Uniformen THW LSHD ZB

  • Moinsen,


    eben lief mir interessantes Bildmaterial über den Weg.


    Bei der Erweiterung der Gedenkstätte StalagXb Sandbostel wurden Baracken von der Relikten der Nachnutzer befreit.


    Da lagen auch hinreichende Stückzahlen von diversen weichen Hüten herum - aber die waren wohl eher nicht Zivilschutz, oder?


    Klicken und wundern!


    Grüße


    freddy


    BTW: Klaus war auch schon da (siehe vierte Bildereihe ;) ) Jetzt versteh ich auch sein Foto von damals.

    "Verzage nicht, Du Häuflein Klein ..."

    Einmal editiert, zuletzt von freddy ()

  • Moinsen II,


    die Hüte und die Anhängerladungen waren wohl Reste der Fa. "E.A.Reyer - Verkauf aus Bundesbeständen" die im Immenhain Sandbostel Lager und Verkauf in den ehemaligen Baracken des Kriegsgefangenenlagers eingerichtet hatten.


    Die waren also bei Einlagerung schon ausgemustert.


    Nochmal Grüße


    freddy

  • Bei diesen Bild ,dachte ich ,was ist das denn?
    Ein Bällebad im Container?

    Erst die vergrösserung zeigt mir was es war.
    Die hätten ja für die ganze Oderflut gereicht .

    Ich heisse Thomas,bin aber an die Anrede Tc gewöhnt und möchte das so weiterführen

  • Hallo miteinander,


    ich habe vor kurzem eine Filzlaus-Jacke gefunden, die völlig abweichend von allen anderen Filzlaus-Jacken ist, die für LSHD und THW zwischen 1963 und 69 geliefert wurde.

    Die Jacke besitzt keine Seitentaschen. Die Brusttaschen sind eingearbeitet und nicht aufgesetzt. Verdeckte Knopfleiste und hochgeschlossener Kragen entsprechen der ersten Serie. An den Hüften sind Knopfleisten mit je 2 Knöpfen angebrahct, mit denen die Weite variiert werden kann. In den Ärmeln ist das Futteral am Handgelenk gedoppel und mit Gummibündchen versehen. So können die Ärmel nicht nach oben rutschen.

    Hergestellt wurde die Jacke 1967 von RODEX.


    Hätte ich nicht bei Ebay eine weitere solche Jacke gesehen, wäre ich geneigt anzunehmen, dass meine gebastelt wurde. Offenbar ist dies jedoch nicht der Fall. Offensichtlich handelt es sich um ein Erprobungsmuster...


    Viele GrüßeSimon

  • Du meinst, ein bei Ebay US eingestelltes Bekleidungsteil ,was da als

    Wehrmacht durchgehen soll ,obwohl es von 1967 ist ,hier aber keiner kennt,

    ist ein hervorragendes Echtheitszeugniss?

    So nach dem Motto "der Prophet gilt nix im eigenen Land"?

    Es mag ja auch vielleicht alles so stimmen,

    wenn du da Wehrmachtpreise der Amis für bezahlen sollst,

    dann kommt das finanziell alles nicht hin ,selbst wenn der

    bei einen Dollar anfängt.

    Ich heisse Thomas,bin aber an die Anrede Tc gewöhnt und möchte das so weiterführen

  • Da wurde nur eine Vermutung geäussert, wieso eventuell dieser Jackentyp in grösserer Zahl in die USA gekommen sein könnte, nichts weiter.

    Die Jacke wurde ja nicht als Fliegerbluse verkauft, sondern ist ja noch original effektiert. Der Sturm im Wasserglas...


    Gruss


    Andreas

  • Und was soll uns diese Aussage jetzt aussagen? :rolleyes:

    So ein Zeichen ( ? ) macht daraus eine Frage und keine Aussage.

    Das sollte der Don Don schon in der Schule gelernt haben.


    Wenn die Jacke wirklich so selten sind,warum gibts die dann

    in Amiland und hier kennt die keiner?Deshalb das mit den Prophet.

    Wie werden ZS-Sachen denn vertickt? Auch die Vebeg?

    Die Jacke sieht sehr neu aus,es könnte ja sein das man die

    schnell wieder eingezogen hat oder gar nicht ausgegeben hat,

    alles schon mal passiert.Nur wenn jemand sowas vertickt und selber

    nicht weiss was das ist,ist das wohl kaum ein Herkunftsnachweiss.


    Mache glauben dann sofort es ist die blaue Mauritius,

    vielleicht ist es aber nur die Katze im Sack,

    weil genaues weiss man nicht.

    Ich heisse Thomas,bin aber an die Anrede Tc gewöhnt und möchte das so weiterführen

  • Auf der Internetseite des BA für Bevölkerungsschutz gibt es ja alle Jahrgänge der alten ZB Zeitschriften. Dürfte den meisten ja bekannt sein. Hier der Link:

    https://www.bbk.bund.de/DE/Ser…%C3%B6lkerungsschutz.html


    Vor etwas längerer Zeit habe ich die alle schonmal durchgeschaut wegen der Uniformen. Ich GLAUBE mich erinnern zu können, dass irgendwo auch jemand einen solchen Blouson getragen hat. Wie gesagt, ich glaube, da ich jetzt keine Zeit und Lust habe alle wieder durchzusehen.


    Wer diese Lust verspürt und Zeit hat, kann ja mal nachforschen...


    Aber bitte nicht auf mich schimpfen, wenn nichts gefunden wird:no:

  • Guten Morgen miteinander,


    natürlich ist es immer klüger erst nachzudenken und das dann zu verschriftlichen... :pfeif:

    hier findet ihr den Link zur Technischen Kurzbeschreibung der Jacke, die ich oben eingestellt hatte: https://www.bbk.bund.de/Shared…df?__blob=publicationFile Ganz vergessen, und dabei habe ich die selbst vor 5 jahren gescannt. :wacko:


    Es handelt sich um die Jacke zum Kälteschutzanzug, der eigens für die Selbstschutzzüge (nix BLSV) konzipiert und offensichtlich auch produziert wurde. Mit den Notstandsgesetzen wurden 1965 auch die Gesetze über das Zivilschutzkorps und über den Selbstschutz verabschiedet.

    Man hätte Bürger und insbesondere Haus- und Firmeneigentümer gesetzlich verpflichtet Selbstschutzeinheiten (Staffeln, Gruppen, Züge,...) aufzustellen. Dafür hat man blaue Arbeitsanzüge und eben jene Kälteschutzanzüge vorgesehen. Die Ausbildung hätte der BLSV übernehmen müssen. Die Gesetze wurden mit dem Gessetz über die Haushaltssicherung ab 1966 suspendiert und später aufgehoben. Kosequent durchgezogen hat man die Aufstellung der Selbstschutzeinheiten nur bei Behörden (= Behördenselbstschtz).


    Ich selbst hatte eine solche Jacke zuvor auch noch nicht (zumindest nicht bewusst) auf Bildern gesehen. Was natürlich nichts heißen muss.


    Zu TC's Anmerkung: Verwertet wird Bundesausstattung in aller Regel über die VEBEG und es kam schon häufiger vor, dass Lagerware nach Jahren oder Jahrzehnten en gros neuwertig verkauft und teilweise auch nach Amerika verschifft wurde. Ob Verkäufer dann wissen, was sie verkaufen oder es unwissentlich in irgendwie gearteter Form tun ist Spekulatius. Tatsächlich ist sowas aber nicht unbedingt ein brauchbarer Herkunftsnachweis.


    Zu Christians Bilderfunden: Die Splittertarnjacken vom BGS hat das THW ab 1954 übernommen. Man sieht sie erstmals beim Bayern-Hochwasser. Teilweise wurden die umgefärbt, teilweise auch so belassen. Farbdokumente findet man in verschiedenen THW-Schriftenreihen auf der HP http://www.thwhs.de. Aus diesen Jacken wurden die sandfarbenen und später blaugrauen Kapuzenjacken für THW und LSHD entwickelt.

    Der LSHD wurde kraft Gesetz 1968 aufgelöst und die Ausstattung und Bekleidung von da an den Basisorganisationen zur Verfügung gestellt. Es ist nicht unüblich, dass diese ihre Organisationsembleme aufnähten, ich habe auch schon Bilder mit Kombinationen gesehen, bei denen ZB/ZS Aufnäher erhalten blieb, und darüber, darunter oder auf dem rechten Ärmel noch ein Organisationsaufnäher ergänzt wurde...


    Viele Grüße

    Simon

  • Als Ergänzung nochmal Bilder der "Filzlausjacken".

    Diese wurden von THW, LSHD und Selbstschutz getragen. Der LSHD verwendete die bekannten bunten Kragenspiegel zur Kennzeichnung der Fachdienste. Direkt für das THW beschaffte Jacken und Hosen wurden mit BUND THW anstelle BUND ZB / ZS gekennzeichnet. Wenn überhaupt, verwendete man dort schwarze Kragenspiegel. Beim Selbstschutz wurden Kragenspiegel nicht verwendet.


    Die frühen Jacken wurden unter der Bezeichnung "Kälteschutzanzug" für Wintereinsätze geliefert. Die Ausführung ähnelt den "Kampfanzügen, jagdmeliert" der Bundeswehr. Die Kälteschutzanzüge waren jedoch aus grau-meliertem Wollfilz gefertigt. Der Kragen konnte hoch geschlossen werden. In den Schultern und Ellenbogen der Jacken, wie auch in den Knieen der Hosen waren Nässeschutzeinlagen. Vom THW wurde dieser Anzug bereits als Dienstanzug getragen.


    Die späten Jacken trugen einen offenen Kragen im Stil klassischer, deutscher Uniformen. Auch die Hosen waren weniger als Arbeitshosen ausgeführt. Die Anzüge wurden unter der Bezeichnung "Dienstanzug" geliefert. Die Nässeschutzeinlagen entfielen. Die Lieferungen erfolgten zwischen 1965 und 69. Ab 1966 wurde das ZS-Abzeichen anstelle des ZB-Abzeichens aufgenäht.

    Für den LSHD entfiel die Notwendigkeit eines Kälteschutzanzuges, da zwischen 1965 und 66 die ersten blaugrauen Parkas für die Helfer geliefert wurden. Für die Selbstschutzzüge entwarf man die oben beschriebene Kälteschutzjacke. Das THW wurde tatsächlich nicht länger mit Kälteschutzanzügen bedacht... Erst ab 1970 wurden Parkas des LSHD und (olivgrüne) Depotware der Bundeswehr ans THW ausgegeben.


    Viele Grüße

    Simon

  • Hallo zusammen,


    ich habe meine Puppe mal mit allem ausgestattet, was ein LSHD-Helfer im Jahre 1962 gemäß StAN mit sich hätte führen sollen.

    An der rechten Körperseite der Brotbeutel mit Feldflasche und Kochgeschirr. Im Brotbeutel Essbesteck und Aufstrichdose. (Sinnvollerweise hätte man den wahrscheinlich in den Rucksack gepackt...)

    An der linken Körperseite die Schutzmaskentasche mit Z56-Maske, Filter FE55 NM, Klarscheibendose, Filterschutzbeutel und ggf. Klarsichtmittel für die Maskenbrille. Daneben die Tasche mit dem Ersatzfilter.

    Auf dem Rücken der Rucksack (Rückengepäck). Darin: Mütze, Ersatz-Unterwäsche und -socken, Ersatz-Oberhemd, Strickhandschuhe, Anorak und zweite Garnitur Arbeitsanzug.


    Je nach Funktion kämen nun noch dazu: Meldetasche, Trillerpfeife mit Kette, San-Tasche, Bergungsrucksack...


    Ich hoffe, dass ist interessant für euch.


    Viele Grüße

    Simon

  • Moin Steini,


    dieser hier ist vom LSHD. Ist auch mit "ZB" und 1962 geprägt. Das THW hatte die aber ebenso. Auf dem Speicher habe ich noch einen mit "Bund THW" geprägten.

    In der StAN liefen die als Rückengepäck.


    Ab 1962/63 wurde etliches an persönlicher Ausstattung parallel für THW und LSHD beschafft. Wobei der Ansatz des THW wesentlich geringer war. Für den LSHD-Helfer waren StAN-mäßig 2 Garnituren Arbeitsanzug, Unterwäsche und Socken vorgesehen, die restliche pers. Ausstattung einfach. Fürs THW reduzierte man bei persönlicher Ausstattung massiv. Von machen Gegenständen beschaffte man nur 1/3 der Helferanzahl...

    Ab 1966 schrieb man übrigens etliche Ausstattung (bspw. Brotbeutel, Rucksack, ...) parallel zur Bundeswehr aus. Dies war in Zusammenhang mit den Planungen für das Zivilschutzkorps zu sehen. (Vgl. Drucksache des dt. Bundestages V/818 von 7/1966).


    Viele Grüße

  • ... den Rucksack hatte ich in der THW-Ausführung von 1964:


        


      


    Den wollte ich für den täglichen Gebrauch nutzen.

    Die obere Aufhängung drückte aber sehr unangenehm am Rücken, so dass ich ihn wieder abgegeben habe.

    Gruß - Kai


    BUNDESGRENZSCHUTZ - GSK Küste - BGS See - KüEH (KüstenEinsatzHundertschaft)

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