Frage zur Personenbefoerderung

  • Folgender Sachverhalt:


    LKW Iveco 5to t-mil, 3 Sitzplaetze, Pritsche.
    Hinten steht der Kuebel drauf und ist mit Spanngurten befestigt.
    Duerfen im Kuebel nun auch Leute mitfahren (Angeschnallt, Evakurierungswege sind frei)???



    Lieber mit dem Reisebus nach Darlowo fahrenderweise...
    :D

  • cih glaube eher weniger...
    obwohl wenn ihr´s hinter die polnische grenze schafft habt ihr gewonnen :D
    thede

    Gruß Thede


    Der Eber ist stets mißgestimmt, weil seine Kinder Ferkel sind. Nicht nur die Frau, die Sau alleine, auch die Verwandtschaft, alles Schweine. ...



    Einmal editiert, zuletzt von thede ()

  • Absolut nicht.


    Der Kübel gilt als Ladung.


    Verneinenderweise, Wigbold

    Rengtengteng !


    + Mitglied der Mungahilfe +


    Trenne Dich nie von Deinen Illussionen und Träumen.
    Wenn sie verschwunden sind, wirst Du weiter existieren, aber Du hast aufgehört zu leben.
    Mark Twain

  • Moin,


    Ich muss den Thread hier mal ausgraben weil ich ebenfalls eine Frage zur PersBef habe und keinen neuen erstellen möchte.
    Wie verhält es sich wenn man einen MOWAG GW3500 mit Pritsche und Sitzbänken fährt und hinten Beifahrer platz nehmen?


    Leider habe ich dazu nicht wirklich was gefunden.
    Ist das nun erlaubt?
    Wenn ja, was muss beachtet werden?


    Grüße!

  • Also nur so aus dem Bauch heraus und ohne irgend welche Paragraphen nachzulesen :


    Gurte für hinten erst ab Bj 78 (für PKW, wie ist der Mowag eingetragen ??)


    9 Sitzplätze incl. Fahrer (was ist eingetragen?, z.B. Ww 1-9, oder 2 + 7 Notsitze)


    Zu beachten wäre auch noch das Sitzen längs der Fahrtrichtung.

    HOERMEN
    Deutscher durch Geburt, Pfälzer durch die Gnade Gottes !!




    9. Int. Militärfahrzeugtreffen der RAG 6014
    AUSGEFALLEN !! in 66740 Saarlouis-Fraulautern/ Saarland
    auf dem Panzererprobungsgelände der Bundeswehr mit Geländefahren
    Treffen für Militärfahrzeuge aller Armeen und aus allen Epochen.
    Infos unter http://www.rag6014.de

  • Theomobil,


    Aus dem Paragraphen Abs 1 lese ich heraus dass es also erlaubt ist?
    Wie schaut es mit Abs 2 aus?
    Da steht ja dass es auf Ladeflächen verboten ist, aber jetzt ist ja die Frage, ist es eine Ladefläche oder "Fahrgastraum"? (Es sind ja Sitzbänke vorhanden?


    Grüße

  • Da ist sicher die Art der Zulassung entscheidend und ob eine bauliche Trennung existiert.
    Nirgends steht, dass die Sitze nicht in Längsrichtung angebracht sein durften oder dürfen.
    Seit längerer Zeit wird das bei Neuwagen aber nicht mehr erlaubt (z.B. beim LandRover ein Thema)

    Grüße von der Küste! Til 68999-kradmelder-gif


    Suche ständig Daten über BGS-Fahrzeuge für die Bestandslisten.
    Besonders Hercules K125 und BMW-Boxer!

    :BGS-F:

  • Im Pinzgauer-Forum habe ich den Thread eines Leidensgenossen gelesen. Er schreibt:


    Zitat

    <...>Dementsprechend sind neu auch bei Oldtimern Sitze auf Längssitzbänken nur noch zulässig wenn man nicht auf den "Vordermann" knallen kann ... Insassenschutz nennt sich das so schön. Klassisch sind mit diesem Gesetzt also nur noch die vordersten 2 Plätze eintragbar - und das auch nur mit Trenngitter weil man sonst ggf. dem Fahrer im Genick hängt ... alle Anderen nicht mehr zugelassen. Da auch ein Beckengurt das Zusammenprallen der Köpfe nicht verhindert ist eine Gurt-Lösung also nicht möglich - 3-Punkt Gurte nicht erlaubt (Strangulieren).
    Die Sitze können bei H-Zulassung sogar drin bleiben (zeitgenössisch) und müssen nicht verändert werden. Sie dürfen einfach auf öffentlichen Strassen nicht genutzt werden.


    Um das "Aufeinanderknallen" zu vermeiden, haben einige Besitzer Trennbügel zwischen die Sitze gebaut und somit eine Eintragung erlangt.


    link zum Bild -> http://home.teleos-web.de/windmanngetrae/Pinzgauer/6.jpg

    Meine Definition von Glück? Keine Termine und leicht einen sitzen (Harald Juhnke):verrueckt:

  • also das würde ich jetzt so lange mal als falsch ansehen, bis derjenige es belegen kann.


    im bereich der stvzo gibt es meines wissens genau EINEN nachrüstpflichtigen sachverhalt, und das ist der warnblinker. alles andere ist abhängig von der erstzulassung.

  • Hallo Leute,
    wenn, wie erwähnt, die Karre alt genug ist, dann steht den Sitzen auf Längssitzbänken rein rechtlich nix entgegen. Aber halt, wir haben hier ein Problem: Es gibt da etliche Zulassungsstellen, die z.B. bei LKW keine Notsitze auf der Ladefläche akzeptieren (Nach deren Meinung hat ein LKW maximal 2 Sitze, auch wenn es 3 ab Werk gibt oder 7. Feuerwehr lassen wir mal weg, 11 Sitzplätze z.B..). Heute gibt es bei LKW fast keine Gnade mehr mit Notsitzen auf der Ladefläche, selbst wenn man es begründen kann, auch gegen die Rechtslage für alte Autos, auch mit nachgerüsteten Gurten und geprüften Sitzen.
    Es findet bei den Behörden grade mal wieder (wie ich beruflich auch merke) ein Generationswechsel statt. Und die lesen die Vorschriften nach ihrem Gusto, egal, was die geschichtliche Entwicklung der Vorschriften wirklich meint / meinte. Und da die keinen Fehler machen wollen, machen die eher nix. Auch werden Vorschriften auf Sachverhalte angewendet, für die diese Vorschrift / Richtlinie eigentlich gar nicht vorgesehen war. Aber es steht leider nicht explizit im Titel der Rili, also wird gemacht, was man / frau denkt. Abteilung unbelehrbar oder bloß keine Fehler machen und nix zugestehen. Die "Kunden" trauen sich ja sowieso nicht zu klagen.
    Wen es zum Verständnis hilft, gerne,
    Gruß
    Wolf

  • Meine Lieblingsfrage in solchen und ähnlichen Fällen:
    "Wo steht das?" (hier angewandt auf den Prüfer, der was nicht entragen will.)
    Dann sollte er parat haben, auf welcher Vorschrift sein Vorgehen basiert.
    Das kann man dann nachprüfen und evtl. widerlegen.


    Ich hatte mal so einen Fall mit Motorradreifen.
    Damals wollte mir ein DEKRA-Prüfer die Plakette verweigern.
    Über mehrere Runden in 4 Wochen habe ich ihm nacheinander alles widerlegt und meine Plakette bekommen.
    Es gab auch keine Alternative dazu, denn die Orginalreifen gab es nicht auf dem Markt und ich hatte die einzigen drauf, die eine Freigabe hatten.
    Hätte der Prüfer mit seinen ganzen Argumenten Recht gehabt, hätten alle Kräder der Baureihe auf Klötzen in den Garagen gestanden. :dev:

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  • Letztenendes also vom Dekra-Prüfer abhängig?
    Na, mal schauen, vielleicht - mit einer Portion Glück, ist ja doch was machbar.


    Dass es auf "Privatgrund", also außerhalb der StVO "egal" ist, konnte ich mir denken, interessanter ist halt wirklich die Rechtslage im Öffentlichen Verkehr.

    Zum Thema Abtrennung:


    Der Mowag hat ja, hinter Fahrer und Beifahrersitz, eine halbhohe Abgrenzung..... würde die reichen oder ist das auch wieder eine Ermessensfrage des Prüfers?


    Grüße
    Scholle

  • Heldenklau,
    mal rein sachlich, was bei einem Unfall passiert. Die hinter der halbhohen Abtrennung sitzenden können sich selbst bei 20 km/h NICHT hinter der Abtrennung halten, sondern fliegen ungebremst darüber hinweg. Wohin? Auf die vorne Sitzenden.
    Mit Beckengurten kann das verhindert werden, wenn die Gurtverankerungspunkte mindestens 600 kg Zug aushalten in Unfallrichtung. Nota bene: Jeder der zwei! Und dann bitte mit Br3 Gurten, also Beckengurte mit Retraktor und 3-fach sensibel.
    Statikgurte sehen nett aus, sind aber, schlicht gesagt, scheiße.
    Da der Mowag alt genug ist, braucht der eigentlich nix, auch wenn es suboptimal ist. Und die Struktur des Aufbaus ist nicht wirklich "gurtverankerungsgeeignet". Letztendlich ist es so: Lieber schlechte Gurtverankerungspunkte als gar keine. Aber bitte nicht in Holz, immer in Stahl. Je dicker, desto besser. Und es ist auch nicht wirklich wichtig, das es die 7/16 UNF Schraube ist, was metrisches in der Größe (M12) tut es auch, am besten in 10.9 Qualität. Aber 8.8 geht auch, wenn denn nicht nur 8.8 drauf steht. Mutter bitte mit größtmöglicher Gegenlagefläche.
    Da die meisten Kollegen einen realen Crash mit 50 km/h noch nie gesehen haben, wissen die auch nicht, was da wirklich passiert und wie so ein Auto aussieht, obwohl die Personen nur leicht bis mittelschwer verletzt sein können. Die meisten sagen dann: Keine Change, alle Tot, obwohl das ein 5 Sterne Crash war.
    Das macht halt den Unterschied zwischen einem Typprüfer und einem Prüfbahnsachverständigen aus. Und genau diesen Bogen können wir weiter spinnen über Reifen, moderate Höherlegung, moderate Tieferlegung und was einem sonst noch einfällt. Die Gutachten für extreme Sachen kommen eh von den Typprüfern.
    Til,
    es gibt diverse Umrüstungstabellen im TÜVIS für nicht mehr hergestellte Reifengrößen bzw. deren Bezeichnungen. Und den dazu gehörenden "modernen" Reifengrößen. Man kann das auch in der ETRTO nachforschen. Aber leider sind die Kollegen Prüfbahn auf WDK-Leitlinien ausgebildet, was seit 1980 - leider - für die Mülltonne ist. Die ETRTO haben die nicht. Kommt jedes Jahr neu raus und erfordert auch was an Lesererfahrung und kostet Geld. Aber ist für Reifen allumfassend, genau so für dazugehörige Räder / Felgen. In den USA gibt es das Gegenstück, Tire and Rim. Aber da steht auch kaum was anderes drin, außer die alten Größen, die sich auf eine Maximalgeschwindigkeit von 60 mph beziehen. Die entsprechenden ECE Richtlinien sind leider nicht auf Stand der Reifenentwicklung.
    Schönen Abend noch,
    Gruß
    Wolf

  • Nur ganz kurz zu meinem damaligen Reifenproblem:
    Er hatte z.B. nicht begriffen, dass die neuen Reifen von den Indices her viel hochwertiger waren, als die Ursprungsreifen.
    Eine Freigabe existierte und was er gefordert hatte war einfach dämlich.
    Nacheinander haben ihm die Experten vom Reifenhersteller und sein Vorgesetzter erklärt, dass ich im Recht war.
    Das soll zu dem Thema reichen.

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  • Dass es auf "Privatgrund", also außerhalb der StVO "egal" ist, konnte ich mir denken, interessanter ist halt wirklich die Rechtslage im Öffentlichen Verkehr.


    Auch auf Privatgrund ist da nichts egal. Sind die Sitze nicht eingetragen und es passiert ein Unfall wird vielleicht der verunfallte Mitfahrer keinen Schadenersatz verlangen, spätestens der Regressvorbehlat der Krankenkasse könnte den Fahrer aber durchaus in ordentlich finanzielle Schieflage geraten lassen.

  • Kristian B,
    da muss aber schon grobe Fahrlässigkeit vorliegen. Aber dafür reicht es, wenn der Fahrer auch nur andeutungsweise angetrunken ist.
    Wenn es einfach nur blöd gelaufen ist (also fahrlässig), dann zahlen die Kranklenkassen üblicherweise, insbesondere, wenn die Staatanwaltschaft die Ermittlungen ergebnislos eingestellt hat, wenn es denn überhaupt welche gegeben hat.
    Gruß
    Wolf