Fahren im Wald

  • achtung - bedenken:


    in dem schreiben der polizeibehörde ist vom landesforstgesetz die rede. und landesgesetze sind von bundesland zu bundesland verschieden.
    die forste sind landesangelegenheit und nicht bundesangelegenheit.


    wäre das gesetz für gesamtdeutschland gültig, dann würde es sich um das bundesforstgesetz - oder so ähnlich- handeln.


    also jungs: nicht verzagen!

  • da steht aber das da noch andere Gesetze ne Rolle spielen.


    § 32 Geltung anderer Vorschriften


    Unberührt bleiben die Vorschriften des Straßenrechts, des Straßenverkehrsrechts, des Naturschutzrechts, des Jagdrechts und anderer Rechtsvorschriften, die das Betreten einschränken oder dazu in weiterem Umfang berechtigen.

    Ich heisse Thomas,bin aber an die Anrede Tc gewöhnt und möchte das so weiterführen

  • Das ist mir zu kompliziert.
    Ich fahr einfach weiter durch den Wald. (Langsam und anständig, wie es sich gehört) und warte bis mich einer darauf anspricht.
    Dann kann man sich immer noch mit dem ganzen Zeugs auseinandersetzen.
    Aber immerhin habe ich mich so viel durch die Gesetze gewühlt, daß ich beim nächsten Zusammentreffen ganz schön mit Paragraphen um mich werfen kann.
    Da kommt kein Jäger und kein Förster mehr mit. ÄTSCH!!!

    Der auf dem VW Kübel und dem MAN 630 damals seine Führerscheine gemacht hat. :P

  • ... das darfst (du in bayern zumindest) auch, solange es nicht durch eine rechtsverordnung (z.b. verkehrsschild), eine sperre, wegen privatweg, nsg, ... verboten ist. dies muß jedoch erkennbar ausgewiesen sein. ansonsten gilt das allg. straßenverkehrsrecht ...

  • Letztens kam im Fehrnsehen was vom nen Treckertreffen in Brandenburg.Die sind mit 14 Treckern und Hängern ohne Zulassung
    nur Schleichwege durch den Wald gefahren um zum Treffen zu kommen.Leider haben die Bullen dort ausgebüxte Pferde gesucht.
    Die mussten dann alle Strafe zahlen und kennzeichen besorgen und sie sollten alle auf der Strasse fahren.

    Ich heisse Thomas,bin aber an die Anrede Tc gewöhnt und möchte das so weiterführen

  • ich habe gerade mal den hessischen text durchgelesen. ist durchaus zu unseren gunsten zu interpretieren:
    es ist gar nicht so genau definiert, was nun wald ist und was feld.

    Zitat

    Jeder darf Wald zum Zwecke der Erholung betreten


    ich erhole mich prächtig beim mungafahren :D

    Zitat

    Jeder Waldbesucher hat sich so zu verhalten, daß die Lebensgemeinschaft des Waldes nicht gestört, die Bewirtschaftung des Waldes nicht behindert, der Wald nicht gefährdet, geschädigt oder verunreinigt und die Erholung anderer nicht beeinträchtigt wird


    heißt gesittet fahren


    und nun ein ganz wichtiger satz für juristisch bewanderte leute:

    Zitat

    Die untere Forstbehörde kann bei Vorliegen besonderer Verhältnisse im Einvernehmen mit dem Waldbesitzer zum Schutz der Waldbesucher, zur Entmischung des Reit-, Fahr- und Fußgängerverkehrs und zur Wahrung der schützenswerten Interessen des Waldbesitzers nichtöffentliche Straßen und Wege für einzelne Benutzungsarten einschränken oder sperren


    heißt, nichgesperrte wege dürfen befahren werden.


    um aber von vornherein nervigen diskussionen mit rüstigen rentnern zu entgehen, bin ich immer auf dem weg zum waldstück meines kumpels um nach dem rechten zu sehen. ;)
    ein anhänger hinten dran sorgt auch für den "der darf das anscheinend" effekt bei spaziergängern.
    oder man weist den rentner energisch darauf hin, daß er seinen hund ja eingentlich anzuleinen hat und schon gibt er auf :D


    gruß
    arne

  • Danke für die Info.
    Dann werd ich mal weiter im Wald rumkurven, gesittet natürlich, und nach Rentnern ausschau halten, die ihre Hunde nicht anleinen.


    Viele Grüße, Michael


    Der eine wartet, dass die Zeit sich wandelt,


    der andere packt sie kräftig an und handelt!

  • mit rüstigen Rentnern muß man sich eigentlich nicht auseinandersetzen. Meines Wissens muß man nur sogenannten Kontrollorganen z.B. Polizei oder Förster, Rede und Antwort stehen. Die müssen sich ihrerseits natürlich ausweisen können. Alle anderen Nörgler oder Mißgönner sollte man gar nicht erst in ein Gespräch verwickeln. Es sind sowieso zu 95 % Leute älteren Semesters und die ändern nur selten ihren Standpunkt.
    Ich spreche da aus Erfahrung. Ich besaß vor längerer Zeit eine schriftliche Genehmigung, über asphaltierte Feldwege durch ein Landschaftsschutzgebiet zu fahren, um unseren Modellflugplatz zu erreichen. Was glaubt Ihr, was ich mir da von selbsternannten Sheriffs alles anhören mußte. Auch nach Vorzeigen des Ausweises gaben die nicht klein bei.... :P:P

    der Gedanke "es wird schon gehen" ist der erste Schritt zum Mißerfolg