Gestern war wieder so ein Tag... oder Scheiße mit Reis...

  • wenn das auf dem Bild der kleine Bolzen in der Nut für den ersten Kolbenring ist, sollte auf dem Kolben der Pfeil nicht in Richtung Auslass, sondern in Richtung Einlass zeigen und wäre dann falsch montiert. Oder täuscht das Bild?


    Ich würde behaupten das ist eine Spiegelung, wenn man an das untere ende des Kolbens schaut fällt das Licht genau auf dieser Linie zurück.


    Aber mal was anderes, diese "Fenster" sind doch nur einseitig auf Einlassseite angebracht oder Irre Ich da? ist das denn dann Richtig das der 2. Kolben seinen Einlass aus der Auslassseite des 1. und 2. Kolben bekommt ?


    Ist nur so eine Frage, habe einen solchen Motor noch nie vor Augen gehabt, würde nur gerne mehr darüber Erfahren :an:

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  • Die Kolben waren den Bildern nach alle korrekt montiert. Jeder Kolben hat 2 Überströmfenster, die um ca. 180° versetzt (entsprechend den Überströmkanälen) angeordnet sind. Kolben 2 und 3 sind baugleich, Kolben 1 (am Schwungrad) unterscheidet sich von den anderen beiden durch die andere Anordnung der Fenster.


    Die Kurbelwellen können sich nur verdrehen, wenn es Varianten ohne Passfedern sind - oder halt, wenn die Passfeder gebrochen ist.

  • Ich habe heute mit Oskar v. B. In Büren telefoniert... Die Welle kann wahrscheinlich repariert werden, gebrochene Wellen mit Passfeder sind wohl durchaus häufiger vorgekommen... Die Welle geht die Woche per Post nach Büren.


    Fürs Ausschleifen und Hohnen Brauch ich erstmal auch neue Kolben... Ich suche Bezugsquellen dazu ???


    Gruß
    Holger

  • Die Kolben waren den Bildern nach alle korrekt montiert. Jeder Kolben hat 2 Überströmfenster, die um ca. 180° versetzt (entsprechend den Überströmkanälen) angeordnet sind. Kolben 2 und 3 sind baugleich, Kolben 1 (am Schwungrad) unterscheidet sich von den anderen beiden durch die andere Anordnung der Fenster.


    Die Kurbelwellen können sich nur verdrehen, wenn es Varianten ohne Passfedern sind - oder halt, wenn die Passfeder gebrochen ist.


    Kleine Ergänzung: Sollte die Kolben doch verdreht montiert werden, besteht die Gefahr, dass sich die Kolbenringstöße in den Auslasskanal oder die Überstromkanäle einhängen und dann brechen.
    Und die Kolbenbolzensicherungsclips sollten mit dem Stoß nach oben oder unten montiert werden.
    Sonst besteht die Gefahr, dass sie sich aufgrund der Massenträgheit öffnen und wegfliegen.


    Und jetzt noch jede Menge :tuz: , das ist ja echt übel.

  • dumme Frage, ich find im WHB und den TdVen nix zum Thema Kolbenrichtung. Wierum werden die Kolben richtig eingebaut, auf den ersten Blick sehen beide Richtungen gleich aus... wohin muss also der Führungsstift für die Kolbenringe zeigen?


    danke und Gruß
    Holger

  • Die Reparatur ist - wenn sich nicht noch mehr an der Welle verschoben/verdreht hat - wahrscheinlich recht einfach möglich. Im Prinzip muss nur ein neuer/anderer Hauptlagerstumpf eingesetzt werden - wenn die Presssitze in den Kurbelwangen und die Nut für die Passfeder (bzw. Scheibenfeder) nicht allzu mitgenommen sind kein Problem.

    Bzgl. der Kolben: willst du einen kompletten Satz im nächsten Übermaß? Hast du die Händler schon alle durchtelefoniert? (Kemper, Weiß, Matz, Güldenstein, Hesse,.....)


    Gruß


    PS: Die Kolben haben (wenns Originale sind) einen Pfeil auf dem Kolbenboden (sowie die Angabe Zyl 1 bzw Zyl 2/3) - der Pfeil zeigt zum Auslassschlitz.

  • Hallo Holger,


    auf den Kolben gibt es einen Pfeil, der in Richtung Auslass zeigen soll. Kannst Du aufgrund der Ölkohle wahrscheinlich nicht erkennen. Würde der Pfeil in Richtung Auslass zeigen, wäre der Führungsstift für den Kolbenring den ich markiert habe auf der anderen Seite (wenn es auf dem Foto der Stift ist). Hab analog zu Deinem Bild einen Kolben des 1. Zylinders in beiden Positionen fotografiert, dann sollte es klarer werden.


    Gruß Olaf



  • Das mit der richtigen Lage der Kolben habe ich immer noch nicht ganz kapiert, abe vielleicht muss ich mir das einfach mal genau ansehen vor Ort....


    Meinst Du, dass die beide Führungsstifte vom 1. und 3. Kolbenring in Richtung Auslass zeigen müssen? Wenn ja, warum steht das in keiner TdV?


    Für Kolben habe ich schon Angebote. Werde aber erstmal zu einem Motorüberholer fahren, der mir den Block vermisst (wie unrund oder rund die Bohrung noch ist kann ich nicht wirklich messen) um dann das benötigte Bohrungsmaß zu bestimmen, wahrscheinlich 75,00 mm.
    Dann besorg ich erst drei neue Kolben mit Ringen und lass den Block dann entsprechend Schleifen und honen... Habe ein Angebot für unter 100€ für den kompletten Block, scheint mir angemessen, oder ?


    Bei der Kurbelwelle hab ich jetzt neben Büren noch zwei Empfehlungen, die ich abtelefonieren werde um dann zu entscheiden...


    Dann muss ich erstmal das Sparschwein meiner Kinder plündern :dev:


    Wenn ich die Dinge richtig sehe werde ich dabei auch gleich noch diverse andere "Kleinigkeiten" überholen, jetzt wo ich schon alles auseinander habe hmmm


    Gruß
    Holger

    ich habe nichts zu sagen und ich sage es

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  • Wenns hilft:
    Ich habe bis jetzt immer ne Gussnase in der Innenseite der Kolben gefunden. Sie liegt gut sichtbar unter einer der Bohrungen für den Kolbenbolzen. Diese Nase zeigte bei allen Motoren, die ich gemacht habe, zur Riemenscheibe.


    Schöne Grüße

  • Hallo


    Selbst ohne irgenwelche Mackierungen kann man den Kolben nicht falsch einbaun, wenn man logisch denkt...


    Der Kolben ist ansich komplett gleich, kann auch also um 180° gedreht eingebaut werden.


    ABER die Kolbenringe sind im Kolben mit dem kleinen Stift am verdrehen gesichert, dass heißt die Enden des Kolbenringes sind an vordefinierter Stelle und laufen schön ander Zylinderwand, wo sie gefürt werden.


    Wenn man den Kolben allerdings um 180° dreht überschneiden sich die Enden der Ringe mit den ein und Auslasskanälen.
    Was wiederum bedeutet das die Kolbenringenden an den Öffnungen ausfedern können, der Motor wird zwar auch so laufen aber in kürzester Zeit nach und nach seine Kolbenringe fressen..


    mfg Patrick

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  • ...so, Angebote für Kurbelwelle und Kolben, sowie Ausschleifen des Blocks liegen vor...


    Heute Abend war ich nochmal in der Garage. Erstmal geprüft, ob diese Nummer auf Block und unterem Kubelgehäuse übereinstimmt... Jau, Gott sei dank :an::an:


    BTW: auf dem Kurbelgehäusedekel ist auch ein Datum eingeschlagen: 28.2.1968... also ein ziehmlich junger Motor... irgendwie hatte ich verstanden, dass meine KW mit dem Passfedern eher alt ist, oder?


    Morgen früh fahr ich zu einem Motorüberholer, mit dem ich vor ein paar Tagen länger gesprochen habe. Habe folgendes vereinbart: Er wird mir erstmal den Block innen vermessen, damit wir das Maß für die neuen Kolben bestimmen können - jetzt habe ich Schleifmaß 74,50mm, weiß aber nicht, wie oval die Bohrung ist. Dann werden die Kolben bestellt, wenn die da sind gehe ich mit den Kolben hin, wir vermessen die Kolben zur Sicherheit auch nochmal, dann wird mit dem passenden Maß geschliffen und gehont.


    Er schlug das vor, weil es sicherer ist, als erst schleifen und dann feststellen, dass die neuen Kolben doch nicht exakt das Maß haben, das angegeben ist - ja, klar, die Kolben haben je nach Hersteller 7-9/100 Spiel, ich weiß...


    Die Kurbelwelle geht auch in den nächsten Tagen per Post raus (danke an Mixer für den Tip !) und kommt dann vermutlich im Oktober zurück nach Berlin.


    Wenn ich den Kram nun schon auseinanderhabe, will ich auch alles schön sauber machen und neu lackieren... Womit reinigt Ihr denn die verölten Teile ohne Schaden anzurichten ?
    Petroleum ? Kaltreiniger ? Bremsenreiniger ? oder was.


    Der Kopf ist ja innen ganz schön verrust und verkrustet, kann ich den einfach Sandstrahlen von innen, wenn ich die Dichtflächen vorher mit Klebeband abklebe...
    Oder wir reinigen andere das ?


    Dann werde ich auch gleich mal Anlasser und Lichtmaschine aufhübschen und ggf. noch Lager und Bürsten neu machen, sowie ebefalls neu lackieren...


    Ein neues Ausrücklager brauche ich auch, die Kupplung ist ansonsten noch gut. Den aktuellen Thread dazu habe ich verfolgt, trotzdem ist mir nicht ganz klar, ob und welches VW-Käfer Ausrücklager nun eigentlich passt... oder ob ich doch eines von Matz oder Kemper nehme ?


    Danke und Gruß
    Holger

  • also verölte/verdreckte stellen reinigen geht auf mehrere Arten. Das kommt drauf an was du danach damit vor hast.


    Für das Säubern von Lackierten Stellen verwende Ich z.b. sehr gerne WD-40, dadurch das die bestandteile sowohl Waschbenzin als auch Rohöl sind, reinigt es und Schmiert es schön nach. Dadurch hat der Lack dann so ein Seidenmatt. Durch den Öl anteil im Waschbenzin wird der lack auch nicht so angegriffen.


    Für das Säubern von Dichtflächen nehme Ich einfachen Bremsenreiniger, den gibts für wenig Geld. (Aber hier muss Ich kurz noch einmal einwerfen, bitte tragt Handschuhe bei Verwendung, Bremsenreiniger und Kaltreiniger sind Blutgängig, sprich sie wirken durch die Hautschichten ein und ziehen ins darunter liegende Gewebe welches sie Schädigen können)


    Wenn du die wahl hast zwischen Sand strahlen, Trockeneis strahlen und Glasperlstrahlen, dann empfehle Ich als ersteres die Trockeneis Methode, dabei wird Trockeneis in die Verschmutzung eingeschossen, diese Partikel dehnen sich unter der Temperaturänderung stark aus und lassen den Schmutz abplatzen, die schonenste Methode und mit wenig Materialabtrag.
    Wenn das nicht geht empfehle Ich Glasperlstrahlen, die Glasperlen lösen übrigens nicht nur den Schmutz, sondern durch den Einschlag in die Oberfläche verdichten sie das Material zudem.


    Achso, du kannst ja mal die Wirbelstromentlackung ausprobieren, soll auch bei Schmutz gehen, ist sauber, umweltgerecht und nicht zu teuer. Leider nicht überall zu haben.

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  • Moin,
    in den alten Unterlagen aus den 40ern und 50ern wird die Oelkohle einfach mit
    Bohrmaschiene/Drahtbürsteneinsatz gereinigt.
    Ölkohle entfernen, es geht auch "einfach". :-)
    Hatte ich bis jetzt nur leicht oben auf den Kolben und genau so entfernt.


    Natürlich kann man auch was NASA-getestetes nehmen,
    muß man aber nicht. :)
    Mein Einwand bezieht sich auf die Ölkohle.
    Um alles zu reinigen, ist natürlich Glasperlenstrahlen usw. eine sehr nette Sache.
    Schön bequem bei gutem Ergebnis.
    Den Tipp mit WD-40 kannte ich auch noch nicht.
    Bis jetzt habe ich genommen, was grade da war.
    z.B. Benzin. Petroleum.


    Gruß
    Klaus

  • Ein neues Ausrücklager brauche ich auch, die Kupplung ist ansonsten noch gut. Den aktuellen Thread dazu habe ich verfolgt, trotzdem ist mir nicht ganz klar, ob und welches VW-Käfer Ausrücklager nun eigentlich passt... oder ob ich doch eines von Matz oder Kemper nehme ?


    Danke und Gruß
    Holger


    Hallo Holger,
    das von Olaf verlinkte Sachs Lager ist gestern bei mir angekommen, sieht auf den ersten Blick ganz gut aus, ich werde das später mal vermessen und dann entsprechendes im Ausrücklager Thread posten.


  • Die Kurbelwelle geht auch in den nächsten Tagen per Post raus (danke an Mixer für den Tip !) ......

    Hallo Holger,


    ich kann im ganzen Beitrag keinen Tip zur Kurbelwelle vom Mixer finden!


    Kannst Du diesen Tip an Alle weitergeben?

    Gruß, Rudi


    "Was nicht passt, wird passend gemacht =)"

  • bitte direkt per PN an Mixer wenden, ich mag hier keine Adressen posten...


    Heute morgen erstmal die KW per Post verschickt, dann zum Motorenüberholer zwecks Ausmessen der Kolben....


    dann das böse Erwachen, der Block ist leider in weit schlechterem Zustand als ich bislang dachte :heul:


    1. die Lagerschale des KW-Lagers, an dem die KW gebrochen ist, hat deutliche Anlauf und Verschleißspuren. :|:|
    2. Zudem haben sich auf der Getriebseite die Ringe auf dem Lager mächtig ins Gehäuse reingearbeitet, ich dachte erst, dass muss sie sein, aber dem ist leider nicht so.


    im Ergebnis bedeutet das, dass der gesamte Block eigentlich Schrott ist... jetzt habe ich also bald eine hoffentlich überarbeitete KW, aber keinen Block mehr, denn der Block müsste aufwändig mit neuen Material aufgearbeitet und die KW-Lagerung neu geschliffen werden... Das wird richtig, richtig teuer :|:|:|


    heute Nachmittag wollte ich eh noch den gebrauchten Motor ansehen fahren, den ich schon an dem Tag ansehen wollte, als die KW gebrochen ist. Also gegen Mittag auf die Autobahn Richtung Norden..


    der Motor, den ich mit dann angesehen habe, ist ansich im guten Zustand... nur habe ich den Motor dann unten aufgemacht und mit die KW angesehen, es sind die alten, geschlossenen Lager drauf, eines rasselt schon ein klein wenig, eines geht etwas schwerer... Schade, das bringt mir ja auch nichts, dann habe ich noch einen Motor, bei dem ich die KW überholen lassen muss. Der Verkäufer ließ leider aber auch verständlicherweise nicht so über den Preis mit sich reden, dass das gepasst hätte für mich.


    dann stand da noch ein nackter Block, bei dem zwar einige Bolzen fehlen und dessen Laufbahnen nicht mehr ganz so schön sind, aber bei dem die KW-Lagerschalen noch gut sind und vom Schleifmaß noch Platz nach oben ist
    pipi: Sorry, das war wohl der, für den Du DIch auch interessiert hast.... :bye:


    jedenfalls sind wir uns bezüglich dieses Block letztlich handelseinig geworden und ich habe den mitgenommen, in der Hoffnung das der Block in Verbindung mit meiner KW und neuen Kolben wieder einen vernünftigen Motor ergibt.


    naja, langsam merke ich, dass das alles doch nicht so leicht wird mit der Motorüberholung, wie ich erst dachte.


    Gruß
    Holger

    ich habe nichts zu sagen und ich sage es

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  • moin kein Problehm
    ich schrieb ja schon, dass ich dan einfach den Rest nehme :)


    mfg Patrick

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  • ...so mal ein kurzes Update...


    Das Ausrücklager von Sachs ist angekommen, sieht gut aus, die Lage des Druckrings In Bezug zu den Befestigungsklammer ist genau so wie bei dem alten Ausrücklager, dass müsste also passen.


    Dabei stellt sich mir die Frage: in der TDv ist davon die Rede, dass man den Radialdichtring im Getriebe erneuern soll, wenn man die Kupplung wechselt. Macht ja auch Sinn, wenn das mal offen ist. Dazu soll man eine Ausziehvorrichtung für Dichtring verwenden (siehe TDv 2320/001-40 Seite 46)... wo bekomme ich sowas her, kann man das irgendwo leihen, oder geht das auch anders?


    Sonst habe ich die Dinger einfach mit dem Schraubendreher und ner spitzen Zange rausgewurschtelt, aber ich will hier natürlich nix vermurksen... Wie habt Ihr das gelöst?


    Gruß
    Holger

    ich habe nichts zu sagen und ich sage es

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