Chrysler Voyager I, BJ 1989, 3,0 V6

  • Hallo,


    ich bitte um Mithilfe, vielleicht kennt jemand die Fehler! Habe auch im Netz schon viel gesucht und leider zu keinem eindeutigem Ergebnis gekommen. Die Symptome wurden schon häufiger beschrieben, die Lösungen der Probleme aber nicht. :motz:


    Zu den Symptomen:


    Mein Voyager, 3,0 aus 1987 springt gut an und hat einen runden Motorlauf. Nach wenigen Minuten fällt die Drehzahl ab, er regelt nach (man hört es im Ansaugtrackt rauschen) und geht dann aus. Manchmal "fängt" er sich auch wieder, hat aber Probleme Gas anzunehmen. D.h. drückt man leicht auf das Gaspedal, fällt die Drehzahl und der eigentliche Effekt ist festzustellen, wenn das Gaspedal wieder in Neutralstellung ist. Dann kommt kurz der Drehzahlzuwachs, um dann wieder bei der normalen Leerlaufdrehzahl zu landen.
    Nimmt der Motor das Gas gut an und die Drehzahl kommt über 3000 im Leerlauf, dann verhält sich der Motor in den folgenden Minuten wieder normal. Die oben beschriebenen Symptome kommen aber mit Sicherheit.
    Während der Fahrt kann es sein, dass die Leistung stark abfällt und der Motor dann abstirbt. Schaltet man in den Leerlauf (N-Automatik) und gibt rechtzeitig gas, kann es sein, dass sich irgend etwas wieder richtet und man dann wieder etwas weiter fahren kann.
    Im Leerlauf, während Gas gegeben wird, kann man hören, dass für die Zeit von ca. zwei Sekunden nicht in allen Zylindern sauber verbrannt wird...



    Was bisher kontrolliert bzw. gemacht wurde:
    - Nockenwellen sehen gut aus
    - Benzinfilter ist in Ordnung
    - Benzinpumpe fördert
    - Zündkerzen sind in neu
    - Verteiler überprüft und gereinigt
    - Vergaser / Ansaugtrackt ist dicht, d.h. zieht keine Nebenluft


    Was heute noch kommt: L-Sonde überprüfen, Drosselklappe reinigen


    So richtig kann ich mir keinen Reim auf die oben beschriebenen Symptome machen...



    Viele Grüße aus Bassum,


    Carsten.

  • das ist doch der gute 3,0V6 von mitsubishi? der 6G74 oder?


    dann klingt das absolut nach leerlaufsteller, eine typische fehlerquelle


    kostet in australien keine 50$ - hier leider selbst gebraucht kaum unter 200,- zu bekommen
    stell doch mal fotos ein, dann zeig ich dir wo er an der drosselklappe sitzt
    hab noch einen funktionierenden auf lager, kannst du vorbeikommen und probeweise einbauen



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  • Klingt gewaltig nach einem Nebenluftproblem.
    Hat Dein Voyager noch ein unterdruckgesteuertes Automatikgetriebe? Prüf mal den Druckmodulator. Könnte die Membran durch sein.
    Den Unterdruckverstärker des Hauptbremszylinders hast Du sicherlich überprüft?
    Und falls bei Deinem Modell der Tempomat auch noch über Unterdruck läuft - auch gleich prüfen.


    Holger




    Geländewagen sind Schwimmwagen, die nicht fertig geworden sind

  • Hi,


    Tobi war auf dem Königsweg. Die Drosselklappen-Einheit wurde von mir ausgebaut und gründlich gereinigt. Der AIS, Leerlaufsteller war nicht mehr funktionstüchtig. Es gibt einen Kegel, der über eine Gewindestange vor - und zurück gestellt wird. Diese Gewindestange war verschmutzt. Es wurde alles gründlich gereinigt, der Stellmotor mit WD40 eingesprüht und wieder verbaut.
    Das Steuergerät musste neu anlernen, d.h. nach einigen Kilometern Fahrt war alles wieder gut. Die eingangs beschriebenen Probleme tauchen nicht mehr auf!


    Vielen Dank! :juhu:


    Bisher habe ich ja überwiegendan Dieseln geschraubt... Den V6 mag ich aber ganz gerne, muss mich wohl noch gründlich einarbeiten. Da wird mir der alte Chrysler-Brocken hilfreich sein und noch einige Lernanlässe liefern :whistling:


    Beste Grüße, Carsten.

  • Ach ja...
    ich ging ebenfalls von einem Nebenluftproblem aus. Nachdem ich alle möglichen verdächtigen Stellen überprüft habe (wie schön, dass es Bremsenreiniger gibt), konnte Nebenluft als Fehlerquelle mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden.


    Viele Grüße!


    Carsten.