Tankrettung

  • Hallo Leute,


    immer wieder lese ich hier im Forum von allen möglichen Versuchen ein Borgward-Tank zu retten: Splitt, Muttern, Schrauben, Betonmischer und so weiter und sofort. Könnt ihr alles vergessen. Wie groß soll der Betonmischer sein? Wie wollt ihr das Zeug wieder hinter den Schwallblechen vor kriegen? Till hat es ja schon erwähnt: Nachdem er seinen Tank "gereinigt" hat, haben wir ihn aufgeschnitten und noch 5 L Rost und Dreck aus den Ecken geholt.
    Wer ein Auto restauriert, sollte eine Flex und ein Schweißgerät haben und die Sache dann gleich richtig machen. Vor dem ersten Schnitt sollte man aber mit nicht brennbaren Gasen oder besser dreimaliger Wasserfüllung die Benzindämpfe evakuieren. Ist der Tank offen, wird er innen sandgestrahlt (außen wurde er schon vorher gestrahlt, um zu sehen, ob der Aufwand sich noch lohnt). Anschließend behandle ich ihn mit por 15 Tankversiegler, der sich von dem rauhen gestrahlten Untergrund nie mehr ablöst ( und außerdem noch eine dichtende Funktion übernimmt). Nach dem zuschweißen muss die Naht noch mal nachbehandelt werden. Doch Vorsicht: Einmal geöffnet und mit Nitroverdünnung verdünnt, ist der Tankversiegler nach zwei Tagen fest, auch in der Dose. Also: Nur so viel anrühren, wie man braucht. Wenn der Tank dann außen lackiert ist, habt ihr jahrelang Ruhe und braucht nicht alle 200 km einen neuen Benzinfilter. In diesem Sinne Allzeit gute Fahrt.


    Jozi




  • Schöne Anleitung, so würd ich dass auch machen. Wenn man`s macht dann richtig! Im ganzen ist der Aufwand wohl genaus groß wie bei anderen Methoden die weniger erfolg versprechen.
    Die Kunst ist das Dichte zuschweißen. Am besten vor dem tanken mit Benzin oder Diesel erst mit Wasser testen ob der Tank wirkich dicht ist. Wer dass beim ersten Versuch dicht hinbekommt ist echt sehr gut.
    Dein trick mit dem untergelegten Blech ist dabei aber schon sehr hilfreich.


    Gruß Jan

  • hallo


    ich hab das zeug von wagner zur tankversiegelung /entrostung für meinen vw 181 verwendet. das mit dem betonmischer ist humbuk, es geht nur so wie oben beschrieben.
    wenn die versiegelung erst mal ausgehärtet ist..., perfekt.
    der rostumwandler einwandfrei. der tank war zwar nicht so rostig, aber ich hab die wirkung bei anderen teilen bewundern können.
    das schweissen hab ich dann anderen überlassen, ich hatte eine 5 beim schweißen.


    http://www.oldtimer-schmierstoffe.de/

  • Zitat

    Original von Mayk
    das mit dem betonmischer ist humbuk, es geht nur so wie oben beschrieben.


    Naja, das mit dem Humbuk nehm ich jetzt erstmal persönlich. :D


    Ne im Ernst ich hab hier im Forum schön öfter von der Methode mit dem Mischer geschwärmt. Allerdings immer in Zusammenhang mit Motorradtanks, dort hat man keine Schwallbleche o.ä.. Auch sind die naturgemäß etwas kleiner. :D :D
    Bei größeren Tanks gibt es natürlich Probleme das Schüttgut und auch den Dreck heraus zu bekommen.


    Aber in diesem Zusammenhang Ungeübten den Umgang mit Flex und Schweißgerät am Tank zu empfehlen halte ich für ziemlich gewagt. Ein kleiner Hinweis am Rande die Benzindämpfe zu evakuieren reicht meiner Meinung nach nicht. Vor allem wenn viel Dreck im Tank ist oder es sich um einen 2-Takt-Tank handelt kann das sehr gefährlich werden.


    @ Jozi
    Hut ab vor deiner Tank Restauration.
    Das sieht wirklich gut aus,
    ist aber nicht von jedem der ne Flex und nen Schweißgerät hat zu machen.


    der
    Benzschrauber

    Gruß
    der
    Benzschrauber



    Quod licet Jovi, non licet bovi

  • Das dass nicht jeder hin bekommt ist klar, aber dafür gibt es ja das Forum. Es gibt immer Leute die etwas besser können als andere und ich denke nicht dass man sich hier schämen muß wenn man jemanden fragt ob er einem mal was helfen kann.


    Gruß Jan

  • sorry, nicht persönlich nehmen.
    ich habe als erstes auch auf jemanden gehört und mit betonmischer entrosten wollen. hab aber keinen so grossen gefunden, in den mein kübeltank reingepasst hätte.
    wie gesagt zum schweißen hab ich mir jemanden gesucht.
    stimmt der tank sieht sehr prof. aus. :S

  • Zitat

    Original von Mayk
    sorry, nicht persönlich nehmen.


    Ne ne keine Angst.
    Aber ich tue die Tanks da auch nicht rein,
    ich hab mir was gebaut um die da drauf festzuschnallen.


    Aber wie gesagt Moped-Tanks ohne Schwallbleche.


    Aber mir gings bei meinem Einwand eher darum davor zu warnen ohne genügend Vorkenntnisse an einem Tank zu schweißen oder zu flexen.

    Gruß
    der
    Benzschrauber



    Quod licet Jovi, non licet bovi

  • Alternative: Alutank.
    Meiner war auch durch. Habe mir dann einen Tank aus gekanteten Alublechen fertigen lassen. Den originalen Tankstutzen habe ich ausgesägt, mit Bohrlöchern versehen, und dann auf den Alutank geschraubt ( Muß man sich so ähnlich wie einen Flansch vorstellen. )
    Damit die Schrauben im Alu halten, habe ich konische Gewindenieten verwendet. Ebenso der Anschluß für die Tankuhr.
    Habe das Ding im zweiten Anlauf völlig dicht gekriegt und jetzt hoffentlich keine Probleme mehr mit aggressivem Sprit.
    Nachteil: Keine Schwallbleche. Macht sich aber im Fahrbetrieb nur in einer dynamisch zuckenden Tankuhr bemerkbar.
    Habe noch einen neuen Rohbautank vorrätig, 150,--
    Schraubergrüße, Stefan

  • Und da wir das Thema gerade wieder auf gewärmt haben, werde ich die Gelegenheit nutzen, euch meine neueste Entdeckung mitzuteilen.


    Bisher ging ich davon aus, das jeder B 2000 - Tank zwei Schwallbleche hat. Genau da, wo draußen die Spannbänder sitzen. Aber bei meinem aktuellen Projekt musste ich feststellen, es gab auch eine Sparversion :






    Das kommt dabei raus, wenn die Monteure nicht ständig mit der Kamera überwacht werden, ein Schwallblech wird jetzt irgendwo als Stullenbrett in einem Küchenschrank liegen. Oder so. Oder so ähnlich... :rolleyes:


    Gruß Jozi.