    Danach habe ich mir den Wasserschlauch, den Staubsauger und ein paar Mülltüten geschnappt und angefangen, sauberzumachen. Dabei bin ich auf ein paar alte Relikte gestoßen: Teilnehmerlisten und eine Foto-CD vom 2012er "Echse"-Treffen auf dem Forstberg.

    Und jetzt hier exklusiv:

    Das rezept des UHUs :chef:
    Nachdem ich das Fahrzeug mit genügen Wasser und nem Schwamm äußerlich zumindest etwas sauberer bekommen habe ging es an den Innenraum: Ein Staubsauger und Bref Power-Zeug leisteten mir da gute Dienste.

    Beim weiteren durchsuchen fand ich auch ein Erinnerungsstück was dieses Auto wohl nie wieder verlassen wird: Die einzige Leine unseres Verstorbenen Hundes Cleo die Leute die sie kennen und Lieben gelernt haben wissen bescheid :D

    Nachdem ich den Innenraum weitgehend fertig gesäubert hatte, widmete ich mich dem Dach und begann damit, die Dachlatten auszumessen – sie sind alle morsch. Zum Glück ist mein Opa Tischler und ist natürlich begeistert von seiner neuen Aufgabe. :amb:

    Nachdem ich alle Latten – außer denen, auf denen ich stand – ausgemessen hatte, machte ich für den Tag Schluss.

    Am nächsten Morgen ging es dann erstmal darum, ein paar Teile zu bestellen. Der Irre auf der anderen Seite drohte nämlich mal wieder mit Zöllen von 50 %, und man will sich gar nicht ausmalen, was passiert, wenn die EU mit ähnlich hohen Gegenzöllen reagiert. Hoffentlich kommen in den nächsten Tagen ein paar verstärkte Steckachsen und neue Freilaufnaben bei uns an.

    Die nächste Idee war, das Fahrzeug endlich in die Werkstatt zu bringen. Also haben wir die Batterie ausgebaut, ersetzt, geladen, Starthilfe gegeben – und siehe da: Sobald wieder Strom auf dem Fahrzeug war, funktionierte fast alles Technische noch. (Außer dem Anlasser – den habe ich schnell noch getauscht.) Selbst die Gasanlage war einsatzbereit.

    Da wir aber nicht wissen, wie viel Benzin im Tank ist, wie stark der Tank verrostet ist und ob die nachgerüstete elektrische Benzinpumpe überhaupt funktioniert, haben wir uns entschieden, den ersten Startversuch auf Gas zu machen – mit dem Ziel, das Fahrzeug mit eigener Kraft (und ohne funktionierende Bremsen) einmal quer über den Hof in die Halle zu fahren.

    Vom Endergebnis könnt ihr euch hier selbst überzeugen:

    Zwischendurch habe ich noch den Luftmassenmesser der Gasanlage ausgebaut, um sicherzugehen, dass alles gut funktioniert – was es auch tat. Dann wieder eingebaut. Problematisch war nur, dass das Gaspedal hängt, wodurch der Motor überdreht. Lösung: Gaspedalgestänge vom Vergaser abgeklemmt und mit Handgas rein in die Halle gefahren.

    Jetzt liegt viel Arbeit vor uns. Beim Durchkriechen unter dem Fahrzeug ist mir Folgendes aufgefallen:

    • Die Blattfedern sind völlig verrostet.

    • An den Schwellern gibt es ein bis zwei kritische Stellen.

    • Die Bremsen funktionieren überhaupt nicht (Pedal kann ohne Widerstand durchgetreten werden).

    • Wir müssen hoffen, dass die Steckachsen so gebrochen sind, dass wir sie durch das aus­gebaute Differential entfernen können.

    • Der Benzin Tank braucht höchstwahrscheinlich eine Komplettbehandlung.

    • Im besten Fall schaffen wir es, den Nebenantrieb der Winde und das Getriebe zu ersetzen (aktuell ist das Getriebe wegen des Nebenantriebs unsynchronisiert – wir haben aber noch eine synchronisierte Ausführung beider Teile).

    • Die Freilaufnaben auf beiden Seiten müssen erneuert werden.

    • Eine neue Heizung für den Innenraum muss installiert werden.

    • Neue Dachlatten sind fällig.

    • Roststellen an der Karosserie müssen beseitigt werden.

    Über den Fortschritt werde ich hier in unregelmäßig regelmäßigen Abständen berichten.

    mfg

    Sam ,:)

    Nun der „ist“ Zustand ist bisher nicht dokumentiert

    Aber Bilder von 2008 gibts hier im Forum unter dem Mowag Forum in Seite 2 der Threads

    Name:

    MOWAG - Vorstellungsthread, zeigt Eure MOWAG´s!

    Da sieht er deutlich besser aus als jetzt

    Bilder sind von Kris B. Hochgeladen.

    Hi,

    Ich bin Simeon der Sohn von Kris B.

    Ich hatte im Februar 25 nach 10 Jahren mal wieder die Möglichkeit einem Treffen beizuwohnen und habe dadurch meine Fazination für Militärfahrzeuge wiederentdeckt und befinde mich mit 22 natürlich auch im Besten Alter um vollumfänglich in unser aller liebstes Hobby einzutauchen. :)

    Das mittelfristige Ziel ist den Mowag meines Vaters welcher inzwischen seit 12 Jahren eingemottet in der Garage steht wieder Flott zu machen.

    Ich freu mich auf einen guten Austausch ob hier oder oder irgendwo im echten Leben.

    Mfg

    Simeon „Sam“ ,:)