Bundeswehrkalender aus den 1970´er und 1960´er Jahren

  • Wenn die geladen wären,dann dürfte der da auch nicht stehen und Bilder knipsen.

    Zudem ist der erste Linkshänder,mit der Sportpistole geht das, mit ner P1 eher nicht.

    Ich heisse Thomas,bin aber an die Anrede Tc gewöhnt und möchte das so weiterführen

  • Wenn die geladen wären,dann dürfte der da auch nicht stehen und Bilder knipsen.

    Zudem ist der erste Linkshänder,mit der Sportpistole geht das, mit ner P1 eher nicht.

    Äh ich bin Linkshänder und hatte keine Probleme ich hab genau so schlecht geschossen wie der rest.

    unser Schiessleiter hat immer gesagt wir sollen die Pistole am Lauf nehmen und die Einzelteile werfen, da hätten wir größere Changen zu treffen :-D

    Gruss Gunnar :barett-gn:

    Der Herrgott schuf in seinem Zorn , den Sennesand bei Paderborn,

    doch der Grenadier der wollte mehr,

    nun schaufelt er in Grafenwöhr:barett-gn:


    :pump:MACHEN IST WIE WOLLEN, NUR KRASSER!:pump:

  • OKTOBER 1972 (8.-14.)

    Oberfeldwebel weist seinen Panzerabwehr-Raketenzug ein

    Zitat

    Eine Ein-Mann-Waffe, die ohne Lafette auf einem einfachen Rampengestell gelagert oder an irgendeinem Rad- oder Kettenfahrzeug montiert, durch einen einzigen Schützen transportiert und in Stellung gebracht, durch Hebelbewegung gestartet und über einen sich abspulenden Draht gegen gepanzerte Ziele gelenkt werden kann, das ist die technisch modernste Panzerabwehrwaffe der Infanterie - die Panzerabwehr-Lenkrakte.

    Die fortschreitende Raketentechnik hat sich auch in die Reihe der Panzerabwehrwaffen geschoben. Die verschiedenen Versionen der Lenkraketen sind die entwicklungsträchtigsten Panzerabwehrwaffen in allen Heeren. Auf unserem Bild gibt ein Oberfeldwebel der Fallschirmjäger im Rahmen einer NATO-Übung den Einsatzbefehl an die Männer seines Panzerabwehr-Raketenzuges. Fallschirmjäger tauchen überall dort auf, wo es brenzlig wird. Sie kommen überraschend aus der Luft in den Rücken des Gegners, nehmen handstreichartig ein Objekt oder wichtige Geländeteile im Besitz oder legen sich in Hinterhalte. Dazu müssen sie beweglich sein und auch gegen Panzer kämpfen können. Unser Zug ist mit lufttransportfähign 0,25t-Jeeps ausgerüstet. Ihre Hauptwaffe ist die COBRA-BO 810, von denen je vier Stück in unmittelbarer Folge vom Jeep gestartet werden können. Sie bekämpfen stehende wie bewegliche Ziele auf Entfernungen von 400-1600 m. Diese COBRA, eine Entwicklung der deutschen Firma Bölkow, wiegt nicht einmal 10 kg, fliegt im Unterschall 85 Meter/Sekunde und durchschlägt mit Hohlladungskopf bis zu 500 mm Panzerstahl, genug, um jeden bekannten Panzertyp vernichten zu können. Ihre weitreichende französische Schwester (800-3200 m), die SS 11, ebenfalls vom Boden oder von Fahrzeugen zu starten und bei der deutschen Infanterie eingeführt, erlaubt mit ihrem langsamen Flug (25 m/sec) dem Lenkschützen ein sorgfältiges Zielen und durchschlägt sogar bis zu 600 mm Panzerstahl. Kaum glaublich, daß diese Entwicklung überboten werden kann. Und doch ist schon die Ablösung als Fahrzeugwaffe da mit erweitertem Schußbereich (75-4000 m), die deutsch-französische Entwicklung der Panzerabwehr-Lenkrakete HOT. Ihre Fluggeschwindigkeit ist sehr hoch (280 m/sec). Die dadurch auftretenden Schwierigkeiten für den Lenkschützen (kurze Flugzeit = kurze Beobachtungszeit) konnten durch eine halbautomatischen Lenkung über Infrarot-Ortung voll ausgeglichen werden. Bei dieser Entwicklung steigen auch die Anforderungen an den Lenkschützen, der scharfe Augen, räumliches Sehvermögen und außergewöhnliche Konzentrationsfähigkeit besitzen muß. Er darf seine Rakete keine Zenhntelsekunde aus den Augen verlieren, wenn er mit leichtem Fingerdruck seine Steuerkommandos an das Leitwerk der Rakete gibt. Er muß sie um Hindernisse herumlenken und fahrenden Ziele verfolgen können. Dabei darf er sich während des Fluges der Rakete von keinen anderen Eindrücken um ihn herum beeindrucken oder ablenken lassen.

    In der Abwehr ist der Panzer der Hauptfeind auf dem Gefechtsfeld. Soldaten aller Waffengattungen müssen deshalb auch in der Lage sein, sich in allen Situationen feindlicher Panzer zu erwehren. Deshalb gibt es neben den Panzerabwehrwaffen der Infanterie noch eine Vielzahl anderer Waffen gegen Panzer, die jeder Soldat bedienen kann, wenn er eine Ausbildung in der "Panzerabwehr aller Truppen" durchlaufen hat. Hierzu gehört die Panzernahbekämpfung mit Blend-Brand-Handgranaten und Handflammpatronen, mit Sprengladungen und Panzerminen und die Ausbildung mit Gewehrgranaten und an den leichten und schweren Panzerfäusten. Diese Ausbildung "Mann gegen Panzer" auf nächste Entfernung erfordert freilich intensive wirklichkeitsnahe Übung und, wenn es darauf ankommt, Nervenstärke und Entschlossenheit. Kaum eine Armee legt soviel Wert auf diese Ausbildung und ist für den Abwehrkampf gegen Panzer vollständiger und besser ausgerüstet als die Bundeswehr. Das ist auch ein Faustpfand glaubwürdiger Abschreckung, damit es nie "darauf ankommen" möge.

    Bild Oberstleutnant Klaus Neumann

    Gruß - Kai


    BUNDESGRENZSCHUTZ - GSK Küste - BGS See - KüEH (KüstenEinsatzHundertschaft)

  • Danke Robert,


    Wir hatten damals beim PAH gelernt wenn der Draht nach 4500m abreist wird die Rakete auch ohne Treffer gesprengt, oder bin doch schon zu alt:ohhh::opa::opa::opa: oder bei der SchulungN8 weggerüsselt, der erste PAH kam erst 6 Monate später und der erste scharfe Schuss noch viel später , außerdem war ich ja auch kein schwebender "Richtschütze":dev:8]8]8] außerdem waren die PAH voll öko vegan die haben die Startrohre zur fachgerechten Entsorgung wieder zurück gebracht.


    :barett-bor: Ramboduck

  • Bullitreiber,

    nicht schlecht das Filmchen. Umgebaute Jagdpanzer 3-4 auf HOT, ex SS11, ebenso wie die Umbauten auf TOW. Leider war der Luckenausschnitt zum Nachladen wegen der Toleranzen, die unvermeidbar sind, ein kleines wenig zu klein, so dass fast alle Raketenbehälter nach der Aufnahme beim Ausschwenken am Luckenrand angeschlagen sind. Das hat die Funktion allerdings nicht beeinträchtigt. Das Fahrzeug nannte sich dann Jaguar. Habe ich mal vor 40 Jahren oder so als 1:35 Modell gebaut, Basis Marder (obwohl die Laufrollen nicht ganz stimmig sind, hat bisher aber niemand bemerkt).

    Das Kalenderbild von 1972: Die Mungas mit SS11 waren wohl fotogen aufgestellt, der spätere Generalinspekteur der BW hat das wohl recht blumig beschrieben. Aber das war damals halt Mode, so zu schreiben.

    Grüße

    Wolf

  • Na ja, der Sicherungshebel liegt bei der P1 auf der linken Seite vom Verschluss und wird mit dem Daumen bedient.

    Beim Linkshänder funktioniert das eher nicht.


    so verstehe ich das....


    Grüße

    Bernd

    "Nur wenige sind es wert, daß man ihnen widerspricht"!

  • Es mussten auch alle Linkshänder damit klarkommen, weil das von oben so gewollt war.

    Als Sportschütze gewinnst du mit der falschen Hand keinen Blumentopf,es sei denn

    die ist dafür vorgesehen oder umbaubar.Selbst das G 3 ist nicht dafür vorgesehen,

    heute ist aber ein Umbau machbar,wenn auch nicht ganz billig.

    Ich heisse Thomas,bin aber an die Anrede Tc gewöhnt und möchte das so weiterführen

  • Als Linkshänder hat der Umbau einen entscheidenden Fehler: Das Auswerferfenster ist immer noch rechts. Der ganze Rotz an Pulverresten fliegt dem Schützen ins Gesicht beim Auswerfen der abgeschossenen Patrone. Und die Vorführung hat auch seine Fehler: Ladehebel einrasten, Magazin einsetzen, Ladehebel aus der Ladesicherungsstellung mit der Hand rausschlagen. Bei der Bundeswehr zu meiner Zeit war das verboten aus Verschleißgründen. Der Umbau auf Ladehebel rechts ist in den Zusammenhang unerheblich. Sicherungshebel beidseitig findet man an neueren Waffen öfter.

    Wolf

  • OKTOBER 1972 (15.-21.)

    C-160 Transall der Luftwaffe nach einem Hilfsflug in das ostafrikanische Katastrophengebiet

    Zitat

    Es ist gar nicht so selbstverständlich, daß heute, 26 Jahre nach dem Ende des zweiten Weltkrieges, deutsche Militärflugzeuge in andere, fremde Länder fliegen. Aber diese Flugzeug der Bundeswehr werden inzwischen längst als Botschafter des guten Willens angesehen. Sie gelten als Zeugen unseres Bemühens um Frieden und unseres Strebens nach Hilfestellung für in Not geratene Nationen, Völker und Landstriche.

    Als in Pisa Anfang der fünfziger Jahre die Dämme brachen und sowohl Menschen als auch unersetzliches Kulturgut durch eine Sintflut bedroht waren, landeten unsere Bundeswehrmaschinen mit dem Eisernen Kreuz am Rumpf als erste. Sie brachten Medikamente, ärztliche Spezialisten und Helfer. Die feste Kette der Hilfsbereitschaft erhielt weitere Glieder anläßlich verschiedener schwerer Erdbeben im europäischen Armenhaus, im Osten des türkischen anatolischen Hochlandes. Decken und Zelte, auch Bekleidung brachten wir in den Iran, nach Mali, den Tschad, nach Dahomey, Äthiopien, nach Peru, dem Yemen, Pakistan, Chile, nach Marokko und Tunesien. Die bunte Weltkarte im "Gefechtsstand" des Luftwaffentransportkommandos zeigt mit ein Gewirr farbiger Stecknadeln die einzelnen Landeplätze der Humanitas, verteilt über die gesamte Welt. Den verantwortlichen Männern der deutschen Lufttransportflotte sind die Telefonnummern des Krisenstabes beim Innenministerium und ihre jeweiligen "counter-parts" bei unseren Botschaften im Ausland heute genauso geläufig wie die Nummern ihrer militärischen Verbindungen, deren festes Glied sie sind.

    Heute wie schon zu allen Zeiten drehen sich die Gespräche der Soldaten um Schwierige, interessante, vielleicht auch gefährliche Einsätze. Aber aus dem "Weißt Du noch: ,Sedan 71' oder ,Charkow 1942'?" ist ein "Mensch, diese Tour damals nach Dahomey" oder "Als wir mit dem Dorfältesten Brüderschaft in Ober-Volta tranken" geworden. Und dies Gespräche haben einen angenehmen, fast immer helfenden Inhalt. Deutsche Militärtranporter sind zum Mittler des guten Willens eines ganzen Volkes geworden. Ebenso wie die Marine nehmen inzwischen Flugzeuge mit dem Eisernen Kreuz am Rumpf die diplomatische Aufgabe wahr, unsere Flagge zu zeigen. Wir signalisieren damit, daß mitten in Europa ein friedfertiger Nachbar wohnt, der willens ist zu helfen, ohne sich einmischen zu wollen.

    Wenn wir das heute vielfach mit Militärflugzeugen tun, so beweisen wir damit, daß die Gebrüder Wright 1903 gar nicht so unrecht gatten, als sie in den von ihnen verwirklichten Anfängen der Fliegerei visionär eine Möglichkeit zu entdecken glaubten, durch welche die Völker einander näherrücken können. Ein Land wie die Bundesrepublik Deutschland kann tragische Schicksale wie das der Bengalen in Ostpakistan sicherlich nicht verhindern. Aber wir versuchen in vielen Hilfsflügen zu helfen.

    Bild Hans Heinzelmann

    Gruß - Kai


    BUNDESGRENZSCHUTZ - GSK Küste - BGS See - KüEH (KüstenEinsatzHundertschaft)

  • Und von der "Interflug"-AN 24 kam der Funkspruch " Landet mal zuerst! Ihr seid mit Gegeschub und Luftbremsen schneller von der Bahn als wir"


    Und zur Vervollständigung zum Oktober 72/1



    Bullitreiber / Robert


    kostengünstiger Hersteller von CO2 und Überlebender der 1975 prognostizierten Eiszeit, des Waldsterbens, des Konsums von Salz und Eiern, des Millenniumbugs und der Klimakatastrophe.

    :schweiz:

    88148-fahrrad-52-gif

  • Moin Robert,


    Danke da war ich da gerade aktiv einige Gesichter und komischer weise Stimmen erkannt, Namen eher Mau, und denk mal unser Treffen July 2020 die Lage wurde genauso angesprochen, wobei der Schwarm weiter verteilt war, einmal unter der Brücke durch:dev:8] weil einige es können, und die Huey vom 10er war ja auch kurz im Bild, und hat ja immerhin bis diesen Sommer durchgehalten...was man von der Bo nicht sagen kann.


    :barett-bor: Ramboduck

  • OKTOBER NOVEMBER 1972 (29.-4.)

    Die Besatzung eines Sanitätspanzers während einer Übung

    Gruß - Kai


    BUNDESGRENZSCHUTZ - GSK Küste - BGS See - KüEH (KüstenEinsatzHundertschaft)

  • NOVEMBER 1972 (5.-11.)

    Gefechtsschießen eines Panzerzuges bei Nacht

    Gruß - Kai


    BUNDESGRENZSCHUTZ - GSK Küste - BGS See - KüEH (KüstenEinsatzHundertschaft)

  • Wunderbares Foto.


    1989 haben wir das mit LEO2A4 auch noch gemacht.


    Zielzuweisung durch ZgFhrer

    "Ich zähle zum Feuerüberfall DREI - ZWO - EINS - FEUEEER"


    Anstrengender, aber auch interessanter war jedoch das Nachtschießen in Betriebsstufe "Turm AUS"

    (Ohne Wärmebildgerät und Turmbetrieb mit Handkurbeln, keine Laserentfernungsermittlung)


    Gefechtsfeldbeleuchtung duch schwere Panzerfaust.


    Lange it's her


    Markus

  • NOVEMBER 1972 (19.-25.)

    Der neue Schützenpanzer Marder (Schnittzeichnung)

    Gruß - Kai


    BUNDESGRENZSCHUTZ - GSK Küste - BGS See - KüEH (KüstenEinsatzHundertschaft)