LG315, MAN630, MB Kurzhauber im Gelände?

  • Guten Abend,


    angespornt durch den LG315 in der Zollauktion kam bei Sylvesterumtrunk mit Bekannten das beliebte und unendlich diskutierbare Thema "geländegängiges Weltreisemobil" auf.
    Ich werde sowas in meinem Leben wohl nie bauen - aber man darf ja mal träumen und spinnen!


    Praktische Kurzhaubererfahrung ist im Bekanntenkreis vorhanden, ein anderer Kumpel hat vor Jahrzehnten auch bei der BW mit einer Emma im Wald gespielt.....aber die Errinerungen sind vage.


    Frage: Inwieweit ist der olle LG315 geländegängig im Vergleich zum MAN630 oder einem Kurzhauber?


    Ich meine wirklich nur die Fähigkeiten im Gelände - bitte keine grundlegenden Disskussionen, ob so ein altes Trum eine brauchbare Basis darstellen würde.
    Sind die Fahrzeuge diesbezüglich vergleichbar?


    Robert

  • Aus dem genannten Trio dürfte der MB Kurzhauber etwas rausfallen, da das Fahrgestell sicher nicht in gleicher Weise für´s Gelände optimiert ist.
    Wenn man von Serienfahrzeugen ausgeht, hat sowohl der Kurzhauber als auch der MAN 630 L2A (der mit dem Koffer oder eine frühe Pritsche) durch die Doppelreifen an der Hinterachse und den Raddurchmesser (und damit eingeschränkter Bodenfreiheit) schon Nachteile gegenüber MAN 630 L2AE und MB LG 315.
    Ein weiterer Nachteil des Kurzhaubers dürfte die sicherlich auch schwerere Kabine sein, die den Schwerpunkt auf die Vorderachse verschiebt.

    Grüße von der Küste! Til 68999-kradmelder-gif


    Suche ständig Daten über BGS-Fahrzeuge für die Bestandslisten.
    Besonders Hercules K125 und BMW-Boxer!

    :BGS-F:

  • Also ich kann jetzt sagen das der LG315 gut durchs Gelände geht, und den MAN kann ich ja demnächst mal ausprobieren!


    Habe jetzt ja beide Fahrzeuge! Mein Vater hat auf beiden gefahren und war vom LG315 mehr begeistert!


    Ich mache demnächst von beiden Fahrzeugen Fotos, und dann vergleichen wir mal!


    Gruß Alex

  • Im direkten Vergleich der um BJ 1970-1980 LKW (also H-Kennzeichentauglich) würde ich, um das geländetauglichste zu wählen, einen KAT I wählen.


    Von den genannten ist es der MAN 630, er ist wesentlich besser im Gelände als ein Kurzhauber und robuster als der LG.

  • als fernreisemobil ist die MAN KAT basis die unpraktischste art, die man wählen kann. das machen auch die geländeeigenschaften nicht mehr wett.
    der mb kurzhauber hat gegenüber den 630ern den riesen vorteil, daß er leicht modifizierbar ist und dann dem MAN weit überlegen. zudem hat mercedes weltweit einen sehr guten ersatzteilesupport, was ja bei reisemobilen kein nachteil ist.


    optisch macht natürlich der lg am meisten her :love:

  • Wenn wir jetzt allerdings von geländetauglich zu praktisch schwenken, taugen die Hauber nix. Da passt dann immer ein kürzerer Koffer. Dann nehme ich den Magirus 170 D 11 ex THW mit der 10t Winde. Sieben Sitzplätze oder vier Sitze und ein Bett im Fahrerhaus plus Koffer, dann ordentlich grosse Einzelbereifung, das passt. Benze in der gleichen Konfiguration sind WESENTLICH teurer!

  • Hallo Jürgen, das der MAN robuster ist als der LG bezweifel ich! Ich würde sagen das die beiden sich nicht viel tun!


    Da beide Fahrzeuge sehr ähnlich sind! Auf jeden Fall hat der LG schon mal mehr Leistung, auch wenn es nicht viel ist!
    Ansonsten sehe ich nicht viel Unterschied, der Radstand, die Spur, die Bereifung ist gleich! Was soll dann dem Mercedes nachteile bringen?


    Gruß Alex

  • Hat jetzt mehr mit Material zutun...Ich fuhr damals einen Grossen MB SK 2435 im Baustellenverkehr,der Hatte Allrad und angetriebene MAN Achsen...Ich finde,das spricht fürsich!!! hmmm

    Mit meinem Auto,groß und breit,Tank ich viel und fahr nicht weit.

  • Guten Abend ,


    danke für die Antworten!
    Vielleicht wirds mit der "Spinnerei" ja doch was, irgendwann in 10 Jahren oder so!


    Ein LG würde mir von seiner Optik halt richtig gut gefallen, besser als Kurzhauber oder eine Emma. Im Wüstenschiff-Forum wird derzeit ein umgebastelter in Afrika offeriert, mit OM355 aus einem MB1924, 12-Gang-Getriebe,........nix für Originalitätsfetischisten aber auch ein netter Ansatz. Rollen sich da eigentlich unserem TÜV die Fußnägel auf vor Schreck oder wäre sowas auch hier zulassungsfähig?


    Grüße
    Robert

  • Rollen sich da eigentlich unserem TÜV die Fußnägel auf vor Schreck oder wäre sowas auch hier zulassungsfähig?


    Dafür suchst du dir einen selbstständig denkenden TÜV-Prüfer und sprichst dein Vorhaben mit ihm durch. Wenn die Umbauarbeiten vernünftig gemacht sind, wird es keine Einwände geben. Allerdings auch kein H-Kennzeichen.
    Also musst du vorher klären : Soll der Wagen drüben bleiben, oder soll er in Deutschland angemeldet bleiben und irgendwann wieder zurück kommen ? Wie wird es dann mit dem TÜV jedes Jahr gehändelt ?
    Bleibt er drüben, kannst du Zollnummern verwenden um aus Deutschland rauszukommen, da ist die Tüv-Prüfung, wenn überhaupt, nicht so anspruchsvoll. Aber du musst dich dann in fast jedem Land, das du durchquerst, um eine Versicherung kümmern.


    Wobei mir eine Emma oder ein LG zu groß für solche Reisen wären. Borgward, Unimog, Hanomag, Bremach... die haben die richtige Größe. Denn es gibt etliche Nationalparks, die dich mit so großen Autos gar nicht rein lassen, weil sie Angst um ihre Wege haben. Fährkosten sind für kleinere Autos auch billiger. Es gibt enge Altstädte und Brücken die für die Riesen - Teile einfach mal gesperrt sind.
    Fährst du dich mit `nem Borgward fest, findest du mit Glück einen größeren LKW der dich freischleppt, passiert dir das mit dem LG , brauchst du schon sehr viel Glück.
    Und dann gibt es Gegenden, in denen bist du reparaturtechnisch ganz auf dich allein gestellt. Kannst du allein oder zu zweit beim MAN ein Getriebe wechseln ? Beim Borgward kann man das allein.


    So schön und urig es ja wäre, mit solchen Sauriern zu verreisen, man sollte vorher alles genau überdenken.


    Gruß Jozi.

  • Ihr habt ja alle Recht!


    Aber für Gedankenspinnereien spielt das meiste keine Rolle - von der Weltreise mit dem LG kann man ja mal spinnen und träumen! ;)


    Jozi:
    Da du es grad angesprochen hast: Wie schaut es mit Gewichtslimits in Afrika aus? Was ist für die Nationalparks denn so in etwa die Obergrenze? 2,8t, 3,5t, 7,5t, ......? Kann man da grob eingrenzen, mit was für Fahrzeugen man noch im großen und Ganzen "überall" reinkommt?


    Grüße
    Robert

  • Hi Robert.


    Unser Borgward ist offiziell ein 3,5 Tonner, wiegt in Wirklichkeit 4,8 und sieht auch schwerer aus. Aber man hat uns den Zugang noch nirgens verweigert.




    Die Overlander nutzen meist LKW`s zwischen 7.5 und 9 Tonnen. In die großen Parks mit befestigten Wegen kommen die auch rein. (Etoscha und Krueger-Park.)


    Gruß Jozi.

  • hier auch mal mein senf dazu, da ich dem rostreich ja quasi schon einen schritt voraus bin 8)


    ich hab diesen ´traum´ ebenfalls. der kam auf, als ich mir eine emma kaufte. ich habe vorher nicht verglichen, nur subjektiv abgewägt, als ich nach und nach das fahrzeug kennenlernte und einige leute hier und da mal abgefragt habe. die reiseerfahrungen die jozi zB liefern kann, habe ich nicht, da ich mit meinem projekt zwischenzeitlich mal einen schritt zurück gemacht habe und statt der fahrfähigen tüv-haltigen kofferemma im moment eine tüvlose dieselbakterienverseuchte rostkruste teuer zwischenparke. aber teuer ist relativ und so kommen mir 180 euro im jahr garnicht viel vor.


    bei mir haperts am schrauberplatz und an den nötigen groschen. zudem kommen noch andere alltägliche probleme hinzu, sagen wir es mal so, ich bin momentan von grünen zweigen eher weit entfernt, wenn auch nicht außer sicht.


    an meinem wunsch, diese freiheit zu gewinnen, die ich in so ein fernreisewohnmobil reininterpretiere, hat sich nichts geändert. ich will das nach wie vor und werde diese tüvlose bakterienverseuchte rostkruste lieber mit ins grab nehmen, als diesen plan aufzugeben.


    frag dich selbst ob du auch irre bist :D
    wenn du dich dabei ertappst, zeitpläne aufzustellen und berechnungen durchzuführen, solltest du dir auf jedenfall schon mal einen stellplatz ausgucken und ein fahrzeug kaufen, vielleicht ja auch im team, da wird vieles billiger/machbarer.


    lies dich mal ein bißchen rein, wenn du keine angst hast ;-)


    geschmackssache, oder? leider nur etwas neuere modelle aber zum bildmachen geeignet, trotz verkaufsgeschreibsel.
    http://www.langerundbock.com/e…nskabinen/basisfahrzeuge/


    dieser zweite link hier führt dich in eine linkliste die zwar für sich selber spricht, jedoch nicht nur aktuelle links aufweist. speziell der link nach vielstoff.de ist leider nutzlos geworden, da die page wohl umgestaltet wurde und nichts mehr mit dem man630 zu tun hat, der da mal zu bestaunen war und mit dem die in die wüste oder nach kroatien und was weis ich noch wohin gefahren sind.
    http://www.dirk-schuette.de/car/car.html


    auf der seite man630.de finden sich bei den fotos auch wenige hinweise auf wohnmobile, das schuler-teil zB oder vielleicht hats auch ein bild von alexanders und monikas emma. alexander ist auch hier angemeldet, vielleicht findet er den thread hier ja und schreibt was zu seinen erfahrungen. auch gibts auf der 630er-seite irgendwas mit reisefieber, da kann man sich gut anfixen :D


    ich bin der auffassung, daß das fahrzeug noch grad so auf die straße passen sollte. je größer, desto mehr volumen, desto mehr wasser-nahrung-reserve desto furchteinflößender usw ;)
    klar das man mit einem solchen pfropfen nicht durch mittelalterliche gassen passt. da geht man dann halt oder nimmt ein begleitfahrzeug.


    was oben beschrieben wurde, bezüglich des reifenwechsels bei so nem lkw (630er/LG315) mit 14er rädern, ist dann wichtig zu wissen, wenn man keine hilfsmittel haben sollte, um ein liegendes rad hinzustellen, da sollte man nämlich biologisches kapital mitbringen bzw vom format mittelstarker handwerker sein. ansonsten geht das aber schon alleine, man wird halt nur schmutzig dabei und sollte etwas geschick dafür aufbringen können.


    die wichtigste frage die du dir im vorfeld stellen solltest ist jedoch (meiner meinung nach) die, ob es überhaupt ein reisemobil sein sollte oder ob andere reisewege nicht besser für dich wären. ist die antwort dahingehend nein, daß andere reisewege besser für dich sind und du fieberhaft die position vertrittst, es müsse ein bewohnbarer stahlhobel sein, erschließe unbedingt deinen bedarf an komfort. lg und emma können da zB mit oben erwähntem dokadeutz nicht mithalten. der kat1 ist so ne art wohnzimmersofa mit fenstern vorne und seitlich und manchmal auch oben. ne emma braucht etwa so 25 aufwärts. n kat1 mit 2 achsen muß jemand bestätigen, habe gehört das der so ab 30 liter anfängt, stimmt das? was brauchen andere? google mal nach kerzendorf und ural, wenn du wissen willst, was russen so brauchen.


    letztendlich ergibt sich, wenn man so will, der reisewert eines fahrzeuges aus dem nutzen beim und fürs reisen und dem spaß beim und durch das fahren und da gehören leider viele aspekte dazu die subjektiv beurteilt werden müssen, neben den ganzen `objektiven´ faktoren wie platzangebot, verbrauch, sonstige unterhaltskosten, servicenetz, fahrkomfort, wohnkomfort und manchen ist vielleicht auch der Stil beim reisen wichtig .



    ich habe mich für die emma nachhaltig entschieden, weil die teileversorgung noch relativ problemlos möglich ist. ein paar sachen sind schwierig (neue motoren zB) aber den meisten krämpel gibts noch neu oder gebraucht in rauhen mengen (zB fahrerhäuser nackig für um die 1000 +/- 200 in unbenutzt) oder schau doch einfach mal bei dem ibäier dieselmot. der ist zwar nicht immer der günstigste aber relativ moderat mit den meisten preisen.


    zudem hat emma den ruf, robust zu sein, was ich bestätigen kann, da ich dem Fz auf der schmittenhöhe 06 bis 08 schon einiges zugemutet habe (vielleicht findest du was auf youtube, bin aber nicht mehr sicher. oder hier bei treffen und termine die alten threads)


    aufgrund der häufigkeit hat die emma gegenüber dem lg vermutlich einen leicht geringeren sammlerwert, obwohl sie, und das muß ich hier mal in aller deutlichkeit hervorheben, obwohl sie ganz klar die hübschere ist :)


    geringerer sammlerwert = geringere kaufpreise bei vergleichbarem zustand.


    so grob gepeilt darfst du bei ner emma mit 10tausend rechnen. dann hast du was gutes an fahrzeug auf der straße, evtl schon mit einigen wohnmobiltechnischen einrichtungen.
    brauchbare basen liegen im großen und ganzen zw 4000 und 7000 wobei die masse sich eher um 6000 bis 7000 findet. da ist das fahrzeug selbst meist ok, nur die wartung und kleinere reparaturen schlagen dann noch zu buche. zum lg kann ich in der hinsicht leider nix sagen, hab da noch keinen als womo gesehen. zum rundhauber gibts sicher viel info in den ganzen fernreiseforen (grins)


    ächz, abendbrot..


    ah halt stop, edit sagt, daß ich 2004 meine emma für ca 5000 euronen erwerben konnte, tüv nach optischer auffrischung mit spachtel und farbe incl H-gutachten kein problem gewesen. mit dieser fuhr ich in 2 jahren ca 20000 km und mein wille festigte sich. meine rostige neue hat vor drei oder vier jahren etwas über 2000€ bei ibä gekostet, ca 15tsd km runter und einen unpraktischen aufbau, aber die Saat ist gesäht *gg*

  • Hallo


    Meine Erfahrung mit dem Reifenwechsel ist folgende:


    14.00 R 20 Räder von EMMA wiegen ca.150 bis 180 kg.


    Das ist aber völlig egal, da man ja nicht alleine ist.
    Wir sind zu zweit gefahren, also kann man auch zu zweit den Reifen wechseln.
    SCHEISS auf die GLEICHBERECHTIGUNG!!!!


    Wir sind in vier Jahren 80000 km und davon ca 40000 durch Nordafrika gefahren und hatten iverse Reifenpannen.


    Das der Wechsel nicht immer schnell ging, o.k., doch man hat ja Zeit.


    Zum Thema Platzangebot kann ich nur sagen das man ja älter und bequemer wird, und deshalb kommt für uns nur das max. mögliche in Frage.


    Siehe Fahrzeugwechsel zum ATEGO Kühlkoffer letzten Jahres.


    www.man-on-tour.de


    Gruß aus Koblenz


    Reisender

  • Beim von unten raufrollen war schon klar das der lange Sermon nur vom wursti kommen kann :G
    Nee aber die emotion hast du schon getroffen. Wenn man mal ne Emma hat gibt man sie nicht gern wieder her, einmal ist sie wunderschön und zum anderen ein total krasses Auto. Groeße, bedrohung, aber auch stoische Ruhe(bezüglich Fahrgefühl und Beschleunigung) und Verlässlichkeit strahlt sie aus. Ich liebe es. :love:

  • Hallo
    Habe eine Emma und einen AL28 .
    Da wo der AL noch mit normalen Heckantrieb durchgeht , braucht die Emma schon den 4x4 .
    Wen du mit deinen Reisefahrzeug in Gelände willst , dann gehen nur Borgwart , 404 oder AL28 . So ein neuer großer Toyota mit Wohnaufbau ist auch nicht schlecht .
    Bei den Geländeeigenschaften wird das Fahrzeug überschätzt .
    Ich bin mit der Emma mit den 11er Zwillingsreifen schon Sandhügel hoch , wo einzelbereifte 170er und 4x4 Kat´s die Flügel gesteckt haben .
    Es liegt sicher nicht daran das die Emma im -Gelände so gut ist , sondern das der Katfahrer und die 170er Fahrer einfach nicht fahren konnten .
    Über so einen Kurzhauber , brauchen wir nicht reden , das ist ein LKW der den Allrad- braucht , weil er sonst nicht einmal von der Wiese kommt oder einen Feldwegfahren will .
    Die meisten wege im Gelände sind für Landy´s ausgelegt . Mit einen AL komme ich da noch durch , mit der Emma nicht mehr , weil zu groß , zu schwer , zu breit , zu lang , u.s.w .
    Gruß
    Oli

    Der AL 28 ist das einzige Fahrzeug, das man Nachts vom Weltraum aus sehen kann. Es ist das erste in der langen Lichterschlange! :D