Oh oh, das muss ich jetzt doch ne Kleinigkeit dazu sagen und kurz vom Thema abschweifen 
Die Waffen-SS stand von Anfang an in Konkurrenz zur Wehrmacht (also Heer, Marine, Luftwaffe) und wurde von diesen nie als gleichwertig akzeptiert. Den gesamten Krieg über ist der Schriftverkehr geprägt von gegenseitigen Vorwürfen und den Versuchen, die SS zu benachteiligen. An Rohstoffen bedienten sich erst alle anderen, bevor die SS einen Rest (sofern vorhanden) erhalten konnte. Bei neuen Waffen dauerte es Monate lang, bis nach zig Anfragen endlich mal ein Testexemplar zur SS kam.
Aus diesem Grund hatte sich die SS auch gleich Zbrojovka Brno (Waffenwerke Brünn) unter den Nagel gerissen und dort ihre eigene "Technische SS Waffen- und Polizeiakademie" gegründet. Dort wurde viel selber entwickelt. Viele Prototypen und Versuchsstücke schlummern heute im Lager des Prager Militärtechnischen Instituts. Da entdeckt man heute noch Dinge, von denen man nichtmal wusste, dass es sie gab.
Auch krallte sich die SS einen Großteil aller erbeuteten Waffen, da sie anfangs nichtmal genug Karabiner 98k erhielt.
Das alles führte zu einer ziemlichen Ressourcenverschwendung, da das SS-Waffenamt und die anderen Waffenämter oft die gleichen Ziele parallel verfolgten und sich nicht austauschten. Jeder dachte, es besser zu können. Es ja kaum bekannt, dass sich die SS sogar mit der Entwicklung einer Kleinflugzeugträger-Flotte beschäftigte. Und ohne das Mitmischen bei der Raketentechnik wäre diese nicht so schnell vorangekommen. Mit Denkern und Forschern wie Otto Schwab oder Helmuth Gerloff ging schon was voran.
Und leider leider führte diese Konkurrenz auch zu einem Ausbau des KZ-Systems. Die SS versuchte eigene Fertigungsanlagen aufzubauen. So zum Beispiel für das halbautomatische Gewehr 43 im KZ Neuengamme, da die offizielle Belieferung nicht klappte. Oder das Betreiben von Angorakaninchen-Zuchten zur Gewinnung von Dämmstoff für Winterkleidung.
Einen bedeutenden Unterschied gab es allerdings: Das Heeres-Waffenamt war eine träge Bürokratie und wer als Erfinder keinen Namen oder Beziehungen hatte, der blitzte schnell ab. Hier hatten die großen Firmen und andere Platzhirsche das Sagen. Die SS hingegen nahm oft völlig unkonventionelle Ideen und Entwicklungen an. Aus heutiger Sicht wirkt manches kurios, lächerlich und vielleicht auch "dumm", aber viele Erfinder, die nirgendwo Gehör fanden, wandten sich an die SS und erhielten oft eine Chance.
Dieses Vorgehen öffnete natürlich auch manchen Scharlatanen und Dummschwätzern Tür und Tor (wie z.B. ein Herr Fuchs mit einem Zentrifugal-Maschinengewehr). Wobei man aber auch da immer wieder feststellen muss, dass manche Ideen damals technisch einfach noch nicht realisierbar waren und Jahrzehnte später wieder aktuell wurden. Wie z.B. die "Todestrahlen" aus riesigen Parabolschüsseln - heute sind es Laserwaffen. Oder die "Schallkanone" - heute gibt es akustische Waffen ähnlicher Art.
Sorry fürs Abschweifen. Darüber könnte man Bücher schreiben .... 
Grüßle
Michael