Verschlussplatte für Kernlöcher oder der feuchte Alptraum

  • Gestern noch 100 Km gefahren und Heute Nacht von weiteren 600 Km am nächsten Wochenende geträumt.Doch am Morgen dann das erwachen :eine große Wasserpfütze unterm Auto.Lief irgendwo unterm Krümmer raus.Auto in die Halle und den Krümmer abgeschraubt.Dann hab ich auch gesehen das die Verschlussplatte für Kernlöcher sehr undicht war.


    Sie ging auch sehr leicht raus.Alles wieder saubergemacht
    und montiert.


    Habe versucht mit einer 24 Nuss die alte Platte wieder dicht zu bekommen.Das hat aber nicht geklappt :heul:


    Hat das Problem schonmal jemand gehabt ? Und auch lösen können?


    Ich denke das diese Platten bei ausgebauten Motor sicherlich eingepresst werden.So eine neue Platte anzufertigen ist nicht das problem.Aber das eindichten.Es ist natürlich auch die engste Stelle.


    Für Ratschläge dankbar


    Schönes Wochenende Holger

  • also wenn ich das richtig seh ist das n froststopfen der dir (vermutlich mangels kühlflüssigkeitswechsel mit rostschutz) durchgerostet ist ...und wenn ich das genauer betrachte stecken da noch teile davon drin !


    also brauchst du n neuen froststopfen (nehme an matz hat welche ) und musst die alten reste erst mal ausschlagen ...am besten mit nem zughammer ...bzw durch vorsichtiges ansägen schwächen ...aber blos net bis zum motorblock ! obacht !


    den neuen froststopfen kannste dann einfach einschlagen !


    gruss stephan

  • Dann ist der Deckel aus Messing/Kupfer(Buntmetall) also nur ein Teil des ganzen Stopfens.Wenn ich mir jetzt die Bilder nochmal betrachte sieht das auch so aus :]


    Danke schonmal


    Gruß Holger

  • Hallo Holger
    Ich hatte das Problem auch vor kurzem. Ein Froststopfen ist mir durchgegammelt. Habe den passenden (mit 35mm Aussendurchmesser) bei Skandix bestellt. Der originale war aus Messing. Der gelieferte ist jedoch scheinbar nicht aus Buntmetall. Zum Einschlagen habe ich einen schweren Messingdorn verwendet. Wichtig ist aber nur, das dieser mit keinem Rohr oder einer Nuss eingeschlagen wird, da der Stopfen gewölbt ist und sich nur dann richtig verpresst wenn auf die Mitte (Wölbung nach außen) geschlagen wird. Und bitte nicht gleich zu heftig draufhauen, weil er sich sonst gleich wieder löst. Meinen alten Stopfen habe ich übrigens nicht herausgehebelt sondern nur sehr kräftig in der Mitte draufgeschlagen, so das sich die Wölbung "umkehrt". Das spart viel Arbeit und schont die Nerven.


    Gruß Arnd

  • Hallo


    Kann es sein,das so eine Verschlussplatte während der Fahrt ihren Dienst quittiert?
    Ist auf der Rückseite oberhalb der Kupplung überhaupt so eine Platte?


    Gestern wollten wir zu einem Feuerwehr-Oldtimertreffen nach Luzern fahren und auf der Piste hat sich schlagartig das Kühlwasser verabschiedet. Temperatur schlagartig hoch glücklicherweise sofort bemerkt und rechts ran.Motor aus und geschaut. Unter unserem Borgi eine riesen Pfütze.Dann Wasser nachgefüllt und am Block oberhalb der Kupplung läuft das Wasser in einem Strahl wieder raus. Natürlich eine saublöde Stelle direkt ein paar Zentimeter vor der Spritzwand
    Nach unserem Motorwechsel und Vergaserwechsel und Revision des selbigen haben wir einige Probefahrten gemacht,die völlig unauffällig waren und dann das. Bin mal gespannt,was alleine das abschleppen kostet. wir könnten kotzen.


    Lg
    Svobi

  • Dieses Erlebniss hatte ich auch schon mal. Habe aber auf den Abschlepper verzichtet.
    Hatte im Werkzeugkasten einen kleinen Meißel. Damit habe ich die Spritzwand aufgemeißelt, so das ich an diesen blöden Stopfen rankam. Den dann mit dem Leatherman entfernt, und dann mit der Leatherman-Säge einen passenden Ast abgeschnitten, schön zurechtgeschnitzt, und mit dem Hammer eingedremmelt.
    Dann ging es weiter, von Helmstedt nach Berlin, ohne Probleme. Auch in der Stadt bin ich damit noch zwei Wochen gefahren, bis ich die passenden Stopfen bekommen hab.
    Anschließend habe ich das häßliche Loch in der Stirnwand mit der Flex egalisiert, und eine abschraubbare Klappe angefertigt, falls man mal wieder an diesen unmöglichen Stopfen ranmuss.


    Schade, das gerade die Fotos nicht funzen, sonst hätte ich euch zu meiner früheren Bastelanleitung verlinkt.


    Gruß Jozi.

  • Hallo Thomas


    Genau,das waren wir. Sollte eigentlich nicht passieren bei einem überholten Motor.


    Leider sieht man nicht hin, aber wenn man mit den Fingern uns Eck langt,dann findet man ein Loch. Muß erst noch mit einem Spiegel nachschauen,ob da nicht noch was anderes ist.


    Lg
    Svobi

  • Wölbung nach aussen?


    Also alle Motoren die Ich kenne haben ab Werk die Wölbung nach innen, so das man beim Froststopfen quasi in die Tasse sieht.
    Der Bund an sich ist da von Werk aus so aufgestaucht das er sich in die Bohrung presst.

    Unmögliches sofort, Wunder mit einer Woche Wartezeit!

  • Du verwechselst die modernen Frostschutzstopfen mit Bund, die wirklich so eingesetzt werden, das man in den Teller spucken kann, mit den alten Fss, die nur eine gewölbte Scheibe sind, und die ihre feste Pressung erst dadurch erhalten, dass man sinnig mit dem dicken Durchschlag auf die Wölbung klopft.


    Gruß Jozi.

  • Hallo


    Kleines Update zum Kühlwasserverlust. Es fehlt der Stopfen am Zylinderkopf direkt vor der Spritzwand ,der ist komplett rausgeflogen. Wir werden den Motor nochmals ausbauen und den Stopfen von einer Fachwerkstatt einbauen lassen.


    Lg
    Svobi

  • Ihr solltet es auch selber machen.
    Nur so bekommt man ein Gefühl fürs Auto, übt sich in Reparaturen, und ist dann nicht mehr bei jeder kleinen Panne auf den teuren Abschleppdienst angewiesen.
    Das Auto steht jetzt wieder Zuhause, und ihr habt Zeit. Was also hindert euch ?
    Und die Sache mit der Zugangsklappe solltet ihr euch auch noch mal durch den Kopf gehen lassen. Das Ding zu bauen kostet so viel Zeit, wie den Motor auszubauen.
    Aber da ihr den dann nicht wieder einbauen müsst, habt ihr schon Zeit gespart.


    Die Oldtimerei und schrauben gehören halt zusammen, wenn man die Autos auch bewegen will, da beißt die Maus keinen Faden ab !


    Gruß Jozi.

  • Hallo Jozi


    Wir schrauben in der Regel ja alles selber,nur beim Motor haben wir da gewisse Skrupel. Das mit der Zugangsklappe werden wir uns nochmals durch den Kopf gehen lassen. Zeit haben wir ohne Ende das ist nicht das Problem. Der Borgward wurde komplett zwischen 1998 und 2002 neu aufgebaut incl.Holz ersetzen , Elektrik komplett neu , Blech und Lack sowie Achsen und Getriebe und Bremsen. Unsere Drehleiter von 1934 wurde auch komplett gemacht wie der Borgward auch , sogar der Leiterpark wurde revidiert und ist voll funktionsfähig.Auch unsere Pferdegespann-Drehleiter von 1912 haben wir komplett neu gemacht und ist quasi im Auslieferungszustand und wird ein mal im Jahr mit 4 Kaltblütern gefahren. An Zeit und Manpower mangelt es nicht. Da wir aber fast 7t Euro für den Motor bezahlt haben und den Schaden jetzt haben muss vom Instandsetzer was rüberwachsen. Da bin ich mal gespannt. Werde ihn heute mal informieren,denn er hat ja Gewährleistungsplicht auf seine Arbeit.


    Lg
    Svobi