Messer der Bundeswehr (welche gab es?)

  • Ich hab mal eine frage an die fachkundigen sammleraus dem forum.


    Welche messer gab es bei der bundeswehr?


    Damit meine ich die messer die der normale soldat an die hand bekommen hat, also keine messer von spezialeinheiten (ksk,Kampfschwimmer,u.s.w.).
    Die neuzeitmesser sind mir bekannt (km2000, einhandmesser victorinox), also die messer bis in die 90er jahre hinein sind hier gefragt.
    Natürlich auch die verschiedenen varianten eines modells!



    Folgende messer sind mir bekannt:


    bild 1: kampfmesser
    bild 2: bordmesser
    bild 3: mehrzweckmesser
    bild 4: kampfmesser schwer
    bild 5: kappmesser
    (variante oben "BW" von WMF schwere ausführung)
    (variante unten "Bund" von OFW leichte ausführung)



    ...also wenn ihr noch andere modelle oder varianten kennt stellt diese bitte mit bild und beschreibung rein.





    p.s. Quelle der bilder "google bilder"

  • Hallo Nils,


    es gab auch noch das erste BW-Kappmesser,auch ein Fallmesser,mit schwarzem,geriffelten Griff auf dem ein Bundesadler war.Diese Messer gab es in den 50 bis Anfang 60 Jahre.Auch dieses Messer fällt unter das WaffG,d.h.es darf zusammengebaut(Griffstück und Klinge)nur mit BKA Genehmigung besessen werden.......(Warum ist mir schleierhaft,weil die Arretierung der Klinge diese nicht richtig fest hält und bei leichtem Widerstand sich die Klinge in den Griff zurück schiebt.
    Dieses Messer ist auch bei Schuster auf Seite 259 erwähnt.
    Gruß
    Matthias

  • Ich kenne von dem Kappmesser noch eine weitere Ausführung,
    diese hat kein Aufklappgehäuse, eine Klinge mit zwei Einrastmulden (oben und unten) und an der vom Hebel abgewandten Seite des Verschlußstücks noch einen Kapselheber.


    Herstellter: Eickhorn


    Beschriftung des Griffstücks: LL80 Germany Pat.Pend.


    Beste Grüße, Björn

    RK III Historische Militärfahrzeuge
    pflegen UND pflügen!


  • Das von Dir beschriebene Messer ist eine zivile Version mit verkürzter Klinge, dieses Messer war bis zur Änderung des Waffengesetzes frei verkäuflich. Dies ganz im Gegensatz zu den dienstlich gelieferten Fallmessern - diese gab es meiner Kenntnis nach nie offiziell im Handel (wegen der Klingenlänge).


    Detlev

  • Das Modell Kampfmesser Schwer war meines Wissens nur zur übergangszeit gedacht, das erste "RICHTIGE KAMPFMESSER" war das ACK von Eickhorn Solingen


    Unter der am Griffende befindlichen aufgeschoben Kunststoffkappe befindet sich ein auf die Scheide aufgeschraubtes Blech, unten zulaufend als Schraubendreher Schlitz ca.5mm Breit, dieser ist von nöten um den Deckel aus dem Griffstück rauszudrehen da sich hier drin eine Kapsel befindet für Kleinkram. desweiteren ist dieses Blech das Gegenstück zum Drahtschneider, hier wird das messer aufgelegt und arretiert. Hier ist das Messer schön aus allen blickwinkeln und mit allen Funktionen und Erfahrungsbericht gezeigt.


    http://www.google.de/imgres?q=…8&ved=1t:429,r:1,s:0,i:68
    Dieses Messer gibt es einmal mit einem Metallbügel zum Befestigen an der U.S. Lochkoppel sowie auch einer Platte für das Tragesystem 95 der Bw. des weiteren hat die befestigung oben einen Durchschub um es auf einen Gürtel von Max.55mm ziehen zu können.


    Das meiner Meinung nach beste Messer der Bw. Einzigste Nachteile, die Klinge könnte sehr gut den Sägeschliff des KM2000 gebrauchen sowie der Verbinder zwischen Gürtelschlaufe und Scheide, da mittels Metallhaken verbunden kann er sich unter Großen Zug Aufbiegen und Klappert teilweise beim laufen.


    Größter Vorteil gegenüber allen anderen messern, da die Kline von einer Kunststoffschraube im Griff gehalten wird, ist dieser bis 1000V Spannung geschützt. (aber wann kommt sowas mal)

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  • Das vierte Bild zeigt zwei AK 47 Bajonette - nach meiner Kenntnis wurde jedoch lediglich das AK 74 Bajonett als Kampfmesser, schwer für eine gewisse Übergangszeit eingeführt.


    Kann das so jemand bestätigen?


    Detlev

  • das kann ich dir so bestätigen, man erhoffte sich das das Kampfmesser Schwer auch als Bajonett für das G36 dient, aufgrund des gleichen Kaliebers und der gleichen aufnahme, jedoch ist der Ring des Bajonettes für den lauf des G36 zu klein und müsste leicht aufgefeilt werden.

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  • Hallo Kristian,


    gleiche Kaliber als was ?


    das wort "Gleich" war etwas schlecht gewählt da geb ich dir recht.


    das Kaliber des AK74 hat glaub ich 5,45mm und das des G36 hat 5,56mm daher rührt auch das fast passende Bajonett, der lauf des G36 ist halt aufgrund des geringfügig größeren Kalibers auch größer Konzipiert.

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  • Gab es überhaupt jemals ein offiziell eingeführtes Bajonett bei der Bundeswehr?
    Meines Wissens nach nicht!
    Die NVA-Bajonette wurden nicht als solche eingesetzt.


    Wer weiß näheres zu dem Thema?


    Kai

    Gruß - Kai


    BUNDESGRENZSCHUTZ - GSK Nord - BGS See/KüEH

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  • Da gehe ich auch von aus.


    Ich habe nie einen Bundeswehrsoldaten mit Bajonett am Gewehr gesehen.
    Es wurde in der Ausbildung nicht erwähnt, geschweige denn daran ausgebildet.
    Selbst zu zeremoniellen Zwecken habe ich noch kein Bajonett bei der Bw gesehen.


    Da die Gewehre alle auch exportiert wurden, halte ich diese gezeigten Bajonette für eine Export-Option.

    Grüße von der Küste! Til 68999-kradmelder-gif


    Suche ständig Daten über BGS-Fahrzeuge für die Bestandslisten.
    Besonders Hercules K125 und BMW-Boxer!

    :BGS-F:

  • Das BW- Kampfmesser alter Art gab es auch noch in einer Spezialausführung. Ich habe es mal besessen aber wieder abgegeben. Hersteller war Puma. Der Griff aus schwarzem Kunsstoff mit BW Eindruck auf der Griffschale und
    das Parierstück war auch kleiner. Die Scheide schwarz lakiert. Die Klingenform war gleich der normalen Ausführung, soweit ich mich erinnere . Mir wurde vom Vorbesitzer damals gesagt, das diese Ausführung bei den
    Fernspähern genutzt wurde.
    Foto habe ich leider damals nicht gemacht, ist jetzt auch schon weit über zwanzig Jahre her.
    Wenn ich mich im Einzelfall bei der Beschreibung evtl. vertan haben sollte liegt es daran das es schon so lange her ist, aber an der Tatsache das es so ein schwarzes Kampfmesser beim Bund gab ändert das nichts.


    Gruß
    Wolfgang

  • Kleines olives Taschenmesser mit Kerbe zum abisolieren (?) in der Klinge.


    Dieses "Kabelmesser" war in den frühen Jahre nicht olivgrün sondern hatte nur einfache Holzgriffschalen ohne Lack.Das Bild zeigt eine baugleiche Zivilversion.


    In den Rettungssätzen der SE-Trupps in den Kasernen und auch in verschiedenen Pioniersätzen waren häufig Britische Armeetaschenmesser mit schwarzen Griffschalen mit in der Ausstattung. Die Messer hatte das Britische Pfeilsymbol auf der Klinge, den Hersteller und das Hestellungsjahr. Es waren sowohl Kriegsfertigung als auch 50er Jahre dabei.Das Bild zeigt einen neuzeitlichen Nachbau.

  • Ja, das mit den Holzgriffschalen kenne ich auch. Das war der Vorläufer. Hatte ich total unterschlagen. Das was ich zuvor meinte hat diese Griffschalen in Kunststoff und ist ein wenig "kantiger" am Griff. Zudem ist noch eine Versorgungsnummer aufgedruckt.


    Das schwarze wurde bei der BW benutzt? Na Prima, hab ich auch noch rumliegen. Sieht eher nach Marine aus als für nen Pioniersatz.


    Gruß,


    Oliver

  • Moin moin zusammen,


    hat jemand noch mehr Details zu dem oben genannten "Bordmesser" mit Holzgriff? Mir ist so eins mal in die Hände gefallen aber bis jetzt hatte ich keine Ahnung wozu es dient (hatte eher ein Küchenmesser vermutet :whistling: ).


    Beim Mehrzweckmesser gab es meines Wissens Ausführungen mit und ohne Feile an der Seite der Säge.


    Gruß
    Marcus

  • Das Bordmesser ist vielleicht besser bekannt als Takelmesser und als solches in Norddeutschland bei geneigten Schiffsausrüstern erhältlich, weil eigentlich nix besonderes.
    Bajonett G3: Doch, hat es gegeben, wir sind 1976 zumindest mit der Anbringung am G3 vertraut gemacht worden (Verschlusskappe von der Verschlussträgerführung mit der Bajonetspitze entfernen, dann oberhalb des Rohres aufsetzten und in die Öffnung einrasten (gleiche Rastung, die den Verschlussdeckel hält (Verschlussdeckel in der Hosentasche aufbewaren)), dabei Öse der Parierstange über den Feuerdämpfer schieben). Das Griffstück des Bajonettes sah von der Machart aber eher wie das übliche Kampfmesser aus, nicht so wie auf dem Prototypenfoto, also grüner Kunststoff mit Fischhaut ohne die Rillen. Die Kinge passt nach meiner Erinnerung.


    Wolf