Glühkerzenwechsel WOLF

  • Aus dem Chemieforum:


    Sie betrachten lediglich die Eigenschaften von Kupfer. Um eine sinnvolle Antwort geben zu können müssten Sie sich aber die Zusammensetzung von Kupferpaste genauer ansehen und dann würden Sie feststellen, dass in handelsüblicher Kupferpaste ein sehr hoher Anteil korrosionshemmender Stoffe eingebracht wird um genau das zu verhindern was der Fragesteller befürchtet. Die Empfehlung die der Fragesteller bekam ist vollkommen richtig!!! Leider ist es in vielen Bereichen so, dass sich hartnäckig das Gerücht hält, dass Kupferpaste bei Aluverbindungen eine Korrosion fördern würde. Tatsächlich verhält es sich aber genau gegenteilig.

  • Meine Empfehlung basiert nicht auf auf einem Beitrag den ich in einem Forum gelesen habe. Es ist vielmehr eigene Erfahrung, beispielsweise mit Sternmuttern an BMW-Boxermotoren, Zündkerzengewinden, Edelstahlverschraubungen usw. Aber jeder wie er mag.

    Grüße aus dem Norden
    Claus

    Erleuchtung auf der dunklen Seite der Macht 37534537pb.gif

  • guckst Du hier nach Anzugsmomenten:


    http://www.dieselsend.de/infogsk.shtml

    15Nm ist nüüscht - wie der Ocher sagt - nimm den kleinsten 1/4" Drehmo und beweg Dich nicht bei Arbeiten.


    Der Konus vorne am Glühstift wirkt wie ein Schneidring bei der Ermeto-Verschraubung.


    Gruß
    Benedikt

    Anamnese: Den LKW-Schein auf der Emma gemacht als die ersten MAN KAT 8x8 in Dienst gingen. In der Grundausbildung wurde ich mit dem Detroit Diesel Virus in der Wanne der Panzerhaubitze M109G infiziert.

    Heute leb ich damit - kein Az kann mir helfen - mit der Idee einen 12V92TAB umgekehrt ins Heck eines KAT 4x4 einzubauen um damit die road of bones zu befahren.

    Wo bin ich also nicht besser aufgehoben als wie hier?

  • Aus dem Chemieforum:


    Sie betrachten lediglich die Eigenschaften von Kupfer. Um eine sinnvolle Antwort geben zu können müssten Sie sich aber die Zusammensetzung von Kupferpaste genauer ansehen und dann würden Sie feststellen, dass in handelsüblicher Kupferpaste ein sehr hoher Anteil korrosionshemmender Stoffe eingebracht wird um genau das zu verhindern was der Fragesteller befürchtet. Die Empfehlung die der Fragesteller bekam ist vollkommen richtig!!! Leider ist es in vielen Bereichen so, dass sich hartnäckig das Gerücht hält, dass Kupferpaste bei Aluverbindungen eine Korrosion fördern würde. Tatsächlich verhält es sich aber genau gegenteilig.


    Moin,


    ....also wenn Du so viel auf die Kupferpaste hällst, dann nimm Sie doch einfach,
    wie Claus schon sagt, jeder wie er mag...


    Dann habe ich aber noch eine Bitte, hab auch die Größe negative Ergebnisse
    hier in das Forum zu schreiben.
    Da ist der Lerneffekt für alle gegegeben.


    Ich nehme auch diese Keramikpaste, kostet nicht viel und es klingt alles
    etwas logischer was den Rost und den verwendbaren Temperaturbereich angeht.


    Kupferpaste nehme ich nur noch für den Reifenwechsel... :-P


    Beste Grüße


    Kirk

  • Kirk, du hast nicht richtig gelesen und schiesst schon aus vollen Rohren. Ich sagte: Kupferpaste hat man meist da, wenn man nicht extra Montagefett kaufen möchte. Ich redete also von einer Alternative um nicht extra etwas kaufen zu müssen. Wenn du extra etwas kaufen möchtest, steht es dir total frei zu kaufen was du möchtest. Das würde ich nie beeinflussen wollen.


    Ich will keine religiöse Pastendiskussion und will auch niemanden bekehren. Ehrlich gesagt darf jeder sich auch Jojoba-Öl auf die Glühkerzen gießen - ist mir wirklich recht - ganz ehrlich.


    Im Gegenteil verhielt es sich so, dass ich direkt gedisst wurde, Kupferpaste würde die Gewinde vom Motorblock auffressen. Aus diesem Grund habe ich die gegenteilige Argumentation kurz gegoogelt und damit auch die Meinung + 35 Jährige Erfahrung meines Mechanikergottes bestätigt.


    Natürlich werde ich aber sobald die Kupferpaste die Gewinde gefressen hat hier in diesem Fred sofort und unaufgefordert zur Selbstanzeige übergehen. Großes Indianerehrenwort!


    LG Rob

  • Hallo Rob,
    es ging mir bei meinem Beitrag rein um die Sache, nicht um Deine Person. Schade wenn Du Dich jetzt gedisst fühlst, bzw. das Empfinden hast, es wird mit Kanonen auf Dich geschossen.


    Mich würde der Link zu Deinem Zitat interessieren, so ist für mich der Zusammenhang nicht erkennbar. Und ohne eine belehrende Diskussion auslösen zu wollen, so finde ich, dass eine technische Erklärung in diesem Thema sinnvoll ist. Die herkömmliche Kupferpaste hat ja durchaus ihren technischen Anwendungsfall, speziell da, wo gleiche Materialpaarungen vorhanden sind. Ein wissenschaftlich nicht belegter, aber zur Erklärung gut zu verwendender Beitrag bei Wikipedia beschreibt es meiner Meinung nach sehr anschaulich: https://de.wikipedia.org/wiki/Hei%C3%9Fschrauben-Compound


    Dort sind eben auch mögliche Probleme aufgelistet, insbesondere bei verschiedenwertigen Metallen, wie es bei einer Glühkerze und dem Motorblock der Fall ist. Zudem ist Kupferpaste, wie auch andere metallhaltige Pasten, im Bereich von Sensoren (Beispiel Brems- und ESP-Systeme), verboten. Aus diesem Grund, sowie eigener Erfahrungen, wie im Beitrag oben aufgeführt, habe ich beispielsweise keine Kupferpaste in der Werkstatt, andere Produkte wie Keramikpaste oder Metaflux Gleitmetall, bieten da guten Ersatz und einen größeren Einsatzbereich. Metaflux wirkt, obwohl metallische Anteile vorhanden sind, galvanisch trennend, verhindert also Korrosion durch unterschiedliche Materialien in Verbindung mit Feuchtigkeit.


    Ich hoffe das mein Beitrag zur Beruhigung beigetragen hat, es gilt aber immer noch: Jeder wie er mag.

    Grüße aus dem Norden
    Claus

    Erleuchtung auf der dunklen Seite der Macht 37534537pb.gif

  • So, mal zurück zum Thema, habe heute die Glühkerzen gewechselt.
    Wie das ohne abschrauben der Ansaugbrücke gehen soll, will ich mir lieber nicht vorstellen .
    Ich habe sie auf jeden Fall abgeschraubt und komplett rausgenommen.
    Dafür habe ich - inkl. Pausenbierchen - ca. 4h gebraucht.
    Etwas fluchen gehört trotzdem dazu, weil es tw. trotzdem noch ziemlich eng zugeht.
    Hab mich aber gegen das Jojobaöl entschieden und doch Beru-Montagefett für Glühkerzen eingesetzt .
    Gruß Roy

  • Hallo Robert !
    Wollte dich nicht dissen, sondern nur meinen Kenntnisstand zum Thema beitragen und habe das ganze als Bitte formuliert. Es liegt mir fern, anderen Forenteilnehmern "auf die Füsse zu steigen"! Hab deine Erläuterung meinem Wissensstand hinzugefügt, kann aber meine praktische Erfahrung damit nicht in Einklang bringen. Muss nochmal weiter recherchieren.....

  • Hallo,

    habe hier ja schon einiges zum Thema Glühkerzenwechsel gelesen und bin für die Hinweise sehr dankbar.


    Bevor ich anfange habe ich jedoch eine Frage zum Vorgehen.

    Irgendwo habe auch den Tip gelesen, die Kerzen über Nacht in Isolatorenlöser "einzuweichen".

    Ausserdem: Heiß fahren, bevor man die Kerzen löst.

    Was ich in jedem Fall machen werde ist, die Ansaugbrücke abnehmen.


    Aber wie bringe ich das alles mit dem Heißfahren in Einklang?

    Dieser Isolatorenlöser ist hochenzündlich, wenn die Ansaugbrücke ab ist kann ich ja auch nicht mehr heißfahren...?


    Was wären Eure Vorschläge zum Vorgehen? Einweichen, nur warmfahren, Brücke abbauen, Kerzen raus?

    Ich möchte halt tunlichst vermeiden, dass mir eine Kerze abreißt....dann wüßte ich nicht mehr weiter...


    Dank vorab!

    th

  • Fahr den Motor richtig schön Warm, ca 30 Min.

    Sprühe danach die Kerzen ein, und demontiere dann die Ansaugbrücke.

    Dann die Kerzen rausschrauben.


    Kannst ja auch vorher schon einmal die Kerzen über Nacht mal einsprühen, Also nur Warmfahren und einsprühen. Das kann das Mittel über Nacht einziehen, und wenn du ein paar Tage später den Wechsel machst, sollte es dann ohne Probleme gehen.

    Ich sprühe alle 6 Monate beim Abschmieren bestimmte Stellen ein, das wenn ich mal dranmuss auch alles ohne Probleme losgeht.

  • Irgendwo habe auch den Tip gelesen, die Kerzen über Nacht in Isolatorenlöser "einzuweichen".

    ... war das bei "Grimms" oder "Anderson-Märchen"...?

    Liebe Grüße,


    Reiner
    ......................................................................................
    wer mit dem Wolf heult, soll auch mit Ihm fahren :thumbsup:

  • Die Glühkerzen haben einen konischen Preßsitz. Was soll da wohin ziehen? An's Gewinde kommt dadurch nichts heran.


    Vergesst diesen ganzen Tüdelkram. Man nimmt sich die erste Kerze, wo man am besten herankommt, und dreht die beherzt und nicht zögerlich heraus. Dann hat man eine ungefähre Vorstellung von dem was einen an den weniger zugänglichen Stellen erwartet.


    Akzeptabel wäre für mich noch „Rost-Schock-Löser“, der über das Verdampferprinzip das besprühte Bauteil vereist und damit den Sitz lösen kann (beachtet die Wahrscheinlichkeitsform!).

  • Moin Thommy,

    Wenn Du eine Reparatur dieser Art noch nicht durchgeführt hast und auch sonst wenig Erfahrung mit Dieselmotoren hast, suche eine Werkstatt auf! Vlt. Hast Du eine Tracktorschmiede in deiner Nähe. Die machen so erwas jeden Tag, haben das passende Werkzeug und die Erfahrung!

    Man wird dort sicher einen fairen Preis für den Tausch machen.

    Wenn du beim selbst wechseln eine abreisst muss evtl. Der Z-Kopf runter etc. Dann wird es richtig teuer!

    Ich repariere auch das meiste selbst, beim Motor mache ich aber nur was ich kann. Filterwechsel, Ölwechsel, defekten Kleinkram tauschen.

    Für alles andere gibt es Spezialisten mit Erfahrung. Muss ja nicht MB sein.

    Gruss Tom

  • N'Abend,

    geschafft!


    Bin vorgegangen wie von xXSaschaXx beschrieben - hat alles wunderbar geklappt!


    Und: auf dem Zeug steht "Isolatoren- und Glühkerzenlöser" - habe ich im Fachhandel gekauft und nicht im Baumarkt oder in der Bucht.

    Ob es letztendlich etwas genutzt hat...wer weiß.


    Auf jeden Fall: Dinger sind gewechselt und danke für Eure Beiträg!




    Es wird weitergehen....


    Hatte den Wagen "versuchsweise" gekauft.

    Wir haben einen Wohnwagen und brauchten eine Anhängerkupplung...


    Und siehe da: die Frau mag das Auto!



    Im Herbst möchte ich die Karosse abnehmen um ordentlich an den Rahmen zu kommen.

    Mind. die Stoß- und Federköpfe müssen gemacht werden - das werde ich allerdings nicht selber machen können - leider.

    Aber bis dahin möchte ich so vieles wie geht selbst machen.

    Laut Aussage meines KFZ Meisters ist dies notwendig, alleine um die H-Zulassung zu erlangen.

    Oder kennt jemand einen im Kreise Eifel-Simmerath, mit dem dies einfacher zu machen wäre?


    Bis jetzt habe ich keine "Anleitung" gefunden, wie am besten vorzugehen ist hinsichtlich Karosse ab.


    Weder die Reihenfolge, noch wie - und womit! - am besten beschriftet wird, um nachher wieder alles richtig zusammen zu bekommen.


    Hat hier jemand Hinweise/Tips?


    th

  • das Geheim Wort heißt TdV online zum Download und hier im Forum zick Mal erwähnt- die Forum Suchfunktion ist Dein Freundin 8]

    An sonst Google es einfach

  • Das Vorglühen funktioniert im Wolf doch sehr gut. Das ist ja sogar elektronisch (d.H. eine temperaturabhängige Kurve mit Vor- und Nachglühen).

    39275075ak.jpg

    Moin,


    also alles so lassen wie es ist, sagst Du...B:). Da bin ich ja auch ein Freund davon!

    Die Frage war auch grundsätzlich rein Interessehalber. Gibt es denn Glühkerzen die, abgesehen von den originalen, besonders gut im Wolf laufen?


    Gruß Tom

  • ja die Gibt Tom - Beru GV 736 wen ich mich richtig erinnert schau aber im Forum die günstige von EBay aus Italien sind das Geld ned wert