• Hi ich hab mal wieder einige Fragen.
    Ich werde jetzt demnächst meine Mungakarosse zum sandstrahlen bringen. Warscheinlich direckt ich sie dort grundieren lassen und danach erst neue Bleche einschweißen(damit er nicht wieder anfängt zu rosten in der Zeit wo ich darann schaffe). Jetzt meine Frage welche Blechstärke habt ih benutzt, bzw. benutzt ihr? Ich dachte da an 1mm -1,2mm. Das läßt sich nämlich leicht bearbeiten. Ist das zu dick oder zu dünn? Jetzt habe ich noch was ich habe neulich im Fernseh gesehen wie dort ein Golf umgebaut wurde (Kabel1). Da haben die eine Große Beule(da war mal ein VW Zeichen drinn) mit ganz normalem Zinn gefüllt. Vorher haben die aber son Zeug auf das Blech gepinsel damit der Zinn besser halten würde. Weiß zufällig jemand was das für Zeug ist und wo man sowas bekommt?
    Gruß Mixer

  • hallo,


    das zeug ist flußmittel, wie es jeder heizungsinstallateur verwendet. aber mach dir mal keine allzu großen hoffnungen, das zinnen gehört mit zu den königsdisziplinen im karosseriebau, da mußt du vieeeel üben!
    übrigens ist das kein "normlales" zinn, sondern ein ganz spezielles für den karosseriebau.


    mit einer blechstärke von 1,2mm liegst du auf keinen fall verkehrt


    gruß
    arne

  • Hi, das Zeug heißt Zinnpaste und muß vorher auf das blanke Metall, damit sich das Zinn mit dem Blech verbindet. Es wird aufgestrichen, mit der Flamme erhitzt und dann mit dem Lappen die obere Schmantschicht weggeputzt, damit nur das Zinn übrigbleibt. Dann kommt das eigentliche Zinn von den Zinnstangen drauf und wird durch erhitzen mit der verzinnten schicht verbunden....funktioniert also ähnlich wie beim verlöten...Du solltest aber unbedingt erst mal zuschauen, wie das geht, weil duch zu viel Hitze das Blech zerwellt werden kann. Es verlangt viel Übung und Fingerspitzengefühl.
    Die Zinnschicht verhindert auf Schweißnähten ein späteres Reißen des Spachtels oder Lackes.


    Gruß Eber

  • HI,


    Zum Verzinnen habe ich mal einen Beitrag auf www.militaerboerse.de
    eingestellt mit einer Beschreibung aller anfallenden Arbeiten und auf
    was man besonders achten muß.Aus dem Beitrag geht auch hervor
    welches Werkzeug man dafür braucht und wo man es beziehen kann.
    Ich verwende an meiner Karosserie nur Zinn nach dem Schweißen und
    keinen Spachtel.
    Außerdem lasse ich meine Karosse erst nach dem Schweißen strahlen,
    damit auch die Reparaturbleche sauber sind.


    Gruß Thomas

  • Du warst das ? Guck an.


    Ein sehr feiner Beitrag ! Das muß ich wirklich sagen.


    Hier geht es direkt hin.


    Genau so funktioniert es, der Rest ist Übung.


    DenHutziehenderweise, Wigbold

    Rengtengteng !


    + Mitglied der Mungahilfe +


    Trenne Dich nie von Deinen Illussionen und Träumen.
    Wenn sie verschwunden sind, wirst Du weiter existieren, aber Du hast aufgehört zu leben.
    Mark Twain

  • @ Wigbold


    Na getz übertreib hier ma nich. Ich bin jetzt mit der Restauration fast im
    dritten Jahr und hatte unterdessen auch Zeit zu üben aber ein Hexenwerk ist das Verzinnen nicht, ich denke anhand des Beitrages
    müßte man den Startschuß zum Verzinnen aber gehört haben.


    Freunde und Kumpels meinen aber ein Munga ist doch kein Mercedes
    und ich würde doch ein wenig übertreiben.
    Meine Meinung dazu, mich hat es während des zerlegens meines Munga's voll gepackt und mir sind Kosten und Zeit ziehmlich wurscht,
    ich will einen der besten auf die Räder stellen.
    Fotos von meinem fertigen Fahrgestell sind ebenfalls in der Fotogallerie
    auf militaerboerse zu sehen.


    Einen Haken hat diese akriebische Fummelei allerdings: Ihr fahrt schon
    alle eure Munga's, bei mir hat es erst zu einer Fahrt um nen Appelbaum
    beim Kauf im Sommer 2001 gereicht.


    Gruß Thomas

  • Hi Thomas,


    ich bin selber Perfektionist, aber überleg Dir's gut: wenn Du den besten aller Mungas aufbaust, dann kastrierst Du ihn genau in seiner einzigen Königsdisziplin. Stell Dir vor, wegen der vielen Arbeit tut 's Dir leid, von der Strasse runter zu fahren....Da wird jeder Ast zum potentiellen Kratzer, jeder Stein löst eine komplette Neulackierung aus.


    Du tust Dir selber weh, wenn Du's zu genau nimmst.
    Ein Porsche, der nicht mehr schnell fahren kann,
    Ein Bus, wo keiner mehr mitfahren darf,
    ein Amphicar, das nicht mehr schwimmt,
    ein Motorrad, das nur noch im Museum steht....


    Such Dir eine Quickly und fröhne da dem Perfektionismus. Schau dass der Munga fertig wird.


    Nix für ungut.


    Paul

    billig und schnell = nicht gut
    gut und billig = nicht schnell
    schnell und gut = nicht billig

  • Hi Paul,


    Ja da muß ich dir Recht geben, ich werde wohl mit meinem Munga
    nicht ins Gelände fahren aber das ist nicht so schlimm da ich sowieso
    nicht aus der off Road Ecke komme.
    Selbstverständlich könnte man meinen "was is dat denn für einer
    fährt mit nem Allradler nicht von der Straße"
    Die überwiegende anzahl an Munga's die ich bis jetzt gesehen habe
    waren nur über den TÜV geflickt und so etwas wollte ich nicht unbedingt machen auch nicht wenn ich auf das Geländefahren hinterher
    verzichten muß,dann würde ich mir lieber einen halb zerfledderten
    Suzuki SJ 413 anschaffen.


    Zu deinem Vorschlag meinen Perfektionismus an einem anderem
    Fahrzeug auszuleben, muß ich sagen, daß ich soetwas schon hinter mir habe.
    Ich fahre im Alltag einen VW Typ 3 Variant Bj.72 mit 2l Typ 4 Motor und geändertem Getriebe, Koni - Fahrwerk und fetten Reifen.
    Weiterhin gehören mir noch eine NSU - Maxi Bj.57, eine bis auf das aller
    notwendigste gestrippte RD 250 Bj.73.
    Als Alltagsmotorrad fahre ich eine SR 500 Bj.85 und diverse Mopeds
    aus den 50.gern stehen auch noch im Keller.
    Ach ja einer fehlt noch, ein Deutz - Fahr D90 Trecker Bj.58.


    Eine ehrliche Meinung kann niemals Ungut sein!!


    Gruß Thomas
    Und eine ehrliche