Panzerfund in Heikendorf

  • @Stahlkoppi


    Das mit den USA und deren Waffengesetzen sehe ich ambivalent.
    Klar jede schlimme Tat die dort oder anderswo passiert - unerheblich ob es jetzt eine
    halbautomatische oder eine vollautomatische Waffe ist - ist eine zuviel.
    Aber erstaunlicherweise passiert dort Angesichts der Fülle von Schußwaffen
    in privater Hand eher wenig - und lässt den Schluß zu, dass der Normalamerikaner
    damit umgehen kann, und die Amis einfach cooler sind.
    Die Durchgeknallten dort wie auch hier brauchen sich
    nicht um Gesetze zu scheren - wenn sie das Gesetz sowieso mit Waffengewalt
    übertreten wollen.
    Ich wollte auch eher nicht , dass in unserem Land die Waffengesetze der USA
    gelten Wir wären nämlich nicht so cool - und bereits bei so manchem harmlosen
    Nachbarschaftsstreit gäbe es Mord- und Totschlag wenn die Knarre am Kamin hinge.


  • Ja, ich denke auch, dass die meisten Leute verantwortungsvoll damit umgehen können. Der Sammler hat ja auch mit seinem Arsenal nicht die Kontrolle im Dorf übernommen. Er hat die Sachen lediglich nur gesammelt.


    Das Problem sind natürlich die Menschen, die etwas anders ticken und in die man sich auch nicht einfach so hineinversetzen kann. Die eine Waffe dazu benutzen zu dem sie auch ursprünglich konzipirt wurde. Nämlich einen anderen Menschen zu töten. Und je leichter der Zugang ist und lascher die Gesetze desto mehr Spinner bewaffnen sich und nutzen die Waffen wie Werkzeuge um ihre Forderungen durchzusetzen (die pfeiffen auf jeden kulturellen oder historischen Wert einer Waffe). Und wenn man erstmal nicht registrierte Waffen kaufen kann dann kann man auch viel leichter einen Mord begehen. Wieviele der jährlich durch Schusswaffen begangenen 30000 Morde in den Staaten kann man aufklären? Leider nur einen Bruchteil. Von daher finde ich die Kontrolle durch den Staat sinnvoll.


    Wenn der Sammler alles Gesetzeskonform mit seiner Sammlung erledigt hat sollte man auch für den Rücktransport aufkommen.

  • Irgendwie wird´s langsam :offtop: ...
    Ich möchte mal wissen, was die Beschlagnahme eines Panzers, eines Torpedos oder der 8/8 mit der (recht eigenartigen) Meinung eines Mitglieds zu unserer Regierung zu tun hat. Ebensowenig verstehe ich, wie dies mit einem Schulmassaker und den amerikanischen Waffengesetzen in Verbindung kommt. :T


    Was viel interressanter ist, ist die Frage, warum man die Großgeräte dort für teuer Geld abtransportiert, obwohl eine Klärung der Kriegswaffeneigenschaft noch gar nicht abschließend vorgenommen wurde. Dies hätte man aus meiner Sicht leicht vor Ort bewerkstelligen können. Wenn man zu dem Schluß käme, der Panzer ist nicht ausreichend demilitarisiert, könnte man ihn ja immer noch beschlagnahmen und abtransportieren. Ist es nicht der Fall, ist das Ding wie eine bessere Planierraupe zu bewerten und muß belassen werden. Wenn das dann dabei am Ende herauskommt, bin ich auf den Rücktransport neugierig.
    Mich erstaunt die offenbar etwas naßforsche Art, mit der man seitens der Staatsanwaltschaft dort vorgegangen ist und bin wirklich gespannt, wie die Sache ausgeht.
    Hoffentlich endet das nicht so, wie mit dem Herrn Gurlitt...


    Grüße,
    Uwe

  • Ja, bitte zurück zum Thema kommen.


    Ich würde sogar soweit gehen das bei Feststellung einer eventuellen mangelnden Demilitarsierung dem Besitzer eine Frist zur Nachbesserung hätte eingeräumt werden sollen.
    Kanone war ja mit Sicherheit demilitarsiert, da einst abgesägt, wenn er nicht eine neue Kwk 43 eingebaut hat. Blieben also nur unschöne Arbeiten an der Wanne.


    Im Gegensatz zur Gurlit-Bildersammlung sehe ich beim Panther durchaus die Gefahr das er mal nach Rockensussra transportiert wird - um zerschnitten und eingeschmelzen zu werden. Kann mir nicht vorstellen das bei einem negativen Ausgang der Angelegenheit ein Gericht die Großgeräte einem Museum zusprechen kann.


  • Die Paralelle zu den US Waffengesetzen besteht darin dass sie als krasse Alternative anschaulich machen wie es wäre wenn jedermann ohne die Kontrolle irgendeiner Instanz sich aufrüsten könnte.


    So ein Panzer ist auch nur eine Waffe. Und wenn es einen Zweifel an seiner Harmlosigkeit gibt kann man ihn auch nicht bis zur Feststellung ob er legal oder illegal ist behalten denke ich. Klingt doch logisch! Habe ich einen Panzer zu Hause machen die Behörden schön brav einen Termin bei mir aus und kommen dann drei Wochen später um das Teil mal zu untersuchen.

  • Was gehört zum Thema und was nicht? Und was ist denn nun wichtig?


    Worum geht`s hier denn eigentlich?
    Gehts hier um die blose Feststellung des Ereignisses?


    Oder haben einige Mitglieder Angst dass ihnen genau sowas passieren könnte?


    Haben die Behörden das recht einfach in die eigenen 4 Wände einzudringen und alles mitzunehmen nach Lust und Laune?
    Ja, na klar! Bei einer Ratia klopft doch auch keiner höflich an die Tür. Und dann wird Kistenweise alles beschlagnahmt.

  • Ich glaube die liebe Frau Hess steht einfach nur aus Publicitygründen auf solche Aktionen.
    Sie hat sowas wohl 2013 mit einem Elefanten versucht , das ging für sie wohl nicht so gut aus. Sie hat ihn nämlich nach Belgien verscherbelt während das Verfahren wohl noch lief und dann verloren...


    http://www.bergedorfer-zeitung…kus-am-Ruessel-herum.html


    Nun versucht sie sich halt an einem kleinen unschuldigen Panzer ,
    Da kann man nur hoffen , dass sie den Panther nicht auch vertickert... :T
    Ihr müßt den namen mal googeln , die Gute macht lauter solch lustige Dinge..


    Gruß Matze

  • Diese Angst ist gar nicht mal so abwegig...


    Es braucht doch nur mal ein mißgünstiger Nachbar bei der Polizei anzurufen und ein paar Halb- oder Unwahrheiten zu erzählen ("der hat da ganz viel Militärkram und so komische Waffen, ich hab Angst daß der was schlimmes vorhat..."). Das ganze kombiniert mit einem Staatsdiener der sich unbedingt profilieren möchte, schon hast Du das Theater...


    Passiert nicht nur im Miltärfahrzeug-Umfeld sondern kann z.B. durchaus auch passieren wenn man im weiteren Bekanntenkreis jemand aus der 1%er-Szene hat... ich wollte, das wüßte ich jetzt nur vom Hörensagen :/

    Grüße von Lorenz, irgendwo da draußen...



    Ein guter Freund besucht einen im Knast, wenn man Mist gebaut hat.
    Ein echter Freund sitzt im Knast neben einem und sagt, "War aber trotzdem 'ne klasse Aktion."

  • @ Lorenzo
    Oh Mann - Bruder - du sagst es !


    Im übrigen ist ein Vergleich mit den Regelungen übern
    großen Teich keinesfalls off topic.
    Aber ständige Wiederholungen machen den thread auch
    nicht besser.

  • So ein Panzer ist auch nur eine Waffe.


    Eben NICHT!
    Das ist doch der casus knusus. Lies doch mal bitte, was ich geschrieben habe!
    Ist der Panzer demilitarisiert, ist er keine Waffe, schon gar keine Kriegswaffe. Dann ist er ein Kettenfahrzeug und nix anderes.



    Haben die Behörden das recht einfach in die eigenen 4 Wände einzudringen und alles mitzunehmen nach Lust und Laune?
    Ja, na klar!


    Eben NICHT!
    Ist keine Gefahr im Verzuge (und das ist sie nicht - der Panzer steht da seit 30 Jahren) wird ein richterlicher Durchsuchungsbeschluß beantragt. Und dazu muß es "tatsächliche Anhaltspunkte" dafür geben, daß Rechtsverstöße vorliegen, Vermutungen reichen hierzu nicht aus. Durchsuchungen nach Lust und Laune gab (und gibt) es in anderen Staaten.
    Ist aber auch egal.


    Was ich einfach in meinem obigen Beitrag sagen wollte ist, daß man aus meiner Sicht die Kriegswaffeneigenschaft der beschlagnahmten Teile direkt vor Ort hätte prüfen können und sich damit u.U. den medienwirksamen Schwertransport vielleicht tatsächlich gespart hätte.


    Und jetzt bin ich raus...


    Gruß,
    Uwe

  • Zitat

    und das ist sie nicht - der Panzer steht da seit 30 Jahren)


    Denke nicht das der Durchsuchugsbeschluß auf den Panter gemünzt war,sondern den Kleinwaffen galt.Der Panter war bestimmt nur schmückendes Beiwerk,ohne das Großgerät Panter,88,Torpedo hätte nur ein kleiner Artikel in der Regionlazeigung gestanden:"Polizei räumt Waffenlagen"und das währs.
    Andererseits stand ja geschrieben das die Waffe/Fahrzeuge im zuge einer Durchsuchung/Überprüfung anläßlich des "Nazikunstfundes"vor kurzem stattfand.D.h.ja das bestimmt einige Papiere gesichtet wurden bevor es zur Beschlagnahme kam.

    MKG Fabi

    Militärfahrzeughilfe


    Ich Suche volgendes:

    Kradkombi Bw Gr.20


    Informationen, Bilder Zeichnungen über das AL28 GruKw II des BGS und Teile für den Aufbau.

  • Das ist bei Uwe sozusagen berufsbedingtes Hintergrundwissen ;)

    Grüße von Lorenz, irgendwo da draußen...



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  • Ich weiß ;)


    Nicht alle "Mitarbeiter" oder Ex-Mitarbeiter bei der Truppe sind planlos :thumbup:

    Grüße von Lorenz, irgendwo da draußen...



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    Ein echter Freund sitzt im Knast neben einem und sagt, "War aber trotzdem 'ne klasse Aktion."


  • Hallo Uwe,


    aber das ist doch scheinbar das Problem. Der Panzer scheint von Vater Staat als Waffe wahrgenommen zu werden.
    Einer hier schreibt, dass dort ein ganz anderer Panzertyp vor 30 Jahren gesichtet wurde der im Dorf irgendwelche Aufgaben übernommen hat (Schnee räumen und ähnliches). Der Panther hier ist angeblich neu (oder neuer)??


    Aber ich kann das total gut nachvollziehen dass ihr Jungs mit den "grünen Autos" Sorgen habt. Ich würde auch ganz unglücklich sein wenn sich einer durch meine Kübelsammlung wühlt und die dann einfach mitnimmt. Und es ist auch schade zu hören dass die in dem Keller beim "bergen" was beschädigt haben.


    Viele Grüße
    Martin