War das jetzt der letzte Munga bei der BW

  • Hallo in die Runde.


    Seit gestern steht wieder ein Munga mehr in meinem Gelände.


    Munga acht Typ "Testerix" Baujahr 1968


    Was es nicht alles gibt, hier die Geschichte:


    Ich bekam Anruf: Hallo sie haben doch Mungas, wir haben hier noch einen rumstehen, der muss weg. Ist Schrott und wird nicht mehr gebraucht. Also gleich verhandelt und das Fahrzeug " blind" erworben.
    Hieß aber schon ist nicht komplett, sieht nicht gut aus, aber Antriebstechnik ist noch original, hat einen anderen Motor drin, aber als Teilträger ev. noch zu nutzen.
    OK das Gerät war gesichert.


    Ich also gestern mich auf den Weg gemacht.


    Als ich mein neues Baby dann das erste Mal zu Gesicht bekam, habe ich lauthals und vor Freude gelacht.


    Ein bis auf "Kleinigkeiten" kompletter Munga acht.


    Auf der Haube steht draufgemalt "Testerix"


    Er hat einen kompletten Standlaufsatz "Leopard" eingebaut bekommen.


    Ausser dem Eisenrahmen in dem zweckmässiger Weise der ausgebaute Leo-Motor steht, ist der Satz komplett.


    Zur Beschreibung:


    auf Beifahrerseite ist ein komplettes Leoarmaturenbrett eingebaut.


    auf der Ladefläche sind Links und rechts je vier fette Panzerbatterien
    eingebaut.
    mittig ist ein schätze 40 Litertank verbaut, für Diesel.
    hinten ist die Ladeklappe schräg angestellt und darauf ein Bauteil der Zentralelektrik des Leo befestigt.
    rechts über den Batterien die Stickstoffanlage mit Manometern und Regler.
    Auf der Ladefläche zwischen den Batterien ist die Halterung der beiden Luftfilter und das Schutzblech für die Riemenscheibe sowie auch auf den Haltern die Luftfilter befestigt.
    sämtliche Kabel und Leitungen sind vorhanden und an eigens dafür vorgesehenen Halterungen aufgehängt. "Kabel zum adaptieren des Motors an den Satz"


    Das alleine sieht schon geil aus.


    Aber jetzt kommts: der Munga hat einen Elektroantrieb!!!!!!!!!!!!!!


    Beschreibung:
    Der Motorraum ist komplett ausgeräumt, bis auf den Motorblock. Auch hier fehlen die Kolben die Pleul und der Kopf. Ansaug- Abgasseite und der Block von oben sind mit Deckeln verschlossen. Vorne an die Kurbelwelle--da wo mal die Zündung saß-- ist eine grosse Riemenscheibe montiert. Über dem Restmotor in Fahrtrichtung rechts, sitzt ein 345 Ampere´starker belüfteter E-Motor, der über Keilriemen verbunden ist.


    links ist noch ein Staukasten für Material verbaut (aus einer alten Spindschublade gemacht)


    wo die Batterien einst waren, sitzen zwei grosse Schaltschütze.
    am Ausrückarm der Kupplung sitzt ein elektischer Schalter.


    Funktionsweise:
    am Leoarmaturenbrett wird die Gesamtelktrik eingeschaltet (macht sich bemerkbar durch ein lautes KLACK hinten im Fahrzeug), noch ein Schaltschütz verbaut.
    am Armaturenbrett befinden sich zwei Schalter und eine Kontrollleuchte.
    Kupplung treten Schalter eins einschalten, E-Motor läuft an.
    Schalter zwei betätigen, zwei Stufe für E-Motor wird vorgewählt.
    Gang einlegen, losfahren. Kupplung ganz loslassen, zwei Stufe wird eingeschaltet und Fahrzeug beschleunigt.
    Beim Gangwechsel schaltet die zweite Stufe ab, danach wenn Kupplung wieder frei, schaltet sie wieder zu.
    Das Fahrzeug ist auf ca. 6 Km/h begrenzt, man hat einen Staukasten aus Holz so in den Fussraum gebaut, das dritter und vierter Gang gesperrt sind. Die Geländeübersetzung ist eingeschaltet und mittels einem Rohr hinter dem Griff gesperrt.


    Einfach genial gebaut!!!!!!!


    Zum Allgemeinzustand: wie beschrieben fehlen Teile, Kleinkram: Spiegel alle Armaturen, Kabelbäume vorne, Frontscheibe (ersetzt durch Folie)
    alle Teile im Motorraum. Das wars auch schon.
    Die Karosse und der Rahmen sind nicht verrostet, er hat ja nur in der Halle gestanden und der Werkstattdreck und Öldünste haben ihn konserviert. Die Karosse ist aber links vorne stark beschädigt und nur grob wieder in Form gebracht worden. (Ist er seinerzeit wegen diesem Unfall ausgemustert worden?????)
    auch rechts ist er an der Wanne stark verballert, sowie in Höhe des Tanks aufgeschnitten und mit Blech wieder verschlossen (genietet).


    Trotzdem ist die Karosse rettbar.


    OK, das zu diesem exotischen und warscheinlich wehrgeschichtlich
    einmaligem Fahrzeug´.


    Die Frage die sich mir stellt: Was mach ich damit??


    1. ich muste ihn retten!!!!!
    2. eigentlich gehört er so wie er ist ins Museum
    3. Rückbau wieder auf einen original Munga
    (gönne ich mir die Arbeit?)
    4. alles auseinander reissen und die Teile einzeln verticken
    ( bringt zwar Asche ins Haus, macht aber Geschichte kaputt)


    Also was soll ich tun, habt Ihr vielleicht einen Tipp.
    Ich hab halt nicht soviel Platz ihn auf Dauer aufzuheben.
    also schreibt mal kräftig.


    Ich werde nachher mal eine Bilderserie schiessen und sie mit Hilfe von Jürgen hier präsentieren, weil------- muss man (auch Frau) gesehen haben.
    Ausserdem ist dann die Neugier von Euch auch befriedigt gelle!!! ;)

  • Na da hat aber mal wieder wer schwein gehabt, glückwunsch dazu, hat nich jeder sowas.... ;)


    Zitat

    1. ich muste ihn retten!!!!!


    Jaaaaaaaa! Is doch so klar wie das amen in der Kirche, hast du also fein gemacht, hast dafür dein soll an guten taten dieses jahr ausgefüllt.... :D


    Zitat

    2. eigentlich gehört er so wie er ist ins Museum


    ja,eigentlich schon, aber in welches?? Und für ein Museum müsste er auch komplett und einigermaßen hübsch anzusehen sein, das heisst da müsste man auch wieder arbeit reinstecken, sonst will den auch kaum ein museum...


    Zitat

    3. Rückbau wieder auf einen original Munga


    Neeeeeeee, bitte nich, da gibt es genug von, außerdem ist er mit dem E-Motor doch sooo umweltfreundlich, da kannst du doch nich wieder so ein knatterndes, stinkendes aggregat einbauen.... :D:D


    Zitat

    4. alles auseinander reissen und die Teile einzeln verticken


    8o8o;(;(:|X(:evil::(


    Wenn nur der Platz das Problem ist- hier bei mir stehen z.Zt. 150m² fast ungenutzt rum , da macht sich son Mungachen ganz wunderprächtig drin.... :D:D


    Nein im ernst, ich meine der Munga muss auf jeden Fall für die Nachwelt erhalten werden, ich glaub nich das es sowas nochmal gibt, und es wär verdammt schade drum...!
    Also, büdde büdde nich putt machen....


    Beineidenderweise,
    Andi

    Keiner hat mich gefragt ob ich Leben will,also hat mir auch keiner zu sagen wie ich Leben soll

  • Hallo,


    was ist genau ein Leo-Motor? also ausgeschrieben?
    Welche Spannung hat er denn, bzw. wieviel KW?
    Bilder wären sehr schön, spannendes teilchen.
    Ich würd es ja glatt für ein zugroßgeratenes Rc Modell halten ist nicht eventuell eine radioantenne drann ;)


    spike

  • Hi Spike,


    Leopard = Panzer :D


    Panzer haben auch Motoren ;)


    Motor vom Leopard-Panzer= Leomotor, Ok :))


    Motor selbst ist glaub ich eine KHD-Maschine


    KHD= Klöckner Humbold Deutz


    denAKÜFIbenutzenderweise


    AKÜFI= Abkürzfimmel :D:D:D:D:D:D


    Spannung 24V beim Leo


    und auch der E-Motor vom Munga ist 24V

  • Also, ich könnt das ganze ja noch ein bisschen weiter ausführen... ;)


    Der Leo 1A1 bis Leo 1A5 A1, gebaut von 1965 bis 1993 hatte einen MTU Mehrstoff - Dieselmotor, 10 Zylinder in 90° V Form angeordnet.
    Das ganze hatte 610 kw oder 830 PS bei 2200/min.


    Dann gibts da noch den Leo 2 bis Leo 2 A5, gebaut ´79 bis ´98, der hatte einen MTU Mehrstoff Vorkammer Diesel, 12 Zylinder in 90° V Form angeordnet. Er hatte dann 1100km bzw. 1496 PS bei 2600/min.


    Klärenderweise,
    Andi

    Keiner hat mich gefragt ob ich Leben will,also hat mir auch keiner zu sagen wie ich Leben soll

  • Der beim anlassen den putzigen tank von 40Liter wieder hinten ausspuckt *gg*


    Das Elektromotörchen hat also 8,2 KW elektrische leistung, hm im gelände hat der bestimmt seine vorteile, abgesehen vom gewicht der Baterien.
    Hast du eigentlich das Passende Ladegerät dabei bekommen?
    Die Baterien haben ja bestimmt so um die 150 Ah oder?


    spike

  • Erst mal Dank für die Rettung, Jürgen. :G


    Zerlegen ? Auf keinen Fall !


    Na, mal die Fotos abwarten.


    Neugierigerweise, Wigbold

    Rengtengteng !


    + Mitglied der Mungahilfe +


    Trenne Dich nie von Deinen Illussionen und Träumen.
    Wenn sie verschwunden sind, wirst Du weiter existieren, aber Du hast aufgehört zu leben.
    Mark Twain

  • Zitat

    Original von Doc404.1
    Hy Schatz stell bilder ein, mach mich neugierig sowas!!!
    Dein Kleines


    Nu wechsel erstmal das Höschen.... bei den Temperaturen ist es ungesund mit nem feuchten Schritt rumzutollen :D :D :D


    Bilder sind doch im Bereich der Mungahilfe LÄNGST im Netz.
    Und die sehen ungefähr SO aus:




    Einmal editiert, zuletzt von Jürgen ()

  • Wow - gibt's noch ein Bild von hinten? Details?? Motorraum???


    Nachhakende Grüße,
    René.

  • Zitat

    Da koennen ja selbst meine jungen Augen nuescht drauf erkennen...


    Lasst uns Jay_Dee mal ne Brille spenieren... ;):D
    Aber nee, sie sind wirklich ein bisschen klein, bei der Menge an Durcheinander auf den Bildern kann man da nich viel erkennen...


    Umgrößerebilderbittenderweise,
    Andi

    Keiner hat mich gefragt ob ich Leben will,also hat mir auch keiner zu sagen wie ich Leben soll

  • Habe mir jetzt erst den Text durchgelesen, das ist ja ein Hammerdings.
    Und ich habe mich beim Ueberfliegen der Bilder gewundert was denn da fuer ein komischer Motor verbaut ist...


    Wieso hat er eigentlich einen E-Motor bekommen?


    Achso, auf keinen Fall Rueckruesten ist meine Meinung!

  • Maus auf Bild.


    Rechte Taste drücken.


    Eigenschaften anzeigen lassen.


    Adresse in Browserzeile kopieren.


    Enter drücken.


    Großes Bild da. :D


    Helfenderweise, Wigbold

    Rengtengteng !


    + Mitglied der Mungahilfe +


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    Mark Twain

  • Hallo,


    der "Testerix" ist bereits in einem Heft "Fahrzeug Profile Nr. 25 Radfahrzeuge des Heeres, 1. Generation" verewigt. Dort sind auch Fotos von ihm im Einsatz zu sehen. Er ist danach das "letzte Exemplar seiner Gattung im Bw- Einsatz" im Jahr 2001 bei der 3. Kp InstBtl. 51 Homberg / Efze.


    Gruß, Stederdorfer