Verkaufen in der Bucht !

  • Hallo Leute,


    wollte mal ein Thema ins Leben rufen, dass vor allem alle betrifft, die häufig auch Kleinkram in der Bucht einstellen - bzw. die einen Mindestpreis gesetzt haben. Da BW Sachen nicht soo begehrt sind trifft das auch so manchen hier im Forum, der seine Sachen vielleicht über die Bucht absetzen will. Beide Gruppen werden finanziell ab letzter Woche von Ebay in die Mangel genommen.


    Ab dem 21 Angebot wird nun eine nicht erstattungsfähige Gebühr von 50 Cents fällig. "nicht erstattungsfähig" bedeutet egal ob der Artikel verkauft wurde oder nicht, die Gebühr muss bezahlt werden. Und 50 Cents sind schon so viel, dass es sich nicht mehr lohnt Dinge einzustellen die beim Verkauf vielleicht nur einen Euro einspielen (wenn man Pech hat). Deshalb gibt`s ja die Mindestpreise werden nun einige sagen. Es liegt auf der Hand, dass man Dank der "nicht erstattungsfähigen" Gebühren den Artikel, von dem man sich vielleicht 5-10 Euro erwartet nach ein paar Mal einstellen blitzschnell wertlos gemacht hat.


    Zudem nimmt Ebay jetzt auch Provision von den Versandkosten. Das bedeutet zwar auf der einen Seite, dass einige Verkäufer vielleicht überlegen werden ob es sich lohnt zuviel Versand zu verlangen wenns dann eh Ebay kassiert oder aber die Leute werden ihre Versandkosten soweit erhöhen dass sie die 10 Prozent, die Ebay jetzt frisst wieder rausbekommen. Somit wird Ebay auch für Käufer teurer.


    Doof dass sich Ebay immer mehr zu einem unwirtschaftlichen Geschäftspartner entwickelt bei dem man sich doch immer wieder fragen muss ob man den Dienst wirklich in Anspruch nimmt oder doch lieber nach anderen Alternativen sucht.


    Eine Ebay-ähnliche Militaria - Plattform, ein wenig wie Egun wäre toll. Militaria321 finde ich vollkommen umständlich gestaltet und nicht userfreundlich. Ausserdem ist da nur überteuerter Sch... .


    Viele Grüße
    Martin



  • Martin,


    genau die ansicht habe ich auch, ich gehe sogar weiter ich meine das eBay Privat Verkäufer garnicht mehr haben will!


    Ich habe meine kleinartikel teurer machen müssen wie das Porto !


    ich nehme immer 5 € Porto und versende für 6 , so übernehme ich 1 € nun muss ich 1,50 übernehmen!


    absolute Scheisse

    Borgward das Auto :thumbsup:



    Suche für den Borgward B2000 :
    beide Kofferraum Türen
    Beide Türen vom hinteren Aufbau


    Die seiten Bleche vom Kofferraum Komplett!


  • Hallo Michael!


    Danke für deine Nachricht :) !


    Aber wenn sie erstmal die privaten rausgeschmissen haben, was bleibt denn da noch übrig??


    Die tollen Topseller die billigen Chinamüll verkaufen will doch keiner haben? Oder habe ich da unrecht?


    Viele Grüße


    Martin

  • PS. Mir fällt noch ein, dass es Ebay momentan wohl nicht sehr gut geht. Also muss irgendwie anders Kohle reinkommen, wenn das die alte Masche nicht mehr hergibt.


    Ich wette in 20 Jahren sind wir bei 35% Provision und finden das vollkommen normal. :D

  • Es gab mal eine Höchstgrenze von 50€ heute zahlst du immer 10 % also beim Umsatz von 2000€ immerhin 200 Teuros!



    Ist ein saftladen geworden, es gibt aber keine effektive Alternative

    Borgward das Auto :thumbsup:



    Suche für den Borgward B2000 :
    beide Kofferraum Türen
    Beide Türen vom hinteren Aufbau


    Die seiten Bleche vom Kofferraum Komplett!



  • Michael, je mehr ich über deine Aussage und die aktuelle Provisions- und Gebührenentwicklung Ebays nachdenke desto mehr denke ich auch, dass Ebay es den Privaten unangenehm und unlukrativ machen will. Ebay will wahrscheinlich loskommen vom Flomarkt der abertausenden kleinen Dinge, die sie vielleicht mittlerweile als Imageschädigend ansehen.
    Ich finde hier entsteht vielleicht eine neue Marktlücke. Und zwar für Leute, die eine Plattform aufmachen wollen, die nur provisionsabhängig und ohne Einstellgebühren arbeitet. Ich denke, dass abertausende Private wechseln würden. Wenn die Provi vielleicht auch noch zu einem Teil in gemeinnützige Projekte fließen würde, wäre dass doch ein schöner Anreiz zu wechseln :) .

  • Soweit ich weiss ist Ebay irgendwann mal mit einer neuen Geschäftsstrategie gestartet: Privates auf Ebaykleinanzeigen und "Profiseller"/Gewerbliche auf Ebay.


    In sofern passt die Sache da ganz gut weil Ebay sich eigentlich zu einem "Amazon der Dinge" entwickeln will.

  • Hallo,
    ich sehe die ebay-Kleinanzeigen mitttlerweile als echte und auch
    gute Alternative, und es ist kostenlos, und das deutschlandweit !
    Was will an mehr ?
    Aber - ich weiß auch noch Zeiten vor dem www. wo man in Automobilizeitschriften oder
    der Heimatzeitung Annoncen aufgeben musste. Damals war das Inserieren so
    teuer, dass es wegen Kleinkrams eigentlich nur Flohmärkte gab. Geschweige denn,
    dass man Fotos einstellen konnte, und wenn wars wieder sündteuer.
    Insofern ist ebay auch mit den neuen Gebühren nicht wirklich teuer - sondern immer
    noch sehr preiswert - wir sind nur zu verwöhnt.

  • Soweit ich weiss ist Ebay irgendwann mal mit einer neuen Geschäftsstrategie gestartet: Privates auf Ebaykleinanzeigen und "Profiseller"/Gewerbliche auf Ebay.


    In sofern passt die Sache da ganz gut weil Ebay sich eigentlich zu einem "Amazon der Dinge" entwickeln will.


    Danke für den Beitrag. So genau wusste ich das nicht. Ich denke gerade, dass es zwischen den Profisellern und den Privatleuten keinen großen Unterschied gibt in dem wie sie ihre Preispolitik gestalten. Die Profiseller bieten Billigmüll (Attrappen, die Gegenstände darstellen, die einst qualitativ waren als die Industrie noch faire Löhne zahlen wollte) aus den Billiglohnländern an und wollen dafür einen festen Preis. Also genauso wie die Privaten, wobei die natürlich ein anderes Warenangebot haben. Dreh- und Angelpunkt ist doch der feste Preis. Bei den Kleinanzeigen sollen Waren doch nur abgeholt werden. Ebay beschwört die Verkäufer nicht zu versenden und begründet dass damit diese vor Betrug schützen zu wollen. Wobei hier offensichtlich das Risiko beim Käufer liegt. Ebay hat doch mal mit Auktionen begonnen? Aber die Topseller haben nichts mehr mit diesem System zu tun. Denen dienen Auktionen nur noch um Käufer anzulocken.


  • Hallo Pi-jay,


    ich kuck mitterweile auch regelmäßig bei den Kleinanzeigen. Aber manchmal muss man Verkäufer, vor allem Ältere, die verunsichert sind regelrecht überzeugen, dass sie kein Risiko eingehen wenn sie auch versenden. Bei den Kleinanzeigen sollen Waren nur abgeholt werden. Ebay beschwört die Verkäufer nicht zu versenden und begründet dass damit diese vor Betrug schützen zu wollen. Das ist natürlich Unfug. Da hier ganz offensichtlich das Risiko beim Käufer liegt. Die Kleinanzeigen wären dadurch schnell ein großer Konkurrent zu Ebays Hauptgeschäft mit den Auktionen.


    Im Gegensatz zu damals stimmt das, dass Ebay preiswerter ist, aber seitdem gab es einen technologischen Fortschritt ins Computerzeitalter den Ebay doch nur ausgenutzt hat. Heute wäre die Methode mit den Annoncen veraltet und die Alternative virtuelle Annoncen im Internet zu schalten kostet einfach viel weniger. Deshalb bin ich erstmal nicht der Ansicht dass das total preiswert ist. Es ist natürlich preiswerter als vor 30 Jahren in der analogen Welt.


    Aber Ebays Geldprobleme und die Anhebung der Preise ist vor allem dem zu danken, dass Ebay ein Börsenunternehmen ist und da geht es nicht darum, dass die am Ende des Jahres einigermaßen gut verdient haben. Da geht es darum, dass die Aktionäre ordentlich Kohle ausgeschüttet bekommen. Und das geht nur mit dem Wachstum des Unternehmens. Es muss also immer mehr Geld rangeschaft werden. Einer der absurden Grundsätze unserer Marktwirtschaft :( .


    Viele Grüße
    Martin

  • Naja - wenn ebay nicht nach den jetzt geltenden Markregeln
    in den letzten 15 ? Jahren so gewachsen wäre - hätten wir ebay
    nicht in der Form.
    Aktionäre bekommen nicht ordentlich Kohle ausgeschüttet - da mußt du
    schon sehr viele Aktien haben um von den Dividenden leben zu können.
    Es geht um den Börsenwert eines Unternehmens an sich und um die Zocker
    an den Börsen - welche mit den Kursgewinnen verdienen - viel mehr als jemals
    ein Aktionär.
    So what - ebay erhebt keine Angebotsgebühr für den 1. bis 20. eingestellten Artikel -
    darüber hinaus 50 Cent.
    Verkaufgebühr ist 10% - maximal 199,00 €.
    Bei Fahrzeugen 19 € Verkaufsgebühr + 5 % Verkaufprovision - aber maximal 99,00 €.
    Jeder der was anzubieten hat wird doch diese Gebühren vorher aufschlagen, und unbemerkt zahlt die dann der Käufer. Der Vorteil liegt ja beim Verkäufer da mit dem rechtsgültigen Klick -
    gearde auch bei Autos - bereits ein gültiger Vertrag zu stande gekommen ist, und nicht erst
    auf dem Hof noch gefeilscht wird. Dafür lasse ich den Bieter gerne die 99 € zahlen :O)
    Wenn man eine Vielzahl von 1 € Artikeln anzubieten hat, sind die 20 kostenfreien Artikel natürlich
    schnell beisammen. In diesem Fall empfiehlt es sich immer und vorzeitig mehrere Accounts
    zu führen.
    Zu den Klaz kann ich nur sagen - ich habe bereits ganz viel dort gekauft und manches verkauft.
    Es lief immer per Versand - sei denn es war zu groß oder zu schwer zum verschicken.
    Und Probleme gabs auch noch keine, wobei natürlich ein Risiko immer bleibt.

  • Bei den Fahrzeugen kann man das scheinbar gut kompensieren :thumbup: !


    Aber wie schon oben geschrieben meine ich andere Zielgruppen:


    ".... dass vor allem alle betrifft, die häufig
    auch Kleinkram in der Bucht einstellen - bzw. die einen Mindestpreis
    gesetzt haben."


    Also ich denke vor allem erstmal an die Privaten die häufig Kleinkram verkaufen. Das wird nämlich ein Risikogeschäft! Mit den ersten 20 Artikeln hat man vielleicht 80-100 Euro verdient. Aber nur wenn man einen Mindestpreis benutzt. Ansonsten hat man im schlechtesten Fall 20 Sachen für 20 Euro verkauft.


    Aber es geht auch um das Käuferverhalten. Keiner will noch was bezahlen und alle erhoffen sich Tiefstpreise. Aber Sachen für einen Euro verscherbeln ist doch quatsch, oder? Da ist der Aufwand so enorm, dass er sich überhaupt nicht lohnt. Also denkt man über einen Mindestpreis nach den man auch auf einem Flomarkt verlangen würde. Und hierin besteht dann eben ab dem 21 Artikel die Gefahr, dass man den Artikel zum Mindestpreis nicht los wird. Oder dass man den Artikel um ihn in jedem Fall zu verkaufen für einen Euro einstellt. Womit wir wieder beim Thema Tiefpreisgeilheit wären. Und in diesem Fall würde von dem Euro auch noch 50 Cent Artikel-Einstellgebühr für Ebay anfallen. Also 50% !! Und das ist enorm. Es lohnt sich also nicht! ;(


    Also in meinen Augen ist das vor allem für Private, die nur Kleinkram verkaufen wollen ein Nachteil. Und um Ebays Werbung aufzugreifen, in jedem Haushalt bleibe soviel Zeug, dass man davon eine Kreuzfahrt bezahlen könne denke ich, dass die Frage sich auch danach stellt wer am Ende die Kreuzfaht antritt. Ebay oder der Verkäufer?


    Viele Grüße
    Martin


    PS. Ich spreche hauptsächlich von Leutchen wie mir, die ab und zu ihre Sachen durchgehen und gemerkt haben dass 50 Sachen auch mal 300 Euro bringen können.


    Kleinvieh macht auch Mist :thumbsup: !!