Was ist das für eine Helmschale - Teil 2

  • Habe mit der WH-FschJg-Helmreproduktion auch noch diese Helmkalotte bekommen:






    Farblich ist ein helles oliv mit einem Rauhtarnanteil aufgetragen (die Acetonprobe steht noch aus).
    Eine Stemeplung ist nicht vorhanden.




    Der Helm scheint länger ohne Innenteil herumgelegen zu haben.
    Innen hat sich schon ein Flüssigkeitsrand abgesetzt.
    Keichte Anrostungen sind vorhanden.



    Die Lochungen für das Innenteil sind glatt ohne Vertiefungen.



    Der Rand hat eine übergebördelte Einfassung, die hinten elektrisch verschweißt wurde.



    So viel zu den erkennbaren Details.
    Nun seid Ihr drann mir wieder zu helfen.


    Wo kann dieser Helm eingeordnet werden hmmm
    Bundeswehr oder Polizei :?:
    Original oder Reproduktion (Fälschung) :?:


    Ich bin gespannt :!:


    Gruß
    Kai
    Der Vorbesitzer konnte mir keine weiteren Angaben zu Herkunft machen.
    Daher hoffe ich hier ein paar Infos zur Bestimmung der Kalotte zu erhalten.

  • Ich würde mal auf BGS/frühe BW tippen. Ich hatte letztens einen Schuberth-Helm in der Hand, ausgeliefert 1985 an einen Sammler in Oliv lackiert. Der Rostrand sieht nach dem Schuberth-Helmfutter aus. Das BGS-Muster daneben hatte zumindest die gleiche Rauhigkeit...

    Bullitreiber / Robert


    kostengünstiger Hersteller von CO2 und Überlebender der 1975 prognostizierten Eiszeit, des Waldsterbens, des Konsums von Salz und Eiern, des Millenniumbugs und der Klimakatastrophe.

  • Ansonsten gibts natürlich noch eine Methode mit der man zu 99% feststellen kann ob es sich um ein Original oder einen Fake handelt:


    1. Kalotte auf den Kopf drehen.


    2. Eine Banane hineinlegen.


    3. 4 Tage warten.


    Ist die Banane nach 4 Tagen immer noch so frisch wie am ersten Tag handelt es sich bei dem Helm mit 99%iger Wahrscheinlichkeit um ein:


    Original !!

  • Na Martin, Du kennst aber komische Methoden hmmm


    Aber den Test scheint schon jemand gemacht zu haben und dabei muss die Banane völlig zerflossen sein.
    Daher wohl auch der Schmuddelrand im Innern.


    Also ganz klar ein Fake :thumbsup:


    ... todsichere Methode :wacko:


    Gruß
    Kai

  • Die Oberflächenstrucktur, soweit man das auf den Fotos beurteilen kann, sieht schon nach früher Bundeswehr aus. Mein Helm, in dieser Form, mit Futter der Firma Schuberth hat allerdings gesenkte Befestigungslöcher. Bei den Helmen mit Futter der Firma Römer sind 6 Löcher zum befestigen vorhanden. In dem Versuch gab es aber einige Varianten, so wird es abschließend wohl schwierig hier Licht ins dunkle zu bringen. Vieleicht meldet sich Helmhai noch zu Wort.

  • Hallo Kai,



    ja, die Bananenmethode ist tot-sicher ! :yes:


    Die wurde von "Banana-Joe" entwickelt.




    Mit Sicherheit sind nicht alle Helme damals mit einem Futter verbaut an die Truppe ausgeliefert worden.


    Ich habe auch andere Kalotten gesehen die wie neu und unbenutzt gewirkt haben aber original waren.


    Es fehlen halt Vergleichsstücke. Helme die damals 5 Jahre als Versuchshelme benutzt worden sind sehen


    dann plötzlich aus wie 100 Jahre alt und ihre Kollegen die unbenutzt 60 Jahre in einem Regal lagen


    da kann man dann gar nicht mehr rglauben, dass die echt sind.


    Im Zweifel also für den Angeklagten??


    Ich habe in meiner Sammlung auch solche und ähnliche Dinge von denen ich nicht weiss wie echt oder


    unecht sie sind.



    Du müßtest halt jemand auftreiben der auch so eine Glocke hat und dann beide genau ausmessen:


    -Die Löcher für die Schrauben sehen gelocht aus. Hartstahl kann man nur schlecht bohren, deshalb könnte es
    sich zumindest um einen Helm aus Kohlenstoff haltigem Stahl handeln. Das werden viele der Fakes sicher nicht sein.
    Da zu teuer und zu aufwendig.


    -Der vordere Helmteil ist sehr charakteristisch. Das wird sich sicher irgendwo wiederfinden.


    -Die Edelstahlumbördelung spricht mit ihrer Breite für einen bestimmten Hersteller.


    ZB. M1 Helme von LSA = breite Umbördelung und FWQE = schmale Umbördelung


    -die Farbe müßte man mit anderen Originalen vergleichen - aber selbst bei den FWQE Fliessband Produktion
    Helmen der 50er Jahre wirkt der Anstrich nach Jahren bei jedem Helm anders


    Viele Grüße


    Martin

  • Die Oberflächenstrucktur, soweit man das auf den Fotos beurteilen kann, sieht schon nach früher Bundeswehr aus. Mein Helm, in dieser Form, mit Futter der Firma Schuberth hat allerdings gesenkte Befestigungslöcher. Bei den Helmen mit Futter der Firma Römer sind 6 Löcher zum befestigen vorhanden. In dem Versuch gab es aber einige Varianten, so wird es abschließend wohl schwierig hier Licht ins dunkle zu bringen. Vieleicht meldet sich Helmhai noch zu Wort.



    Hallo Jürgen,


    super das du dich meldest :thumbup: . Jetzt müssen Leute ran die das zu Hause haben und vergleichen können.


    Viele Grüße


    Martin

  • Ich habe jetzt mal den Acetontest an dieser Kalotte durchgefüht.
    Die Farbe ließ sich nach einigem Reiben lösen...
    ... aber die Farbe an meinem FJ60-Helm (garantiert Original) ging genauso runter.


    Der Acetontest ist daher für mich bei dieser Helmkalotte kein maßgebendes Atribut :!:
    Bei der Bundeswehr (bzw. den Schweden) wurde während der Anfangszeit offensichtlich auch schon Acryllack eingesetzt.


    Weitere Meinungen oder Tatsachen sind hier weiterhin gerne erbeten :!:


    Gruß von der Küste
    Kai