11. MFF - Sommerbiwak, 09.08.2016 - 14.08.2016, Treffen im nördlichen Norden

  • Hugin,
    wenn sich jemand sein Auto in den Zustand "Instbedürftig" fahren will, habe ich nix dagegen. Ist jedem seine Sache. Ich betrachte das allerdings aus der Perspektive: Ich muss mit dem Auto mit z.B. noch 650 km nach Hause fahren, und das gerne, ohne das ich zu hause die Bremsanlage komplett erneuern muss und unterwegs nur hoffen kann, das mir keine brennsliche Situation über den Weg läuft. Bei meinen Autos kann ich halt nicht an jeder Ecke Teile bestellen. Bremsenteile vom KAT sind HÜ, 420 Bremstrommel, Standard S-Nocken-Bremse, Standard Bremsbeläge, nur eine Frage der Kohle.
    Auf Schmidtchens Spielwiese ruinieren genug Leute ihre Bremsen. Früher in Kaiserlautern ging das zum Teil so weit, das gar nichts mehr gebremst hat und die Fahrzeuge geholt werden mussten oder auf der Wiese mit neuen Bremsen versehen wurden. Wohl dem, der damals Unterstützung von der US-Armee hatte, die dann einfach die Fahrzeuge mal 200 oder 300 km Heim gebracht haben. Ein Bekannter von mir hat damals seine MUTT-Bremse so weit ruiniert, das einschließlich Bremsankerplatte alles neu gemacht werden musste. Aber damals gab es noch massig Teile, auch Neuteile.
    Vielleicht verstehst du jetzt meinen Standpunkt.
    Gruß
    Wolf

  • Moin Wolf,
    es fahren eigentlich fast alle wieder auf eigene Achse zurück.
    Paar Mungas, die aus Prinzip getestet werden bis zum technischen Ausfall,
    werden von vorn herein auf dem Trailer gebracht.


    Wenn Deine Bremstrommeln relativ einfach abgenommen werden können,
    spricht doch nix dagegen, den Schmoder vor der Rückfahrt raus zu waschen.
    Letztes Jahr hatten wir mal wieder die private Panzerwaschanlage nutzen können.
    Aber Kübelspritze reicht ja normal für die Bremsen.
    Und ansonsten gibt es ja noch die sehr beliebte "Feldinstandsetzung". ;-)


    Aber komm Du mal mit der Absicht, das Auto nicht zu versenken.
    Bin gespannt, wie lange Dein Vorsatz durchhält. :-)


    Gruß
    Klaus

  • Klaus,
    255/100R16 sind nicht ganz leicht, erforderliches Anzugmoment 400 Nm, was ich ohne Drehmomentschlüssel nicht wirklich machen möchte auf Grund der diesjährigen Erfahrungen. Einmal ein Rad verlieren und die Bremse bis einschließlich Bremsankerplatte zu schrotten, das reicht mir eigentlich, obwohl ich vor der Abfahrt die Radmuttern kontrolliert habe. Und, wie geschrieben, selbst in den USA bekomme ich kaum noch Teile. Die Bestände sind weg und es wird nichts nachgefertigt, wie z.B. für den Dodge W200 oder ältere Dodge (M37-Serie, WC-Serie). Da kostet ne Bremstrommel um 45 Dollar, für den Kaiser, wenn verfügbar, 275 Dollar. Radbolzen, Bremsbacken (egal welcher Zustand), Radmuttern, Federn und so: fast nicht zu bekommen.
    Und auf der Wiese kannst du geschrottete Radbolzen nicht auspressen. Da braucht es 5 Tonnen Druck. Und du hast natürlich auch keine dabei.
    Mit nem HÜ Fahrzeug würde ich auch durch den Dreck fahren. Allerdings habe ich das bei der Führerscheinausbildung bei der BW für das Verständnis des Fahrlehrers wohl Übertrieben und hatte das Vergnügen, an einen MAN 630 L2AE mit Bordwerkzeug die Räder zu demontieren, die Bremstrommeln abzunehmen und die Bremse zu reinigen und den ganzen Scheiß wieder zusammenzubauen, und das im Dezember in Badisch Sibirien. Die lieben Kammeraden waren am Freitag längst auf dem Heimweg. So was prägt.....
    Gruß
    Wolf

  • Moin Wolf,
    9.0016 hat auch der Borgward. :)
    Nicht ganz leicht, ist relativ und es kommt auf die eigene Verfassung an.
    Die Ersatzteillage ist nachvollziehbar.
    Aber bei vernünftiger Fahrweise und guter Konstruktion dürfte normal nix kaputtgehen.


    Was mich mißtrauisch macht: ?(  
    Abgerissene Radbolzen --> 400 Nm !!!!!
    Sicher, das da kein Druckfehler in der Literatur war, oder ein Übertragungsfehler ?
    Normal sind um die 100 Nm, bzw. gut fest nach Gefühl.
    Nach zu fest kommt bekanntlich --> lose !


    Gruß
    Klaus

  • Klaus,
    im Manual steht für das Anzugsmoment der Radbolzen beim M715 umgerechnet tatsächlich 360 bis 400 Nm. Und die Radbolzen sind nicht abgerissen (ich weiß ein wenig über Schraubenberechnung), sondern die Radmuttern haben sich links entfernt. Warum weiß ich nicht. Ich kontrolliere regelmäßig die Radmuttern. Vor der Abfahrt war alles unauffällig und ca. 1000 Meilen seit der letzten Raddemontage gefahren. Auch war das Anzugsmoment geprüft. Ich bin im Besitz der Manuals für das Fahrzeug. Die Angaben ziehen sich vom Teil 10 bis zum Teil 34P konstant durch.
    100 Nm sind das Anzugsmoment von PKW-Rädern, wobei für meinen Kangoo schon 100 bis 120 Nm vorgesehen sind. Der Mitsubishi verlangt nach 80 bis 90 Nm, ich nehme 100 Nm, was ohne Radbolzenschaden noch zulässig ist nach Berechnung der Schrauben und der Muttern.
    Bitte nicht vergessen, der M715 spielt in der LKW-Klasse (technisch mögliches Gesamtgewicht 4,2 Tonnen), der Borgward (technisch mögliches Gesamtgewicht 3050 kg) spielt in der PKW-Klasse nach deutschem Verständnis. Also sind auch die Radanzugsmomente entsprechend. 100 Nm sind beim M715 "handfest", also fast mit den Fingern zu leisten. Allerdings glaube ich die 100 Nm für den Borgward nicht, das die Radbolzen fast die gleichen Dimensionen haben. Also muss das Anzugsmoment mal was höher sein...
    Gruß
    Wolf

  • Moin Wolf,
    der Borgward B 2000 hat 3,8t, als B 255 bzw B 2500 deutlich mehr.
    Bei gleichem Rahmen, Achsen, Getriebe.
    Die 100 Nm kenne ich nur von meinen diversen PKW.
    Weiß gar nicht, ob für den Borgward was angeben ist.
    Wird halt mit Bordwerkzeug mit der Hand angezogen.
    Mit Schlagschrauber und 200Nm ist schon fast etwas fest.


    Wir schweifen ab. Komm Du erst mal zum Treffen und habe Spaß.
    Du kannst ja auch genug bei anderen mitfahren.
    Mache ich leider auch viel zu wenig.
    Ist schon interessant, wie unterschiedlich sich die Fahrzeuge "anfühlen".


    Gruß
    Klaus

  • Klaus,
    deine Gewichte in Ehren, aber die mir zugänglich Literatur spricht von 3050 kg zGG für den 9-Sitzer Kübel.
    Treffen: Welches meinst du? Boostedt. Das ist ja nun mal nicht das einzige auf der Welt. Warst du mal auf Schmidtchens Spielwiese. Ich habe keines versäumt. Oder Kaiserlautern bei den Kelly's, 1978 bis 1993, Strüth 1995 bis 2002, Quadriga von 1986 bis 2014 mit 4 mal nicht da gewesen. Von Hellwege, Bergen, Hepstedt ganz zu schweigen, Idar Oberstein, Große Harzfahrt 1985, Pocking mindestens 1 mal pro Jahr, manchmal 3 mal pro Jahr seit 1998 bis zum Ende, Jeep Treffen am Lake Yamanaka nächst Fuji-San in Japan 2 mal, Motsu Hiland auf einem Truppenübungsplatz an Fuji-San und so weiter. Ach, und noch 3 mal Normandie und ein mal Beltring. Reicht das?????? Es sind inzwischen weit über 150 Treffen.
    Gruß
    Wolf

  • Moin Wolf,
    ich weiß, war schon wo anders Thematisiert, wer wohl länger auf Treffen war.
    Hier geht es um das Sommerbiwak !


    Deine Literatur ist definitiv fehlerhaft.
    Belassen wir es dabei, da wir nicht mehr wirklich beim Treffen Boostedt sind.


    Gruß
    Klaus

  • Klaus,
    ach, der Oswald ist fehlerhaft? O.K., ich kann ein paar Fehler nachweisen, aber die Tendenz stimmt immer.
    Gegenfrage: Habe ich dich mal in Hepstedt, Bergen oder Hellwege gesehen? Waren / sind ja auch Treffen im Norden und für dich nicht so furchtbar weit weg. Boosted ist nicht alles.
    Ein Borgward wäre mir aufgefallen in der Zeit von 1997 bis 2010.
    Gruß
    Wolf

  • Mann, Mann,


    Muss jetzt hier das Thema wieder platt geschrieben werden?????


    Wer hier wie oft im letzten Jahrtausend auf irgend einem Treffen war hat noch niemanden wirklich interessiert.
    Und welches zgg ein Borgward hat, interessiert wohl eher im Borgward Forum.


    Wolf, du hast das nur in den falschen Hals gekriegt..........Das kann man in anderen Threads auch feststellen.
    Nicht immer gleich "Fertigladen und den Sicherungshebel auf Frieden stellen",
    das kennen wir hier eigentlich nicht.


    Klaus, du hast dich wieder fangen lassen.......!


    Jetzt besser beim Thema bleiben, sonst gehen wir den Mod's auf den Sack.