Wellendichtring wechsel !

  • Wellendichtring wechseln!



    Das benötigte Werkzeug:


    An Werkzeug benötigt man:


    -2 Maulschlüssel SW 17/19
    -2Maul/Ring- Schlüssel SW 14
    -2Maul/Ring- Schlüssel SW 13
    -2 Maul/Ring-Schlüssel SW 22
    -Ratsche ½“
    -Ratschennüsse SW 13/14/17/19/22
    -1Pumpenzange
    -1 Schlosserhammer 300gr
    -3 Bitburger Stubbi
    - 1 Treibdorn
    Dichtring Werkzeugsatz.


    Als allererstes muß das Getriebeöl abgelassen werden.


    Demontieren der Halbachse!
    Als erstes die alle Schrauben gut mit WD40 einsprühen.


    Sind alle schrauben eingesprüht und das ein Bier geöffnet sollte der Spurstangenarm gelöst werden. Dazu wird der Sicherungssplint auf dem Spurstangenkopf der Kronenmutter gezogen, und die Kronenmutter mit einem Schlüssel (SW 17) vom Spurstangenkopf entfernt.


    Ist die Mutter abgeschraubt kommt das erste Spezialwerkzeug zur Anwendung (der Spurstangenkopfausdrücker).




    Wenn der Spurstangenkopf dann gelöst ist wird die Schraube am oberen des Stoßdämpfers ausgebaut (SW 19) und der Stoßdämpfer zusammen geschoben.


    Als nächstes sollte die Achsmanschette am Getriebe gelöst werden, dazu wird der Spannring (Schraubendreher und Zange) ausgebaut. Danach entfernt man den Bremsschlauch von der Achse (SW 17).


    Jetzt wird der Herzbolzen an der Federgabel entfernt (entweder SW 14 (von früher) oder SW 13 neu) und die Mutter der Schraube die an im Federauge steckt.



    So nun Zu den Schauben an den Achsschenkeln.
    Als erstes wird hier die Mutter (gelöst SW 22).



    Geht die Schraube von Hand raus dann habt ihr Glück!


    Sitzt sie aber fest dann braucht ihr gute Nerven oder diesen schönen speziellen Schrauben Ausdrücker der hier im Forum mal angeboten wurde.
    Dieses Werkzeug setzt man wie auf dem folgenden Bild an.


    Sind beide Schrauben der Achsschenkel entfernt, wird die Schraube am Federauge raus gezogen, die Halbachse nach hinten gezogen und herausgehoben.


    Das einbauen der Achse geht dann wieder in umgekehrter Reihenfolge!
    VORSICHT !
    Es ist darauf zu achten dass die Bremsen an der Achse wo gearbeitet wird auch entlüftet werden.






    Jetzt kommen wir zum Wellendichtring, ich glaube dass man die komplette Achse eigentlich nicht demontieren muß, es könnte auch mit eingebauter Achse gehen aber wie das funktioniert habe ich noch nicht herausgefunden. Aber ist die Achse schon mal aufgebaut kann man gleich Achsmanschetten oder sonstiges erneuern






    Wenn man es einmal gemacht hat ist das wirklich nur 5 Minuten arbeit.


    Zuerst wird das Unterteil vom Abzieher für die Buchse und die Buchse gesteckt.
    Dann wird der Abzieher an die Buchse angesetzt und herausgezogen.
    Als nächstes wird der Wellendichtringentferner in den Spalt vom Unterteil des Abziehers gedrückt, die Schraube des Wellendichtringentferners etwas bei geschraubt und der Wellendichtring herausgehebelt.


    Nun wird der neue Ring wieder hineingedrückt.
    Dazu wird der neue Wellendichtring auf das Eindrückwerkzeug gesetzt und in das Getriebe eingezogen.
    Sitzt der Ring sauber wird die Buchse mit dem Gleichen Werkzeug (nur ohne den Wellendichtringadapter) eingezogen.
    Ich denke die folgenden Bilder sprechen für sich.






















    Jetzt kann die Halbachse wieder montiert werden und das Getriebe wieder mit frischem Getriebeöl gefüllt werden.



    Viel Spaß beim schaffen!
    Gruß Mixer =)

  • Jo auch von mir ein fettes Lob:)


    Da hast Du Dir echt Mühe gegeben und das Ergebnis ist klasse!!


    grüsse


    TOm

    Warnung: Lesen gefährdet Ihre Dummheit!




    +Mitglied der Mungahilfe+

  • Moin,
    kann mich nur anschließen, klasse Arbeitsanweisung.
    Im Detail vielleicht noch verbesserungswüedig; Die Anzahl der Stubbies. Reichen bei einem Profi drei Stück, so kann das beim Anfänger schon zu Durstproblemen kommen, da er den Zeitansatz "drei Stubbis" unmöglich einhalten kann. Vielleicht wäre der Ansatz: "Je nach Qualifikation des Schraubers drei bis ... Bitburger Stubbis ..." besser.? :bier:hmmm

  • Auch sollte je nach ``festgerostetsein´´ der Schrauben ein aromatisches Beisshölzchen zum Einsatz vorgehalten werden :thumbsup:



    Ansonsten:



    TOP :G :G :G



    Und ergänzend zu deiner Erklärung:


    Hier war schon mal irgendwo das Vorgehen beschrieben wie man unter zuhilfenahme des Federspanners die Antriebswelle ausbaut OHNE die Halbachse komplett demontieren zu müssen !


    Dann kann man sich auch das entlüften der Bremse sparen.

    HOERMEN
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    9. Int. Militärfahrzeugtreffen der RAG 6014
    AUSGEFALLEN !! in 66740 Saarlouis-Fraulautern/ Saarland
    auf dem Panzererprobungsgelände der Bundeswehr mit Geländefahren
    Treffen für Militärfahrzeuge aller Armeen und aus allen Epochen.
    Infos unter http://www.rag6014.de

  • toll
    von solchen berichten lebt ein forum


    aaaber
    müsste es statt herzbolzen (in der mitte der blattfeder) nicht schraube der federgabel/tragzapfens heißen?



    ...alles an Ersatzteilen und Zubehör für den VW Iltis


    Tobias Drechsler
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  • Geiler Bericht :G


    Für mich allerdings nicht reproduktionsfähig, weil ich anderes Bier trinke. Schade, muss ich halt weiterhin das Getriebe ausbauen, wenn die WDR gewechselt werden müssen ;) .

  • Hallo Zusammen!


    Danke für euer lob!


    Zu dem Bier:
    es ist möglich dass auch anderes Bier funktioniert, ich habe es noch nicht getestet. 3 Stubbis sind allerdings pro Wellendichtring gerechnet. Ein Bier vorher, eins mitten drin und eins danach. Das Problem dabei ist dass, das tauschen der Ringe dann 2 Tage dauern kann :bier: .
    Die Halle in der ich schraube ist etwas zu "günstig" an der Straße gelegen und wenn ich da am werkeln bin, kommen ständig Leute rein mit dem Spruch "oha waat määst dou da loo?", "ijo en Bär deet ich och trinkä " :bier: . Naja und so kommt man dann immer wieder in Zeitverzug. :whistling:



    Gruß Mixer =)

  • Diverses Sonderwerkzeug gibt es ab und zu bei ebay, ansonsten mal hier Fragen ob evtl. jemand in deiner nähe das Werkzeug hat.



    Auch von der (Ex) Munga I.G. gibt es von Zeit zu Zeit Werkzeugangebote.

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  • Und hier jetzt mal die Montage der Kelchmanschetten OHNE Sonderwerkzeug (O.K. für manche Leute IST ein Schraubendreher schon Spezialwerkzeug :P ):








    Auf dem ersten Bild sieht man den Ansetzpunkt der Manschette etwas schlecht, er sollte wie auf dem zweiten Bild zu sehen, etwa am beginn der Riffelung des Löffels liegen.




    PS:


    Ohne jetzt jemand auf den Schlips treten zu wollen, ich hab die Erfahrung gemacht dass die Kelchmanschetten von Kemper-Parts einfacher zu montieren sind und länger halten da sie aus weicherem Material sind, dagegen vertragen sich deren Fettmanschetten nicht mit dem Abschmierfett (egal welche Fett-Marke/Hersteller) und Quellen auf bis sie rund sind wie ein Ball :|


    Deshalb nehm ich die Fettmanschetten von Matz.




    Falls du hier mitlesen solltest, Sorry Rebecca, aber meine Erfahrung ist jetzt halt mal so :tuz: :tuz:

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    2 Mal editiert, zuletzt von HOERMEN ()

  • sind das die guten Dichtringe ? die mit 2 x Abdichtung? nicht die einfacheen billigen nehmen, die sind nicht gut - nur die mit der 2 "Nase" nehmen, die halten besser und vom Geld nur ein bißerl meehr.

  • Kann man, um die Sache abzukürzen, nicht einfach den "Deckel" mit den Rippen rundherum abschrauben und den Dichtring von innen nach außen danach durchdrücken? Einbau umgekehrt?


    Siehe Bild:


  • Kann man, um die Sache abzukürzen, nicht einfach den "Deckel" mit den Rippen rundherum abschrauben und den Dichtring von innen nach außen danach durchdrücken? Einbau umgekehrt?


    Siehe Bild:


    Das würde die Sache ganz erheblich verkomplizieren, wenn Du mich fragst.


    Grüße
    freddy

  • Also: um es noch etwas zu vereinfachen, habe ich folgendes gemacht (Sonderwerkzeug benötigt man dann nicht):


    1. Kugelbolzen der Spurstange mit zwei Hämmern abgeprellt


    2. Kasten (befestig mit 6 Muttern SW 13) der unmittelbar am Getriebe sitzt und durch den die Antriebswelle läuft, abmontiert, vorsichtig gelöst, damit die Papierdichtung nicht reißt und dann im ausgebauten Zustand bequem auf dem Schraubstock den neunen Wellendichtring eingebaut.


    So benötigt man kein Sonderwerkzeug (Abzieher, Wellendichtringentferner, Eindrückwerkzeug) um den Simmerring rauszubekommen und zerstört diesen auch nicht (was aber ja egal wäre, da er ja ausgetauscht wird).


    Siehe Bilder




  • Also ich bin mir nicht sicher was du meinst, da der Vorgang den ich meine ,äußerst simpel zu verrichten war. Einfach den Deckel mit dem neu eingesetzten Simmerring drüberschieben. Vorher alles etwas mit Getreibeöl eingeölt. Fertig war's.


    Gruß :whistling:

  • Hmm, hab ich da evtl. was falsch geemacht?


    Nach meiner letzten Fahrt bemerke ich, dass Munga wieder Öl - trotzt ausgetauschtem Wellendichtring - verliert.


    Schaut euch doch bitte mal Fotos und Text an.


    Ich stelle nämlich fest, dass der ausgetauschte Simmering sehr viel Spiel hat. Ich konnte ihn mit dem Finger hin- und herschieben . Hab ich irgendwas beim Einbau des Dichtringes falsch gemacht, weil ich ja den Deckel abgeschraubt habe?


    Gruß

  • Hallo jaeger,


    wenn ich mir das zweite Bild so anschaue, würde ich sagen das die Dicht hülse schon sehr eingelaufen ist und dann ist es durchaus denkbar das du dort wieder Öl verlierst. Bei den Mungateilen ist gerade ein thread mit Dicht hülsen!!!


    Gruß Peter

  • Da du aber den Dichtring von der ``falschen´´ Seite, also von aussen nach innen, über die Dichthülse schiebst, ist es m.M. n. möglich die Dichtlippe zu beschädigen.
    Du must ja über die Nut in der die Manschette sitzt, und da ist halt mal eine relativ scharfe Kante.


    Normalerweise wird ja erst der Dichtring im Gehäuse montiert und dann die Dichthülse eingezogen, sprich ``mit ´´der Dichtlippe anstatt dagegen.


    Die Bauanleitung für den Dichthülsen-Auszieher ist in einer alten MIG-Info auf dr I.G. CD, den Ausdrücker für den Simmerring kann man aus einem Stück Flacheisen bauen und den Einzieher für Dichtung und Hülse gibt es ab und an bei ebay oder bei der I.G.

    Es wäre doch so viel einfacher.

    Aber was dabei rauskommt siehst du ja jetzt bei dir,
    kein (Sonder) Werkzeug + falsche Vorgehensweise = Doppelte Arbeit.


    Hast du keinen Mungaschrauber in deiner Nähe mit dem entsprechenden Sonderwerkzeug ?

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  • Hallo Joerg,


    was ich noch nicht recht verstanden habe, ist die "Bewegung" von der Du berichtest.
    Welches Teil lässt sich bewegen?
    Der Simmmerring axial?
    Die Dichthülse radial?
    Erklär das doch bitte mal genauer.
    Hast Du schon alles saubergeputzt um festzustellen wo genau das Öl austritt?


    HOERMEN: Die Beschädigung der Dichtlippen halte ich für eine excellente Erklärung!
    Bin gespannt ob es das ist.


    Grüße


    freddy

    "Verzage nicht, Du Häuflein Klein ..."

    Einmal editiert, zuletzt von freddy ()

  • Schaut euch doch bitte mal aus Beitrag NUmmer 16 die Bilder 2 und 3 an:


    Der Deckel, der mit den 6 Muttern auf Bolzen befestigt wird, den habe ich ja abgeschraubt, siehe BIld 2, und dann den Simmerring von "hinten" in den Deckel geschoben (exakt passendes Rohr mit gleichem Durchmesser wie Simmerring verwendet).
    Danach habe ich den Deckel mit eingebautem Simmerrring wieder auf die Welle gesetzt. Dabei kann die Dichtlippe doch nicht verletzt werden, da sie in Gleitrichtung auf die Welle geschoben wird. Die Dichtlippe hat ja eine nach "außen" zum Rad zeigende Neigung.


    Ist der Simmerring grundsätzlich so richtig platziert? Bild Nummer 3?? Der Simmerring bewegt sich tatsächlich axial und tritt somit etwas aus der Öffnung des Gehäuses aus. Ich kann ihn dann ganz locker mit dem Finger wieder bündig in das Gehäuse des Deckels schieben (so, wie in BIld 3 sichtbar!)


    Oder muss der viel tiefer reingeschoben werden?


    Wenn die Welle (oder ist es die Dichthülse?) eingelaufen wäre, kann man die einfach tauschen?


    Gruß
    jaeger

  • ACHTUNG, Denkfehler !!
    Der Dichtring wird ``Normalerweise´´ von vorne eingebaut, nicht von hinten.
    Durch die falsche Montagerichtung ist es möglich das sich der Ring zusammendrückt und somit keinen Halt im Deckel mehr hat.
    Zum ´´Drüberschieben´´der Dichtung:
    du hast ZWEI Dichtlippen,
    die Äussere zeigt nach aussen und soll das eindringen von Wasser und Schmutz verhindern.
    Die Innere wölbt sich nach innen und stellt sich bei deiner Vorgehensweise in die Nut für die Manschette und wird so wahrscheinlich bei der Montage zerstört (so wie du das mit der Dichtung beschreibst hat sich die innere Lippe umgelegt und drückt jetzt die Dichtung aus ihrem Sitz).

    HOERMEN
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