Epoxydharz einfärben

  • Weiß zufällig jemand, wo man Abtönpaste oder ähnliches in gelboliv zum Einfärben von Epoxydharz herbekommt? Ich will einen Bootsrumpf mit Epoxy und Glasfasermatten beschichten, und das Teil muß natürlich RAL 6014 werden :D

    Ein guter Freund besucht einen im Knast, wenn man Mist gebaut hat.
    Ein echter Freund sitzt im Knast neben einem und sagt, "War aber trotzdem 'ne klasse Aktion."

  • Moin,
    also meine GFK-Kisten aus BW-Bestand sind anscheinend nicht durchgefärbt in bronzegrün. Epoxidharz kann man doch anschließend anmalen. ;) Oder die entsrechenden Farbpigmente ins Harz rühren, aber wo bekommt man die in kleinen Mengen zu kaufen? ?(
    Die Pigmentmischungen gibt es in großen Mengen von BASF und heißen Sicomix IR (grauoliv, lederbraun, teerwschwarz, bronzegrün, armeegrün, dunkelgrün aber kein gelboliv).
    Gruß Stefan

  • Hallo,


    ich weiß nicht in wie fern du dich schon mit der Materie befasst hast, deshalb nur kurz der Hinweis Epoxydharz ist auf Dauer nicht wasserdicht. Wenn du das Boot länger im Wasser liegen lassen willst musst du den Rumpf speziell behandeln. Bei Fragen immer raus damit.


    Gruß


    Sven

  • Hmm, interessant.
    Mein Vater moechte naemlich kommende Woche eine Verteilerdose fuer eine Gartenlampe mit Epoxidharz ausgiessen, um die Verbindung vor Feuchtigkeit zu schuetzen.


    Nicht gut, bzw. womit behandeln?

  • Wenn er die Verteilerdose im Wasser versenken möchte wird das nichts. Ich gehe davon aus, dass der Verteiler nur mal ein bißchen Regen abbekommt und eventuell mal in eine Pfütze liegt, die nicht länger als 3 Tage vorhanden sein wird. Dann ist ausgießen mit Harz eine gute Möglichkeit sich vor den Gefahren des elektrischen Stromes zu schützen. Nachteil: Man kommt nicht wieder dran. Vielleicht doch besser einen Wasserdichten Verteiler mit entsprechenden PG-Verschaubungen verwenden.
    Bei einem Boot wird eigentlich nur die Feinschicht (Gelcoat) gefärbt. Die Feinschicht ist, wie der Name schon sagt, ziehmlich dünn, aber absolut wasserdicht. Einfaches Epoxydharz (ausgehärtet) nimmt langsam Wasser auf und quillt. Dann gibt es häßliche Blasen im Material und die Stabilität leidet darunter.


    Sven

  • @ jay


    es gibt extra gießharz zum vergießen elektrischer verbindungen. zum verbinden von erdkabeln. komme erst nächste woche wieder in die firma, dann kann ich dir genaue produktbeschreibung geben.


    verschraubungen (pg wird nicht mehr angewendet, mittlerweile alles metrisch) haben maximal IPx6, dürfen also nicht im wasser versenkt werden!

  • Aaalso, da ich mich in letzter Zeit doch mal ein weinig damit beschäftigt habe...


    Epoxyd-Harz ist ziemlich wasserbeständig. Was du meinst, nennt sich Osmoseschäden, diese sind aber vorwiegend bei Polyesterharz zu finden. Epoxyd-Bauteile sind davon eigentlich kaum betroffen.


    GFK wird noch mit einem Gelcoat überzogen, um eine glatte, Oberfläche zu erhalten und zum Schutz Laminats vor UV-Strahlung (das mag kein Kunststoff). Das Gelcoat besteht aber auch nur aus einem recht dünnflüssigen Epoxyd-Harz oder einem Osmose-beständigerem Polyesterharz (UP-Vorgelat).


    Warum Polyester vor allem im Bootsbau immer noch verwendet wird? Weils billiger ist! Hochwertige Rümpfe sind aus Epoxyd.


    Also Ausgießen hält schon dicht, allerdings ist Epoxyd pur recht spröde.
    Flexible Kabel + labberige Verteilerdose + sprödes Epoxyd = mit der Zeit Risse.
    Es gibt Zusätze, damit's elastisch(-er) bleibt, oder eben gleich schon richtig eingestelltes Gießharz verwenden.




    Zur ursprünglichen Frage: R&G liefert ab 1kg Farbpigmente in fast allen RAL-Farben. Wenn da jemand 6014 bestellt und ein kg zuviel ist, würde ich gerne etwas davon abnehmen.


    183 klebrige Grüße
    Manuel

  • Zitat

    verschraubungen (pg wird nicht mehr angewendet, mittlerweile alles metrisch) haben maximal IPx6, dürfen also nicht im wasser versenkt werden!


    Gibts auch bis IP 69 (für U-Boote geeignet :D). Muß man aber dann speziell so in den Katalogen suchen (also nix mehr mit Baumarkt oder so).


    Aber noch mal zum Thema: werden Boote nicht eher aus Polyetser-Harz gebaut (natürlich mit Gelcoat außen) ?


    Gruß


    Peter

  • Stimmt schon, Polyesterharz ist gängiger (weil billiger und so). Aber beim Beschichten von Holzrümpfen empfiehlt sich Epoxy, weil Polyester sich in den meisten Fällen nicht vernünftig mit dem Holz verbindet. Ich kenne da Fälle, bei denen sich das komplette GFK-Unterwasserschiff nach einiger Zeit vom Holzrumpf gelöst hat. Kann einem ganz böse den Tag versauen, wenn das uferfern passiert und das UWS nicht wirklich dicht ist... also lieber etwas mehr investieren.

    Ein guter Freund besucht einen im Knast, wenn man Mist gebaut hat.
    Ein echter Freund sitzt im Knast neben einem und sagt, "War aber trotzdem 'ne klasse Aktion."

  • Nee, ich hab von Jörg einen BW-Außenbordmotor bekommen (Volvo Penta VP 450), und der will natürlich artgerecht gehalten werden. Also mußte das dazugehörige Sturmboot angeschafft werden :D :D :D

    Ein guter Freund besucht einen im Knast, wenn man Mist gebaut hat.
    Ein echter Freund sitzt im Knast neben einem und sagt, "War aber trotzdem 'ne klasse Aktion."