Chevrolet K30 M1008 Restauration

  • Hallo zusammen,


    nachdem ich eigentlich nur die Glühkerzen nachgucken wollte ergab sich eine Teilrestauration des Chevys. 7 Glühkerzen waren in Ordnung, außer die 8, die war aufgepilzt :urg: Da man an die Stelle auch so super dran kommt, wollte ich nun die Kotflügel abbauen. Da der Schlossträger aber auch schon Löcher hatte, habe ich mich entschieden, vorne alles zu zerlegen und zu restaurieren.






    Nachdem nun vorne alles weg war, konnte ich die Einspritzdüse rausschrauben und die kaputte Glühkerze sehen. Sie sah aus wie eine geplatzte Schrotflinte. Also hab ich ein Stück Pappe in die Vorkammer gelegt, damit keine Stücke in den Brennraum fallen können. Als nächstes habe ich die mit einer Zange die Glühkerze vorne etwas zusammengedrückt. Anschließend habe ich sie dann vorsichtig herrausgehebelt. Zerbrochen ist sie zum Glück nicht aber die Vorkammer wurde trotzdem mit dem Staubsauber ausgesaugt. Danach wurden dann AC Delco 60G Glühkerzen reingeschraubt.



    Außerdem habe ich bei der Tour auch direkt die kaputte Kraftstoffpumpe ausgewechselt.


    Danach wurde weiter auseinander gebaut.




    In den letzten Tagen ging‘s dann weiter mit der Lackierung der Innenkotflügel und der Batteriehalter. Nachdem an den Innenkotflügeln der Rost mit Flex und Zopfbürsten entfernt wurde, wurde alles mit dem Exzenterschleifer angeschliffen. Die Batteriehalter wurden zuvor gesandstrahlt.




    Anschließend wurde alles mit Silikonentferner entfettet und mit einer 2K EP Zinkstaubfarbe von Militärlacke.de grundiert. Der Vorteil hiervon ist die 100%ige Rostschutzwirkung durch den sehr hohen Zinkanteil.



    Anschließend wurde dann nass in nass eine passende 2K Acrylgrundierung in braunbeige, welche auch bei Bundeswehrfahrzeugen zum Einsatz kommt, aufgetragen.




    Diese wurde dann einen Tag trocknen gelassen, bevor die Schweißnähte und überlappende Bleche mit Sikaflex 221 versiegelt wurden.




    Danach wurde dann alles mit Militärlacke.de 2K Black 383 matt lackiert. Ich habe mich im Motorraum bewusst für einen 2K Lack entschieden, da dieser wesentlich widerstandsfähiger gegenüber chemischen Flüssigkeiten und Temperaturen ist. Wir haben ein bisschen mehr Härter als gefordert verwendet, um den Glanzgrad in Richtung seidenmatt zu verändern. Die Originalteile waren nämlich vorher auch seidenmatt lackiert. Wahrscheinlich wegen der besseren Reinigungsmöglichkeit.
    Hier kurz nach dem Lackieren:





    Nachdem dann alles getrocknet war, sah das Ergebnis so aus. Ich persönlich bin sehr zufrieden mit dem seidenmatten Finish.


  • Du wirst noch viel Freude mit deinem M1008 haben.
    Die Karren sind ziemlich schlecht verarbeitet. Die Versiegelung deiner Kotflügel an den Stellen der Überlappung wird dir nicht wirklich nützen, weil der Gilb bereits darunter sitzt.
    Die Glühkerzen wirst du noch öfter wechseln, weil das sind 6 sec. Glühkerzen, die bei 8 Sec. platzen. Wenn deine Elektronik nicht richtig funktioniert (was ab spätestens 70000 Meilen standard ist), wirst du dir was anderes einfallen lassen müssen oder fast täglich Glühkerzen wechseln. Das gilt auch für den Temperatursensor hinten links auf dem Zylinderkopf. Der hängt an der Elektronik dran, stirbt aber auch gerne schon bei 30000 Meilen.
    Es gibt Glühkerzen, die auf 12V laufen, aber dann must du deine Glühanlage geringfügig umbauen. Ich gehe dafür davon aus, wie auf den Bildern zu erkennen, das du 2 x 12 Volt hast.
    Für die Limas kannst du dir schon mal einen Dienst suchen, der dir diese überholt, weil die Dinger sind ziemlich mies in der Qualität. Kohlen und Regler sind regelmäßig zu wechseln, aber für kleines Geld beschaffbar.
    Den Stecker auf der Einspritzpumpe (rosa Kabel) solltest du durch eine Kabelöse wechseln und anschrauben (ist machbar ohne dass die Schraube in die E-Pumpe fällt).
    Wenn die Kaltstartanhebung ausfällt, vergiss es, du brauchst sie nicht (Sonst musst du den Schalter links am Block erneuern. Das der Magnet aufgibt, habe ich noch micht erlebt.).
    An sonsten: Auch die Kabine zerlegen, alle Schweißanschlüsse von den Seitenwänden zum Kabinenboden überprüfen. Da dürfte auch ziemlich der Gilb wüten.
    Chassis reinigen und lackieren. Original nicht lackiert.
    Gelenkwellen: Ausbauen und zum Gelenkwellendienst bringen, neue Kreuze (am besten Spicer mit Schmiernippel) und natürlich wuchten lassen. Original sind "wartungsfreie" drin und das Ganze ist natürlich ungewuchtet.
    Soweit die Kurzzusammenfassung von14 Jahren M1009 (372000 km) und 10 Jahren mit 6,2 l Detroit Diesel im M715.
    Der Unterdruckschalter an der E-Pumpe ist ein 10 Euro Teil und wird hin und wieder benötigt, weil auch billig gemacht.
    Gruß
    Wolf

  • Ich habe gerade mal reichlich ne Stunde damit verschwendet, bei STEELSOLDIER was einzustellen/beantworten. Die haben seit meinem letzten Besuch die Seite komplett umgebaut. Nach dem alten Schema findest du da nix mehr. Ist schon frustrierend, wenn du da seit 2007 registriert bist. Scheinbar geht es da nicht mehr ohne Kohle. Aber egal, sollen die ohne mich (Und Europäer wollen die eh nicht, wollen unter sich bleiben.).
    Zum Chevy: Habe da noch vergessen, das es da seit ein paar Jahren einen, wenn auch technisch nicht besonders besseren, jedoch zuverlässigeren Anlasser gibt. Ist (fast) problemlos gegen den bisherigen Anlasser tauschbar.
    Gruß
    Wolf

  • Hallo Frank,
    in Hammelburg gab es gerade auch ein paar Chevy Neubesitzer.
    Die fanden die bekannte Mängelliste gar nicht witzig.
    Reinsetzen und losfahren und genießen: Dazu sind die Autos inzwischen zu alt und vor allem nicht für diese Lebensdauer gemacht/gedacht. Der Gilb sitzt überall, neben den technischen Problemen.
    Bleib bei deinem M38A1 und nährer dich redlich. :bier:
    Gruß
    Wolf