404.1 Doka Datenbank

  • Hallo Eddi,


    danke für Deine sehr ausführliche Antwort!


    Meine Wissbegierigkeit verlangt nun natürlich nachzubohren, welche Nummern ich Deiner genannten Dokas zuordnen darf.


    Einen Verdacht habe ich, aber Du kannst es sicher auflösen.



    Viele Grüße

    Moritz



    P.S.:

    In der Zwischenzeit sind noch einige weitere Dokas aufgetaucht, ich müsste die Liste hier mal wieder ergänzen...

  • Moin,

    anfang der 2000er stand eine Recht gute offene Doka in Syke im Industriegebiet bei einem Zeltverleiher.

    Hat zufällig jemand Kenntniss über den Verbleib? Die Firma wurde Zwangsgeräumt und der Besitzer eingewiesen,da hatte ich die Verbindung verlohren.

    Ich hatte damals zuspät von der Räumung Kenntniss bekommen. Als ich es erfuhr war der Platz schon kpl geräumt.

  • Soooo, wie versprochen, nun endlich die Auflösung :


    Es ist die Nummer 71




    @ molitor bzw. Moritz : Du hast vermutlich bereits auf diese Doka getippt, da sie meines Wissens eine der wenigen verdieselten Dokas ist.


    Im Oktober 2007 habe ich noch fleißig mit regulären Kleinbildfilmen fotografiert. Mein Kumpel hatte aber seinerzeit seine Digitalkamera dabei und hat 36 digitale Fotos geschossen. Die will er mir in Kürze zukommen lassen, dann stelle ich hier einige davon ein (natürlich nur, falls gewünscht).


    Im Netz habe ich zudem kürzlich Aufnahmen einer glänzend grünen geschlossenen Doka aus Frankreich gefunden. Ich denke, die ist hier in der Datenbank noch nicht erfasst.


    Viele Grüße

    Eddi

  • Moin,

    anfang der 2000er stand eine Recht gute offene Doka in Syke im Industriegebiet bei einem Zeltverleiher.

    Hat zufällig jemand Kenntniss über den Verbleib? Die Firma wurde Zwangsgeräumt und der Besitzer eingewiesen,da hatte ich die Verbindung verlohren.

    Ich hatte damals zuspät von der Räumung Kenntniss bekommen. Als ich es erfuhr war der Platz schon kpl geräumt.

    Hallo Holger,


    Anfang der 2000er war ich gelegentlich im Raum Syke unterwegs. Eine Doka ist mir dabei aber nicht aufgefallen.

    Welche Farbe hatte sie denn ? :6014:


    Viele Grüße ,:)

    Eddi

  • Es ist die Nummer 71

    Das war jetzt nicht wirklich schwer zu erraten, die Beschreibung und Details waren recht eindeutig...


    Aaaaaber, das war jetzt ja nur die halbe Wahrheit, bzw Auflösung :nono:


    Müssen wir wieder bis morgen warten, um zu erfahren, welche sich noch aktuell in deinem Besitz befindet? :frust:



    P.S..

    Bilder sind hier glaube ich immer willkommen :juhu:

  • Mann Mann das ja sehr Interessant hier mit den DoKa s ...um so mehr Freue Ich mich das Ich schon Lange die Wieder Auferstehung einer solchen DoKa mit Erleben darf Schritt für Schritt und Teil für Teil wird Sie von einem sehr Lieben Freund wieder Aufgebaut .... und in Ihr schlägt nacher der M180 er der bis zum Wechsel auf M130 in meinem Mog Werkelte. Diesen habe Ich Gespendet für dieses Projekz und freu mich das der Motor noch lange in einer Seltenen DoKa seinen Dienst Verrichten wird ...


    Gruß Ralf

  • 15. April 2019


    Hallo Moritz,

    ... Im November 2005 habe ich meine zweite offene 404.1 Doka gekauft, die ich nach wie vor besitze. In Deiner umfangreichen Bildergalerie gibt es sogar zwei Fotos von meiner aktuellen 404.1 Doka. ...

    Auf speziellen Wunsch von Moritz (molitor), nun auch die zweite Auflösung :


    Bei meiner aktuellen offenen 404.1 Doka handelt es sich um die Nummer 49 aus Deiner 404.1 Doka Datenbank.


    Aufnahme von schräg vorne rechts :




    ...und noch einmal von der Seite :



    Diese Doka lief zuvor bei einem Garten- und Landschaftsbauer, daher die glänzende "Gummistiefelgrüne" Lackierung.


    26. Dezember 2009


    Letzte Tage zufaellig auf meiner Festplatte entdeckt:


    49) vor ca. 4 Jahren (Anmerkung: 2005) ueber Ebay versteigert, wurde von Torsten Bueter gekauft, der sie dann nach Amiland exportierte...

    Ja, lieber Moritz, Du sollst auch hier Recht behalten. Auch diese Doka sollte auf nimmer Wiedersehen nach Amiland gehen.


    Kurz bevor der USA-Deal festgemacht wurde, habe ich Torsten Büter mit Geld gedroht und er musste widerwillig nachgeben.


    Somit ist dieser Doka das Los der "Verschleppung" ins Ausland erspart geblieben...


    Viele Grüße

    Eddi

  • Hallo Eddi


    Das freut Mich sehr zu lesen!

    Bedingt durch die räumliche Nähe zu Torsten kam mir der Verdacht auch schon auf, jedoch konnte ich den genauen Verbleib damals nie ganz ermitteln - auch wenn ich zu der Zeit öfter mal persönlich bei Torsten war (er hatte noch eine zweite Doka, in grausamen Zustand Zustand bei sich auf dem Hof stehen).

  • Hallo Eddi


    Das freut Mich sehr zu lesen!

    Bedingt durch die räumliche Nähe zu Torsten kam mir der Verdacht auch schon auf, jedoch konnte ich den genauen Verbleib damals nie ganz ermitteln - auch wenn ich zu der Zeit öfter mal persönlich bei Torsten war (er hatte noch eine zweite Doka, in grausamen Zustand bei sich auf dem Hof stehen).

    Bei Torsten Büter habe ich erstmalig 1995 diverse 404 Ersatzteile eingekauft...


    Die von Dir benannte offene 404.1 Doka in "grausamen Zustand" ging 2004 tatsächlich per Überseecontainer in die USA.

    Die Optik dieser Doka war zwar grausig, die Technik war jedoch O.K. - uuuund : Das Verdeckgestänge war weitestgehend komplett !!!


    Die Amerikaner habe lediglich 6 Wochen für alle Arbeiten (Blecharbeiten, Lackierung in RAL 6014, Sattlerarbeiten und Technikcheck) benötigt, bis die Doka dann für den Verkauf fertig war. Die Optik sah anschließend ähnlich wie bei der Nr. 62 vom Marcus (AriBO) aus (ich habe anschließend Fotos gesehen). Es ist aber davon auszugehen, dass die Amerikaner nicht annähernd so sorgfältig gearbeitet haben, wie Marcus. Das ist dann vermutlich ein klassischer amerikanischer Blender geworden. Motor, Getriebe und Achsen sollen aber völlig O.K. gewesen sein, so dass da nur die übliche Wartung nötig war.

    Blender hin, Blender her, auch diese Doka wird nie wieder nach Deutschland zurückkehren. :no:


    In Großbritannien sind seltsamerweise etliche 404.1 Dokas gelandet, was ich wegen der Linkslenkung und dem dortigen Linksverkehr nur bedingt nachvollziehen kann.

    Zumindest habe hier die leise Hoffnung, dass die eine oder andere Doka ihren Weg aufs Festland zurückfindet.

    Andererseits : Wer weiß, was uns der BREXIT noch alles bringt... :/


    In diesem Sinne

    Eddi

  • Hallo,


    eine Frage zu der Windschutzscheibe von den Doka`s :

    Die Doka-typische höhere Windschutzscheibe war auch vorhanden

    kommt mir nur das so vor oder haben auf einigen Bildern manche eine niedrige Windschutzscheibe, also die Standartscheibe vom 404 verbaut ?

    Was war den der Grund für den Einbau einer höheren Windschutzscheibe, wegen der hinteren Sitzbank vielleicht ? hmmm

    die niedrige sieht doch viel besser aus ... :-)


    Gruß

    Gerd

  • Hallo Geld

    Ich glaube so ganz eindeutig kann man das nicht mehr ergründen.

    Zum einen können so die hinten mitfahrenden besser nach vorne aus der Scheibe gucken (das wird wohl aber eher nicht der Grund dafür sein), zum anderen hatte der Fahrlehrer einen modifizierten Sitz. Dieser hatte Sitzerhöhungen unter die Schienen geschraubt und eine andere Rückenlehne (deutlich höher, dünner gepolstert und nach oben hin auskragend gepolstert). Das alles vermutlich, um ihm eine bessere Bedienung der Pedale zu ermöglichen.

    Dafür, und wegen der insgesamt höher sitzenden zweiten Reihe war natürlich deutlich mehr Kopffreiheit erforderlich, als im normalen Fahrerhaus.


    Dokas mit dem normalen Scheibenrahmen sind häufig Nachbauten, oder man hat sie in Ermangelung der extrem seltenen, hohen Steckscheiben umgerüstet (mit dem hohen Frontscheibenrahmen kann man nur die hohen Steckscheiben verwenden).

  • Hallo Gerd,


    Moritz (molitor) hat Dir ja bereits eine zutreffende und umfangreiche Antwort gegeben, die ich zu 100 % unterschreiben kann.

    Auch auf die Gefahr hin, Dich zu langweilen, noch ein paar Ergänzungen.


    Auf dem Beifahrersitz des Unimog 404.1 sitzt der Beifahrer bekanntlich wie auf einer Gartenliege. Durch den extrem flachen Fußraum können die Beine kaum angewinkelt werden. Die Fahrlehrer-Pedale, welche ganz am Ende des Beifahrerfußraums platziert sind, können so kaum bedient werden. Den speziellen Fahrlehrer-Sitz hat Moritz ja bereits perfekt beschrieben. Das untere Stahlrohr Sitz-Chassis ist übrigens das gleiche, wie beim Standardsitz. Auch die beiden Sitzkonsolen (schiefe Ebene) mit den beiden Pilzkopf-Verbindungen sind identisch. Wie Moritz schon beschrieb, wurden zwischen Fahrzeugboden und den Sitzkonsolen, zwei Distanzstücke eingesetzt, um den Fahrlehrersitz eine gute Handbreit zu erhöhen. Dadurch hatte der Fahrlehrer eine Chance, die Zusatzpedale zu bedienen. Durch die erhöhte Sitzposition wurde auch die Rundumsicht für den Fahrlehrer verbessert (ein nützlicher Nebeneffekt).


    In der zweiten Sitzreihe gibt es bekanntlich eine 3er Sitzbank für die weiteren Mitfahrer, bei welcher die Sitzfläche hochgeklappt werden konnte, um darunter Ausrüstung verstauen zu können. Da es hinten ebenfalls keine nennenswerte Fußraumvertiefung gab, befand sich die hintere Sitzbank auf recht hohem Niveau, so dass die hinteren Mitfahrer dem Fahrschüler prima über die Schulter schauen konnten. Das Verdeckgestänge ist hinten ebenfalls höher ausgeformt, damit man hinten überhaupt irgendwie sitzen kann. Aufgrund der höheren Doka-Windschutzscheibe, konnten auch die hinteren Mitfahrer (und der Fahrlehrer) auf die Straße schauen.


    Ich denke, ALLE offenen 404.1 Fahrschul-Dokas hatten ursprünglich einmal die hohe Windschutzscheibe. Beweisen kann ich es nicht, aber zumindest begründen :

    Das Verdeckgestänge vom offenen Standard 404.1 konnte man ja nach lösen der gummierten Verschlußschrauben und lösen der Leder-Riemen ganz einfach nach hinten klappen (außer bei der Variante für die Schweizer Armee).

    Aufgrund der Verdeck Größe, war das Verdeck der Doka nicht zum Klappen gedacht. Grundsätzlich bestand es aus Stahlrohrbögen, die in die B- und C-Säule eingesteckt wurden. Im Verdeckstoff waren Taschen eingenäht, in die jeweils ein Flachstahl eingesteckt wurde, damit sich keine Wassersäcke bilden. An die Stahlrohrbögen waren Aufnahmen für den jeweiligen Flachstahl angeschweißt. Um die 404.1 Doka abzuplanen, musste man das Verdeck eigentlich eher zerlegen, als umklappen.


    Um endlich auf die höhere Windschutzscheibe zurückzukommen :


    Auch das originale 404.1 Doka Verdeckgestänge liegt vorne auf dem Windschutzscheibenrahmen auf (genau, wie beim offenen Standard 404.1). Würde man die flachere Standard-Windschutzscheibe montieren, dann würde der vordere Teil des Doka-Verdeckgestänges in der Luft hängen. Da originale Doka-Verdeckplanen und vor allem die höheren Doka-Steckscheiben kaum noch verfügar sind, wurden nicht selten die originalen Stahlrohrbögen der Verdeckgestänge unten um eine gute Handbreit gekürzt, um die flachere Standard-Windschutzscheibe montieren zu können. Dann passten auch die flacheren Standard-Steckscheiben. Der Sattler hat dann irgendeine Plane über das Ganze gebreitet und alles war wieder dicht.

    Teilweise wurden auch in Ermangelung eines Verdecks, mehr oder weniger schöne Hard-Tops gebastelt...


    Ich muss Moritz wieder einmal Recht geben, viele 404.1 Dokas mit der normalen Standard-Windschutzscheibe, dürften mehr oder weniger gute Nachbauten sein. Speziell in den USA, wo Dokas ganz allgemein eine lange Tradition haben, dürften inzwischen mehr Nachbau-404.1-Dokas umherfahren, als jemals gebaut. Die Amerikaner sind im Allgemeinen nicht so originaltäsverrückt, wie einige Deutsche.


    Zur Verdeutlichung noch 3 Fotos einer offenen US-Nachbau 404.1 Doka :




    Man beachte die Dacherhöhung ab der B-Säule...




    Von hinten sieht es ebenfalls etwas merkwürdig aus...




    Das geübte Auge erkennt an etlichen Details, dass es sich hier um einen Nachbau handelt.


    Irgendwie schüttelt es mich ein wenig beim Anblick des Verdecks... <X


    So, für heute genug geschwafelt.

    Euer

    Eddi


    P.S.: Mir gefällt die flachere Windschutzscheibe von der Optik her, eigentlich auch besser. ;-)

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  • Hallo Moritz,


    zum anderen hatte der Fahrlehrer einen modifizierten Sitz. Dieser hatte Sitzerhöhungen unter die Schienen geschraubt und eine andere Rückenlehne (deutlich höher, dünner gepolstert und nach oben hin auskragend gepolstert). Das alles vermutlich, um ihm eine bessere Bedienung der Pedale zu ermöglichen.

    an den Fahrlehrer hab ich jetzt gar nicht gedacht :engel: stimmt der Beifahrer hat ja bedingt durch die Fahrerhauskonstruktion rechts schon eine ungemütliche Sitzposition. Dann noch die Pedalen dort ... das könnte schon hinkommen, daß man deswegen eine höhere Scheibe braucht.


    Eine Frage hätte ich noch, vielleicht weiß ja jemand eine Antwort darauf. Wie bereits hier in einem Beitrag schon geschrieben wurde steht in dem Buch "Die Rad-und Kettenfahrzeuge der Bundeswehr vom Anweiler/Blank" das die Doka`s anfänglich auch als ZgM für die 20mm Flak eingesetzt wurde. Im Tankograd Heft steht : Zitat :

    so wie es hier nun steht, war die Doka von Anfang an nur als reines Fahrschulfahrzeug für die Bundeswehr beschafft worden und als Zugfahrzeug für leichte Rohrwaffen nur "angedacht". Was war denn dann das Zugfahrzeug für die 20mm Zwillingsflak, wenn nicht die Doka ? hmmm


    Gruß

    Gerd