Beiträge von Prospero

    Ich dachte die sind oliv.

    Die letzten oliven BMW-Kräder bei der Bundeswehr habe ich 1978 erlebt. Da wurden die letzten R 27 und R 50 ausgesondert, die es noch bei einigen der damals noch existierenden Divisions- und Korps-Feldjägerkompanien gab (z.B. in Regensburg, Veitshöchheim und Landshut).

    teile ich hier mal den aktuellen Stand meiner Informationssammlung.

    Kleine Ergänzungen:

    Stab und 1./ (Stabs-/Versorgungskompanie) des FJgBtl 750 waren ab 1997 in Stetten a.k.M. stationiert. Dazu kam etwas später noch eine neu aufgestellte 6./FJgBtl 750 als Ausbildungskompanie

    Die "Schule für Feldjäger und Stabsdienst" (so die korrekte Bezeichnung) war in Sonthofen, sie wurde erst 2012 nach Hannover verlegt.
    Das vor 2012 verwendete Verbandsabzeichen / Wappen der Schule füge ich bei.




    Die Abkürzung für Feldjäger ist "FJg" - mit großem "J", nicht "Fjg".

    Die Feldjäger waren bekanntlich nicht geschlossen am Bataillonssitz stationiert, sondern kompanieweise als "Feldjägerdienstkommandos" über das Land verstreut. Es kann also durchaus sein, dass die hier interessierenden Kräder nicht unbedingt am Bataillonsstandort eingesetzt waren. Wenn es Dir hilft, kann ich Dir eine Liste der FJg-Stationierungen zwischen 1996 und 2000 zukommen lassen. Muß ich allerdings erst zusammenstellen.

    Mit deinem dienstlichen Hintergrund, bin ich geneigt zu fragen ob da nicht ein Kontakt in das FJgBtl 900 Berlin/Bonn besteht, oder der aufgefrischt werden könnte, um dort mal die Erinnerungen an den K75-Kradbestand abzufragen?

    Das FJgBtl 900 gibt es seit 2003 nicht mehr. Es wurde 2013 zum FJgBtl 350 und 2013 endgültig aufgelöst. Die beiden Berliner Kompanien wurden / sind immer noch Teil des Feldjäger-Regiments 1 (2./ und 3./FJgRgt 1).
    Ich habe im Jahre 2000 die Bundeswehr unter Nutzung des Personalstärke-Gesetzes verlassen, nach 24 Jahren habe ich keine Kontakte zu Ehemaligen des FJgBtl 900 mehr.

    Zwei Ergänzungen:

    Nr. 1 / Y-2434211: In Augustdorf lag die 4./FJgBtl 730

    Nr. 5 / Y-620072: In Erfurt war die 3./FJgBtl 701 stationiert. Das Krad dürfte aber erst 1998 oder sogar erst 1999 nach Erfurt gekommen sein. 1996/1997 waren alle Eskorte-Kräder des FJgBtl 701 in Leipzig bei der 2. Kompanie, da
    - hier der Stab 13. PzGrenDiv/WBK VII stationiert war und deswegen noch am ehesten ab und zu mal eine Eskorte gefordert war
    - und aus diesem Grund zunächst bei der 2./FJgBtl 701 eine komplette Eskortenmannschaft ausgebildet wurde und daher alle Eskortekräder in Leipzig zusammengezogen wurden.

    Da mir die bei Anweiler / Blank angegebene Zahl von 150 Eskortekrädern BMW K 75 bei den Feldjägern etwas hoch erschien, habe ich mir noch mal ein paar Gedanken zur möglichen Verteilung dieser Maschinen gemacht. Ab 1995 war ich S 3-Stabsoffizier und stellv. Bataillonskommandeur beim Feldjägerbataillon 701 in Leipzig und hatte von daher zumindest einen gewissen Überblick, was an Eskortekrädern bei den Bataillonen vorhanden war. Ich habe meine Überlegungen in anliegendem pdf-Dokument zusammengefasst.

    Eskortekräder K 75 - ab 1995.pdf

    Gewisse Hinweise sprechen von insgesamt 104 BMW-Krädern des Typs K75 die in den 90er Jahren in den Eskorten-Dienst der Bundeswehr gestellt wurden.

    Ist diese Zahl richtig?

    Anweiler / Blank sprechen hinsichtlich der K 75 von "ca. 150 Exemplaren bei den Feldjägern genutzten Eskorten-Krädern". (Anweiler / Blank, Die Rad- und Kettenfahrzeuge der Bundeswehr 1956 bis heute, Augsburg 1998, S. 17).

    Die Erbswurst war seit 1870 zumindest indirekt ein Vorläufer der EPa. Nach fast 150 Jahren wurde sie 2018 von der Herstellerfirma Knorr leider auf dem kommerziellen Altar geopfert und die Produktion wegen angeblich zu geringer Nachfrage eingestellt.


    Ich habe gestern ein T-Shirt geschenkt bekommen, das zur Erinnerung an die Erbswurst gestaltet wurde – Fotos anbei.

    Das Motiv ist anscheinend unter Verwendung eines alten Werbeschildes aus der Zeit vor 1914 entstanden.

    Damals gab es auch eine Variante der Erbswurst „mit Schweinsohren“ – diese Teile vom Schwein werden heute allenfalls im getrockneten Zustand an Hunde verfüttert.

    Um 4.00 gings auf nach Leipzig in die General Olbricht Kaserne.

    ...

    Punkt Sieben Uhr in der Historische Kaserne angekommen.

    Herrliche Gebäude


    In der General-Olbricht-Kaserne war ich ab 1991 als Kompaniechef einer Feldjägerkompanie stationiert (2./FJgBtl 701). Von "Herrlichen Gebäude" war damals keine Rede, unser Kompaniegebäude / Feldjägerdienstkommando sah damals so aus:



    Keine Dusche, kein warmes Wasser, Tropfnasser Keller.
    Dachboden total verseucht mit Taubenkot, toten Tauben, Taubenzecken usw., konnte nur mit ABC-Overgarment und Schutzmaske betreten werden.

    Ein paar Worte zu dem Versorgungsbataillon 66, dem der Besitzer dieses Album zumindest den beigefügten Nachtausgangskarten nach angehörte.


    Das

    Versorgungsbataillon 66 wurde aufgestellt im April 1959 als Brigadeversorgungsbataillon. Oktober 1972 aufgelöst, bildet Nachschubkompanie 60 und Instandsetzungskompanie 60 und gibt 2. Kp (SanKp) an SanBtl 2 ab.

    Standort war Stadt Allendorf, ab 1961 Neustadt/Hessen

    Gliederung: 1. Stabs- und Versorgungs-Kp mit Brigade-Nachschub-Zug für die Einrichtung des Brigade-Versorgungspunkte,
    2. Sanitäts-Kp,
    3. leichte Instandsetzungs-Kp,
    4. Transport-Kp

    Unterstellt war das Bataillon der Panzerbrigade 6.

    Fragen über Fragen zu einem Verkehrszeichen:



    - kreuzende tieffliegende Besenreitende Hexen von links?

    - Vorsicht – Pferdewechsel? (analog zum bekannten Schild Wildwechsel?)

    - Hexe im Landeanflug auf Pferderücken?


    Gesehen an einem Einödgehöft am Döbraberg.

    Immerhin ein interessantes taktisches Zeichen: Fernmeldedienstgruppe 421/20. Lag in Mainz-Oberstadt, gehörte zum Bereichsfernmeldeführer 421 in Koblenz. Auch schon graue Vergangenheit.

    Was die zivilen Feldjägerfahrzeuge angeht, gab es so ziemlich alles.

    ...

    Ich vermute, dass das die Fahrzeuge in der Regel mit Tarnkennzeichen unterwegs waren, z.B. für Observationen o.Ä. und die Schilder nur im Kofferraum lagen.

    Das galt übrigens auch für den MAD, auch dort gab es eine bunte Palette an Zivil-Fahrzeugen.
    Die Feldjäger hatten als erste Zivilfahrzeuge in den frühen 1960er Jahren VW-Käfer, die zum Teil vom MAD übernommen worden waren. Ganz lustig wurde es dann ab 1991 mit der Übernahme der NVA. In Leipzig fuhren wir damals als Zivilfahrzeuge Wartburg, Lada 2104, Polski Fiat und sogar einen Citroen BX, weil CItroen anscheinend Fahrzeuge für staatliche Organisationen an die DDR geliefert hatte.

    Die Fahrzeuge wurden vor allem für Nachforschungseinsätze nach eigenmächtig abwesenden / fahnenflüchtigen Soldaten, für Erkundungen bei Personenschutzeinsätzen oder bei der Absicherung von Veranstaltungen der Bundeswehr in der Öffentlichkeit für verdeckte Beobachtungen / Beweissicherungseinsätze verwendet.

    Die Y-Kennzeichen wurden NICHT mitgeführt, sondern lagen beim Technischen Offizier des Bataillons oder beim Schirrmeister der Kompanie. Sie wurden eigentlich nur bei der Vorstellung zur Prüfstufe C verwendet.

    Also Ford Escort kenne ich nicht bei der BW. Opel Corsa hingegen habe ich schon gesehen.

    Eine Abbildung eines Ford Escort gibt es z.B. bei Anweiler / Blank, Die Rad- und Kettenfahrzeuge der Bundeswehr. S. 27.

    Einen Ford Escort als Zivilfahrzeug (Lackierung hellblau) gab es beim Feldjägerdienstkommando Veitshöchheim (damals 6./FJgBtl 760) ab Anfang 1987.

    Ganz verwegener Gedanke von mir:
    Beleuchtung für ein kleines Wasserfahrzeug ohne eigene Stromversorgung, z.B. ältere Kähne oder Boote. beispielsweise bei Pionieren zu Wehrmachts- oder Reichswehrzeiten.
    Steuerbord (rechts) grün
    Backbord (links) rot
    Hecklicht weiß.

    Die Lampe konnte also je nach Stellung der Schieber für alle drei Beleuchtungspunkte verwendet werden, natürlich wurden für den komplette Beleuchtung des Wasserfahrzeugs drei solcher Lampen benötigt.

    Bei Wiki gibt es eine (nicht vollständige) Liste von Radfahrzeugen mit dem Vorgänger W123, der dort für Divisionskommandeure benannt ist.

    Wobei die Liste bei Wikipedia verbesserungsbedürftig ist.

    Der DKW 100 fuhr nicht nur bei den Bataillonskommandeuren, sondern auch bei den Feldjägerkompanien mit der TRAFFIPAX-Geschwindigkeitsmeßanlage. Nachdem sich diese Anlage nicht sonderlich bewährt hatte, wurde sie ausgebaut und der DKW 1000 fuhr als Fahrzeug des Kompaniechefs.


    Den VW 1500 bzw. 1600 (Typ 3) gab es als Limousine einmal in jeder Feldjägerkompanie, dazu kam noch ein Typ als Variant bei jedem Feldjägerzug. Die Typ 3 Variant bei den Feldjägerzügen wurden ab 1980 durch VW-Passat-Variant abgelöst.


    Für Zivileinsätze gab es ab 1974 pro Feldjägerzug noch zusätzlich einen VW Passat Variant in ziviler Lackierung. Diese Passat wurden dann nach 1980 so langsam durch Opel Corsa oder Ford Escort abgelöst, beide auch in ziviler Lackierung.


    Der Opel Rekord in den Ausführung C und D fuhr als Fahrzeug des Eskorteoffiziers in den Eskortegruppen der Feldjägerbataillone. Da Eskorteeinsätze mit Ausnahme der Bonner Feldjäger eher selten waren, war der Rekord in der Praxis das Fahrzeug des Bataillonskommandeurs.


    Ab etwa 1985 wurden bei den Feldjägern die Opel Rekord durch den Opel Omega abgelöst. Die Opel Omega liefen nicht nur in der Eskortegruppe, sondern jede Kompanie hatte 1 bis 3 davon als Personenschutzfahrzeuge. Bei den Bonner Feldjägern liefen für Personenschutzeinsätze auch gepanzerte PKW von Mercedes und BMW.

    Langwierige Vorbereitungen in Friedenszeiten durch die KWEAs und dann eine sehr bürokratische Umsetzung, je nach sicherheitspolitischer Lage.

    Ganz lustig wäre es geworden, wenn der "Leistungspflichtige" sein Fahrzeug nicht abgeliefert hätte. In diesem Fall wäre der § 44 des Bundesleistungsgesetzes zum Tragen gekommen:

    "Auf die Erzwingung von Handlungen, Duldungen oder Unterlassungen, die nach diesem Gesetz angefordert werden, sind die Vorschriften des Verwaltungs-Vollstreckungsgesetzes vom 27. April 1953 entsprechend anzuwenden."
    Das hätte im Endeffekt bedeutet, die Polizei hätte auf Ersuchen des Kreiswehrersatzamtes durch Anwendung Unmittelbaren Zwanges das Fahrzeug beim Leistungspflichtigen sicherstellen müssen. Wobei sofort die Frage aufgetaucht wäre, ob die Polizei beim kurz bevorstehenden oder schon verkündeten Verteidigungsfall überhaupt Kräfte für solche Aufgaben gehabt hätte oder nicht restlos durch andere Aufträge (Sicherung ziviler Objekte, Bevölkerungsbewegungen, Räumen grenznaher Justizvollzugsanstalten usw.) ausgelastet gewesen wäre.