War wohl nix mit TÜV

  • So, das mit dem TÜV und der H Zulassung im ersten Anlauf gescheitert.


    Technisch hätte mein 8er wohl bestanden bis auf geringe Mängel (Licht Einstellung, Achsmanschetten vorne, Gelenk vo re oben ausgeschlagen, Bremsleitung reinigen und fetten), so sagte der Prüfer.
    Aber für die H Zulassung müssen die Scheiben im Verdeck in Ordnung sein, ein Riss im Sitzbezug der Rücklehne der Rücksitzbank gemacht werden, Unterboden reinigen, verschönern und wachsen, Innenraum reinigen.


    Ist das normal oder hat der das zu eng gesehen? Ich meine, weder die Diebstahlsicherung, noch Warndreieck oder Verbandskasten haben ihn interessiert. Nein, ich meckere nicht, wollte sowieso die Sachen noch richten.


    Gruss Olli

    Schreibfehler sind absichtlich und enthalten eine unterschwellige Botschaft mit dem Ziel die Weltherrschaft an mich zu reissen.

  • Hallo Olli,
    ich sag mal so, der Gesamteindruck ist entscheidend.
    So wie du es beschreibst bist du mit einem im Alltag benutzten Gebrauchsgegenstand dort aufgelaufen. Und eine Alltagsarbeitsauto ist nun mal kein "historisches Fahrzeug".


    Du mußt das Gesamtobjekt betrachten. Ein einzelner Mangel (z.B. ein kleiner Riss im Polster) hätte wahrscheinlich nicht gestört.

  • Kann ich auch verstehen. Ich hatte in miener Naivität gedacht dass der Originalzustand ausschlaggebend wäre, nicht der Gesamtzustand. Er sagte, eigentlich müsste vor ihm quasi ein Fahrzeug aus dem Museum stehe.


    Wie gesagt, habe mich auch nicht beschwert, war nur verwundert.

    Schreibfehler sind absichtlich und enthalten eine unterschwellige Botschaft mit dem Ziel die Weltherrschaft an mich zu reissen.

  • Hallo,


    allein eine zu hohe oder zu tiefe Scheinwerfereinstellung ist heutzutage ein erheblicher Mangel und Dir hätte die Plakette verweigert werden müssen.


    Ich kenne Museen, wo Fahrzeuge sicher nicht straßenverkehrstauglich sind (Fritz B. Busch, Sinsheim, Speyer), allein schon wegen platter Reifen.


    Gruß
    Michael

  • Ein echtes Spannungsfeld:


    - Anforderungen des Gesetzgebers an die H-Kennzeichenfähigkeit


    - was der einzelne TÜV-Mitarbeiter dazu so meint,


    - wie "wir" das wahrscheinlich sehen: ein alltags- oder sonntagstaugliches Auto mit historischem Anspruch, mit dem die Familie aber auch mal zum Baden fahren kann, ohne gegen die Straßenverkehrsvorschriften zu verstoßen, mit Amateurmitteln hergerichtet, was uns unheimlich viel Spaß macht.


    - Vollzerlegung, entfernen der alten Patina bis aufs nackte Eisen runter, Zustand "besser als neu", KTL-Lackierung, die es damals noch gar nicht gab, extra schön restauriert für die Hochglanzzeitschrift xxx,


    - was ein wissenschaftlich gebildeter Museumskurator-Historiker mit dem Fahrzeug anstellen würde - der sieht das nämlich ganz anders, vielleicht will der das Auto in seinem Museum so sehen, wie es 1967 gerade aus dem Manöver kam, also voller Dreck, Risse und Beulen, Bierflasche unterm Sitz, gesplitterte Scheibe - aber dauerhaft in genau diesem Zustand restauriert (nicht "renoviert"). Dem kommt es überhaupt nicht auf Verkehrssicherheit an, weil das Auto sowieso nie wieder gefahren werden darf.

  • Guten Abend,


    HIER sind die H-Anforderungen nochmals etwas detailierter aufgeführt. Generell fordert die Richtlinie sogar eine technische Mängelfreiheit - und streng genommen darf das H-Gutachten auch nur dann positiv abgeschlossen werden!


    Die von dir aufgezählten Mängel sind nahezu alles erhebliche Mängel im Sinne der seit Juli letzten Jahres gültigen HU-Richtlinie - da hat der Prüfer leider keinen Ermessensspielraum mehr...! Stehen diese Mängel auch alle auf deinem Prüfbericht?


    Mängelfreiheit stimmt die meisten Prüfer schonmal wesentlich freundlicher - bei der Beurteilung des Zustandes des Fahrzeug für das H-Gutachten ist dann der Ermessensspielraum zum Glück größer wie bei der Hauptuntersuchung.....nur sollte (mit gutem Grund) nicht allein das Alter des Fahrzeugs entscheiden sondern der gute Pflege- und Erhaltungszustand :whistling:


    Grüße

  • hallo olli,


    ich kann dazu sagen ,das mir die knie zitterten ,es ist ja auch eine kostenfrage .die teile sind teuer genug da will man nicht noch 3-mal zum TÜV fahren müssen.


    aber ich glaube auch das hmmm ( nahme ?) 3=6 recht hat .


    der zweite versuch wird bestimmt besser,dann wird es schon klappen.wir drücken dir die daumen .
    beim H-kennzeichen benötigst du dann für die versicherung ein wertgutachten (kosten 180 € ) bitte beachten. (wegen der vollkasko)
    bei uns war es so das der prüfer das auto geprüft hat als wäre es 2-jahre alt. :T incusive aller bauteile und bremstest für fuß und handbremse .


    erst nach der prüfung ohne mängel wurde uns das H-zugesprochen . :an:


    grüße christoph

  • So, obere und untere Federgabelbuchse sind da.
    Muss ich wirklich die Halbachse ausbauen? Klar, oben muss sie raus, und neue Achsmanschetten kommen auch gleich drauf.
    Kann ich die alten Buchsen mit einem Durchschlag austreiben? Die neuen wollte ich mit einer Schraubzwinge einsetzten. Geht das?


    Danke, Olli

    Schreibfehler sind absichtlich und enthalten eine unterschwellige Botschaft mit dem Ziel die Weltherrschaft an mich zu reissen.

  • Ich verweise auf die Videos von tachauchmal bei YuóuTube:


    http://www.youtube.com/watch?v=tye1ZynpBtw


    Da gibt es noch mehr davon, einfach mal anschauen :top::top::yes:

    HOERMEN
    Deutscher durch Geburt, Pfälzer durch die Gnade Gottes !!




    9. Int. Militärfahrzeugtreffen der RAG 6014
    AUSGEFALLEN !! in 66740 Saarlouis-Fraulautern/ Saarland
    auf dem Panzererprobungsgelände der Bundeswehr mit Geländefahren
    Treffen für Militärfahrzeuge aller Armeen und aus allen Epochen.
    Infos unter http://www.rag6014.de

    Einmal editiert, zuletzt von HOERMEN ()

  • Leider zeigt er nur den Tausch der unteren Buchse, nicht den der Federgabelbuchsen :-(

    Schreibfehler sind absichtlich und enthalten eine unterschwellige Botschaft mit dem Ziel die Weltherrschaft an mich zu reissen.

  • Servus Olli,
    nicht verzagen, das wird schon.


    Dein Wagen ist doch als "Personenkraftwagen offen" eingetragen, oder ?
    Also, da braucht es doch gar kein Verdeck. Mach das runter, wenn die Heckscheibe nicht gut ist. Und häng die Türen aus.


    Das Textil hat den Prüfer nicht zu interessieren. Das Auto ist so, wie es fährt, total offen (im engeren Sinne sogar mit weggeklappter Frontscheibe) zugelassen, fahrbereit, straßentauglich und original. :thumbup::thumbup:


    Ich würde sogar sagen, wenn Sitze serienmässig aushängbar sind und bauartbedingt völlig normal ohne Sitze gefahren werden kann, dann sind nicht-eingesetzte Sitze keine "Fehlteile" im Sinne der historischen Vollständigkeit, sondern das Auto ist halt jetzt gerade als offener Einsitzer unterwegs. Mach die schlechten Sitze raus, das kann nicht verboten sein.


    Ein gespanntaugliches Motorrad ohne Beiwagen hat ja auch keinen "fehlenden" Seitenwagen. Munga ist legal mit 1 Sitz und ohne Verdeck.


    Wechsel die Prüfstelle, ruf die vorher an und sag, dass Du "nackig" kommst.
    Technisch muss es natürlich passen, eh' klar !
    Viel Glück.
    Paul

    billig und schnell = nicht gut
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