Messer der Bundeswehr (welche gab es?)

  • Die GAK 3 und 4 gelten die eigentlich als "Verbotene Gegenstände" nach dem § wegen der Einhandfunktion

    ... ein klares JA.

    Mit diesem Messer sollte man nicht spazieren gehen.

    Deshalb hat die Bundespolizei dieses Messer ohne die Klingenöse (Einhandöffnung).

    Gruß - Kai


    BUNDESGRENZSCHUTZ - GSK Küste - BGS See - KüEH (KüstenEinsatzHundertschaft)

  • wenn ich recht verstehe sind "GAK"´s auch von Mauser, etc. an die Bundeswehr geliefert worden.

    Nein. Die Mauser, Walther, usw. sind alle zivile Victorinox-Versionen der 108mm-Reihe,

    halt mit dem Logo des jew. Unternehmens versehen. Schau doch mal in das Wiki rein,

    da sind alle Ausführungen aufgelistet. Das sind alle Vics, keine Fremdfabrikate.

    Es gibt BW-Taschenmesser, die wie ungefähr das Vic aussehen, aber von anderen Herstellern

    kommen - Altor und zig andere, sowie div. Nachbauten, z.B. Müll-Tec. Diese kommen aber

    an die Qualität der Vics nicht hin. Das richtige, ursprüngliche GAK kommt von Viv. Wieso

    die ganzen anderen Hersteller das Vic nachgebaut und die BW sogar noch offiziell damit

    beliefert haben - keine Ahnung.


    Die GAK 3 und 4 gelten die eigentlich als "Verbotene Gegenstände" nach dem § wegen der Einhandfuntion:?:

    Ganz definitiv NEIN. Einhand-Messer unterliegen Tragebeschränkungen nach $42 WaffG,

    sind aber keine verbotenen Gegenstände, dürfen also ganz legal besessen werden.

    Verbotene Messer wären hingegen z.B. Butterfly-Messer, Fall-Messer, Stoßdolche, usw.

    Eine gute Übersicht, was legal ist und was nicht, gibt es im Download-Bereich des

    Messermagazins: https://wieland-verlag.com/mag…messer-magazin/downloads/

    Si vis pacem para bellum! - oder für Tolkien-Fans:
    "Es braucht nur einen Feind, um einen Krieg herbeizuführen, nicht deren zwei.
    Und jene, die keine Schwerter haben, können doch durch sie sterben" (Éowyn)


    I am not going to let some clowns tell me what guns I can have! (Joe Foss, President NRA 1988-1990)



    2 Mal editiert, zuletzt von Gandalf ()

  • Da ist wieder der Unterschied zwischen „führen“ und besitzen - besitzen ja, führen (griffbereit rumschleppen) nein.

    Das ist so auch nicht ganz korrekt. Bei berechtigten Gründen dürfen Messer, die vom Führungsverbot nach §42a betroffen

    sind, durchaus geführt werden. Allerdings gibt es im WaffG keine richtige Definition dieser Gründe, es obliegt dem

    kontrollierenden Exekutiv-Organ, ob er den von dir vorgebrachten Grund akzeptiert oder nicht.

    Zitat §42a, Abs. 2 + 3: "... sofern ein berechtigtes Interesse vorliegt. Ein berechtigtes Interesse nach Absatz 2 Satz 1 Nr. 3 liegt

    insbesondere vor, wenn das Führen der Gegenstände im Zusammenhang mit der Berufsausübung erfolgt, der Brauchtumspflege,

    dem Sport oder einem allgemein anerkannten Zweck dient." - der sog. Gummiparagraph.

    Und um die Sache richtig interessant zu machen, wurde mit der letzten WaffG-Änderung noch ein weiterer spaßiger Punkt eingeführt,

    nämlich die sogg. "Verordnungsermächtigungen für Verbotszonen", §42, Abs. 6 WaffG. Somit kann an beliebig zu definierenden Orten

    sogar das mitführen von "Messern" mit Klingenlänge > 4cm untersagt werden. Diese Regelung aber wird wiederum ausgehebelt, wenn

    die betreffende Person über einen "Kleinen Waffenschein" oder eine sonstige waffenrechtliche Erlaubnis verfügt, Anwohner ist, usw.

    Details im Gesetz. Spannend, gell? :urg:

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  • Hallöle,


    dazu eine kleine Anekdote:

    Im Herbst 2019, bin auf dem Wege zur Arbeit um 0uhr30 von einer Polizeistreife gestoppt worden. Das übliche "allgemeine Verkehrskontrolle".

    Streifenwagenbesatzung: älterer Polizist, plus sehr junger Polizistin, vermute mal Polizeischülerin von der Bepo.

    Fahrzeugpapiere, Führersschein, ok. Frage: Autozubehör: Erstehilfekasten, Warndreieck, etc.

    Ich komplimentiere die Herrschaften um den Limolaster herum auf die Beifahrerseite, weil ich von Fahrersitz aus nicht an die Sachen heran komme.

    `Öffne die Beifahrertüre und zeige: da in der Halterung unten ist der Verbandkasten, darüber das Warndreieck und darüber im Handschuhfach die Warnwesten. Der ältere Kollege stellt sich auf die Zehenspitzen, :lupe: kuck in´s Handschuhfach und bläst ab: DARF ICH MAL:?:

    ´Denke mal hää, sage: bitte gerne. Da hat der Herr Polizist tatsächlich den Messingknauf von meinem kleinen Finnmesser entdeckt, das auch im Handschuhfach, neben allerlei Krimskrams verstaut ist. Mit spitzen Fingern fischt er das Messer heraus, die junge Kollegin macht große Augen und wippt aufgeregt auf ihren Schuhabsätzen: Oho ein Messer, IST DAS ERLAUBT :?:

    Der Kollege zieht blank, schätzt die Klingenlänge und meint: jaa, hmmm nee, passt schon, alles okee, keine Gefahr und fragt:

    Na für was habens denn das Messer dabei:?: Ich: ja halt zum Brotzeit machen oder wenn´s mal eine Verpackung auf zu schneiden gibt. Als Werkzeug halt. Herr Polizist: Habens noch mehr Messer dabei:?: Ich: Nein, eines langt, ich handel ja nicht damit.

    Die dienstlichen Herrschaften geben den ungefährlichen Gegenstand zurück, scheinen zufrieden und setzen sich in Richtung Streifewagen in Bewegung. Der Herr Polizist dreht sich noch mal zu mir um und fragt: Sagens, ist der Inhalt von dem Verbandskasten so alt wie der Kasten selbst:?: Ich: NEINNN, der Inhalt ist ganz neu, erst neulich gekauft und in den Kasten getan. Möchtens daß ich den Kasten auf mach´ :?: Ach nein passt schon, ich glaub´s ihnen. Noch eine gute Fahrt, auf wiederschaun...

    Ich grüße zurück und wünsche noch ein guten Verlauf der Schicht.... alles gut:engel:

    Daheim schaue ich doch mal in den Verbandskasten- Blech- oliv- Standart Bj. 1965. Inhalt: original historisch :wacko:



    Servus der murkser


    PS im Batteriekasten unter dem Beifahrersitz ist der neue Verbandskasten verstaut. Ja, nicht ganz sinnvoll wenn jemand der das nicht wissen kann da dran muß. Ich hatte im Moment bei der Kontrolle auch nicht dran gedacht.

  • Mit den verschiedenen Herstellern der Messer dürfte es sich so verhalten haben, wie schon mit den Soldatenmessern von Victorinox und Wenger. Da reichten die eigenen Kapazitäten nicht aus und mehrere Hersteller lieferten identische Messer.

    Vorsicht ! Beiträge können Ironie und Sarkasmus enthalten. Sie sind für seichte Gemüter und zu nah am Wasser gebaute Menschen nur schwer zu ertragen. :heuldoch:

  • Guten Morgen zusammen, es gibt mittlerweile zwei Varianten vom Mehrzweckmesser die neue Variante ist daran zu erkennen das sie keinen Korkenzieher mehr hat sondern einen Einstechdorn. Das wichtigste ist jedoch das es im Hauptmesser eine nierenförmige Vertiefung hat und somit als Einhandmesser gilt und nicht privat getragen darf. (Waffenrecht §42Abs.3 WaffG)++Vorsicht++ wenn eure Kinder, Enkel, Neffen damit in eine Kontrolle kommen Rock am Ring etc. kann das schnell viel Ärger mit sich bringen.

    LG Vieby

  • Und das aktuelle Bundeswehrmesser ist auch nur eine Abwandlung eines zivil bereits erhältlichen Modells. Es ist das Trailmaster one hand. Wird auch von anderen Streitkräften verwendet.


    Ohne irgendwelche Probleme mit dem Gesetz auch als Zweihandversion und mit und mit ohne Wellenschliff der Klinge im Handel erhältlich.

    Vorsicht ! Beiträge können Ironie und Sarkasmus enthalten. Sie sind für seichte Gemüter und zu nah am Wasser gebaute Menschen nur schwer zu ertragen. :heuldoch: