Borgward-Marokko-Revival-Tour 2013

  • Prolog:


    Im Jahre 1987: Etwas ‚geerdet‘ (ich will nicht sagen desillusioniert – obwohl ? Im positiven Sinne des Wortes schon) sitze ich und mein Kumpel Albu bei Sahara-Willy im Wohnzimmer. Mit dem frisch erworbenen Borgward nach Marokko fahren ? Was da alles schief gehen kann und wie wenig Ahnung wir vom Land und vom Auto haben ? – Da hat er wohl Recht, der gute Mann.


    Also Plan B: Ein Interrail-Ticket (galt damals auch in Marokko und die Fähren waren auch mit drin)


    Einige Wochen später betreten wir, nach 2 Schlafwagennächten, erstmals afrikanischen Boden. Natürlich fallen wir sofort auf die Schlepper in Tanger rein, landen in einer schlechten, aber teuren Unterkunft und lassen uns eine Stadtführung und allerlei Plunder andrehen.
    Über Taza, Fes mit dem Bus nach Marrakesch. Von dort eine Bergtour auf den Djebel Toubkal. Danach über Safi, Rabat wieder nach Tanger and back to Europe.


    Viel gelernt in den 3,5 Wochen.


    1989 nagelt im Borgward ein Dieselmotor, ich meine das Auto schon ganz gut zu kennen und das Land sowieso. Also was hindert uns daran? Nach 1 Woche (unter konsequenter Meidung französischer und spanischer Autobahnen) kommen wir in Algeciras an. Wir setzen nach Ceuta über und fahren den Bogen über Meknes, Rabat, Safi, Marrakesch, Ouarzazate, Gorge du Dades (naja, so halb), Errachidia, Fes, Taza nach Melilla. Dort hängen wir in der Rückreisewelle der algerischen Gastarbeiter fest (der Schwarzmarkt bringt uns aber am nächsten Abend nach Europa)


    Viel gelernt in den 4 Wochen.


    Sprung ins Jahr 2011 !


    Meine Frau und ich ahnen, dass unsere Söhne nicht mehr für alle Ewigkeiten zum alljährlichen Familienurlaub Hurra schreien werden. Bevor sie urlaubstechnisch flügge werden, muss noch mal ein ganz großes Ding gemeinsam gedreht werden. Eine Abendteuer-Tour durch Marokko. 2012 klappt leider nicht, da Schulferien NRW und Ramadan genau aufeinander fallen, aber 2013 passt alles.
    Kurz vorher noch die Frage, mit welchem Auto wir fahren – Caddy oder Borgward ? Günstige Flugangebote geben den Ausschlag für die Borgward-Variante.


    Und so starten wir die große Borgward-Marokko-Revival-Tour 2013.


    Oder besser gesagt, ich startete. Freitagmorgen über Luxemburg nach Frankreich (diesmal auf Autobahnen – gebührenpflichtig aber schnell). Dann die Variante DURCH Lion (da wo man durchs ‚Parkhaus‘ fährt). Am Abend Rast auf einem der komfortablen französischen Rastplätzen. Am nächsten Morgen ist sie da – die französische Ferienreisewelle ist über mich hereingebrochen, an diesem Tag komme ich nur noch bis kurz hinter Barcelona, am nächsten Tag dann bis Granada. Am 4. Tag dann mittags in Algeciras warten auf die Fähre (ich bin wohl der einzige Europäer an Bord – wo sind all die Globetrotter von damals?)
    Einreise in Marokko ist ganz easy (keiner will die grüne Versicherungskarte sehen). Blöd nur, dass ich von dem neuen Hafen Tanger-Med die Autobahn nach Tanger wähle, an deren Zahlstelle man nicht mit € oder Karte zahlen kann. Ein netter Marokkaner hilft mir mit Dirham aus der Bedrängnis. In Tanger quartiere ich mich in dem Hotel ein, das wir für die nächste Nacht für die ganze Familie gebucht haben. Da die Family erst am nächsten Abend in Tanger landet, beschließe ich am Vormittag den sabbernden Ölfilter neu einzudichten. Die gegenüberliegende Tankstelle bietet sich an.



    Hier muss ich nun zu einem kleinen Exkurs ausholen:
    Damals wurde für den Dieselumbau vielfach auf die Materialien zurückgegriffen, die sich in der ‚Bastelkiste‘ fanden. Heute – um Jahre um ingenieurtechnisches Wissen reicher – weiß ich, dass so manche Lösung einfach nur Murks ist und mal richtig gemacht gehört.
    Einige von euch wissen, dass ich Christ bin. Und das bringt dann schon mal Abgrenzungsfragen zwischen dem naturwissenschaftlichem Ratio und der spirituellen Komponente. Aber das kriegen wir beide (der Liebe Gott und ich) dann doch meistens einvernehmlich geregelt. Also, obwohl ich wusste, dass der Flansch konstruktiv gar nicht vernünftig dicht zu kriegen ist, hat es dem Herrn da oben gefallen, ihn für die nächste Zeit erst mal dicht zu lassen.



    Anschließend gibt’s noch ‚ne Ganzkörperreinigung für Auto und Fahrer.


    Abends kommt dann die Family am Flughafen wohlbehalten an und der Abend kann mit marokkanischer Küche gefeiert werden.


    Am nächsten Vormittag eine Stadtbesichtigung von Tanger.


    In Tanger ist es ruhig geworden, kaum noch jemand nimmt Notiz von Touristen (sind auch selten geworden), angequatscht wird man gar nicht mehr. Ein Einheimischer meint, der neue Hafen hätte halt viel Publikum aus Tanger abgezogen.
    Im ‚alten‘ Stadthafen fahren nur noch die Fähren nach Tarifa, der Frachthafen wird gerade zum Yachthafen umgebaut, da wo früher der Bahnhof war erstrecken sich nun nette Strandpromenaden.



    Grand Socco, 1987, 2013



    Hafen, 1987, 2013


    Der Nachmittag bringt uns erst auf Landstraßen, dann auf marokkanischer Autobahn nach Rabat.



    Rabat Kasbah, 1987, 2013


    Zwei Tage später dann, über Casablanca nach Marrakesch.


    In Marrakesch ist dann schon eher ‚Marokko‘. Heiß und unbeschreiblich chaotisch.
    Der Straßenverkehr gleicht einem Ameisenhaufen – nur gut, dass man eine große Ameise hat.
    Neben Autos, Taxis (bewusst getrennt genannt), Eselskarren, Mofas und Lastendreiräder Unmengen Fußgänger und (Achtung, Neu! – gab’s damals noch nicht) Radfahrer.


    Und falls sich jemand fragt, wo all die W123er Mercedese sind, die es hier mal gab – hier sind sie !


    Der Jemaa el Fna ist der zentrale Platz, mit dem einzigen Unterschied, dass man früher da noch parken durfte.

    1989, 2013


    ...geht gleich weiter...

  • Freunde von uns weilen zum Badeurlaub in Agadir. Und da es da eine Autobahn hin gibt, düsen wir am nächsten Tag mal eben da runter (und auch wieder hoch). Die Autobahn steigt von N.N. auf 1700 m an, dass mit einer Steigung von 6% - d.h. ich fahre die nächsten 30 km im 3. Gang. Unterwegs verabschiedet, sich dann der Kilometerzähler, ein paar Tage später der ganze Tacho (also wer noch was rumliegen hätte ???).
    Abends kommt dann immer kräftiger Wind, teilweise mit Regen auf. Das ist ganz nett, denn dann kühlt es auch etwas ab.


    Nach einem weiteren Tag Stadtbesichtigung in Marrakesch, dann wenige Kilometer nach Süden in das Basislager für die Besteigung des Djebel Toubkal (4167 m), Imlil.


    Imlil ist unwahrscheinlich eng und unwahrscheinlich voll.


    Des Weiteren ist längst nicht jedes Haus per Auto erreichbar, so auch unsere Unterkunft. Ein freundlicher junger Mann führt uns hin (ganz ohne Trinkgeldforderung) und der Hausesel holt dann das Gepäck.



    Da es nun schon deutlich später ist als geplant und das Wetter sich ziemlich zugezogen hat, müssen wir um planen. Der Aufstieg zur Toubkal-Hütte kann erst morgen starten, damit verschiebt sich unser Programm um einen Tag. Um das zu kompensieren streichen wir die geplante Rundfahrt durch die Dades-Schlucht zur Todra-Schlucht. Man kann nicht alles haben, aber am nächsten Morgen starte ich mit den Jungs zur Bergtour.



    Auch hier hat sich mit den Jahren so manches geändert.



    Der Flecken Sidi Chamharouch, 1987, 2013


    Nach gut 5 h und 1500 m Höhenmeter und kurz vor Einsetzen des nachmittaglichen Regen erreichen wir die beiden Berghütten. Vom französischen Alpenverein gibt es eine Hütte und etwas unterhalb eine weitere, die ein marokkanischer Bergführer mit seiner Familie betreibt (sehr empfehlenswert). Der Mann unterrichtet auch an einer Schweizer Bergführerschule und spricht ein wenig schwyzerdütsch (sehr lustig).



    Die alte Neltner-Hütte 1987, die beiden neuen Hütten 2013


    Am nächsten Morgen dann der Aufstieg zum Gipfel. Zum einen war es irgendwie anstrengender als damals (könnte an mir liegen), zum anderen war auf dem Gipfel wesentlich mehr los.



    Toubkal 1987, 2013


    Gegen Mittag sind wir wieder an der Hütte und steigen dann auch gleich bis Imlil ab.


    Der nächste Tag ist ein reiner Fahrtag. Zwar nur knapp 400 km bis Tinerhir, aber über den Tizi-n-Tichka, und da erreicht der Borgward keine Rekorde (zumal der Tacho dann ganz ausfällt und ich nur noch schätzen kann, wie langsam ich bin).
    Blöderweise fallen wir noch auf einen angeblich liegengebliebenen Autofahrer herein, nehme dessen Kumpel mit nach Ouarzazete und landen im ersten Teppichladen. Wir sind zwar ohne Teppich wieder rausgekommen, aber eine Stunde hat uns der Spaß gekostet. Und so müssen wir die letzten Kilometer vor Tinerhir im Dunkeln fahren. Der Gegenverkehr hat eigentlich immer Fernlicht an (wohl das einzige was geht) und auf der eigenen Seite fahren dann Mofas ohne Licht – sehr anstrengend.
    Die Unterkunft in Tinerhir ist recht einfach und so starten wir am nächsten Morgen zeitig um doch wenigsten den spektakulären Anfang der Todra-Schlucht zu besuchen. Morgens sind wir auch fast noch alleine – keine Touries, keine Händler.






    1989 in der Dades-Schlucht, da hatte es glatt eine ganze Brücke weggespült. Tja, hat diesmal leider nicht geklappt – aber wer weiß wann dann vielleicht doch noch mal.


    Nachmittags auf dem Weg nach Merzouga versuchen wir noch mal die Stelle zu finden, an der damals das Bild von meinem Avatar entstanden ist, aber die Stimmung von damals lässt sich so nicht reproduzieren (mal abgesehen davon, dass das Bild damals eine Semi-Profi geschossen hat).



    ...geht gleich weiter...

  • Am Abend erreichen wir Merzouga und ich fahre noch mal los zum Tanken und um den Reifendruck für die morgige Dünen-Tour zu reduzieren, als sich binnen Minuten ein Sandsturm der Sorte „aber Hallo“ entwickelt, gefolgt von heftigem aber kurzem Regen.



    Am nächsten Morgen macht die Family einen Kamelritt zum Sonnenaufgang in den Dünen, während ich gemütlich ausschlafen kann und danach mal wieder einen technischen Rundgang unterm Auto mache, denn wir wollen ja auch noch mit dem Borgi im Sand spielen.



    Blöderweise zeigt sich beim Check dann das hier:



    Die Überwurfmutter der Ölleitungsverschraubung hat einen fetten Riss, der noch weitgehend dicht ist, aber wenn die Mutter reißt, dann ist alles Öl binnen kürzester Zeit draußen.
    Also mache ich mir einen netten Vormittag in der örtlichen Werkstatt und tausche die Verschraubung.



    Der Riss läuft schon fast ganz rund – lange hätte das nicht mehr gehalten.



    Am Abend geht es dann ein bisschen in die Dünen. Wir haben einen Ortskundigen dabei, der zum einen ein paar interessante Dinge erzählt und zum anderen jedes Sandkorn mit Namen kenn, so dass nicht wirklich was passieren kann.






    o.k. alles geht nicht.


    Blöderweise stellt sich genau hier raus, dass zwar die am Morgen gewechselte Verschraubung dicht ist, aber die an dieser Stelle ebenfalls demontierte Flanschplatte reichlich undicht ist (siehe Tanger).



    Also dann besuche ich halt am nächsten Morgen noch mal meinen Freund in der kleinen Werkstatt und mach alles nochmal ;(


    Der nächste und übernächste Tag bringt uns in den mittleren Altas, wo wir die großen Waldgebiete durchfahren wollen.
    Ach ja, da ist noch eine Schraube am Kupplungs-Ausrückhebel gerissen, so dass ich nicht mehr auskuppeln konnte – aber das war in 20 min erledigt. Als die Traube von Kindern, die mir beim Arbeiten zugeguckt haben, dann alle eine Dirham wollten habe ich ihnen erst mal erklärt, dass ich gearbeitet habe und es fürs zugucken nix gibt.


    Zur Navigation mache ich lauter Screen-Shoots von Goggle-Maps und mein Junior lotst mich via Laptop.










    Schon erstaunlich, dass zwischen diesen Bildern und den Dünen nur etwas mehr als 200 km Luftlinie liegen.


    Nach der Wald-Tour erreichen wir am Abend Fes, was wir an den nächsten 2 Tagen erkunden. Dort lassen wir dann auch unserer alten Krämer-Seele freien Lauf und handeln bis aufs Zahnfleisch.



    Das Tor Bab Boujloud 1987 bei Tag und 2013 bei Nacht



    Die Kesselschmiede 1987 und 2013




    Der nächste Tag bringt uns ohne großen High-Lights wieder zurück nach Tanger. Dort erwerbe ich am Abend noch Fährtickets und am nächsten Morgen rollen wir gemütlich zum Hafen.
    Dort gibt es die böse Überraschung, dass die Warteschlange schon ca. 2 km lang ist 8o .



    Befragte Einheimische meinen entweder, kein Problem, die 15:00 Uhr-Fähre kriegen wir, oder aber es kann 1-2 Tage dauern. Alle Stunde geht es ca. 300 m weiter. Die Jungs nutzen die Strandpromenade zum Baden. Abends dann im ersten ‚Warteraum‘ vorm Hafen. Wenn sich die Schranke öffnet, erwacht die Leidenschaft der marokkanischen Fahrer. Da wird gedrängelt, gehupt und versucht abzuschneiden. Ein BMW-Fahrer, der für den Spurwechsel zurücksetzt, drückt sich doch glatt Borgwards-Stoßstange in den Kofferraum. Etwas ruhiger ist es dann hinter der Zollkontrolle.



    Leider ist das nicht unser Schiff, die Warteschlange geht noch einmal durch den Hafen.


    Um Mittenacht legt der Kahn dann ab – ohne uns :bye: . Wir müssen noch mal bis 2:00 auf den das nächste Schiff warten. Bis es ablegt ist es 3:00, um 4:00 (Ortszeit 5:00) sind wir dann in Tarifa. Um 7:00 erreichen wir dann unser Hotel in Jerez, was aber dankenswerterweise Frühstück bis 11:00 und uns die die Zimmer noch etwas länger anbietet.
    Tja, leider nichts mit noch mal am spanischen Atlantik vorbeischauen (vielleicht auch noch mal reihhupfen) und gemütlich nach Jerez fahren… :(


    Da der Rückflug meiner Frau um 13:00 startet verabschiedet sie sich kurz vor Mittag per Taxi zum Flughafen. Ich starte kurz darauf mit den Jungs Richtung Norden. Via Sevilla und Merida fahren wir noch bis kurz hinter Salamanca, wo wir an einer Tankstelle/Rastplatz neben der Autobahn noch eine Kleinigkeit zu essen bekommen und dann das Nachtlager im Borgward aufbauen.
    Der nächste Tag bringt uns dann über Valladolid und San Sebastian nach Frankreich. Die Autobahn nach Bordeaux nervt mit häufigen Zahlstellen kleiner Beträge. Hinter Bordeaux nehmen wir die N10, aber hier gibt es keine brauchbaren Rastplätze mehr. So landen wir dann kurz vor Einbruch der Dunkelheit auf einem Campingplatz hinter Angouleme. Mal wieder ‚ne Dusche – auch nicht schlecht. Die Platznachbarn kommen aus der ehem. hessischen Heimat und so ergeben sich schnell nette Plaudereien.
    Da das Getriebe mittlerweile sehr laut rasselt, beschließe ich am nächsten Morgen mal ein Blick rein zu werfen. Ist aber gar nicht nötig, denn nach Demontage des Getriebetunnels zeigt sich, dass der Blechdeckel über dem ‚Guckloch‘ an der Kupplungsglocke eine Schraube verloren hat und fürchterlich scheppert – keine Problem.
    Paris erreichen wir genau zu Beginn des Feierabendverkehrs, was sich aber nach einem unfallbedingten Stau dann doch ganz locker durchfahren lässt.
    Und so sind wir zuversichtlich am Abend dann doch noch zu Hause anzukommen – denn da kann man ja dann ruhig in die Dunkelheit hineinfahren. Kurz hinter Liége brauche ich dann doch noch mal ein paar Liter Sprit, was ich aber angesichts des Preises von 1,529 € auf ein Minimum reduziere. Um 22:00 sind wir dann zu Hause, wo uns schon ein leckeres Abendessen erwartet.



    Epilog:


    8308 km in 24 Tagen, Durchschnitt 346 km/d
    Längste Tagesetappe 883 km (Barcelona – Granada)
    Höchste Stelle: mit dem Borgward 2200 m ü NN (Tizi ‚n Tichka); zu Fuß: 4167 m ü NN (Toubkal)
    Verbrauch: 1100 l, Durchschnitt 13,24 l/100 km


    Gestern, nach fast 3 wöchiger Borgward-Abstinenz, das Auto mal wieder etwas fit und hübsch gemacht für eine Junggesellen-Abschiedstour.
    In so ein SB-Waschcenter gefahren. Da stehen ja Samstags nur Leute mit Alufelgen mit hauchzarter Gummi-Ummantelung, die ihre sauberen Autos waschen. Die Stellen, die es bei mir nötig gehabt hätten, durfte ich nicht waschen („Motor- und Unterbodenwäsche verboten“).
    Die Ölundichtigkeiten sind – auf Kurzstrecken – fast zu vernachlässigen, aber langfristig muss ich da mal bei. Ebenso muss ich mal die Lager der Getriebe bzw. die Gelenke der Kardanwellen checken, denn irgendwie haben die alle etwas Spiel. Das Getriebe macht nach dem Einlegen eines Ganges Geräusche – ich vermute mal die Lager der Nebenwelle – aber das war sowieso schon geplant und die Teile liegen schon hier. Das Sitzkissen des Fahrersitz muss genäht werden, ebenso eine Kleinigkeit am Verdeck.
    Ein kleiner Riss hinten in der Karoserie und der ein oder andere Rostpickel verlangen nach Schweißgerät, Blech, Spachtel und Lack.
    Ach ja, und der Tacho – aber das hatten wir ja weiter oben schon.


    Fazit: Jederzeit wieder – vielleicht mit etwas mehr technischer Sicherheit und ein paar zusätzlichen Schalldämmmaßnahmen. Und dann vielleicht schon die Fähre ab Sete…


    Zum Schluss noch eine nette Spiegellei im vorausfahrenden Tanklaster hinter Paris




    Gruß


    Peter

  • einfach wow und mutig.... klasse bericht und vor allem die bilder... einen tacho haben wir leider nicht! aber wir danken dir.... es war ein traum das zu lesen .....


    DANKE


    betty und stephan

    immer wieder ein neuer... :S
    ich kann mich gar nicht entscheiden :idee:
    mit welchem wir heut fahren... :heul:
    ich liebe sie alle!!!! :thumbsup: :H: :juhu:

  • Zum Thema Tacho, vielleicht hilft dir das hier weiter:
    VDO Bundeswehr Tacho Munga, Borgward,...


    Japp, hab ich auch schon dran gedacht. Wobei das noch nicht ganz erklärt, warum Zählwerk und Geschwindigkeitsanzeige getrennt ausgefallen sind. Aber vielleicht sind es ja wirklich zwei unabhängige Fehler. Ich werde den Tacho mal aufmachen und gucken, was ich sehe.


    Gruß


    Peter

  • Hi Peter.


    Du wirst ein völlig abgenutztes Zahnrädchen finden, welches nicht mehr in der Lage ist, die Schnecke anzutreiben. Das harte, verranzte Fett schmiert schon lange nicht mehr. Bei kurzen Strecken und humanen Temperaturen kein Problem. In Afrika sieht das dann ganz anders aus.
    Warum aber die Geschwindigkeitsanzeige auch ausfiel...., du findest es raus.


    Schöne Story übrigens, hat mich teilweise immens an unsere Borgi-Tour durch Marokko erinnert, zwar nur zu zweit, aber an den gleichen Stellen.
    Damals wurden wir noch sehr oft angebettelt. Schön, dass das aufgehört hat.


    Die Pannenhäufigkeit im Verhältniss zu den abgespulten Kilometern ist doch völlig in Ordnung.
    Besonders, wenn man bedenkt, das die eine oder andere Panne ja Hausgemacht war. :dev:



    Gruß Jozi.

  • Hallo Peter,


    Dein Bericht mit den schönen Bildern ist entspannend und wirklich super!
    Ich habe den Bericht mit Begeisterung gelesen. Da bekommt man ja wirklich Lust so etwas auch zu versuchen.
    Ich wünsche Dir und Deiner Familie weiterhin viel Erfolg auf Euren Reisen.


    Viele Grüße


    DJ

  • Oder sollte es sich aneignen.


    Bei der einfachen Technik ist diese Hürde ja auch gar nicht so groß.


    Und erst dann machen die Autos ja richtig Spass, weil man dann nicht mehr vor jeder kleinen Panne Angst haben muss, und immer nur " um den Block" fährt.


    Gruß Jozi.

  • Habe deinen Bericht mit großer Bewunderung gelesen und bekunde hiermit meine Begeisterung. Toller Bericht und Bilder, wobei ich mir vielmehr Bilder gewünscht hätte, ich kann es mir dann besser vorstellen.
    Ich würde mir wünschen so eine Tour mit zwei-drei Fahrzeugen zu erleben, dann ist man doch nicht so allein gelassen bei etwaigen Problemen.
    Auf jeden Fall plane ich so eine ähnliche Tour, wie und wann auch immer.
    Also kann es sein das ich noch ein paar (viele) Fragen habe und dich damit quäle :thumbsup:


    VG
    Hardy