Manschette verdreht/Getriebeölverlust

  • Moin,


    kaum bewegt man den Schatz mal für ein paar Kilometer, wartet schon wieder die nächste Baustelle. Mich interessieren weniger die Möglichkeiten der Reparatur als die Ursachenforschung.
    Wie kann das sein, dass sich die Manschette so verdreht?


    Siehe Bild:



    Danke für Tips - gerne auch mit Hinweisen, wie sich ein Wiederholungsfall vermeiden lässt!


    PS: Dichthülsen, Manschetten, Zugringe usw. - alles neu gemacht!

  • Servus,
    normal müßte sich die Dichthülse leicht mitdrehen; so wie das ausschaut, dreht sich die recht schwer, dadurch verdreht sich die Gummumanschette so. Mußt halt jetzt schauen, wie du die Hülse leichtläufig bringst (Silikonspray oder Öl zwischen DH und Wellendichtring mittels Spritze und Nadel oder so...)
    Gruß Gerald

    Auch wenn ein Dummkopf sein ganzes Leben
    in der Gesellschaft eines Weisen verbringt,
    wird er die Wahrheit sowenig erkennen
    wie der Löffel den Geschmack der Suppe!

    (Dhammapada)

  • Hallo jaeger,


    ist die Schraube von der unteren Schelle (die beim Auspuffrohr) verbogen? Auf dem Bild sieht es so aus, man sieht es aber schlecht. Es könnte dann sein das beim straken aus bzw. einfedern die Schraube am Rahmen schleift und dann durch den Widerstand die Manschette verdreht wird. Ich vermute beim ausfedern, kannst du testen, wenn du den Munga ganz hochbockst und dann mit der Hand den Reifen drehst.


    Gruß Peter

  • Servus,
    normal müßte sich die Dichthülse leicht mitdrehen; so wie das ausschaut, dreht sich die recht schwer, dadurch verdreht sich die Gummumanschette so. Mußt halt jetzt schauen, wie du die Hülse leichtläufig bringst (Silikonspray oder Öl zwischen DH und Wellendichtring mittels Spritze und Nadel oder so...)
    Gruß Gerald

    Hallo Gerald,


    welche Dichthülse? Die Burgmandichtung ist doch Rad seitig. Getriebe seitig dreht sich die Manschette doch mit, oder?


    Stuzigerweise
    Peter

  • Moin Jaeger,


    erst mal :tuz: wegen deiner neuen Baustelle. Zur Ursache fällt mir da spontan ein das die Schrauben im Differential wahrscheinlich abgeschert sind und du dadurch nur noch Hinterradantrieb hast ;,( . Oder beim Tellerrad oder Hauptwelle stimmt was nicht. Bocke den Munga mal auf so das die Reifen frei sind und drehe dann an den Rädern oder lasse in im ersten Gang mit Vorgelege drehen dann kannst du feststellen ob das daran liegt. WICHTIG nicht mehr weiter fahren um das Getriebe nicht noch mehr zu zerstören.

    Gruss Stefan
    Der DKW Munga nur echt mit der blauen Fahne :thumbup:
    Der Mensch hat die Atombombe erfunden. Nur keine Maus der Welt käme auf die Idee eine Mausefalle zu konstruieren.

  • Man sieht doch am Auspuffrohr wo die Schelle geschliffen hat.


    Einfach versuchen den Auspuff an dieser Stelle etwas höher zu bekommen.



    TzTzTz, immer diese Fremdmotorfahrer :lol: :lol:

    HOERMEN
    Deutscher durch Geburt, Pfälzer durch die Gnade Gottes !!




    9. Int. Militärfahrzeugtreffen der RAG 6014
    AUSGEFALLEN !! in 66740 Saarlouis-Fraulautern/ Saarland
    auf dem Panzererprobungsgelände der Bundeswehr mit Geländefahren
    Treffen für Militärfahrzeuge aller Armeen und aus allen Epochen.
    Infos unter http://www.rag6014.de

  • Hallo Gerald,


    welche Dichthülse? Die Burgmandichtung ist doch Rad seitig. Getriebe seitig dreht sich die Manschette doch mit, oder?


    Stuzigerweise
    Peter



    Servus Peter,
    gemeint hab ich die Dichthülse 19, auf der ist ja die Manschette festgeklemmt; wenn die sich schwer zum Simmerring 17/18 dreht, kann die sich auch so verdrehen.
    Aber dein beschriebener Fehler kann auch sein; hatte ich damals auch bei meinen Munga mit Opel-Motor (=>Meinung von HOERMEN... :D )
    Gruß Gerald

    Auch wenn ein Dummkopf sein ganzes Leben
    in der Gesellschaft eines Weisen verbringt,
    wird er die Wahrheit sowenig erkennen
    wie der Löffel den Geschmack der Suppe!

    (Dhammapada)

    Einmal editiert, zuletzt von da Obapfälza ()

  • gemeint hab ich die Dichthülse 19, auf der ist ja die Manschette festgeklemmt; wenn die sich schwer zum Simmerring 17/18 dreht, kann die sich auch so verdrehen.


    Also sooo schwer kann sich keine Dichthülse in einem Simmerring drehen dass sich die Manschette verdreht.


    Meine Meinung, Auspuff verlegen und Gut ist.

    HOERMEN
    Deutscher durch Geburt, Pfälzer durch die Gnade Gottes !!




    9. Int. Militärfahrzeugtreffen der RAG 6014
    AUSGEFALLEN !! in 66740 Saarlouis-Fraulautern/ Saarland
    auf dem Panzererprobungsgelände der Bundeswehr mit Geländefahren
    Treffen für Militärfahrzeuge aller Armeen und aus allen Epochen.
    Infos unter http://www.rag6014.de

  • Ja, es war die zu lange Schraube im Zugring. Kratzte beim Einfedern anscheinend am Auspuffrohr.


    Riesiger Schreck als ich unters Auto (Auto?? :no::| ) sah, weil doch wirklich fast ales mittlerweile NEU gemacht ist. Ich will endlich mal fahren, nicht nur leiden :no:
    5 Minuten ATU repariert und gut.


    Danke!

  • War der VW 82 während des Tausendjährigen Reichs eigentlich das deutlich bessere, duchdachtere Auto? Mir drängt sich der Eindruck auf - andere bestätigen dies - dass der Munga doch überdurchschnittlich häufig irgendwelche Ausfälle hat. Mal klein, mal größer. Wie ich gerade höre, sollen die Standzeiten bei der BW auch nicht gering gewesen sein.
    Jedenfalls habe ich eindeutig Schwierigkeiten damit mir vorzustellen, dass dieses Wägelchen MUNGA auch bis Moskau oder El Alamein vorgestoßen wäre.


    Eigentlich sollte man doch davon ausgehen, dass die Ingenieure des VW 82 Kübel all' die im Krieg gemachte Erfahrung an die Unionsler weitergeben hätten können - und damit ein besseres Auto konstruieren können!?


    ?(

  • He,
    du vergleichst jetzt Äpfel mit Birnen!!!!
    Was hat jetzt der Volkswagen Typ 82 mit dem DKW Auto Union Munga gleich?


    Ned amal Nix!!!!

    Auch wenn ein Dummkopf sein ganzes Leben
    in der Gesellschaft eines Weisen verbringt,
    wird er die Wahrheit sowenig erkennen
    wie der Löffel den Geschmack der Suppe!

    (Dhammapada)

  • Naabend
    Und zur Zuverlässigkeit kann ich nur eins sagen:
    Die steht und fällt mit der Fähigkeit des Schraubers. Ich fahren meinen Munga mittlerweile 4 Jahre und hatte noch nie einen Schaden, mit dem ich nicht mehr nach Haus gekommen wäre.


    OK, Fremdmotor kann ein paar Überraschungen bergen, auf die man nicht gleich kommt, aber wenn man alle Arbeiten vernünftig und nicht nur hopp hopp durchführt, dann läuft der Munga eigentlich immer.

  • Die steht und fällt mit der Fähigkeit des Schraubers. Ich fahren meinen Munga mittlerweile 4 Jahre und hatte noch nie einen Schaden, mit dem ich nicht mehr nach Haus gekommen wäre.


    Ich bin jetzt seit 30 Jahren Kfz-Mechaniker und hab eine Zeitlang bei einem Surplus-Händler u.A. Munga, Unimog und sogar an Faun rumgeschraubt.
    Zwischenzeitlich Schwergerätemechaniker beim Ami, das sollte doch zum Werterhalt des Mungas beitragen, oder?


    Einmal war am Munga EINE Zündspule defekt, aber Heimgekommen bin ich noch immer !


    Wie hat mal einer hier im Forum geschrieben:


    Kaputt ist am Munga eigentlich immer etwas, aber nie so dass man damit nicht doch noch nach Hause kommt :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup:

    HOERMEN
    Deutscher durch Geburt, Pfälzer durch die Gnade Gottes !!




    9. Int. Militärfahrzeugtreffen der RAG 6014
    AUSGEFALLEN !! in 66740 Saarlouis-Fraulautern/ Saarland
    auf dem Panzererprobungsgelände der Bundeswehr mit Geländefahren
    Treffen für Militärfahrzeuge aller Armeen und aus allen Epochen.
    Infos unter http://www.rag6014.de

  • ich bin mit meinem viere nach der restoration in viermonaten ca 4000km gefahren ohne nenenswerte problehme
    erst nach den 4000km löste sich altersbedingt ein kw lager auf


    bin aber schon wieder 1000km gefahren :)



    mfg pipi

    Feil Dir keinen ab, lerne Drehen und Fräsen!
    Über 7 Millionen Österreicher können nicht richtig Drehen und Fräsen.

    "dats ned bandan nemts ahn droht" :schweißen:
    Freilauf Dioden aus Freilandhaltung :D

  • Hallo,
    Ich fahre meinen 4er seid 1976. Zuerst mit Kadett-, dann mit Astra-Motor. Im Jahr ca. 5000km. Fremdmotor weil ich mir die 20ltr Mischung im Gelände nicht auf Dauer leisten kann. Ich bin in all den Jahren einmal liegengeblieben weil das Gasgestänge brach. Da half dann Draht um heim zu kommen. Sonst war nichts, wenn man mal vom Durchrosten absieht. Das Autole kann man fast immer richten (was man von den modernen Fahrzeugen nicht unbedingt sagen kann). Ich möchte keinen Anderen.
    Grüße
    Friedhelm

  • Hallo


    Ich kann mich an Zeiten erinnern,als man den DKW 3=6 noch neu kaufen konnte. (Praktisch gleicher Motor) :D
    Die Laufleistungen wurden über alles gelobt. Neu schleifen und lagern war bei 60 bis 70 000 Km Bei fast allen Autos normal (Ausgenommen Mercedes Dieseltaxis).
    Bei VW hast du eine goldene Uhr gekriegt wenn du 100 000 Km gefahren bist. Ölwechsel alle 5 000 Km etc. ;,(


    Relativierenderweise Ewald d. Ä.

  • Hallo,


    das Thema Zuverlässigkeit von unserem Audowagen scheint ja immer noch auf reges Interesse zu stoßen :)
    Da ich gerade Langeweile hab und nichts besseres zu tun, schreib ich auch mal meinen Senf dazu.
    Zunächst gilt es zu bedenken, das der Munga Entwicklungstechnisch auf dem Stand der 50er Jahre steht.
    Da waren z.b. die oftmals Ärger machenden Achsmanschetten auch bei anderen Fahrzeugen gang und gebe.
    Desweiteren muß man doch mal klar und deutlich den Zustand vieler Fahrzeuge betrachten, abgesehen von den Fremdmotoren, (zu denen sicher bei richtigem Einbau nichts einzuwenden ist).
    Die Wahl der oftmals falschen Bereifung, (zu viel Auflagefläche bei Breitreifen und somit dauerhaftes Verspannen des gesamten Antriebsstranges mit all seinen negativen Folgen).
    Die mangelnde Pflege hinsichtlich der Abschmierarbeiten.
    Zurückschalten in den ersten Gang ohne Zwischengas, (wer kann das auch schon ;) und die damit verbundenen Getriebeschäden).
    Sabbernde und undichte Rad sowie Hauptbremszylinder, wie alt sind die noch? 30 Jahre?
    Die Achsmanschetten sind schon wieder kaputt, aber die hab ich doch erst gewechselt, mit Neuteilen! Wie alt sind denn die sogenannten Neuteile? Hier gilt es sich wirkliche Neuteile aus dem Zubehör zu besorgen, dann hat man auch Ruhe!
    Ständig verliert der Munga Getriebeöl aus den Simmeringen obwohl ich die schon gewechselt habe! Was nützt es die Simmeringe zu wechseln wenn die Gleitschalen eingelaufen sind?
    Dieses ständige Wummern bei 80km/h, geht mir auf die Nerven! Man sehe sich mal Freddys Fred über die Kardanwelle dazu an...
    Was soll ich noch aufzählen? Die Liste läßt sich beliebig fortsetzen!
    Die Zuverlässigkeit eines Wagens hängt von dem technischen Verständniß und Geschick des Fahrers ab.
    Wieviele Fahrer waren das noch gleich?
    Unzählige Rekruten bei der BW haben diesen Wagen gegeißelt. Danach kamen die zivilen Käufer, waren das acht oder neun oder noch mehr Vorbesitzer?
    Jeder schraubt und repariert nach seinen möglichkeiten, was auch ganz ok. ist, nur darf man sich nicht wundern wenn im laufenden Betrieb mal was kaputt geht.
    Um eine größtmögliche Zuverlässigkeit zu erreichen hilft nur den Wagen von Grund auf zu restaurieren, nicht nur Schönheits Op, sondern angefangen von den Silentlagern bis zum Motor.
    Und dort wo es möglich und Nötig ist, sind Gummiteile durch neue aus aktueller Fertigung zu ersetzen.
    Dann hat man Jahre Ruhe und dem Fahrspaß steht nix mehr im Wege.


    Schöne Grüße
    Michael

    Realität ist jene Illusion die durch Mangel an Alkohol entsteht!

  • Bei VW hast du eine goldene Uhr gekriegt wenn du 100 000 Km gefahren bist. Ölwechsel alle 5 000 Km etc.


    Ätschibätsch, ich hab ne 100 000 km Uhr von Ford:



    Die sind noch vieeel seltener als die von VW :P

    HOERMEN
    Deutscher durch Geburt, Pfälzer durch die Gnade Gottes !!




    9. Int. Militärfahrzeugtreffen der RAG 6014
    AUSGEFALLEN !! in 66740 Saarlouis-Fraulautern/ Saarland
    auf dem Panzererprobungsgelände der Bundeswehr mit Geländefahren
    Treffen für Militärfahrzeuge aller Armeen und aus allen Epochen.
    Infos unter http://www.rag6014.de

  • Da,muss ich Michael Recht geben.
    Ich restauriere meinen Munga auch gerade und sehe bei meinem ganz deutlich wie er behandelt wurde,unter den Getriebeabdeckblechen kam beispielsweise 2-3cm dicke Erdschicht herraus,am Diff hinten dürfte es noch mehr sein.Mein Getriebe wurde äußerlich mit Silikon abgedichtet,die Radbremszylinder waren rostig,die Bremsscheiben glasig,das Lenkgetriebe hat nen zwei geteilten Faltenbalg,...einfach mangelnde Wartung.
    Aber der Munga fuhr!
    Gummiteile sollte man sicher nur welche aus neuer Produktion max 1-2Jahre nehmen,auch wenn sie noch so gut aussehen!


    Aber:
    Ein Auto von heute wird in 40-50Jahren aller Wahrscheinliuchkeit nach gar nicht mehr fahren können,nicht wegen Rost oder ähnlichem,sondern weil die Elektronik wahrscheinlich irreperabel sein wird.Manche Bauteile gibt es bereits nach wenigen jahren nicht mehr,dazu gab es schon sehr interessante Artikel in diversen Oldtimer/Autozeitschriften.


    Gruß
    Seba