Getriebe Demontage

  • Servus Hobby-Kollegen,


    ich bin dabei, ein Getriebe zu zerlegen. Dabei stoße ich vor folgendes Problem:


    Die Abtriebswelle lässt sich nicht ausbauen, weil entweder das Gehäuse des Getriebes ein weiteres Zurückziehen verhindert, oder aber das Räderwerk der Hauptwelle so im Wege ist, dass ich die Räder des ersten und zweiten Ganges nicht ausbauen kann.


    Wer weiß Rat?


    Gruß aus Ulm

  • Hallo!


    Will Dich nicht entmutigen, aber ohne Spezialwerkzeug, oder zumindest der Möglichkeit sich solche Werkzeuge selbst zu bauen, hast Du keine Chance!
    Um Die Zahnräder von der Welle zu nehmen, brauchst Du ein Werkzeug mit dessen Hilfe Du das große Walzenlager (Differenzialseitig), auspressen kannst!
    Nur so läßt sich die Welle demontieren.
    Auch das Eindrücken des neuen Lagers geht nur mit hilfe dieses Werkzeugs.
    In der Reparaturanleitung der AU ist das auch alles beschrieben.


    MFG
    Michael

    Realität ist jene Illusion die durch Mangel an Alkohol entsteht!

  • Hallo Jungs,


    Michael, ich hab das WHB auswendig gelernt. Das sagt, ich muss nur die Abtriebswelle ausdrücken und das habe ich getan. Das Lager kommt erst später dran. Und den Auszieher bekomme ich mit meinem Maschinenpark schon hergestellt. Es muss anders gehen.


    Und den Beitrag, den du gepostet hast, V8Monster, kenne ich. Nur dummerweise ist genau diese Passage nicht in der Fotostrecke :|


    Ich zeig`s euch mal so:






    Die Welle sitzt am Gehäuse auf und die großen Räder lassen sich nicht nach oben abheben. Jedenfalls geht es mir so.

  • das große lager bei der getriebe welle differenzialseitig muss ach raus
    sonst lässt sich die welle nich ausfädeln

    Feil Dir keinen ab, lerne Drehen und Fräsen!
    Über 7 Millionen Österreicher können nicht richtig Drehen und Fräsen.

    "dats ned bandan nemts ahn droht" :schweißen:
    Freilauf Dioden aus Freilandhaltung :D

  • Naaamd
    Wenn ich das richtig sehe, ist da original ein Lager mit offenem Aussenring drin, d.h. der Innenring bleibt beim Ausbau auf der Welle- dann is auch genug Bewegungsplatz zum Ausfädeln. Wenn jetzt ein Lager mit geschlossenem Aussenring verbaut ist, dann musst Du das Lager zusammen mit der Welle ausdrücken. Allerdings steht auch in meinem WHB nicht, wie das geht.


    Ansonsten mal den Mungapeter ne PN schicken, der erklärt das ganz genau.

  • Hallo Joe,


    das Zylinderollenlager muss in Richtung Diffi ausgetrieben werden, ohne der Demontage des Zylinderrollenlagers bekommst Du die Abtriebswelle nie aus dem Getriebegehäuse!


    Dabei gibt es zwei verschiedene Weg das Zylinderrollenlager aus dem Getriebegehäuse zu bekommen.


    Die erste, wenn das Zylinderrollenlager sowieso ersetzt wird:
    Nimm eine gebogene Stahlstange, ca.15x300mm lang, am Ende ca. 30° gebogen, damit treibst Du das Lager Stück für Stück in Richtung Diffi aus. Erwärmen des Getriebegehäuses mit einem Heißluftföhn wirkt Wunder! :D Und ganz wichtig, nicht verkanten beim austreiben, immer schön abwecheselnd rechts, links und oben, unten damit der Lagersitz im Gehäuse nicht vermurkst wird!! Funktioniert mit etwas Übung sehr gut und geht am schnellsten!


    Die zweite, schonendere:
    Die beschreibe ich Dir später, die ist etwas aufwendiger und komplizierter. Das wird heute Abend zu lang! Folgt aber in den nächsten Tagen! 8o


    Peter

    Kaputt ist am Munga immer was, aber nie so, das man nicht nach Hause kommt!

    Einmal editiert, zuletzt von Mungapeter ()

  • Ok, danke schonmal Mungapeter.


    Ich warte die zweite Variante noch ab, weil du sagst, bei Variante 1 muss das Lager ersetzt werden. Das muss ich nämlich sehr wahrscheinlich nicht, weil das komplette Getriebe offenbar 1984 überholt wurde, nur leider kein Deckel drauf war und kein Diff drin, so dass halt alles ziemlich dreckig ist (also nicht Ölschlamm, sondern echter Dreck der da im Laufe der Jahre reingefallen ist).


    Ich freue mich also auf die komplizierte Arbeitsanweisung :P


    Aber: Ich hab`doch schon Recht, dass das WHB sich zu dem Thema ausschweigt, oder???


    Gruß aus Ulm


    Joe

  • Geduld ist nicht so meins :dev:


    Habe also die brutale Variante versucht. Abtriebslager im Eimer, Getriebegehäuse fatzenleer. Ging ganz gut muss ich sagen.


    Das Lager der Hauptwelle raus zu kriegen hat es erforderlich gemacht, einen zweiarmigen Abzieher passend zu schleifen. Dann war das easy.


    Jetzt schau`n wir mal weiter.


    Mungapeter: Ich würde mich dennoch über die geschmeidige Version freuen. Ich muss mein Diffi-Spender-Getriebe ja auch noch auseinander nehmen ;)
    Bin sehr gespannt !


    Gruß Joe

  • Hallo Joe,
    na prima, geht doch! :H:
    Mit dem hinteren Vierpunktlager der Hauptwelle hast Du ebenfalls recht, ein normaler Zweiarmabzieher hat zu dicke "Füße", den bekommt man nicht so tief so das die
    Arme in die seitlichen Nuten des Mantels eingreifen würden.
    Aber Vorsicht! Es kommt vor, dass das Vierpunktlager sehr fest im Getriebegehäuse sitzt, dann brechen die oberen Nasen des Mantels weg und man hat man richtig große Probleme das Lager zu demontieren, weil man von innen nicht dran kommt! Hier hilft, wie schon weiter oben geschrieben, die Wärme von einem Heißluftföhn! Einfach das Alu-Gehäuse des Getriebes anwärmen, dann lässt sich das Vierpunktlager sehr leicht ausziehen.


    Übrigens wird diese Kapitel im Werkstatthandbuch ausführlich behandelt, aber natürlich mit den entsprechenden Spezialwerkzeugen die kaum jemand hat! :lol:


    Nun zu der schonenderen zweiten Variante:
    Die Abtriebswelle so weit demontieren wie Du es oben auf den Bildern bereits gemacht hast. Dann das 1. und 2.Gangzahnrad so weit wie möglich zurückschieben und in den frei werdenden Raum vor der Schiebemuffe des 1.Gangzahnrades Scheiben schieben und den freien Raum auffüllen. Ich benutze dazu vermackte 5mm dicke Distanz-
    scheiben der Abtriebswelle, die einseitig aufgesägt sind, so das ich sie von oben über die Abtriebswelle schieben kann.
    Dann den freien Raum zwischen Kardanwellenflansch und 2.Gangzahnrad mit Büchsen und Scheiben so weit auffüllen das die Abtriebswelle sich nicht mehr axial bewegen
    läßt.
    Nun kann man mit vorsichtigen Schlägen auf das Ende der Abtriebswelle das Zylinderrollenlager mit dem Innenring aus dem Lagersitz treiben. Falls der Weg nicht ausreicht, entsprechend nachsetzen und vorne noch eine weitere Scheibe beilegen. Normalerweise reichen drei bis vier 5mm dicke Scheiben aus, um das Zylinderrollenlager aus dem
    Sitz im Getriebe zu drücken.
    Hört sich jetzt bestimmt ein bisschen kompliziert an, ich werde versuchen bei der nächsten Getriebeüberholung entsprechende Fotos zu machen und hier einzustellen.
    Das kann aber noch etwas dauern, da ich momentan andere Dinge zu erledigen habe.


    Noch eine Anmerkung zu deinem Vorhaben. Wenn, wie Du schreibst das Getriebe jahrelang offen herumgelegen hat, würde ich auf jeden Fall alle Lager bei der Montage erneuern. Die Gefahr wäre mir zu groß, das da im Laufe der Zeit Korrosion oder sonstige Beschädigungen an den Lager entstanden sind die dann erst beim Fahren bemerkt werden und der ganze Spaß würde dann wieder von vorne beginnen! :|


    Peter

    Kaputt ist am Munga immer was, aber nie so, das man nicht nach Hause kommt!

  • Ich meine es verstanden zu haben, Peter !


    Bilder sind wie stets der Garant, dass keine Zweifel mehr bleiben. Ich freu` mich drauf.


    Außerdem habe ich sicher bald wieder Fragen.


    Es bleibt spannend. Zerlegen macht Spaß !


    Gute Nacht Gemeinde

  • Hallo Joe!


    Darf man Fragen weswegen Du das Getriebe überhaupt zerlegst? Auf den Bildern sehen die Zahnräder doch noch ganz gut aus (jedenfalls die die man noch sehen kann).


    Nursointeressehalberfragenderweise... :)


    Gruß
    Michael

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  • Ich warte die zweite Variante noch ab, weil du sagst, bei Variante 1 muss das Lager ersetzt werden. Das muss ich nämlich sehr wahrscheinlich nicht, weil das komplette Getriebe offenbar 1984 überholt wurde, nur leider kein Deckel drauf war und kein Diff drin, so dass halt alles ziemlich dreckig ist (also nicht Ölschlamm, sondern echter Dreck der da im Laufe der Jahre reingefallen ist).


    ich hoffe das beantwortet deine frage^^

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  • genau :D


    Ich hab` schon ein Getriebe verbaut, das Mungapeter überholt hat. Ich leide keine Not :D


    Und ich habe halt zwei Getriebebausätze. Beim Einen ist der Dreck drin mit richtig geilem Räderwerk (bis auf den Rückwärtigen, der ist ein klein wenig angenagt aber schon noch gut), das Andere ist der Spender mit Diffi und Deckel und was weiß ich noch was.


    Außerdem empfinde ich eine Getriebezerlegung und ein anschließendes hoffentlich erfolgreiches Zusammenpfriemeln als das hohe Lied der KFZ-Mechanik. Das reizt mich schon lange.Die Überholung des Motors (Ford V4) ist dagegen Kindergeburtstag.


    Nur: Ich brauch` halt Unterstützung. Das habe ich schon gemerkt. Da lauert die Tücke im Detail.

  • jo


    und wenn du das Diff tauschst unbedingt auch den Triebling mittauschen.


    mfg pipi

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  • Den Motor meinst du ?


    Im Leben nicht ! Der ist gut. Ich finde auch, dass der zum Charakter der Möhre gut passt. Aber ist ja Ansichtssache.


    Mein Wägelchen ist nicht so gut, dass man da auf Originalität achten müsste :(


    Gruß Joe

  • nein nicht den motor
    Differenzialtrieblig und das Tellerrad des Differenzial sind aufeinander abgestimmt deshalb muss man immer beides tauschen das meine ich


    beide Teile solten daher die selbe eigravierte Nummer haben.


    mfg pipi

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  • Nabend
    Da kannste aber auch das Tellerrad umschrauben. Nur dann ausdistanzieren und Zahnflankenspiel einstellen.... Viel Spaß, ich geh bei sone Schaltbox nich bei. Muss ich aber auch nich, hab auch ein Mungapeter Getriebe, da hab ich die nächsten 2 Millionen Kilometer Ruhe.

  • begreife ich nicht. Aber das ist ja auch die überübernächste Evolutionsstufe meiner Beziehung zum neuen Getriebe. Die Fragen dazu sind vorprogrammiert.


    Macht euch auf was gefasst :dev: