Beiträge von Franz

    Wenn ich die Diskussion verfolge, wird die Entwicklung und der Erfolg des Quattro kräftig mit der Diskussion über die Entwicklung des Allradantriebs überhaupt vermischt - ein wirklich umfangreiches Thema mit vielfältigen Zugängen!

    Ich denke, dass der Quattro einfach der erste schnelle Straßenallrad in Serie - abgesehen von der schon genannten Kleinserie des Jensen FF - war. Nicht mehr und auch nicht weniger und dafür steht auch der geschützte Namen des Quattro.

    Dass es schon Jahrzehnte vor Audi genügend Allrad-Pioniere gegeben hat, die teilweise (fast) unbekannt geblieben sind, ist eine andere Geschichte.

    Egal, ob jetzt beispielsweise der Landwehrtrain der österreichisch-ungarischen Monarchie ("Tatzelwurm") von Professor Porsche mit elektrischem Antrieb in den Radnaben, die ersten Allrad-LKW von Oshkosh aus den frühen 1920er Jahren oder die dieselelektrischen Antriebe der riesigen Maschinen von Le Tourneau genannt werden, hat es schon vor 100 Jahren sehr leistungsfähige Fahrzeuge mit Allrad gegeben.

    Aber als Besitzer von bisher fast 100 Fahrzeugen, davon über 80 mit Allradantrieb, drohe ich jetzt selbst vom Thema abzukommen..............

    Der direkte Impulsgeber für den ersten Prototypen eines Audi mit Allrad war natürlich der Iltis, hier allerdings auch noch im Prototypen-Stadium. Die Geschichte sagt, dass Jörg Bensinger, damals Leiter der Fahrwerksentwicklung, von Testfahrten mit einem Iltis Vorserienfahrzeug in Rovaniemi (Nordfinnland) zurück kam und erzählte, dass der Iltis zwar das langsamste Fahrzeug der Testflotte, aber unter winterlichen Verhältnissen den anderen dennoch haushoch überlegen war. Und er meinte, dass es doch eine tolle Sache wäre, diesen Antrieb in einem starken Personenwagen zu haben. Im Februar 1977 begannen die Arbeiten an einem Allrad-Audi auf Basis des Audi 80. Im November 1977 war die Urversion des Quattro fertig, allerdings mit einem Allradantrieb ohne Mitteldifferential und einem Turbomotor mit 160 PS. Die Hinterachse war damals einfach eine umgedrehte vordere Aufhängung mit Verwendung des hinteren Differentials aus dem Iltis. Die nächste Entwicklungsstufe war bereits mit Mitteldifferential und Sperre hintern ausgestattet und entsprach somit schon ziemlich dem späteren Antriebsstrang in Serie - auch der querliegende Auspuff-Endtopf mit den zwei Auspuffrohren der Serie ist bereits zu sehen...............Der Antriebsstrang ergab ein Mehrgewicht von lediglich 75 Kg, allerdings war durch die Ausstattung, die breiteren Reifen, den stärkeren Motor mit LLK und diversen anderen Details beim Coupe ein Mehrgwicht von über 200 Kg gegenüber dem frontgetriebenen Modell messbar. Die Endgeschwindigkeit mit 160 PS ergab 198 km/h, mit dem LLK wurde dann beim Serienmodell auf Coupe-Basis die Leistung auf 200 PS angehoben, um das Potential des Antriebes besser zu nutzen.

    Viele Fahrversuche fanden auf der Turracher Höhe in der Steiermark statt. Um die Begleitfahrzeuge - einen Iltis in lachsrot und einen in beige - nicht immer überstellen zu müssen, überließ Audi die Fahrzeuge der Schwarzenberg`schen Forstdirektion zur ganzjährigen Nutzung - mit Ausnahme der Wochen im Winter.

    Soweit so gut.......... Als langjähriger Quattro-Fahrer kann ich die Robustheit der ersten Serie und die verbesserte Fahrdynamik der zweiten Serie mit variabler Kraftverteilung voll bestätigen und kann nur sagen, dass mit dem Quattro ein wirklich gutes Stück Technik geschaffen wurde!

    Obwohl meist als Leser überwiegend passiv hat mir das Forum sehr gefehlt - die Fülle an Wissen, die sich über die Jahre angesammelt hat, aber auch die laufenden Projekte, die kleineren und größeren Konflikte, die interessanten Angebote, die technischen Tipps, die.......................

    Vielen Dank für die Mühe und ein gutes neues Jahr!

    Gruß, Franz

    Hallo,

    ich würde mal bei Jung und Söhne (Jung & Fils) im Elsass anfragen. Der Seniorchef hat die Sattlerei bei Daimler geleitet und sich in den 90er Jahren, als dieser Bereich ausgegliedert wurde, selbstständig gemacht. Vermutlich die Nr. 1, wenn du für einen Unimog ein Verdeck oder ähnliches benötigst, da dort auch viel historisches Wissen betreffend Modelle, Originalschnitte und Materialien vorhanden ist. Mit der Suchmaschine solltest du die Homepage finden.

    Viele Grüße,

    Franz

    Nein, das Kennzeichen bleibt nicht beim Fahrzeug - deswegen ist ja das schwarze (alte) Kennzeichen so interessant, denn es sagt aus, dass dieses Fahrzeug seit zumindest 1990/1991 immer in einer Hand war. Bei jeder neuen Anmeldung (Verkauf, Wohnsitzwechsel in einen anderen Bezirk usw.) würde das alte Kennzeichen eingezogen werden und das Fahrzeug bekäme das neue=weiße Kennzeichen.

    Hallo,

    ich gehe zwar davon aus, dass sich hier noch einige Unimog-Besitzer zu deinem Anliegen melden. Dennoch würde ich das Forum des Unimog-Clubs Gaggenau (http://www.unimog-community.de) empfehlen, um dort in der Suche nach den Begriffen Bergung/Selbstbergung etc. zu suchen. Mir sind aus diesem Forum einige Berichte über Bergeaktionen in Erinnerung, obwohl ich eigentlich niemals gezielt danach gesucht habe..........

    Viele Grüße

    Franz

    Hallo,


    ich habe eigentlich alle Land Rover Bücher, die es gibt - natürlich auf Serie bezogen.

    Das MIT ABSTAND BESTE Buch betreffend Serien 1-3 einschließlich Exoten ist das Buch von James Taylor "Land Rover - 65 years of the 4x4 Workhouse". Hervorragend, wie von Taylor gewohnt, hinsichtlich Qualität der Recherche, der Auswahl von Bildern, vor allem aber, wie schon gesagt, die absolut umfassende Abhandlung einschließlich Prototypen (Water Rover, 129`` für die Army, FC, Serie auf Jeep-Fahrgestell usw.).

    Ich ertappe mich dabei, das Buch immer wieder zur Hand zu nehmen und darin so richtig zu versinken.................

    Und ich bin mir fast sicher, dass es genau dieses Buch auch über Amazon gibt.

    Ich wette einen Kasten Bier, dass ein Serie-Fan von diesem Buch auf jeden Fall begeistert ist!


    Viele Grüße

    Franz

    Grüß Euch!


    Kann mir jemand hier im Forum den Durchmesser der Bolzens an dem Doppelgelenk, mit dem die Antriebswellen befestigt sind, sagen? Ich habe kein Fahrzeug zur Hand und kann im Internet trotz einiger Suche nichts finden. Es geht hier vorrangig um die Type 404, mir wäre aber auch mit dem Maß der Typen 421 und 406/416 geholfen! Vielen Dank im Voraus!


    Viele Grüße
    Franzjosef

    Danke Euch für die Antworten. Ich sehe das genau so - für mich persönlich steht gerade bei einem historischen Fahrzeug der weitestgehende Originalzustand im Vordergrund.
    Mir ging es vor allem um den Vergleich des Aufbaues ab Fahrzeugmitte, da die anderen festgestellten Unstimmigkeiten (Lenkrad, Beleuchtung, Armaturen) auch vom jahrzehntelangen Gebrauch der Fahrzeuge beim österreichischen Bundesheer verursacht sein können und defekt gewordene Originalteile eben durch verfügbare Alternativteile ersetzt wurden. Das heisst, dass die Amerikaner dem Bundesheer nach dem Abzug aus Österreich zwar ein Masse an Jeep, Dodge und GMC überließen, aber dieser Zustand selten die 20-30 Jahre Truppenverwendung unverändert überstanden hat.
    Für den reinen "Anwender", der halt einen WC in "Command-ähnlicher" Version um schmaleres Geld haben möchte oder unter der Voraussetzung, dass ein nicht mehr komplettes Fahrzeug wieder aufgebaut und auf die Straße gebracht wurde, kann das natürlich auch eine Lösung sein.
    Aber es sollte bei allen Beteiligten (zusätzlich zum unterschiedlichen Preisgefüge) völlige Klarheit
    über Herkunft und Originalzustand herrschen.
    Viele Grüße
    Franz

    Schöne Sache, der Jeep. Zum Dodge Command: Ich kenne denjenigen (oder zumindest einen davon), der mehrere Dodge WC 51/52 zu Command umgebaut hat. Aber ich kenne ihn nicht so gut, dass ich ihn direkt fragen möchte und ich möchte natürlich auch keine Fotos von fremden Fahrzeugen einstellen, bei denen ich nur die Vermutung eines Nachbaues habe.
    Ich vermute allerdings (ohne Rückfrage), dass der unter www.willhaben.at, Rubrik Dodge, Unterubrik Oldtimer von 2 verschiedenen Personen angebotene "Dodge Kommandodge" ein solches Fahrzeug ist.
    Seht also selbst - wie gesagt, ich möchte dem Anbieter nichts unterstellen........
    Natürlich könnte ich direkt fragen, aber mich interessiert die Sache unabhängig von dem angebotenen Fahrzeug und für mich ist von Interesse, ob solche Fahrzeuge auch hier im Forum bekannt sind.
    Viele Grüße
    Franz

    Grüß Euch!


    Ich hatte vor vielen Jahren einige Dodge WC, darunter auch 2 WC 63. Ich kenne diese Fahrzeuge von der Struktur recht gut, habe aber speziell mit dem Aufbau des Command-Car WC 56/57 wenig Erfahrung.
    Hier in Österreich tauchen in letzter Zeit immer wieder Nachbauten auf Basis der Pritschenausführung auf, die recht gut gemacht und vor allem für den Nichtexperten und ohne originales Vergleichsmuster gar nicht so einfach zu identifizieren sind.
    Fotovergleiche haben gezeigt, dass z.B. die Tankstutzen bei den Nachbauten etwas höher liegen und weiter in Richtung Kotflügel versetzt sind, die hinteren Kotflügel weniger abgerundet auslaufen und die Verriegelungen der hinteren Klappe eine etwas andere Position haben - aber insgesamt nicht schlecht gemacht.
    Gibt es zur raschen Überprüfung der Originalität neben den Aufbaunummern etc, die unter "Freyhaven" sehr ausführlich beschrieben sind, einige Punkte, die schnell und einfach gecheckt werden können - vielleicht ein paar markante Abmessungen oder ein paar Details, die im Nachbau nicht so leicht mit vertretbarem Aufwand rekonstruiert werden können? Falls ich mich bei der Lage des Tankstutzens nicht getäuscht habe - kann mir vielleicht jemand den Grund dafür sagen? Liegt der Tank beim Command anders oder sind das eben zufällige Ungenauigkeiten? Für mich persönlich wäre ein Nachbau kein Problem, wenn der Preis deutlich günstiger liegt und der Nachbau auch ehrlich als solcher ausgegeben wird - aber das wird ja nicht immer so genau genommen...........
    Für eure Mühe danke ich im Voraus!


    Viele Grüße aus Österreich
    Franz

    Hallo, bei meinem Fiat Camapagnola Diesel (Bj. 1957, Motor 305 D) steht die Erneuerung der Kupplung an (zumindest der Scheibe, ich tendiere aber gleich zu einer Gesamterneuerung Scheibe/Druckplatte/Lager). Mit der ET-Nr. des alten ET-Kataloges bin ich bei den Fiat-Händlern in meiner Umgebung (wie erwartet) nicht weitergekommen, da diese trotz 50 Jahren Fiat-Erfahrung noch nie einen Campagnola verkauft oder in Natura gesehen haben. Bevor ich jetzt zerlege und messe und zur Improvisation schreite (Kataloge nach Ersatz durchsehen, einen neuen Belag aufnieten, eine größere Scheibe anpassen etc.) oder Händler in Italien kontaktiere, wollte ich die Campagnola-Fahrer hier im Forum fragen, ob vielleicht passende Kupplungsteile für meinen Campagnola von irgendeinem namhaften Hersteller von Kupplungen verfügbar sind oder bisher nur improvisierte Lösungen vorliegen. Oft geht es ja nur um die Aufschlüsselung und die Erkenntnis, dass die Kupplungsscheibe von einem anderen, neueren Modell (manchmal aus dem Landmaschinenbereich) passt. Vielen Dank für Eure Mühe und schöne Grüsse aus Österreich !