MUNGA- TRANSISTORZÜNDUNG !!!!!

  • Angeregt durch eine Diskussion meine Frage:


    Wozu dienen eigentlich die beiden Belüftungen- bzw. Entlüftungsschläuche an der Munga-Zündung?
    Und könnte man die beim Einsatz der Pepetronic nicht weglassen?
    Ich weiß, nix für die Originalos unter uns, aber gerade bei Zündungsbaustellen wie Fliehkraftgewicht wechseln ein Fummelkram weniger...
    Und prima wieder rückrüstbar.

  • Klasse Daniel!


    Das lese ich gerne!


    Kann mich noch gut an die Verwicklungen beim Bau Eurer 12V-Variante erinnern.
    (BTW: wie geht´s der/den pepetronics von Frank?)


    Danke für die positive Wortmeldung und viel Spaß noch damit und liebe Grüße und "wenn was ist - melden!" ;)


    freddy

  • Moinsen,


    aus gegebenem Anlaß kommt hier mal wieder etwas (wie ich finde) Interessantes.


    Rybezahl hat mir seine drei Bausteine geschickt, weil die in Boostedt 2015 irgendwann keinen Funken mehr auslösen wollten.
    Die waren wohl längere Zeit unter Schlamm und Wasser und sind entsprechend korrodiert und verdreckt.


    Vom "Fundzustand" aus Boostedt habe ich leider keine Bilder, aber vielleicht mag Thomas ja diesbezüglich nochwas zum Besten geben.


    Ich bin mir sicher, dass klassische Unterbrecherkontakte unter solchen Bedingungen schon LANGE vorher am Ende gewesen wären.


    Ich hab derzeit viel um die Ohren deswegen blieben die Bausteine ersteinmal etwas liegen. :whistling:

    Eben habe ich mich dann mal darangemacht und sie auf meine kleine Trestvorrichtung gespannt und gemessen.


    Einer hat zu meiner Verblüffung ohne weiteres funktioniert.
    Die beiden anderen blieben ersteinmal stumm.
    Einer hatte 20kOhm der andere unendlichen Widerstand von der Platinenmasse zur Grundplatte.
    Ich habe dann die drei Schräubchen gelöst, die die Platine auf die Abstandhalter aus vernickeltem Messingrohr drücken und von denen zwei die Masseverbindung der Schaltung sicherstellen.
    Nachdem ich die Abstandhalter rausgenommen,den Einbaubereich etwas gebürstet und alles wieder zusammengeschraubt hatte waren die beiden Problembausteine auch zurück im Leben.


    Es widerstrebt mir die nicht restlos gereinigten Bausteine mit Schutzlack zu überziehen.
    Vielleicht tut es ja auch Ballistol oder oder ein Kontakt-Korrosionsschutzspray wie z.B. Oszillin v. Teslanol. Sowas ist ja nicht mehr verboten wenn man keine Unterbrecherkontakte mehr damit versauen kann. hmmm


    Die Bilder zeigen den verbleibenden Dreck nachdem ich sie mit einem harten Borstenpinsel "gereinigt" und bereits wieder zusammengeschraubt habe.







    Zum Schluss habe ich noch die Anschlussschrauben für das Kabel von der Zündspule nachgezogen, die Bausteine eingepackt und gut.
    Morgen gehen sie zur Post.


    Ich bin verblüfft, dass die Bauteile auch nach so ruppigem Unterschlammbetrieb noch funktionieren.


    Wenns also mal Kummer mit Dreck und Wasser geben sollte wisst Ihr jetzt wo man mal nachschauen kann.


    Besser ist aber sicher Dreck und Wasser wie vorher auch aus dem Gehäuse rauszuhalten.


    Grüße


    freddy

  • Moin Jörn!


    Erstmal lieben Dank für Deinen Einsatz bzw. Service!!
    Ums kurz zu sagen: Wann und wo mir die Pepetronic erstmalig abgesoffen ist, kann ich beim besten Willen nicht sagen. Sie lief immer einwandfrei und muss irgendwann zwischen Boostedt 2014 und Boostedt 2015 verdreckt sein.
    Keine Ahnung, wie diese Menge an Dreck reinkommen konnte... Deckeldichtung gut, Flügelschrauben fest, "Ablassschraube" unten mit Schraube und Dichtring dicht. bleiben nur die Belüftungsschläuche.
    Deshalb werde ich diese auch nicht mehr montieren, da ichmir deren Sinn zumindest bei elektronischen Kontakten nicht erklären kann.


    Dazu hatte ich auch mal eine Anfrage ins Forum gestellt, den eigentlichen Sinn der beiden Schläuche könnte mir aber niemand erklären.


    Wie entdeckte ich die verranzten Kontakte? In Boostedt 2015 kam es nach einer heftigen Wasserdurchfahrt plötzlich zu Zündaussetzern.. Deshalb hab ich reingeschaut, das Elend gesehen, gereinigt, WD40 und Druckluft und er lief wieder. Was ich übersehen hatte: das Steuerzeitenblech hatte sich um ein paar Grad verdreht und damit die Zündung massiv verstellt... Die kleinen Blechzungen waren einfach abgeschert... Auch die eingeklebte Messingbuchse drehte sich auf einmal in der Buchse mit... . Zündungszeitpunkt im Nirvana.
    Das war dann das Ende meines Motors während
    der Heimfahrt. Das mit der Messingbuchse fiel natürlich erst beim Zerlegen hier Zuhause auf.


    ich hab das System jetzt "gedreht" und kleine Stangen in die Nuten geklebt, um das Blech am Verdrehen zu hindern. Die Messingbuchse ist auch deutlich massiver verklebt.


    Vielleicht werde ich das Blech auch noch verkleben oder irgendwie anders am Verdrehen hindern


    Ich sehe es wie immer sportlich und freue mich, wenn andere durch meine Fehler vor eigenen Dummheiten bewahrt werden :lol: .



    Nochmal die Frage zur Diskussion: was spricht dagegen, die Kontakte komplett zu verschließen, also Schläuche ab, das untere M6Loch mittels eingeklebter Gewindestange dicht zu machen und die große Dichtung peinlich genau abzudichten? Wasserdurchfahrten lassen sich bei artgerechter Haltung nun mal nicht vermeiden....
    ;)

  • Noch eine Ergänzung: Nach der Waaserdurchfahrt stand richtig Modder im Gehäuse, der das Blech bei jeder Umdrehung natürlich "bremste". Damit erkläre ich mir die Verstellung der zZPkte.


    kann die Suppe eigentlich auch über die Rückseite des Gehäuses eindringen?

  • Moinsen II,


    ich würde das Gehäuse nicht ohne Belüftung (Druckausgleich) betreiben.


    Zwischen Grundplatte der Zündung und dem Ringwulst im Grund des Unterbrechergehäuses wird eine relativ dicke Gummischeibe eineklemmt, die am Lagersitz der Nockenwelle eine Aufstülpung besitzt die mit einer kleinen Schlauchschelle festgeklemmt wird.

    Ringwulst im Gehäuseboden:





    Gummidichtung von der Rückseite (Keilriemenscheibenseite):




    Das Nockenwellenlager (hinter dem Mitnehmerfinger) selbst ist m.W. ebenfalls abgedichtet.
    Wenn Du den Deckel dicht drauf und die Ablaßschraube drin hast, dann findet der Ausgleich (warme Luft dehnt sich aus - kalte Luft :whistling: ) NUR über die Belüftungsschläuche statt.
    Warum das aber beim Munga ZWEI Stück sind hat sich mir auch noch nicht erschlossen.
    Wer weiß da mehr?


    Aber ohne jede Belüftung wird im Moment der Abkühlung durch die undichteste Stelle (und das wird wohl der Ringspalt hinter der Grundplatte sein, oder?) Luft mit allem was drin sein kann angesaugt werden.
    Wenn das Auto warm ins Wasser fährt und drin stehn bleibt ist OHNE Belüftung das Wasser im Unterbrechergehäuse. Da könnt ich wetten.
    Schau auch mal unter Deine Grundplatte, Rybe!

  • Hi Jörn,


    Brocken sind heute angekommen. Herzlichen Dank für Deinen Service!! Rest per Telefon.
    btw.: Hatte ich Dir schon erzählt, dass ich die Kontakte bereits mit heißem Wasser und Zahnbürste gereinigt hatte? :D
    Wie sie bei Dir ankamen, waren sie SAUBER. Also relativ gesehen......

  • Moinsen,

    Ich habe nach laaaaanger Zeit nun endlich die Version 3.1 mit zusätzlicher Supressordiode zum Schutz des dicken MOSFET eingetütet und die dazugehörende Bauanleitung auf den letzten Stand gebracht.

    Wer also eine pepetronic für 12V oder 24V haben und aufbauen möchte, der schreibt mich bitte an.
    Wenn ich eine eMail-Adresse bekomme, dann versende ich gerne zur Information die Bauanleitung.

    Wer danach noch nicht genug hat und immer noch den Aufbau der Zündung wagen möchte, der bekommt gerne auch den nötigen Bausatz für 140 EUR/Stück plus 7EUR Versand.

    Neu angefertigte Kabelsätze vom Schaltschütz der Vowiderstände über die Zündspulen zum Unterbrecher mit der bereits eingelegten Baustein-Versorgungsleitung habe ich vom "Löschknecht" in begrenzter Stückzahl bekommen.
    Diese Dinger, die die Arbeit gewaltig erleichtern, gebe ich zum Einkaufspreis von 45EUR weiter.

    Löchert mich mit Fragen!

    Grüße

    freddy

    "Verzage nicht, Du Häuflein Klein ..."

    2 Mal editiert, zuletzt von freddy ()

  • Moinsen,


    ich hole mein Lieblingsthema nochmal vor um eine interessante Entdeckung zum besten zu geben.


    Im vergangenen Herbst habe ich mit Simon seinen 4er pepetronisiert.


    Das zog sich elend hin, weil fast Alles an der Zündanlage von der Riemenscheibe mit dem Fliehgewicht über die Kabelage und die Vorwiderstände restlos verpfriemelt war. Ich war sehr überrascht wieviel Arbeit solche Randbedingungen auslösen.


    Irgendwann war dann aber alles hübsch.


    Der Munga sprang fein an und hing sofort nett am Gas.


    Aaaaaaber - es gab da ein eigentümilch unrundes Laufverhalten so als ob der kleine sich einen beginnenden Husten eingefangen hätte.


    Mir wurde bisher nie von solche einem Problem berichtet. Aber es gibt ja auch nur eine überschaubare Anzahl peptronics.


    Also Strobo raus und die Unterbrecherbausteine abgeblitzt. Und siehe da: Bei zwei von den drei Bausteinen kam es zwar überwiegend zum richtigen Zeitpunkt zur Zündung, aber immer wieder auch zu einer um 120° zu früh versetzten Auslösung. Also zu einem Zeitpunkt bei dem der Hallsensor des betreffenden Bausteins gar nicht schalten durfte, denn der Messspalt war zu diesem Zeitpunkt noch von der Unterbrecherscheibe gefüllt. Dafür war dies aber genau der Moment wo der Nachbar-Baustein zündete.


    Nach kurzem Nachdenken habe ich dann das Entstörglied vor dem Schaltschütz der Vorwiderstandsanordnund (hier noch die frühe Bauform in einem dicken Klotz) gegen ein anderes (Hülsenbauform) ausgetauscht.


    Und siehe da: Der Effekt war sofort Geschichte!


    Heißt: Das ursprüngliche Entstörglied (aufgebaut aus zwei Drosselspulen und einem Kondensator) war defekt und ließ die höheren Spannungen, die bei der Zündauslösung (Kontaktöffnung) an der Primärwicklung der Zündspulen auftreten zumindest teilweise in das Bordnetz durch. Da die Spannungsversorgung der Bausteine dort, im eigentlich spannungsberuhigten Bereich, abgegriffen wird wurden die Bausteine nun also über die Versorgungsleitung Opfer der Spannungsspitzen und schalteten offenbar unbeabsichtigt.


    Glücklicherweise arbeitete die pepetronic nach dem Tausch des Entstörglieds völlig einwandfrei. Die MOSFETs hatten das weggesteckt, wozu vielleicht auch die extra-Supressordioden beigetragen haben.


    Nun weiß ich aus dem Ärmel keinen Weg die Entstörglieder zu prüfen. Wenn jemand einen Tip hat, der ohne eine Messorgie zu bewerkstelligen ist, immer her damit!


    Wenn also der Munga mit pepetronic hüstelt würde ich zu einem Entstörgliedtausch raten.


    Grüße

    freddy


    Ah ja: Ich freue mich immer hier etwas von den in Betrieb genommenen pepetronics zu hören!

  • Moin Freddy


    Habe hier ein bisschen quer und kreuz gelesen ...gibt es noch Anlagen von dir zu kaufen???


    Wenn "Ja" - was soll das kosten?Gibt es da was "Einbaufertiges" oder nur Bausätze?


    Bin noch Monate weit weg von dem Einbau _ bei mir entsteht ein 4er NEU - inkl. neuer Karosserie und allen anderen Teilen und das dauert halt noch.


    Trotzdem denke ich macht diese Umrüstung Sinn.


    Bitte mal melden unter 0157 84730724


    Besten Dank


    R