Gestern beim Spaziergang im Wald entdeckt. ![]()
Wieder mal ein Schild, dessen Bedeutung Rätsel aufgibt:
- Naturschutzgebiet für auf Besen reitende Hexen und Pferde? ODER
- Anflugzone für Hexen, die auf Pferden landen wollen? ODER
- Achtung, Hexen im Tiefflug kreuzen?
Wobei man beim heute bei dem allgemein um sich greifenden Gender-Wahnsinn mit solchen Interpretationen vorsichtig sein muss. Vielleicht heißt das ja ganz was anderes.
Darüber haben sich dann auch gleich drohend riesige Wolkentürme aufgebaut.![]()
Gesehen an einem Einödhof am Fuße des Döbrabergs im Frankenwald.
Beiträge von Prospero
-
-
6: Panzermörserkompanie 410 (HS 30) mit Fernmeldezug.
Diese Panzermörserkp 410 gehörte ebenfalls zu einem der angesprochenen Heimatschutzkommandos, nämlich zum HSK 14 des Wehrbereichs II.
Tatsächlich war diese Kompanie aus der bis 1970 bestehenden 5. (schwere) Kompanie des Northeimer PzGrenBtl 13 entstanden, die 1970 aus Mörserzug, Kanonenjägerzug, 1 Zug SPz-Kurz und 1 Zug Panzerabwehrlenkraketen bestand.
Mörserkompanien der Heimatschutzkommandos hatten drei Züge mit insgesamt 18 Mörsern und waren sehr unterschiedlich ausgerüstet: Mörser 120 mm, gezogen vom Unimog oder Mörser 120 mm auf dem HS 30, anfangs auch noch die Mörser 81 mm auf dem SPz kurz. Teilweise erfolgte später eine Umrüstung auf den M 113 als Mörserträger.
Aus diesen Mörserkompanien wurden dann 1980 bei Aufstellung der Heimatschutzbrigaden die Mörserkompanien der dort eingeplanten Jägerbataillone, teilweise wurden sie aber auch zur Aufstellung der Feldartilleriebataillone dieser Brigaden herangezogen. So auch bei der hier genannten Mörserko 410, sie wurde zur Aufstellung des Feldartilleriebataillons 525 verwendet.
Damit man sich eine Vorstellung von diesen von 1970 bis 1980 bestehenden HEimatschutzkommandos machen kann, hier mal eine Gliederungsskizze:
-
PzJgkp 440 Wuppertal
Panzerjägerkompanie 440 – das ist ja mal eine interessante, heute kaum mehr bekannte Einheit. Das waren die ersten gepanzerten Kampftruppen, die ab 1970 (Heeresstruktur III) das Territorialheer bekam.
Die Kompanie gehörte zum damaligen Heimatschutzkommando 15 des Wehrbereichs III.
Die Heimatschutzkommandos hatten Brigadestärke, bestanden aus 2 Jägerregimentern, einem leichten Pionierbataillon, einem Versorgungsbataillon und mehreren Panzerjägerkompanien und Mörserkompanien. Die PzJg hatten entweder Kanonenjäger oder M 48.
Diese Heimatschutzkommandos waren als Kader für die Reservedivisionen 13 – 18 vorgesehen.
In der Heeresstruktur IV wurden ab 1980 daraus die Heimatschutzbrigaden der 5er Reihe, die Panzerjägerkompanien dienten zur Aufstellung der Panzerbataillone dieser Brigaden. -
-
Ich habe ja auch von der Ausgabe "1976" geschrieben,
-
Gibt es eigentlich eine Dienstvorschrift die sich mit der Handhabung des Nähzeugs beschäftigt .
Siehe oben, mein Beitrag Nr. 14, letzter Absatz
-
Kleine Korrektur: Ein Divisions-Fernmeldebataillon hatte nie eine vierte Kompanie.
Es gab immer nur:
1. Stabs- und Versorgungskompanie
2. Draht-/Richtfunk-Kompanie
3. Funkkompanie.
Siehe beigefügten Auszug zur Divisionsgliederung.
Wenn dem Bataillon eine (Fernmelde-) Ausbildungskompanie zugeordnet war, trug diese NICHT die Bezeichnung "4./Fernmeldebataillon ...", sondern war nach dem dem Schema der Ausbildungskompanie benannt. Z.B. war zeitweise die Fernmelde-Ausbildungskompanie der 1. Panzergrenadier- bzw. Panzerdivision die "Fernmelde-Ausbildungskompanie 1/1". Diese Ausbildungskompanie war tatsächlich dem FmBtl 1 ab 1979 unterstellt, aber nur truppendienstlich. Vor 1979 hieß diese Einheit "FmAusbKp 2/1" und war unter dieser Bezeichnung dem FmBtl 1 truppendienstlich unterstellt.
Zudem wurden Kompanien innerhalb eines Bataillons nicht mit römischen, sondern arabischen Ziffern bezeichnet. -
Nach Aufschrift auf der Kiste ist diese aber nicht für Cal . 50, sondern für die 20mm Vulcan.
Das war / ist die Gatling-Gun im Kaliber 20 x 102 mm, die bei vielen amerikanischen Kampfflugzeugen verwendet wurde oder als Flak auf dem M 113 (M163 Vulcan Air Defense System) eingesetzt wurde.
Die Patrone Cal. 50 und die 20 mm Vulcan kann insofern verwechselt werden, weil die Hülsen fast gleich lang sind:
Cal. 50: 99 mm
20 mm Vulcan: 102 mm -
... auf dem Kotflügel habe ich das noch nie gesehen.
Naja - die Vorschrift ist hier interpretationsfähig.
Es heißt nur: "Die Zeichen sind an Vorder- und Rückseite der Kraftfahrzeuge in Fahrtrichtung gesehen links anzubringen."
(ZDv 1/11, Taktische Zeichen, Anlage 5).
Ob jetzt auf Kotflügel oder Motorhaube bzw. beim Käfer Kofferraumdeckel ist nicht festgelegt. -
Tarnstangenhalter ?
Ueber den Hecktueren sind Halter in die genau die Tarnstangen der BW passen.
Das war einfach mal der erste Gedanke. Ist dem wirklich so ? Habe mal ein paar rein gelegt.
Komisch ist nur das auf allen Original Bildern die man im Netz findet, die Halter am KrKw dran sind,
aber immer leer sind.
Ob hier Tarnstangen eingelegt werden, hängt schlicht und ergreifend davon ab, wo dieses Fahrzeug eingesetzt war und ob die StAN dieser Einheit oder Dienststelle für die Verbandplatzgruppe oder den Sanitätstrupp Tarnstangen (= Tarnnetz-Stützmaterial) vorsah.
Anbei zwei StAN-Auszüge für St/VersKp FJgBtl von 1984 und für StabsKp VKK von 1988.
Verbandplatzgruppe FJgBtl
Verbandplatztrupp Stabskompanie VKK
Beide Einheiten hatten den KrKw hü im Bestand, beide Einheiten hatten genügend Sätze Tarnnetz-Stützmaterial, um alle Fahrzeuge der Sanitäter auszurüsten. Also hätten in beiden Fällen die KrKw mit den Tarnstangen ausgestattet werden können. Im Friedensbetrieb wurden natürlich die Tarnstangen kaum spazieren gefahren. Da das Tarnen von Sanitätsfahrzeugen immer - allerdings grundlos!- etwas umstritten war, hatten sich viele Sanitäter angewöhnt, Tarnmaterial grundsätzlich wegzulassen. Es gab natürlich Kommandeure oder KpChefs, die das Mitführen auch bei den Sanis durchsetzten.
Wäre der KrKw dagegen z.B. bei einem Bundeswehrkrankenhaus oder ähnlichem eingesetzt gewesen, wären wahrscheinlich in deren StAN weder Tarnnetze oder Tarnstangen vorhanden gewesen. -
Vielleicht noch eine kleine Anmerkung am Rande zum wahrscheinlichen Einsatz dieses Fahrzeugs.
Die Kraftfahrzeuge an den Truppenschulen waren meistens in „Fahrbereitschaften“ zusammengefasst und wurden oft von Zivilkraftfahrern gefahren (auch die Ketten-Kfz).
In einem schönen Buch zur Geschichte der Kampftruppenschule Munster von 1984 habe ich auf Seite 204 folgendes zu diesen Zivilkraftfahrern gefunden:

Das kann ich aus meinen Erfahrungen als Hörsaaleiter an der Feldjägerschule von 1988 bis 1992 nur bestätigen. Auch in Sonthofen haben wir die Zivilkraftfahrer oft als „Feinddarstellung“, als „Leitungstruppe ROT“ eingesetzt, allenfalls noch unterstützt von einem Ausbildungsfeldwebel. Den meisten Zivilfahrern war das eine willkommene Abwechslung. -
Das taktische Zeichen von Schulen findet man in Nr. 211 der ZDv 3/11.

Das ist aber kein "Quadrat im Quadrat", sondern allenfalls ein Rechteck im Rechteck.
Die ovale "Kette" als Kennzeichnen der Kampftruppenschule II bzw. der Panzertruppenschule findet sich in der Nr. 221-2.
Und die Kennzeichnung einer Panzereinheit könnte man aus Nr. 224-7 entnehmen.
Wobei ein Fahrzeug, das von 1977 bis 1990 wahrscheinlich in Munster genutzt wurde, NICHT bei der Panzerschule war.
Eine Panzertruppenschule gab es dort zwar von 1963 bis 1963, aber seit 1963 hieß diese Ausbildungseinrichtung dann „Kampftruppenschule 2 und Fachschule des Heeres für Erziehung“ bzw. ab 1982 nur noch „Kampftruppenschule 2“.Erst 1991 wurde daraus die „Panzertruppenschule Munster“ und 2007 das „Ausbildungszentrum Pantertruppen“. 2021 schließlich wurde es wieder die „Panzertruppenschule“ bzw. „Schule gepanzerte Kampftruppen“-
Der Käfer war also bei bei der „Kampftruppenschule 2“.
-
Es wäre sicher hilfreich, ein Foto des taktischen Zeichens hier zu posten. Meistens stehen neben dem Taktischen Zeichen auch noch irgendwelche Zahlen und / oder Buchstaben, die man auch wissen sollte.
Unter "Quadrat im Quadrat mit Oval" kann ich mir nichts vorstellen.
Taktische Zeichen auf Fahrzeugen waren fast immer rechteckig, allenfalls noch kreisförmig.
Ein Oval war meist das Symbol für eine Panzerkette, also einen gepanzerten Verband. (Paner, Panzergrenadie, Panzerartillerie, Panzer-Fla, Panzer-Pioniere). -
Zum Thema Verpflegung während Eisenbahntransporten:
Anbei der Auszug aus der entsprechenden Bundeswehr-Vorschrift zu dieser Frage.
ZDv 42_20 - Anforderung und Durchführung von Eisenbahntransp - Feldküche.pdf -
Noch ein paar Bilder.
Auch beim Eisenbahrtransport wurde verpflegt. Hier Rumänien, Arad. Der Bahnhof steht noch.

Interessant sind hier die Sperrballons gegen Tieffliegerangriffe über dem Bahnhof.
-
Das ist aber eine Luftwaffeneinheit, die waren vollmotorisiert.
Deswegen habe ich oben ja auch als 2. Beispiel eine Panzerkompanie aufgeführt, die waren auch vollmotorisiert.
Aber bitte:
Hier eine Flakbatterie der Luftwaffe - vollmotorisiert- von 1940:Feldküche unter 6) Gefechtstroß, 3. Zeile. Diese Batterie hatte sogar 2, allerdings leichte, also kleinere Feldküchen. Grund war wahrscheinlich, dass diese die Züge dieser Batterien häufig abgesetzt an verschiedenen Einsatzorten eingesetzt wurden, z.B. zum Schutz von Bahnhöfen gegen Tiefflieger und das diese abgesetzten Züge mit einer Feldküche nur schwierig zu versorgen waren.
Oder eine Luftwaffen- "Flakkolonne" von 1941Das war eine Nachschubeinheit für den Munitionsnachschub. Feldküche unter d) Troß, letzte Zeile.
Hier war eine Feldküche für nur 62 Mann vorgesehen, also eigentlich nur ein starker Zug, -
Fuer wie viel Maenner war so ein Kuechen LKW ?
Prinzipiell hatte jede Kompanie eine Feldküche. Im Gegensatz zur Bundeswehr waren allerdings bei der Wehrmacht die Feldküchen meistens direkt bei den Kompanien eingegliedert und nicht - wie im Regelfall bei der Bw - bei den Stabs- und Versorgungskompanien zusammengefasst.
Bei den nicht motorisierten Teilen des Heeres (und damit beim größten Teil des Heeres) wurden die Feldküchen von Pferden gezogen.
Hier zwei Beispiele anhand der Kriegsstärkenachweise (= vergleichbar der StAN der Bundeswehr):
Schützenkompanie der Infanterie von 1941
Schützenkompanie cFeldküche unter e) Gefechtstroß, hier letzte Zeile
mittlere Panzerkompanie von 1941Feldküche unter f) Gefechtstroß I, ebenfalls letzte Zeile. Hier ist die Feldküche auf dem LKW.
-
War auf den Ziethenterassen damals schon ne Kaserne?
Wenn Du mit "Zietenterrasse" das Gelände der ehemaligen "Zietenkaserne" im Ortsteil Geismar von Göttingen meinst: Die Kaserne hatte Baubeginn 1936 und wurde 1937 bezogen. Bis Kriegsbeginn war dort das Reiter-Regiment 3 der Wehrmacht stationiert.
Die andere Zieten-Kaserne liegt in Beelitz, Landkreis Potsdam-Mittelmark, ist eine erst 1976 - 1981 für die NVA erbaute Kaserne und wird noch immer von der Bundeswehr genutzt. -
-
Ich bin an die PDF-Version einer ZDv 33/320 - Bergung und Abschub von Rad- und Kettenfahrzeugen gekommen.
ZDv 33-320 - Bergung und Abschub von Rad- und Kettenfahrzeugen Version 2.pdf
Ist vielleicht für den einen oder anderen von Interesse, wenn wieder mal die Geländegängigkeit des fahrbaren Untersatzes überschätzt wurde.
Die Kletterbalken für Kettenfahrzeuge werden z.B. unter Nr. 309 - 310 beschrieben.