Bundeswehrkalender aus den 1970´er und 1960´er Jahren

  • Wenn ich mich von meiner fast 45 Jahre zurückliegenden Ausbildung im "Schießen im Sehstreifenverfahren" recht entsinne, war diese Stange für die Seitenrichtung / Abstimmen der Grundrichtung. Da der Mörser nicht in vorderster Front steht, sondern im indirekten Richten aus einer verdeckten Stellung feuert, ist die "auffällige" Stange nicht das Problem.

    Das muss wohl in der Zeit vor dem indirekten Richten mit Kollimator und Feuerkommandogeber gewesen sein. Echt spannend...


    Toller Kalender... 8)

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    Hälsningar,


    Din


    Sven Göran Wagnerson


    (Dansar med älg) :juhu:

  • Hallo,


    Interessant ist da auch daß es sich anscheinend um einen der Vorserien-Kraka's handelt. Der hat runde Rückleuchten, und die 640er Kraka's wurden meines Wissens erst 1974/75 bei der Truppe eingeführt hmmm

    eine Frage noch dazu : sind das dann dieselben Rückleuchten Gelb/ Rot der ersten Fahrzeuggeneration (Munga, 404, MAN usw.) ? Oder doch andere … die Rücklichter an diesem Kraka sehen irgendwie kleiner aus, im Vergleich zu den Rückstrahlern hmmm


    Gruß

    Gerd

  • MAI JUNI 1972 (28.-3.)

    Vorgeschobener Beobachter eines schweren Mörserzuges

    Gruß - Kai


    BUNDESGRENZSCHUTZ - GSK Küste - BGS See - KüEH (KüstenEinsatzHundertschaft)

    Einmal editiert, zuletzt von stiwa ()

  • ... nein, nur der dicke Finger, weil das "d" direkt neben dem "s" auf der Tastatrur liegt.

    Beim nächsten Blatt ist aber kein Mörder/Mörser mehr dabei :-D


    Wäre aber schön, wenn ihr mich per PN auf solche Fehler aufmerksam machen könntet.

    Das hält den Beitrag übersichtlicher - Danke für euer Verständniss und die Hinweise :BGS-B:

    Gruß - Kai


    BUNDESGRENZSCHUTZ - GSK Küste - BGS See - KüEH (KüstenEinsatzHundertschaft)

  • JUNI JULI 1972 (25.-01.)

    Soldaten Des Heeres beim Mittagessen unter freiem Himmel

    Zitat

    Mittagessen im Grünen! Ein Motiv für die Palette der Maler. Wie oft haben sie die Menschen in der freien Natur beim Picknick dargestellt! Unser Bild ist kein solches Gemälde, es wurde mit der Kamera eines Soldaten "geschossen", aber deshalb ist es nicht minder farbenprächtig und interessant geworden. Nicht nur die Aufnahmetechnik des Bildes ist modern, die Dargestellten sind es nicht minder: Fallschirmjäger unseres Heeres. Sie haben Tische und Stühle aus ihren Unterkünften in ein Fallschirmspringer-Ausbildungslager mitgenommen und nehmen daran nun ihre Mahlzeit ein. Das wirkt für alte Soldaten ungewöhnlich "zivil" und mancher von ihnen mag es sogar für "unsoldatisch" halten. Dabei sind die billigen Plastik-Menütabletts (:?:), auf denen man die einzelnen Teile des Mittagessens unvermischt in Empfang nehmen kann, die einzig sichtbaren Requisiten der Moderne. Genau genommen ist das eigentlich Moderne nur die Einstellung der Soldaten, die sich dieses bißchen Privatsphäre in die freie Natur mitgenommen haben. Es sind Soldaten einer Zeit, die eine hohe technische Zivilisation erreicht hat, und sie haben auch entsprechend moderne soldatische Auffassungen, die vielleicht nicht von vornherein mit der harten Anforderungen des soldatischen Lebens ganz übereinstimmen. Aber der Soldat unserer Zeit ist ein Mensch der heutigen Gesellschaft, und die hat nun einmal andere Auffassungen über die Fragen des Lebens und auch über den Soldaten als frühere Jahrzehnte.

    Die jungen Soldaten bringen naturgemäß diese Auffassung mit, wenn sie für die Dauer ihrer Wehrpflicht "zum Bund" einrücken. Jede Epoche schafft sich ihren Soldatentyp, und auch die unsere hat ihn sich geschaffen. Die Fallschirmjäger auf unserem Foto haben ihre Portion zum Teil nicht aufgegessen, einige haben sich eine Flasche Limonade zum Essen geholt, einige rauchen schon, andere essen noch, einige behalten sogar zum Essen ihr neues Barett auf dem Kopf, alle tragen eine luftige, zweckmäßige Uniform, der Kragen ist weit offen, er beengt nicht, die Ärmel sind hochgeschlagen und geben den Unterarmen Luft, der Haarschnitt ist modisch. Genauso sind sie es auch in ihren Zivilberufen gewöhnt, am Schreibtisch in ihrer Firma, an ihrer Maschine, auf Montage oder wo sonst immer, und als Soldat wollen sie es gerne genauso haben. Warum sollte man ihnen das nicht gestatten und ermöglichen - zumal sich ihre Disziplin heute auf anderen Gebieten zu bewähren hat als einst? Sie sind nur für 18 Monate Soldaten, einige vielleicht auch noch freiwillig etwas länger. In ihrem jungen Leben und sicher schon vor ihrer Soldatenzeit in Schule und Beruf sind sie heute skeptische Realisten geworden, die wissen, warum sie als Soldaten dienen.

    Diese Soldaten sind anders als die früheren. Sie entsprechen in allem - auch in ihrer Ausrüstung und Bewaffnung - der modernen Zeit, aus der sie kommen und deren Kinder sie sind.

    Bild Oberstleutnant Klaus Neumann

    Gruß - Kai


    BUNDESGRENZSCHUTZ - GSK Küste - BGS See - KüEH (KüstenEinsatzHundertschaft)

  • Sehr schönes Bild .... sind sogar einige Pizza mützen dabei. Übrigents darf der Kleine rechts unten überhaupt schon rauchen. :lach:

    Aber ... Barett im Gelände und die eine hälfte hätte mein Spiess Pauli zum Frisor geschickt bei der andern hälfte hätte er es mit der Schafschere selber gemacht :opa:


    Gruss Gunnar:barett-gn:

    Der Herrgott schuf in seinem Zorn , den Sennesand bei Paderborn,

    doch der Grenadier der wollte mehr,

    nun schaufelt er in Grafenwöhr:barett-gn:


    :pump:MACHEN IST WIE WOLLEN, NUR KRASSER!:pump:

  • Fallies waren schon immer besonders...

    Essen vom Tablett hmmm

    Selbst mein Inst-Barett "klebte" am Kopf > bin als Falli sozialisiert worden :barett-bor::barett-ko::schweiz:

    Bullitreiber / Robert


    kostengünstiger Hersteller von CO2 und Überlebender der 1975 prognostizierten Eiszeit, des Waldsterbens, des Konsums von Salz und Eiern, des Millenniumbugs und der Klimakatastrophe.

    :schweiz:

    88148-fahrrad-52-gif

  • ... Leute, ihr habt auch mal klein angefangen und das tut hier nichts zur Sache ...

    und gequalmt wurde zu der Zeit bei JEDER Gelegenheit.


    Vielmehr würde mich interessieren, ob das wirklich "Plastik-Menütabletts" sind, oder ob die doch eher aus Edelstahl sind, wie es optisch den Anschein macht hmmm

    Gruß - Kai


    BUNDESGRENZSCHUTZ - GSK Küste - BGS See - KüEH (KüstenEinsatzHundertschaft)

  • Ich sag das ist Edelstahl , das hatten wir in der Kompanie im Zugkeller steht waren 2 Kisten plus Schanzzeug. ..

    und was das rauchen betrifft hast du recht geraucht wurde immer .... Trotzdem ist das lustig ein wenig zu lästern, über die Haarnetzlanser

    zumal das Bild sehr gestellt aussieht und keiner ne Tüte raucht.:lupe:

    Gruss Gunnar :barett-gn:

    Der Herrgott schuf in seinem Zorn , den Sennesand bei Paderborn,

    doch der Grenadier der wollte mehr,

    nun schaufelt er in Grafenwöhr:barett-gn:


    :pump:MACHEN IST WIE WOLLEN, NUR KRASSER!:pump:

  • ... darüber brauchen wir nicht diskutieren.

    Das sind Werbungsbilder, die sorgfältig ausgesuchte Ausschnitte zeigen.


    Bei den Tabletts bin ich voll auf deiner Linie :daumenhoch:

    Gruß - Kai


    BUNDESGRENZSCHUTZ - GSK Küste - BGS See - KüEH (KüstenEinsatzHundertschaft)

  • Ich würd die abgebildeten auch für Edelstahtl halten, sehe sie gelegentlich auch an Bord noch. Ich kann mich aber auch an sowas aus Alufolie gepresst als Einmalware erinnern. Gab es auch zivil im Großküchenbereich.

  • Die Fernspäher hatten auch Sonder-Rationen > "Jolante" (Schwan -eh Schwein - Geschenk einer verbundenden Dorfgemeinschaft) fristete ihr Dasein im Keller der FSK100 bei bester Versorgung durch meinen Vater. Und so ein "Treffen" war ihr Ende :chef:

    Bullitreiber / Robert


    kostengünstiger Hersteller von CO2 und Überlebender der 1975 prognostizierten Eiszeit, des Waldsterbens, des Konsums von Salz und Eiern, des Millenniumbugs und der Klimakatastrophe.

    :schweiz:

    88148-fahrrad-52-gif

  • JULI 1972 (2.-8.)

    Gebirgsjäger beim Übungsklettern

    Gruß - Kai


    BUNDESGRENZSCHUTZ - GSK Küste - BGS See - KüEH (KüstenEinsatzHundertschaft)

  • JULI 1972 (16.-22.)

    Ein Schwarm Hubschrauber H-34 beim Einhängen der Lasten

    Für Interessierte ist der genannte Film hier anzusehehn:

    Gruß - Kai


    BUNDESGRENZSCHUTZ - GSK Küste - BGS See - KüEH (KüstenEinsatzHundertschaft)

  • AUGUST 1972 (13.-19.)

    In der Ausstellung "Unser Heer" wird ein Kampfpanzer Leopard beim Überschreiten einer Panzerbrücke vorgeführt

    Zitat

    Kritik an der Bundeswehr kommt entweder von Mitbürgern, die aus dem Bewußtsein der Verantwortung ihr Wort erheben, oder von solchen, die, aus welchen Gründen auch immer, die Bundeswehr ablehnen oder sie aus eigener Anschauung nur unvollständig, wenig oder überhaupt nicht kennen. Die meisten der zuletzt Genannten sind zwangsläufig darauf angewiesen, was sie vom Hörensagen "wissen" können. Die Bundeswehr und alle ihre Angehörigen haben daher ein verständliches Interesse, daß die Bevölkerung und Öffentlichkeit immer wieder über ihren Verteidigungsauftrag und über die Art und Weise, wie Soldaten diesen Auftrag erfüllen, informiert werden.

    In der Presse, Öffentlichkeitsarbeit und Nachwuchswerbung stellt sich die Bundeswehr selbst der Öffentlichkeit und pflegt Kontakte zu den Bürgern. Dafür gibt es viele gute Gelegenheiten: Schwimm- und Sportfeste, Vorführungen, Vortragsveranstaltungen, Märsche und Übungen im freien Gelände, aber auch Pressekonferenzen, Informationsschriften, Informationstagungen und ähnliches. Eine besonders gute Möglichkeit bietet Jahr für Jahr in fast allen Garnisonen der "Tag der offenen Tür", an dem Soldaten die Bevölkerung ihres Standortes, ihre Angehörigen und ihre Reservisten zu Gast haben. Jahr für Jahr finden außerdem, jeweils von Mai bis Oktober, die mobilen Ausstellungen "Unser Heer", "Unsere Luftwaffe" und "Unsere Marine" statt. Millionen von Staatsbürgern könne sich ein Bild machen, wie und wozu ein Teil ihrer Steuergelder verwendet wird. Durch Fotos, Plakate und Broschüren, vor allem aber in natura vermögen sie jederzeit die Waffengattungen, die wichtigsten Waffensysteme und Großgeräte kennenzulernen.

    Für die Besatzungen und Bedienungsmannschaften ist es jedesmal ganz gewiß eine Auszeichnung, ihre Panzer (so auf unserem Bild), Flugzeuge oder Schiffe und Boote vorführen zu können und zur Ausstellung kommandiert zu werden, wenn das auch oft eine anstrengende Sache ist. Denn vor allem junge Menschen stellen viele Fragen und wollen alles ganz genau wissen. Denjenigen aber, die später einmal dienen müssen oder wollen, steht dafür auch noch ein Wehrdienstberater Rede und Antwort. Er weiß über alle Laufbahnen und Aufstiegsmöglichkeiten Bescheid und gibt auch Auskunft über die persönlich günstigste der jeweiligen beruflichen Ausbildung am besten entsprechenden Verwendungsmöglichkeit.

    Bild Bernd Meier

    Gruß - Kai


    BUNDESGRENZSCHUTZ - GSK Küste - BGS See - KüEH (KüstenEinsatzHundertschaft)

  • AUGUST SEPTEMBER 1972 (27.-2.)

    Oberfeldwebel der Fallschirmjäger

    Zitat

    Neben den Panzergrenadieren sind die Fallschirmjäger die jüngste Truppe der Infanterie. Erst in der zweiten Hälfte der dreißiger Jahre stellte die Wehrmacht ihre ersten Fallschirmjägereinheiten auf. Sie sollten, mit Transportflugzeugen abgesetzt, offene Flanken der eigenen Truppe sichern, plötzlich entstandene Lücken in der eigenen Front schließen, wichtige Geländeräume oder Brücken im Rücken des Feindes besetzen und alle die handstreichartigen Unternehmen durchführen, zu denen Schnelligkeit, Kühnheit und eine eiserne Energie gehören. Die deutsche Fallschirmjägertruppe hat im letzten Kriege ihre große Bewährungsprobe abgelegt. Die Fallschirmjäger der Bundeswehr sind aus dem gleichen Holz geschnitzt, das liegt schon an den ihnen gestellten Aufgaben. Wer einmal unsere Fallschirmjäger besucht, der wird vor allem erfahren, das sie harte und zuverlässige Männer sind. Man hat das Gefühl, daß unsere Sicherheit bei ihnen in den besten Händen ist - sie überzeugen ganz einfach.

    Wie dieser Oberfeldwebel und Zugführer, der sich gerade zum Springen fertig macht und in den nächsten Minuten im Rahmen einer Übung ein Transportflugzeug besteigen wird, um dann irgendwo aus großer Höhe "abgesetzt" zu werden - so lautet der Fachausdruck. Er hat seinen Sprungfallschirm auf dem Rücken, den kleineren Reservefallschirm vor dem Bauch und bindet gerade die Übungshandgranaten an. Sein ganzes Gepäck trägt er selbst, und er springt auch als erster seines Zuges, die anderen können ruhig hinter ihm herspringen. Er führt im wörtlichen Sinne. Unten sammelt er dann seinen Zug und setzt ihn zur Erfüllung seines Auftrages an. Deshalb muß er "vorne", muß er der erste am Ort des Handelns sein. Für ihn ist das selbstverständlich und seine Soldaten erwarten das von ihm.

    Was ist dieser Oberfeldwebel für ein Mann? Warum ist er eigentlich Soldat? Hätte er nicht auch etwas anderes werden können? Für diesen Oberfeldwebel ist der Typ des früheren, oft kritisierten Unteroffiziers überholt - durch die Zeit, durch die Technik einer modernen Armee, durch seine Auffassung von der Welt und der Rolle, die ihm in ihr anvertraut ist, durch sein Bild von seinem Beruf, den er sich erwählt hat, und von seiner Aufgabe, so wie er sie auffaßt. Er liebt den Frieden wie jeder vernünftige und rechtschaffende Mensch, aber er weiß auch, daß es mit der Friedensliebe allein nicht getan ist, sondern daß man für die Erhaltung des Friedens hier und heute etwas tun und auch bereit sein muß, als Soldat dafür zu kämpfen. Er hat seinen Beruf darin gefunden, junge Männer in dieses harte Soldatenhandwerk einzuführen. Er ist dabei der ältere Kamerad, der freilich nicht nur älter, sondern auch erfahrener ist, mehr kann, mehr weiß und der das alles ganz natürlich ausstrahlt. Kann man bei einem solchen Manne nicht Soldat sein?

    Bild Helmut Schwipp

    Gruß - Kai


    BUNDESGRENZSCHUTZ - GSK Küste - BGS See - KüEH (KüstenEinsatzHundertschaft)

  • So´n "Ding hat mein Vater in den 80igern zu Silvester in einer Betoneinfassung für die großen Blech-Mülltonnen (derer 4) gezündet:

    - "KAABUMM" und viel grüner Qualm :thumbsup:

    - Das Studentenheim gegenüber war sofort ruhig > da war nix mehr mit böllern. Die waren wohl ein wenig "neidisch" :kinnlade:

    Bullitreiber / Robert


    kostengünstiger Hersteller von CO2 und Überlebender der 1975 prognostizierten Eiszeit, des Waldsterbens, des Konsums von Salz und Eiern, des Millenniumbugs und der Klimakatastrophe.

    :schweiz:

    88148-fahrrad-52-gif

  • Beim Polterabend eines Uffz. Kameraden im Jahr 1984 hatte jemand eine Kloschüssel mitgebracht und einer unserer OFw setzte an, diese mit einer DM12 zu zerlegen.


    Als der BttrChef das realisiert hat, fehlte nicht mehr viel bis zur vorläufigen Festnahme des OFw - die DM12 hatte er allerdings sofort sichergestellt und am Montag musste der OFw zum Rapport.


    Detlev

  • ... wir haben damit den Nachbarn die aufgeklappten Fensterläden von der Wand geholt ... :pinch:


    Doch noch einmal zu dem Bild: der OFw trägt eine alte PzKombi und hat eine "Matratze" mit Handauslösung auf dem Rücken. Auf seinem T10R ist ein Höhenmesser zu erkennen.

    Das ist sicher kein Zugführer eines "normalen" FschJg-Zuges, sondern eher ein Fernspäher, der nicht in Zugstärke operiert.

    Oder sehe ich das falsch ...

    ... was sagen die Profis dazu?

    Gruß - Kai


    BUNDESGRENZSCHUTZ - GSK Küste - BGS See - KüEH (KüstenEinsatzHundertschaft)