BW Schablonensatz/Schriftenmaler..wer hat Erfahrung damit?

  • Hallo,
    Nun habe ich mir endlich mal einen BW-Schablonensatz (aus dünnem Blech) gegönnt, in der Hoffnung, ein paar Schriftzüge an meinem T3 zu ergänzen, verbessern und vervollständigen usw...nun mußte ich feststellen, dass das garnicht so einfach ist. Hat jemand damit Erfahrung, wie man am besten Farbe aufträgt, ohne dass es hinter der Schablone runter läuft, bzw. die Kanten der Buchstaben und Ziffern scharf bleiben und das ganze scharf und gut aussieht? In dem Satz gibt es auch einen schwrazen Barren, fast wie Seife aus dem 19. Jahrhundert, mit dem Aufdruck "Patent", und eine kleine runde Dose mit scharzem Puder..weiss nicht so richitg, wofür die sind ....Wäre so glücklich, wenn ich mit dem Scahblonensatz gute Beschriftung hinbekommen könnte, statt im Copy-Shop Aufkleber herstellen zu lassen.
    Danke im Voraus für Eure Hilfe usw.
    Gruss, Frank

  • Ich hab das ganze nicht mit dem Pinsel sondern per Sprühdose gemacht. Die Schablonen oben und unten mit gutem Kreppband angeklebt damit sie eng anliegen, das ganze großflächig abgeklebt und dann mit mattem weißen Sprühlack aus etwas größerer Entfernung mehrfach dünn übergesprüht.
    Die Kombination aus mattem Lack und größerer Entfernung bewirkt daß die Farbpartikel schon leicht angetrocknet sind wenn sie auftreffen, so kann bei etwas Übung nichts unter die Schablonen kriechen.

    Ein guter Freund besucht einen im Knast, wenn man Mist gebaut hat.
    Ein echter Freund sitzt im Knast neben einem und sagt, "War aber trotzdem 'ne klasse Aktion."

  • Den Schriftenmalersatz kenne ich noch. Kurzum.........Müll.


    Am besten bekommst du das hin wen du die Farbe mit einem Schwamm auftupfst. Aber immer nur ganz wenig nehmen. Sonst läuft dir die Farbe sofort hinter das Blech.

    "Banning Guns because criminals have too many ist like castrating yourself because your neighbor has too many kids!"
    (Clint Eastwood)

  • Danke für beide Tipps..machen beide Sinn..denke, ich war da wohl mit dem Pinsel zu "großzügig" und die ganze Soße lief mir hinter der Schablone, trotz eng an- und abgeklebt..werde mit der Dose mal probieren, wie Du schon geschrieben hast, Lorenz..danach dann mal mit dem Schwamm, wie Manny schrieb...mal sehen, ob es besser wird...Und wofür ist das schwarze Pulver, bzw. die "Seife" mit dem "Patent"-Aufdruck?
    Gruss, Frank

  • In der Bucht oder bei der Vebeg sind manchmal Schablonenstanzmaschinen zu finden. Mit denen lassen sich komplette Schriftzüge oder ähnliches aus sogenanntem Ölkarton stanzen. Wird deutlich sauberer als mit den einzeln zusammengesteckten Buchstaben des Schriftenmalersatzes.
    Sowas hier zum Beispiel.
    Einziger Nachteil, die Dinger sind genauso schwer wie teuer ;,(

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  • So wie es Don Lorenzo geschrieben hat kenn ich es eigentlich auch nur. Siehst du recht gut bei Graffitis, wo die Farbe läuft war der Sprayer zu nah an der Wand, so ists auch bei Blech. Am besten größeren Abstand nehmen evtl. vielleicht andere Düsengröße bei der Dose verwenden. Als wir damals in der Handwerkskammer Motive auf furnierte Platten lackiert (Schreinerhandwerk ;) ) haben, wir haben in kreisenden Bewegungen mehrmals über das Motiv genebelt, weis nicht ob das was hilft? Glaube sollte für den gleichmäßigen Farbauftrag sorgen wenn ich mich recht entsinn wegen der größeren Entfernung und somit schlechteres ``Zielen und treffen´´ der Fläche. Eine weitere Möglichkeit die mir einfallen würde: Es gibt selbstklebende Folien, die für solche Motive gedacht sind. Sprich das Motiv von deiner Blechschablone auf Folie Übertragen (mit Skalpell oder Cutter ausschneiden)und an deine gewünschte Fläche kleben und wie oben beschrieben drüber nebeln und nach Trocknung die Folie vorsichtig abziehen. So sollte eigentlich auch das herunterlaufen verhindert werden, macht jedoch eine menge Arbeit bei detailreichen Motiven(Solltest du nur Buchstaben machen sollte es einfacher sein) . Gut wäre es auch wenn es Warm wäre wo du das machst - hast eine ganz andere Viskosität beim Lack.


    !! ABER WICHTIG !!: Das war wie beschrieben auf Holz also solltest es vielleicht wenn du es so probieren möchtest erst einmal ein Muster erstellen!


    Hoffe habe es richtig verstanden, keine Falschinformationen gegeben und konnte auch ein wenig zur Lösung des Problems beitragen.



    Theorie ist wenn nichts klappt und jeder weiß warum.
    Praxis ist wenn alles klappt und keiner weiß warum.


    Wir vereinen Theorie und Praxis: Nichts klappt und keiner weiß warum.

  • Hallo,
    ich habe schon einige Kisten mit den Schablonen aus dem Schablonensatz der BW neu beschriftet.
    Ist beim ersten mal ziemlich schief gegangen. Meine Frau, ihres Zeichen Malermeisterin, hat mir die richtige Vorgehensweise gezeigt.
    Folgende Dinge sind notwendig:
    1. Viel Geduld
    2. Schablonenausstattung
    3.Farbe; aber nicht zu dünnflüssig
    4.Schablonierpinsel (die Pinselhaare werden fest mit Malerkrepp umwickelt, so daß nur 4-5 mm noch sichtbar sind)
    5.mit dem präparierten Pinsel Farbe aufnehmen und auf einem sauberen Karton trockentupfen (bis die Farbe immer schwächer wird)
    6.nun kann die eigentliche Beschriftung erfolgen, in dem man mit dem Pinsel senkrecht auf die Buchstaben tupft. Hier ist nun die Geduld gefragt; möglichst relativ trocken
    Tupfen. Umso schöner wird das Ergebnis.
    7.Schritt 5 + 6 wiederholen (Trockenzeit einplanen) um einen satten Farbauftrag zu erhalten.
    Bei Verwendung einer Spraydose / aufsprühen von Farbe wird es immer einen Sprühschatten um die Buchstaben/Zahlen geben. Kann ich nicht empfehlen.


    Gruß Daniel Junge

  • Für taktische Zeichen und ähnliches hab ich mir bedruckbare DIN A4-Bögen von "Avery Zweckform" im Schreibwarenladen besorgt. Das sind im Prinzip Selbstklebeetiketten in groß. Dann das Emblem am PC mit einem Grafikprogramm gebaut, ausgedruckt, als Negativ mit einem Skalpell ausgeschnitten, aufgeklebt, gesprüht, ein paar Minuten antrocknen lassen und dann mit einem Fön warm gemacht (damit keine Klebereste zurückbleiben) und wieder abgezogen.
    Geht auch mit Schriftzügen wenn man die entsprechende Schrift installiert hat (z.B. "DIN-Schablonierschrift"), ist aber eine Sch***arbeit, die Buchstaben auszuschneiden...

    Ein guter Freund besucht einen im Knast, wenn man Mist gebaut hat.
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  • Naja, ich würde schon eher gerne den Schablonensatz benutzen, dafür habe ich ihn ja gekauft (war auch nicht gerade billig)..werde es versuchen , wir Ihr mir beschrieben habt..auch vielen Dank an Daniel (und Frau)!..das wird sicherlich helfen...werde mir, glaube ich, eine alte VW Bus Tür, die ich noch rumliegen habe, als Versuchskanninchen hinstellen und das senkrechte anmalen üben..die Beschriftungen am Bus sind ja schliesslich auch alle "senkrecht"..mal sehen , was sich da so ergibt..Mein Copy-Shop-Fritze hat mir schon gesagt, er könne die Beschriftung als Einweg-Schablone herstellen..nur möchte ich auch mit dem Schablonensatz üben, da sicherlich andere Teile, wie Kisten, Behälter usw. neu beschriftet werden könnten, besonders, wo keine gerade, glatte Fläche vorhanden ist, und die aufgeklebte Schablone weniger unwirksam ist.
    Irgendwelche Anregungen zu dem Pulver und der "Seife" :-) ??
    Gruss, Frank

  • ich hab auch mit so nem schriftenmalersatz geliebäugelt, weil es doch charme hat.
    ich bin der meinung, dass der charakter einer solchen schablone schon auch der ist, etwas nicht-perfekt zu sein.
    original wurden die schriften wohl getupft, ich würde aber auch ne spraydose nehmen.


    wem der schriftenmalersatz zu umständlich ist, dem kann ich
    http://www.stencilboy.de/de/
    empfehlen, die auch mehrfach nutzbare vorlagen anfertigen,

  • Habe auch diverse Schriftenschablonen von dem großen Versandhaus am Amazonas. :-)
    Pinsel auf einer Zeitung fast trocken reiben und dann auftupfen, so wie schon oben beschrieben ist wohl der einfachste Weg. Das Ganze geht allerdings auch mit einer kleinen Lackierrolle. So habe ich es hier gemacht:



    Ebenfalls erst "fast trocken" rollen, dann über die Bleche. Hat wunderbar geklappt.

  • Moin,


    es besteht auch die Möglichkeit, die Schablone aufzulegen (mit Tape fixieren) und die Umrisse mit einem weichen Bleistift zu übertragen.
    Danach mit einem feinen, weichen Pinsel ausmalen.


    Es sollte wirklich nicht zu perfekt aussehen.
    Erinnert Euch mal zurück, wie die Beschriftungen in der Truppe ausgesehen haben.
    (Wie immer gilt natürlich: Jeder wie er möchte) :^:


    Markus

  • Hallo,


    das wichtigste hat ja "dermitdenkisten" schon gesagt.


    Wichtig ist, daß die Farbe ziemlich dickflüssig ist - es gibt da spezielle schablonierfarben. Wenn du normale Farbe eine Weile offen stehen lässt und ab und zu umrührst wird die auch dicker.
    Ich würde aber wasserbasierte Farbe nehmen, dann ist das Säubern der Schablonen nicht so eine Sauerei.


    Anstatt des Schablonierpinsels kannst du auch Schaumgummi nehmen. Passendes Stück ( ca. 3 x 3 x 10 cm od. 2x2x10) nehmen, einmal bei der Hälfte des langen Weges Knicken. Jetzt solltest du ein U-Förmiges Stück 3 x 6 x 5 haben. Von dem gebogenen Stück ca. 1,5-2cm frei lassen, den Rest mit Kreppband o.ä. zusammenkleben. D.h. Beim Buchstaben U muss das Unterteil frei bleiben, oben wirds zusammengeklebt. Das freie Teil kannst du jetzt in die Farbe tupfen, dann auf Papier etwas überschüssige Farbe abtupfen und dann tupfen tupfen tupfen. Nicht zu viel auf einmal...


    Die "Seife" ist übrigens wasserlösliche Farbe. Damit kannst du mal schnell etwas mit bestempeln. Ist halt dann nicht wasserfest.

  • In der Bucht oder bei der Vebeg sind manchmal Schablonenstanzmaschinen zu finden. Mit denen lassen sich komplette Schriftzüge oder ähnliches aus sogenanntem Ölkarton stanzen. Wird deutlich sauberer als mit den einzeln zusammengesteckten Buchstaben des Schriftenmalersatzes.
    Sowas hier zum Beispiel.
    Einziger Nachteil, die Dinger sind genauso schwer wie teuer


    Andere Nachteile: die Maschinen haben nur eine Schriftgröße (etwa die "Ideal"), so dass man in der Hinsicht schon deutlich unflexibler ist. Die Buchstaben und Ziffern sind auch nicht so "filigran" (ich weiß nicht, wie ich es anders beschreiben soll) wie beim Schablonensatz.


    Zur Technik kann ich dem oben geschriebenen nur beipflichten. Mit Schwamm (Schaumstoff-Rest,...) die fast trockene Farbe in mehreren Schritten aufbringen - weniger ist hier mehr.


    Bei Gebrauch des Pinsels so verfahren, wie beschrieben, also kurzborstigen (oder mit Klebeband abgebundenen) Pinsel 90 Grad zur Fläche verwenden, darauf achten, dass die Farbe nahezu trocken ist und den Vorgang mehrfach wiederholen.


    Mit der kleinen Lackierrolle habe ich es ebenfalls schon mit gutem Ergebnis probiert, aber auch dafür gilt wieder Farbe nahezu trocken,...


    Bei dem Schablonensatz habe ich beim Einsatz von Sprühdosen schlechte Erfahrungen gemacht. Speziell bei gebrauchten Sätzen sind die Bleche schon mal gerne etwas deformiert, so dass fast immer Sprühnebel durchgeht. Beim vorsichtigen Gebrauch von Schwamm oder Pinsel passiert das nicht.


    Insgesamt ist es für mich persönlich aber so, dass die "handgemachten" Beschriftungen-, gerade weil sie nicht perfekt sind, authentischer sind als manche gedruckte Schablonen/Aufkleber (siehe auch Kais Bild).


    Grüße vom Niederrhein,
    Rainer

  • Jungs,
    "been there, done that!" Auch ich habe mir mit viel Begeisterung (ist ja schließlich was olives!) den Schablonenmalersatz gegönnt und bin voller Freude ans Werk gegangen. Nach etwa einer Stunde hab ich völlig entnervt aufgehört und hätte am liebsten den Schablonensatz, alles markierte und die Farbe so wie es war in die Tonne getreten: Alles verläuft, nichts sieht gerade aus, einfach Mist!
    Dann hab ich was echt Gutes entdeckt, einen super webshop, der für kleines Geld hervorragende Arbeit macht: http://www.klebefisch.de
    Daraufhin hab ich mir dann noch die DIN Schrift runtergeladen, e presto! Sieht doch gar nicht so schlecht aus, oder?

    Probiert das mal, ist wirklich gut!
    Herzlichen Gruß, Christian

  • Hallo an alle..Danke für die Antworten..hier die Bilder von dem Satz, mit Puder/Cremedose und "Patent"-Seife :-)...und, ja, so ging es mir auch..viel Vorfreude, dann am liebsten das ganze in die Tonne hauen..mit der Hilfe und den Tipps hier geleistet, werde ich es ernuet (bestimmt mehrmals) versuchen..mal sehen, was sich ergibt...Und ja, denke auch so, dass die Aufkleber usw. doch eigentlich zu neu und perfekt aussehen...ich mag die Unebenheiten und "Beschädigungen" an der Beschriftung...ist so, als hätten die Jungs nachts in der Bw-Werkstatt schnell umlackieren "müßen", weil morgen der Einsatz woanders anfängt..da würden sie ja auch nicht auf den Perfekten Look achten können....
    Euch allen nochmal Danke!!
    Gruß , Frank







  • Der "Patent" Block ist wasserlöslich. Pinsel nass machen und auf einer Stelle rumkreisen, dann hast du da nach einer kurzen Zeit schwarze Farbe. Möglichst dick anrühren (siehe oben)... Bei meinem Satz war der Block noch in Plastikfolie eingeschweißt.


    Die runde Dose sieht aus, als ob da eine pastöse Farbe drin war, die mittlerweile eingetrocknet ist.... aber das ist nur eine Vermutung.

  • Moin,
    paßt am Rande:



    Sind von Tupper, bekommt man noch nachbestellt.


    Wenn ich Sachen habe, die relativ unwichtig sind, Klappstühle usw.
    da nehme ich einfach diese Schablonen und einen weißen, bzw. schwarzen
    wasserfesten Edding. Geht sau schnell.
    Bei diesem Muster hatte ich noch nicht die Zahlen.
    Mußte ich erst meiner Schwiegermutter abschnacken. :)


    Das nervige am original BW-Schriftenmahlersatz ist, das jeder Buchstabe
    nur ein mal vorhanden ist.
    Das ganze Wort auf einmal würde beim Tupfen viel Arbeit ersparen.
    Daher suche ich noch nebenbei 1 oder 2 Schriftenmahlersätze.


    Gruß
    Klaus

  • Moin,
    wobei, grade Lackstifte mit Vorsicht zu genießen sind.
    Bei zu viel Lack, verlaufen die auch gerne.
    Bei Stoff geht am besten ein ganz normaler wasserfester Edding.


    Hier bei, bin ich bis jetzt gescheitert:

    Ich habe mir ein rotes und ein weißes handelsübliches
    Nummernschild besorgt und wollte so was ähnlich
    nachahmen. Aber mein weißer Lackstift ist immer verlaufen. :motz:



    Gruß
    Klaus