Korrosionsschutz

  • Gehört hab ich da schon einiges drüber und jetzt in der Pic-base auch endlich mal was gelesen. Fertan Rostumwandler und Mike Sanders Korosionsschutzfett :)) ! Wie gut sind diese Heiltränke denn wirklich und zu welcher Kräuterhexe muß ich wandern um mein Mungaroß damit zu heilen? Ich bitte um Erleuchtung 8) Caterphillus

  • Ähem,
    von Rostumwandlern halte ich generell nix. Mir hat mal einer gesagt "da kannst genauso gut Zitronenlimo draufschmieren", das hilft ähnlich :D .
    Wo Rost ist muß er weg!
    Da hilft nur sandstrahlen oder abschleiffen, anschließend gut grundieren und lackieren.


    Jens64

    "Man hats nicht leicht, aber leicht hats einen" (Ottfried Fischer)


    "You can slide me my hill down" ( Loddar Matthäus)



  • Naja, aber was machst Du an Stellen, wo Du nicht drannkommst?


    Ich habe mit fertan sehr gute Ergebnisse erziehlt.


    Selbst Bodenfunde (Bajonett, MG-Verschluss), die ich damit behandelt habe, und im Garten vergessen habe, rosteten nicht weiter (und das 3 Monate lang!)


    Fuer die Hohlraeume ist es schon eine gute Sache.
    Uebrigends ist fertan kein Rostumwandler.
    Er stabilisiert den Rost und laesst eine Tanninschicht auf dem Metal entstehen, die wohl Umwelteinfluessen stand haelt.
    Schau doch mal auf der Herstellerseite.
    Bei http://www.korrosionsschutz-depot.de/ gibt es eine nette Broschuere mit allen gaengigen Korrosionsschutzmitteln zum Verschicken.


    MS ist bestimmt net schlecht, aber es ist sehr! aufwendig in der Verarbeitung.
    Desweiteren kann es in heissen Tagen auf den Hohlraeumen herauslaufen.


    Ich persoenlich schwoere auf Fluid Film.
    Das Zeug ist auf Lanolinwachsbasis, hat keine Weichmacher, (die mit der Zeit ausdunsten und das Zeug hart werden lassen), und ist sehr kriechfaehig.
    Von der Firma gibt es auch diverse Unterschodenschuetze > Perma Film.


    Ich hatte vor dem Winter aus Spass die Rueckseite der Fluegeltuer von meiner Panzerhalle mal kurz dem Fluid Filmstrahl aus meiner UB-Pistole ausgesetzt.
    Nach einiger Zeit war auf der Vorderseite der Tuer ein ziemlich grosser Fettfleck zu sehen.
    Das Zeug hat damit seine extreme Kriechfaehigkeit bewiesen.
    Auf der Innenseite der Tuer sind auch einige Rsotschuppen abgefallen (wiederum nach 3 Monaten).



    Ich habe hier noch ein 20L Fass rumstehen, wenn jmd. was braucht.. :P

  • Hallo JayDee,
    Stellen, wo ich nicht rankam gabs bei mir nicht. Ich bei den Mungas sämtliche rostige Hohlprofile durch neue ersetzt! Entweder verwendete ich neue Originalblechteile oder ich hab einfach neue Profile angefertigt und eingeschweißt.
    Is zwar ne Heidenarbeit, aber wennste die Kiste schon mal bis zur letzten Schraube zerlegt hast, lohnt sich dieser Mehraufwand in jedem Fall.
    Nach getaner Arbeit wurde das ganze innen mit Zinkstaubfarbe ausgesprüht ( mit ner Hohlraumwachsdüse ) und anschließend mit Hohlraumwachs geflutet. Zumindest hat sich von 1987 bis 2002 kein neuer Rost gebildet.


    Jens64


    P.S.: Ich möchte Fertan nicht schlecht machen, da ich damit keine Erfahrungen habe, jedoch ist neues Metall in jedem Fall die sicherere Lösung.

    "Man hats nicht leicht, aber leicht hats einen" (Ottfried Fischer)


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  • hallo,


    in unserer familie schwört man schon seit ewigkeiten auf sprühöl zur konservierung.( wird übrigens auch in den alten betriebsanleitungen empfohlen). wenn man den ganzen wagen mit diesem sehr kriechfähigen zeug 2 mal pro jahr einsprüht und danach über einen staubigen feldweg fährt, hat der rost nie eine chance!
    die wirkung von fertan ist mitlerweile unbestritten. die beste lösung ist aber, den rost erst gar nicht aufkommen zu lassen und das geht mit sprühöl am besten. (achtung: niemals auf bremsschläuche und hauptbremszylinder sprühen!!!)
    ein noch immer rostfreier vw käfer aus den 70ern ist der beste beweis für die wirkung( und sowas ist ja fast unmöglich :D )
    wer den aufwand nicht scheut, wird ein leben lang mit einem rostfreien auto belohnt werden. ;)


    gruß
    arne

  • Klar ist der Einsatz von neuen Blechen die beste Wahl, Jens!
    Nur hat man nicht immer die Moeglichkeit diese zu verbauen. Ich wuerde mir das noch nicht zutrauen (Du weisst ja wie ich schweisse :D :D )


    Arne, die Sache mit dem Spruehoel habe ich auch schon oefter gehoert.
    Ist sicher nicht schlecht.
    Ich denke, dass es eine giute Alternative zu den ganzen teuren Mitteln ist.


    Weiterhin kann ich aber FF empfehlen, da es eine gewissen Schichtdicke aufbaut, und sich mit den anderen Produkten wie Perma Film oder Fluid Film NAS bestens vertraegt.
    Das geht mit Spruehoel leider nicht.


    Mit Perma Film habe ich noch keinerlei Erfahrung, werde die aber wenn mein Unterboden drann kommt sammeln.
    Das Zeug haertet wohl auch nie richtig aus.
    Finde ich persoenlich sehr gut, denn in dem brettharten Unterbodenschutz bilden sich mit der Zeit Risse >> Feuchtigkeit dringt ein.
    Da kontrolliere ich lieber 2mal im Jahr meinen Boden auf Loecher, die von hohen Graesern oder Steinen in den Unterbodenschutz "gerissen" wurden, und erneuere diesen.
    Diesen PermaFilm kann man mittels Fluid Film A wieder auffrischen, bzw. der Untergrund laesst sich in Kombination mit beiden mitteln Schuetzen.



    Gruss..

  • Hallo,Leute


    Also ich habe meinen Rahmen innen in den Längsholmen mit Fertan und Hohlraumwachs behandelt und zwar so.


    Da mein hinterer Querholm total zerfressen war und ich mir sowieso einen neuen bauen musste, bot es sich an gleich die Längsholme zu Untersuchen und zu Konservieren.
    Als der Querholm hinten abgeflext war habe ich zunächst den Rahmen hochkant an eine Wand gestellt und losen Rost aus den Holmen geklopft und das solange bis nichts mehr heraus kam.


    Dann habe ich mir bei TBS in Aachen eine Unterbodenschutzpistole
    und 1l Fertan gekauft.(WWW.TBS-AACHEN.DE Tel.:02405/95824)


    Mit einem langen Schlauch und entsprechender Düse habe ich
    nun ca. in jeden Längsholm etwa 0,5l Fertan gesprüht und dann
    einige Tage trocknen lassen.
    Nachdem durchtrocknen habe ich dann noch mit der gleichen Technik
    ca.1l Hohlraumwachs in die Holme geblasen.


    Soviel zu den Hohlräumen die unzugänglich sind.
    Im Grunde genommen gebe ich aber dem Jens Recht das Rost am besten entfernt werden sollte. Bei der Karosserie gibt es für mich
    keine Kompromisse da wird alles was rostig ist weggeflext und neu gebaut.
    Ein Tip noch, meinen hinteren Querträger habe ich einwenig abgeändert und zwar sind an beiden Enden keine Abschlußbleche
    mehr drauf, somit habe ich mir schon wieder zwei Hohlräume vom Hals geschafft.Ebenfalls habe ich die beiden Bleche links und rechts vom Durchbruch der Anhängerkupplung weggelassen und dafür an den Befestigungsbohrungen Röhrchen eingeschweisst,jetzt sind fast alle Stellen im Holm zugänglich und vorallen dingen offen sodas eingedrungens Wasser ablaufen kann und Kondenswasser nicht entstehen kann.



    Fröhliches geschmiere noch
    Thomas

  • Hm, das sind ja viele Tips. Ich hab leider nicht die Möglichkeit und bin dann auch doch nicht so sehr Freak, das ich meinen Munga bis auf die letzte Schraube zerlegen mag. Und rostig ist Er nun mal leider schon, wenn auch für das Alter recht wenig. Da werd ich dann wohl auf Fertan zurückgreifen und Holraumwachs und das mit dem nichtaushärtenden Unterbodenschutz hab ich auch schonmal irgendwo gehört. Dann erstmal vielen Dank an alle! Mittlerweile bekommt man ja wenigstens schonmal wieder Lust in die Scheune zu gehen und was am Munga zu machen ohne das einem das Werkzeug an den Fingern festfriert :] !


    Hoffenderweisedasdietemperaturennichtnochmalindenkellergehen,


    Caterphillus