Rookie needs Info:Welches Öl und woher?

  • HAllo zusammen,


    also als Munganeuling erst mal schönen Tag an alle.


    Mein Vater hat sich vor ein paar Jahren einen Munga zugelegt, jetzt ist sein Intersse verflogen und es gibt eine Menge zu tun.


    Ich möchte wieder alles fit machen und mein größter Wunsch im nächsten Winter mit offenem Dach durch meterhohen Schnee düsen.


    Ich bin handwerklich begabt, habe allerdings bisher nicht viel mit Autos zu tun gehabt.
    Das DKW Werstattbuch liegt vor.


    Erster Ansatz war die ausgeschlagene Gelenkwelle an der Hinterachse.
    Hab schon mal die komplette hintere linke Achsaufhängung zerlegt und alle Ersatzteile bestellt.


    Wenn ich jetzt wieder alles zusammenbaue, sollte ich auf jeden Fall das Getriebeöl wieder auffüllen, oder tauscht man das dann koplett?
    Mit der Bremsflüssigkeit geht es mir genau so.


    Also die Frage, was brauche ich für Zeug für welche Anwendung und wo kommt das dann rein (Einfüllöffnungen)?


    Also bei dem was ich hier schon an Beiträgen gelesen habe ist das ganz klar die 50€ Frage, aber ich hoffe das mir totzdem geholfen wird.


    Vielen Dank
    Gruß aus dem Rheinland

  • Hallo und herzlich Willkommen hier im Forum!


    Wenn Du das Werkstatthandbuch vorliegen hast, dann steht da auch alles drin was du wissen mußt.
    Aber trotzdem hier noch ein paar Tips:


    Das Getriebeöl solltest Du in jedem Fall wechseln, verwende SAE 80 Öl auf Mineralölbasis, KEIN HYPOIDGETRIEBEÖL, da diese Zusätze die Messingteile im Getriebe angreifen!
    Wenn Du beim Hinterachs Differenzial das Öl abgelassen hast, dann füllst Du das frische ÖL durch die große Schraube die sich von hinten gesehen in der Mitte des Differenzial-Gehäuses befindet, wieder auf.
    Und zwar so lange bis das Öl GERADE WIEDER aus der Öffnung läuft.
    Bei einem Differenzial das schon etwas ausgeschlagen ist, kannst Du, um Dröhngeräusche zu vermeiden, eine etwa Walnuß große Menge MOS 2 Fett mit einfüllen.
    Beim Hauptgetriebe tue das aber nicht, da das Fett die kleinen Ölbohrungen verstopfen könnte.


    Bei den Bremsen solltest Du Dir viel Zeit nehmen und wirklich alles genauestens kontrollieren.
    Zustand der Gesamten Anlage, Hauptbremszylinder, Radbremszylinder (dicht?), Belagdicke und Zustand, Bremsschläuche (Alter? Porös?), Bremsleitungen (Korrosion?), Bremstrommeln (eingelaufen?) u.s.w......


    Bremsflüssigkeit solltest Du in jedem Fall wechseln, wer weiß schon wie lange das alte Zeug da drinn ist?
    Beim entlüften gehst Du wie folgt vor:
    Bremsflüssigkeit im Behälter auffüllen
    Entlüftungsschraube am Radbremszylinder öffnen
    Schlauch aufstecken und Bremsflüssigkeit in einen geeigneten Behälter leiten
    Von einer zweiten Person kräftig am Bremspedal pumpen lassen, bis keine Blasen mehr austreten
    Entlüfterschraube wieder zudrehen
    Nacheinander alle vier Bremsen auf diese Weise entlüften (die Reihenfolge in der man da vorgeht vergesse ich jedesmal, ist aber bestimmt in irgendeinem Tread hier im Forum beschrieben, mußt Du halt mal nachlesen)
    Als Bremsflüssigkeit kanns Du normales DOT 4 verwenden.



    Hoffe geholfen zu haben



    MFG
    Michael

    Realität ist jene Illusion die durch Mangel an Alkohol entsteht!

  • Hallo H-W,
    Getriebe 2,25ltr. , Hinterachse 0,9ltr., SAE 80, SAE 90 oder SAE 85W90, alle KEIN Hypoidöl, sondern EINFACHES Hochdruckgetriebeöl GL 4


    Mit 2ltr. Bremsflüssigkeit solltest du Dicke hinkommen, halt nicht vergessen immer wieder nachzufüllen !! (nach ca. jedem dritten Pumpen).


    Und die Reihenfolge ist:
    Rechts Hinten
    Links Hinten
    Rechts Vorne
    Links Vorne

    HOERMEN
    Deutscher durch Geburt, Pfälzer durch die Gnade Gottes !!




    9. Int. Militärfahrzeugtreffen der RAG 6014
    AUSGEFALLEN !! in 66740 Saarlouis-Fraulautern/ Saarland
    auf dem Panzererprobungsgelände der Bundeswehr mit Geländefahren
    Treffen für Militärfahrzeuge aller Armeen und aus allen Epochen.
    Infos unter http://www.rag6014.de


  • Und beim Pumpen den Deckel auf den Bremsflüssigkeitsbehälter - da kommt immer ne kleine Fontäne raus und versaut sonst alles.


  • Nochmal was zum ÖL!


    Ich verwende schon seit Jahren die Produkte von Penagear, zu beziehen über die Firma Kajo Schmierstoffe.
    Die Getriebeöl-Serie SAE 80, 90, SAE
    140 und SAE 250 ist speziell nach dem Standard für
    Oldtimer-Kraftfahrzeuge und Maschinen konzipiert.


    Diese Getriebeöle sind mild legiert, beinhalten jedoch schon milde wirkende Extreme Pressure Zusätze


    ( EP-Hochdruck-Zusätze ).


    Speziell für Getriebe, für die nach Herstellervorschrift kein Hypoid-Öl empfohlen wird.



    Die verwendeten Wirkstoffe sind so abgestimmt, dass die in
    klassischen Fahrzeugen verwendeten Weissmetalle, Buntmetall-Legierungen
    und Dichtungsmaterialien, die von Hypoid-Ölen üblicherweise korrosiv
    angegriffen werden, nicht angegriffen werden.


    Sie eignen sich auch für Lenk-, Schalt-, Kardan- und Differentialgetriebe historischer Fahrzeuge.


    Ich mache mir hier nur die Mühe das alles aufzuschreiben, da ich mir ein nach Werksnorm-überholtes Getriebe, nach nur 30.000 Kilometer, durch die Verwendung von Castrol Getriebeöl SAE 80-85, zerstört habe.
    Dieses Getriebeöl erfüllt die Einstufung nach GL-4, zumindest auf der Verpackung.
    Nach einem längeren Telefonat mit einem Chemiker der Firma Castrol, hat mich dieser von der Verwendung Ihrer Getriebeöle in Oldtimern, zu denen der Munga ja nunmal gehört, abgeraten!!!
    Er hat mir statt dessen die Verwendung von Kompressorenöl in der passenden Viskosität empfohlen. Ein Schelm der arges dabei denkt!


    Mein Getriebe habe ich wieder Instandgesetzt, und bin nun, wie schon so oft, um eine Erfahrung reicher.




    P.s: Das Getriebeöl von Penagear gibt es im 5 Liter Kanister für 40,- Euro + Versandt.




    MFG
    Michael


    Realität ist jene Illusion die durch Mangel an Alkohol entsteht!

  • Hallo Daniel!


    Zunächst einmal liegt es mir fern die Firma Castrol hier schlecht machen zu wollen! Aber es ist nunmal fakt, das die Öle von Castrol (und aller anderen namenhaften Hersteller) für Fahrzeuge moderner Bauart konzipiert sind. Die Ansprüche moderner Hochleistungsgetriebe an die Getriebeöle in punkto Zahnflankendrücke, Wärmeableitung, Schaumbildung u.s.w., sind natürlich ganz andere als die bei unseren Oldtimergetrieben. Deswegen kann von seitens der Hersteller natürlich auch nicht auf alle Belange rücksicht genommen werden.


    Zu meinen Schäden:
    Beim Ablassen des Getriebeöls goldbraune Schlieren im Öl, was auf Abrieb der Buntmetalle hindeutet.
    Extremes Spiel an den Syncronringen aller Gangpaare
    Schaltgabeln an den Anlaufstellen abgenutzt, (teilweise 3mm Spiel)
    Sämtliche Lagerkäfige abgenutzt sodas alle Wellen Schlag hatten
    Wie bereits gesagt, nach Werksnorm überholtes Getriebe, keine 30.000 km gelaufen, nie im Gelände bewegt.


    @ Fleetship
    Genau die Firma meine ich, ich denke der Preis für 5 Liter geht in Ordnung!

    Realität ist jene Illusion die durch Mangel an Alkohol entsteht!

  • ich kann die öle von pohlmann empfehlen
    http://www.karl-pohlmann.de/rektol/index.php


    Wenn du das öl im hinteren differential tauschst, dann solltest du jedenfalls auch gleich das getriebeöl vorne wechseln. dafür brauchst du 2,25 liter. somit (2,25 l vorne und 0,9 l hinten) knapp über 3 l - am besten gleich ein 5l-gebinde bestellen.


    bzgl. sämtlicher füllmengen gibt jedenfalls auch die MUNGA-betriebsanleitung auskunft. weitere infos findest du dazu auch auf der homepage der munga interessensgemeinschaft (munga ig - einfach via google eingeben und einsteigen). unter dem menupunkt "technisches" gibt es wartungskarten mit angaben von füllmaterial und -menge