Natostecker im Wolf-Motor

  • Hallo Timo,


    ja aber wie ziehst Du Dich raus? Fährst Du immer rückwärts durch das Gelände?


    ....ich versteh diese Argumentation wenn man in der Ebene ohne Bäume als Anker und ohne Umlenkrollen ist.....dann ist eine winde hinten sicher vorteilhafter als vorn denn dann kann man sich nur nach vorn durchziehen...sofern auch da nen ankerpunkt ist.


    Ansonsten kann man sich auch mit einer Winde die vorn angebracht ist nach hinten rausziehen, sofern man 3 ankerpunkte, seile und baumgurte sowie umlenkrollen hat.....
    Gruss
    Chris

  • Hallo,


    ich muss mal den Thread wieder hochholen. Ich möchte eventuell eine Winde mobil über die Schweinenase anschließen, finde aber nirgends, wieviel A darüber fließen dürfen.
    Die Winde die mir vorschwebt ist mit max. 450A angegeben, wobei die ja eigentlich (fast) nie anliegen dürften.
    Geht das?

    ich schätze, ja.


    Es gab original ab Werk Winden, die ebenfalls per Schweinenase angeschlossen wurden. Bei mir ist zwar keine Winde verbaut, aber die Vorrüstung, bestehend eben aus der Steckdose, Verkabelung, Relais und Schalter im Armaturenbrett.
    Das gab es z.B. als SA28005 (G50 / G52)


    Kabel nimmste 35mm² LKW Starthilfekabel ausm Baumarkt für 19,95€ Kriegste 10M kabel (oder wenn du die stecker ausm BW starthilfe kabel nimmst, gleich dieses Kabel).. besser gehts nicht

    Schweißkabel ist flexibler...


    Minus nimmste direkt vom Rahmen oder Karosse.

    Nö, besser nicht. Bei diesen Strömen immer direkt an die Batterie.

  • @Schweißkabel: Mal auf Ebay nach H01N2-D suchen, das ist das Scheißkabel
    @Starthilfekabel: Heutzutage muss man da echt aufpassen was man kauft. Z.B. "Mit Kupfertechnologie" heißt soviel wie Alu, verkupfert. Alu ist halt deutlich preiswerter, aber auch schlechter leitend.

  • Bei diesen Strömen immer direkt an die Batterie.


    Hast du dafür eine Begründung? Denn selbst die Hersteller von den Winden liefern nur ein Pluskabel mit Batterieklemme und ein kurzes Massekabel mit Karosserieklemme.
    GERADE bei hohen Strömen sollte man unnötige Kabellängen unbedingt vermeiden.


    Bzgl des Schweißkabels: Natürlich sehr elegant und schön, passt aber vom finanziellen Setup glaub ich doch eher zu ner WARN Winde als zu nem Chinaböller.


    Wie gesagt, ich fahre genau dieses Setup aus Gründen von Preis/Leistung und es funktioniert vernünftig auch unter starker Belastung.


    Verkupferte Alukabel: vor gar nicht allzu langer Zeit waren nahezu alle Kabel aus Alu, weil Kupfer fast unbezahlbar war. Die Freunde von MilFZ in RAL6014 werden zustimmen, dass es davon auch einiges im KFZ Bereich gab. Die Leitfähigkeit ist gar nicht so dramatisch schlechter, dafür sind sie spröder und daher nicht so sehr flexibel wie eine Kupferfeinlitze. Einsetzbar sind die verkupferten Versionen dennoch bedenkenfrei.
    Das erinnert mich an einen Freund der meinte er hört bei seiner HIFI Anlage den Unterschied zwischen einem Kupferkabel und einem vergoldeten Lautsprecherkabel an der Klangqualität wenn er seine Schallplatten hört. "Da liegen WELTEN dazwischen!!" :-)

  • die Hersteller von den Winden liefern nur ein Pluskabel mit Batterieklemme und ein kurzes Massekabel mit Karosserieklemme

    Also bei meinem Chinaböller ist Plus und Minus Kabel von zweifelhafter Qualität dabei, allerdings nur ca. 1,7m.


    Schweißkabel .... vom finanziellen Setup....

    3,75€ für einen Meter 35mm² finde ich jetzt nicht so teuer.


    ..vor gar nicht allzu langer Zeit waren nahezu alle Kabel aus Alu, weil Kupfer fast unbezahlbar war....

    ?! Das kann ich für die letzten 50 Jahre nicht bestätigen.

  • Moin,


    ich kann nur jedem raten bei Kabel nicht zu sparen - ebenso würde ich auch bei Steckern nicht immer auf den letzen Euro schauen.


    Meine Erfahrung: diese Alu Kabel taugen nichts und wer billig kauf, der kauft nicht nur zweimal sondern öfters ;-) Und dann wenn es benötigt wird, funktioniert es nicht.

  • Und dann wenn es benötigt wird, funktioniert es nicht.


    Also ich wiederhole mich nur ungern, aber ich habe die Winde fast im Dauereinsatz zum Bäume und Büsche ausreissen, Lasten heben, Fahrzeuge bergen usw. und das funktioniert interessanterweise die ganze Zeit problemlos. Wobei ich sagen muss, dass ich nicht mal sicher bin, dass das ein Alukabel ist, es war halt ein günstiges Starthilfekabel ausm Obi - die Idee mit dem Alu kam gar nicht von mir.
    Wobei, wenn man sieht, 3,75€ für einen Meter 35mm² ist jetzt auch nicht arg unterschiedlich. Dafür hab ich jetzt noch zwei schöne Klemmen übrig, die ich als dritte Hände an meine Lötstation geschraubt hab.


    Wo ich euch definitiv 100% Recht gebe ist das Thema Stecker: Hier ist Qualität das A und O. Beispiel DIN Stecker für die Bordsteckdose. Da gibt es die verschiedensten Varianten in eBay, Conrad und Reichelt. Hier stimmt der Grundsatz "Wer billig kauft..." aber auch GAR nicht. Ich habe zunächst Schraubstecker von HELLA gekauft, (8€/St. + 5,60 Versand) Funktionieren super, Schraubanschlüsse parallel, Gehäuse allerdings zu kurz für dichten und keine Zugentlastung. Danach dachte ich: " mal schauen ob das auch günstiger geht bei 20 Stück Bedarf": auf Reichelt gefunden 1,80/St. Lötversion. - Die Dinger sind eine VOLLKATASTROPHE. Selbst wenn man es hinbekommt das Kabel dicker als Klingeldraht in den Stecker zu pfriemeln (2,5mm²) geht das Plus-Kabel an einer messerscharfen Ecke an Masse vorbei und wird dann von der Schraube zusammengepresst. Auch mit 1000 mal Fluchen und 20-facher Übung gab es immer noch Kurzschlüsse in den Steckern.


    Jetzt kommt der Witz. Ein Arbeitskollege von mir fand grad bei Conrad eine Noname Version des Hella Steckers - optisch identisch, nur die Schraubanschlüsse nicht parallel sondern hintereinander. Preis: 1,78€ / St. - Versandkostenfrei.

  • RobiNetz schrieb:
    ..vor gar nicht allzu langer Zeit waren nahezu alle Kabel aus Alu, weil Kupfer fast unbezahlbar war....
    ?! Das kann ich für die letzten 50 Jahre nicht bestätigen.


    Schau dir mal n Haus von vor 1940 an.
    Die 6014er gebrauchten abgeschnittenen NATO-Steckdosen aus dem Versandhandel haben auf einer Seite Kupfer Vollmaterial und auf der anderen Seite Alu Litze Reste drinstecken, das kann ich euch gern zeigen.

  • @RobiNetz : Funktion weiss ich noch nicht, die kam erst letzte Woche und ist noch nicht angeschlossen. Mir ist nur aufgefallen, dass die Kabel ziemlich dünn sind, auch eher 25mm2.
    Die 35mm2 hatte ich ins Spiel gebracht da die Natostecker dafür ausgelegt sind (gibt es auch für 50mm2).
    Die Winde an sich ist mit max 450A Stromaufnahme angegeben, und da sind 25mm2 nicht so viel. Ich glaube ich Verkabelung da alles neu mit min. 35mm2, 50mm2 wäre besser, da hab ich noch 10m Kabel da....
    Ich schau mal nach neuen Steckern und entscheide dann :)


    @Alukabel: An so alten Häusern hab ich noch nicht rumgeschraubt.... U d das mit den Nato Dosen glaub ich dir, Sinn macht das allerdings nicht. Vermutlich wollte da der Hersteller sein Ertrag optimieren.

  • Hallo Robert,



    Hast du dafür eine Begründung? Denn selbst die Hersteller von den Winden liefern nur ein Pluskabel mit Batterieklemme und ein kurzes Massekabel mit Karosserieklemme.
    GERADE bei hohen Strömen sollte man unnötige Kabellängen unbedingt vermeiden.

    Du hast Dir die Antwort doch schon selber gegeben.


    Direkt an die Batterie, eben weil nur so die Kabellänge minimiert wird. Bzw. die Länge der Stromführung.


    Es geht ja nicht um die Länge des Kabels, sondern um den Weg, den der Strom fließen muß. Der kommt zu einem kleinen Teil aus der LiMa, aber primär aus der Batterie. Und von dort per Kabel zur Winde ist nun mal direkter als über diverse Massebänder, Schrauben, Karosseriebleche und Kabelklemmen zur Winde.


    Die Windenhersteller liefern das nicht, weil es gut ist, sondern weil es billig ist (und doch irgendwie funktioniert).
    Optimal ist anders.

  • Hallo DaPo,


    es ist so wie bei vielen "kostenlosen Montagehilfen" die bei meist minderwertigen Produkten "gratis" mitgeliefert werden:

    • bei Lampen meist billige Dübel und schlechte "Klemmverbinder"
    • und bei Winden halt kurze Massebänder/Kabel
  • Es geht ja nicht um die Länge des Kabels, sondern um den Weg, den der Strom fließen muß.


    Naja, ich würde eher mal behaupten es geht eben genau doch um die Länge des Kabels. Das Kabel hat bei der Länge (bei mir 5m) aufgrund des begrenzten Querschnitts definitiv einen höheren Widerstand als Rahmen und Karosserie selbst mit Masseband (das ja bekanntlich nur sehr kurz ist). Es heisst ja nicht umsonst Masse und nicht Batterieminus. Zusätzlich steigt mit einem weiteren Kabel auch das Risiko von Beschädigung und damit verbundener Verringerung des Querschnitts und Erhöhung des Widerstands.


    Und was ich eigentlich insgesamt ausdrücken wollte hast du auch noch bestätigt:

    Die Windenhersteller liefern das nicht, weil es gut ist, sondern weil es billig ist (und doch irgendwie funktioniert).


    Darum ging es ja. Nicht eine ultimative Hightech Lösung, sondern etwas was günstig ist und funktioniert.

  • Hallo Robert,


    Naja, ich würde eher mal behaupten es geht eben genau doch um die Länge des Kabels. Das Kabel hat bei der Länge (bei mir 5m) aufgrund des begrenzten Querschnitts definitiv einen höheren Widerstand als Rahmen und Karosserie selbst mit Masseband (das ja bekanntlich nur sehr kurz ist).

    also das wage ich mal stark zu bezweifeln (sofern nicht das Kabel unterdimensioniert und/oder völliger Müll ist).


    Selbst ein Hauptscheinwerfer wird, mit Direktanschluss an Batterie-Minus, i.d.R. heller als bei Anschluss an Fahrzeugmasse. Jedenfalls wenn das Fahrzeug nicht gerade neu vom Band gerollt ist.


    Sicher leitet das Blech oder der Rahmen als Solcher recht gut, das Problem sind aber die Übergänge zwischen den verschiedenen Leitern auf dem Weg, die im Laufe der Zeit korrodieren. Und die Massebänder sind auch nicht gerade von sehr großem Querschnitt.



    Zitat

    Es heisst ja nicht umsonst Masse und nicht Batterieminus. Zusätzlich steigt mit einem weiteren Kabel auch das Risiko von Beschädigung und damit verbundener Verringerung des Querschnitts und Erhöhung des Widerstands.

    welches "weitere" Kabel?
    Was ist besser:

    • Winde
    • Kabel
    • Batterie

    oder

    • Winde
    • Kabel
    • Klemme
    • Blech
    • Masseband
    • Motorgehäuse
    • Minuskabel
    • Batterie

    ?


    Zitat

    Und was ich eigentlich insgesamt ausdrücken wollte hast du auch noch bestätigt:


    Darum ging es ja. Nicht eine ultimative Hightech Lösung, sondern etwas was günstig ist und funktioniert.

    jein. Die Betonung lag auf "irgendwie".
    Sicher dreht sich der Windenmotor.
    Richtig Leistung hast du aber nur mit ausreichend dicken Kabeln.



    Mit einem Unimog 2010 mit 25PS kannst Du auch 40to auf der Straße bewegen. Mit 500PS geht es aber besser ;)



  • Ich sehe deinen Punkt. Lasse mich ja gern belehren. Ich werd folgendes machen: Ich nehm 5 Meter Kabel und vergleiche den Winderstand der Verbindung. Die Variante mit weniger Widerstand baue ich dann.


    Der KFZ Sachverständige von der DEKRA sagt dazu: Masse immer vom Rahmen oder von der Karosse, je nachdem wo das Massekabel dran ist, damit du nicht über die Rahmen/Karosse Verbindung musst.

  • Für so Stecker (ISO oder Zigarettenanzünder), Kabel, Sonderausführungen
    kann ich diesen Shop hier empfehlen: http://stores.ebay.de/sd-moto
    Hab da schon diverse Kabel und Stecker geordert.
    Ordentliche Ware und schnelle Lieferung.

    Si vis pacem para bellum! - oder für Tolkien-Fans:
    "Es braucht nur einen Feind, um einen Krieg herbeizuführen, nicht deren zwei.
    Und jene, die keine Schwerter haben, können doch durch sie sterben" (Éowyn)


    I am not going to let some clowns tell me what guns I can have! (Joe Foss, President NRA 1988-1990)