BW 125 - Kickstarter will nich' mehr....

  • Hallo Freunde,


    nachdem ich nun meine BW 125 V1 nach nunmehr 16 Jahren Stillstand (seit der Ausmusterung) die ersten Male bewegt habe, bekomme ich sie nicht mehr angetreten. Es gibt keinen Widerstand im Kickstarter. Ich vermute, die Kupplung klebt. Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht und - wenn ja - wie sieht die eleganteste Lösung aus (Seitendeckel ab, Kupplung zerlegen,---)?


    Vielen Dank schon einmal für Eure Bemühungen und Grüße vom Niederrhein,
    Rainer

  • Grüß dich,


    zerlegen, reinigen, zusammenbauen - Alles andere wäre halbherziger Kram.
    Ein sehr guter Kumpel von mir hat in Weeze seine Halle.
    Schreib mir ne PN und du kriegst seine Cell-Phone-Nr..


    Bis denne..


    JR :jap:

    Wenn ihr mich sucht, ich halte mich in der Nähe des Wahnsinns auf.
    Genauer gesagt, auf der schmalen Linie zwischen Wahnsinn und Panik.
    Gleich um die Ecke von Todesangst.
    Nicht weit weg von Irrwitz und Idiotie......
    Also nur, falls ihr mich sucht... :T

  • Wenn wirklich nur die Kupplung kleben sollte, hättest Du ja die Möglichkeit, einen Gang reinzufuddeln und anzuschieben.
    Andererseits ist mir nicht klar, weshalb eine klebende Kupplung zu einem Null-Widerstand beim Antreten führen sollte.
    Bei eingefuddeltem Gang und gezogenem Kupplungshebel sollte zudem recht schnell klar sein, ob die Kupplung wirklich noch trennt oder nicht.

  • Bei mir hat, nach längerer Standzeit, auch schon mal die Kupplung geklebt. Die Kupplung trennte dann nicht richtig, das hatte aber keinen Einfluss auch den Kickstarter, der hat normal funktioniert.


    Edit:
    Wird nicht irgendwo (in der TDv?) empfohlen nach längerer Standzeit den Motor ohne Zündung mit gezogener Kupplung mehrmals durchzutreten, um verklebte Kupplungsbeläge zu lösen?
    Das hilft meistens aber nicht. Besser ist anschieben und ein paar Meter fahren.

  • hmmm bei einer verklebten Kupplung müßte man, wenn ein Gang eingelegt ist und man die Kupplung zieht beim Schieben des Mopped trotzdem den Motor durchdrehen weil das Ding dann nicht rennt. Tritt man jedoch den Kickstarter "leer" durch, d.h. man bewegt diesen Hebel und nüscht passiert, dann hat dieser keinen Durchtrieb auf den Motor ...
    Von daher: entweder der Kickstartermechanismus rückt nicht ein oder eines der beteiligten Zahnräder / Zahnradsegmente hat Zahnausfall bzw. die Zähne sind "platt" . Da hilft nur Deckel abnehmen ...



    Jens

    Das mach ich übern Winter (altes Schraubermotto, generell ohne Nennung einer Jahreszahl) :D



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  • Hallo,


    danke schon einmal für die Antworten. Ich werde am WE 'mal die Geschichte zerlegen. Das irritierende ist, dass ich ja mit der BW schon mehrfach gefahren bin und sie sich jetzt auch nicht bei eingelegtem Gang anschieben lässt; man hört Zahnräder im Eingriff (leise), aber es gibt keinen Widerstand durch Kolben, etc.


    @Junkyard-Rodder : darauf komme ich sicherlich gerne zurück, sobald ich mehr Infos habe (zumal Weeze ja quasi "um die Ecke" ist...).


    Danke noch einmal und allen ein schönes Wochenende,
    Rainer

  • Zitat

    sie sich jetzt auch nicht bei eingelegtem Gang anschieben lässt; man hört Zahnräder im Eingriff (leise), aber es gibt keinen Widerstand durch Kolben, etc.


    Hört sich schlecht an.
    Im günstigsten Fall ist Dein Primärantrieb hinüber, im schlechteren Dein Getriebe defekt.
    Dann wäre eine Zerlegung des kompletten Motors fällig.

  • Hallo zusammen


    ich habe eine recht gut erhaltene Hercules K180 und hatte das Problem "leerlaufender Kickstarter" bis jetzt 2 mal auf ca. 150 mal antreten. Habe dann die Maschine vor und zurückgeschoben, ein Paar mal die Gänge eingelegt (das ging problemlos) und dann war auch wieder Widerstand am Kickstarter. Ich bin aber noch "Lernender" und kann deshalb keine Vermutung äussern, woran es gelegen hat.


    Gruss Jörg

  • Hallo,


    zunächst einmal einen (arg verspäteten) Dank für die Rückmeldungen. Nach längerem krankheitsbedingten Ausfall und zwei kleineren "Zwischenprojekten" habe ich wieder Gelegenheit gehabt, an die Hercules zu gehen.


    Die gute Nachricht ist: es funktioniert wieder! - die schlechte: ich habe keine Ahnung, wo der Fehler letztendlich saß... Nach einigen (erfolglosen) Schiebeversuchen mit eingelegtem Gang habe ich den linken Deckel entfernt, die Kupplung ausgebaut und die Lamellen überprüft - alles in bester Ordnung. Mitnehmerverzahnung: dito. Den einzigen augenscheinliche Defekt fand ich im Deckel selbst: das Sicherungsblech der Kupplungseinstellschraube war ab und lag vor dem Ausrückmechanismus, kann aber eigentlich nichts mit dem Kickstarterfehler zu tun haben... Nachdem ich das Kurbeltriebzahnrad von Hand gedreht hatte, habe ich dann noch einmal den Kickstarterhebel aufgesetzt - und - Widerstand war da, Kickstartermechanismus griff! Ich kann mir nur vorstellen, dass irgenwelche Bauteile so unglücklich übereinander/nebeneinander gestanden haben, dass kein Eingriff möglich war. Immer noch komisch, dass der Defekt trotz langem Stillstand erst "mit Verzögerung aufgetreten ist, aber egal, jetzt läuft sie wieder :thumbsup: .


    Jetzt steht noch etwas Elektrik an (Blinker und Beleuchtung funktionieren noch nicht) und etwas "Kosmetik" ala hier und da Nachpinselei kann es zum TÜV gehen...


    Grüße vom Niederrhein,
    Rainer