• Na, wer so lange nicht auf dem Herstellerparkett getanzt hat, versucht sicher erst einmal im Mainstream "mitzutanzen", um sich dann, wenn erfolgreich, noch weiter zu positionieren.
    Ob richtig oder falsch, sollen die Käufer entscheiden und wird sich zeigen.

  • Der BX 7 ist immerhin 4,70 m lang also fast so
    lang wie ein Porsche Cayenne.
    Den 1. wirklichen Eindruck wird man erst haben können
    wenn man 1:1 davor steht - aber es ist sicher kein
    Kleinwagen.
    Und es hätte vom Design - wie ich meine - schlimmer kommen
    können - aber so ists für die Marktnische auf welche gezielt wird
    ganz gelungen - zumindest von vorne und von der Seite. Von hinten naja!
    Die technischen Werte und der Preis, sodann das Händlernetz und
    die Dichte der Vertragswerkstätten, und die gebotenen Garantieleistungen,
    werden wohl den Erfolg oder Misserfolg erstmal bestimmen.

  • Riecht nach Grundig.
    Firma pleite, türkischer Investor kauft den Namen und verhökert Chinaramsch an die Deutschen.


    Trotzdem bewundere ich den Unternehmergeist der zwei Macher des Projekts. Allein ein Händlernetz auf die Beine zu stellen ist mit Arbeit und Klinkenputzen verbunden.


    Kommerzieller Erfolg? Ich fürchte nicht...

  • Moin Jungs,


    ich las gerade Eure Kommentare. Ich denke, wir als Fahrer von Restbeständen einer vergangenen Zeit haben alle eine gewisse Sentimentalität zu den Formenwelten von damals. Als ich das erste Mal von dem Plan hörte, einen neuen Borgward zu bauen, da war ich interessiert aber habe nicht daran geglaubt. Auf dem LKW-Treffen in Leiferde hatte ich Gelegenheit, eine ganze Weile mit Christian Borgward zu sprechen, der da unvermittelt aufgetaucht war. Viele seiner grundsätzlichen Gedanken fand ich ok und dachte, man muß die Sache wohl ausprobieren, sonst bleibt alles Spekulation, und zwar für immer. Ich arbeite in der Design- und Werbebranche und weiß genau, wie schwer es ist, Marken und deren Image und Wertegefüge am Leben zu halten. Und eine Marke nach so langer Zeit wieder zum Leben zu erwecken ist ein wirklich verwegener Plan. Da braucht man eine sehr geschickte Strategie. Man kann nicht direkt da wieder anknüpfen, wo Kollege Carl F. seinerzeit aufhören mußte. Jüngere Generationen kennen Borgward oft garnicht mehr, fangen also bei der Betrachtung des neuen Borgward bei Null an. Jetzt als erstes einen "New Isabella" zu bauen wäre aus meiner Sicht falsch. Der kleine Fiat 500 oder der Mini hatten da eine viel bessere Ausgangsbasis, beide immer noch irgendwie präsent und beliebt bei Jung und Alt, die große leere Lücke in der Zeit hat es nicht gegeben. Die Idee "New Isabella" sollte man nicht aufgeben, aber erst angehen, wenn der Laden angelaufen ist. Heute braucht man ein Fahrzeug als Starter-Kit, daß auch für Nicht-Borgward-Kenner interessant ist. SUV's liegen voll im Zeitgeist. In Asien interessieren sich die Menschen für deutsche Auto-Marken, auch wenn sie sie garnicht kennen. Marken mit Geschichte, sog. "Brand-Heritage", haben generell mehr Potential als solche ohne. Über Borgward gibt es viel zu erzählen, das ist eine Siegermarke, bis auf die eine große Niederlage am Schuß, na ja..... Wenn also Christian Borgward und sein Team sorgsam und intelligent mit diesem Potential umgehen, dann kann das Projekt was werden. Die Borgward-Story aus der Geschichte ist der feste Boden, alles andere muß von heute sein. Das Design des BX7 paßt sich in Details an aktuell erfolgreiche SUV's an, der Audi kommt mir gleich in den Sinn. Die Frontansicht ist der eigenständigste Teil, aus meiner Sicht gelungen. Insgesamt ist das Design ausgewogen und gradlinig, nicht verspielt. Zu viel Eigenständigkeit verbannt leicht in eine Niche. Man folgt hier eher dem vorherrschenden Geschmack und lehnt sich an erfolgreiche Designs an. Und das garnicht schlecht. So macht man das heute, wenn man mehr als 10 Autos verkaufen möchte. Klar, es ist irgendwie ein Mix aus der bestehenden SUV-Szene, aber eine andere Chance zum Überleben nach dem 1. produzierten Auto gibt es für Borgward nicht. Und wenn das Borgward-Leben tatsächlich wieder stattfindet in der Zukunft, dann finde ich das grundsätzlich erstmal gut. Vielleicht beflügelt das auch die Borgward Oldtimer-Szene. Ich könnte mir das gut vorstellen. Lassen wir uns überraschen. Und dann, wenn alles richtig gut läuft, dann hoffe ich inständig auf einen "New B522", die erste Serie in Blau natürlich......


    Beste Grüße an alle begeisterten Mit-Träumer aus Borgi-Hometown Bremen
    von
    Michi

  • Bei uns in der Zeitung stand das die Bezeichnug BX7 Interational anendbar ist.Und das Fahrzeug hat als Zielgruppe junge Chinesische Familien mit Westlichem Lebensstil sind.
    Außerdem muß die Firma ja erstmal Geld verdienen und Fußfassen in der Auotwelt.Ich find den BX7 übrigens ganz schick,sieht nach Volvo aus.

  • Ich hätte mir ja eher etwas innovativeres Gewünscht. Dann würde es auch Sinn ergeben, die Marke Borgward zu reaktivieren. Das waren ja damals auch schon eher Autos für Individualisten.


    Eine Kooperation mit Tesla beispielsweise, in Richtung batterieelektrisches Fahrzeug, oder aber auch in Richtung Brennstoffzelle. Ein China-SUV mit Verbrennungsmotor braucht zumindest in Europa niemand, auch nicht deklariert als Borgward...


    Beste Grüße
    Till

  • Kruegi55, da hast Du vollkommen recht. Zuerst einmal muß der (neue) Hersteller ans Überleben denken. Und Geld verdient man heutzutage mit SUV´s und in Asien. Als Nachbar vom C. B. drücke ich ihm da besonders die Daumen. :top: .
    BEV auch PHEV oder Brennstoffzelle sind schöne Träumereien - noch. Nur bezahlen will die keiner. Wir haben ein 3l Auto entwickelt, 1 Liter - Auto entwickelt. BEV schon 1971 verkauft. Auch tuelleric hat keine gekauft ...

  • Moin zusammen,


    ich habe gerade die Zugangsberechtigung zum Media-Bereich auf der Borgward-Homepage bekommen und werde die Berichte über kommende Aktivitäten mit Interesse beobachten. Ich bin gespannt, wie die Materialqualität beurteilt wird von den ersten Testern/Käufern. Mit Dünnblech und schlechter Verarbeitung käme man gemessen am historischen hohen Standard nicht weit, denke ich. Aber ich bin sicher, das ist Christian Borgward auch sonnenklar. Wir werden sehen, was passiert. Die Vorstellung auf der IAA soll jedenfalls sehr professionell gewesen sein. Stirling Moss war auch dabei und hat seinen Segen gegeben. Vielleicht hilft's. Und für die Zukunft würde der Marke Borgward eine technische Vorreiterschaft in Sachen bezahlbarer Brennstoffzelle etc. mit Sicherheit gut stehen, das ist klar. Voll im visionären Sinne von Carl F. .


    Grüße von
    Michi

  • Naja. Professionell? Auf der Netzseite habe ich nur irgendwelche schönen Bildchen und einen behämmerten Schwafeltext gefunden. Kein Wort zu technischen Daten, dem Hersteller, Herstellungsort, Händlernetz usw. Wahrscheinlich bin ich ein Fossil, aber mehr als die heutzutage beworbenen motorisierten Elektronikbaukästen würde mich ein Auto ohne Firlefanz, dafür mit konstruktiv beabsichtigter Dauerhaltbarkeit interessieren - so wie Käfer oder W123 . Brennstoffzelle? Firlefanz. Kann kein Mensch reparieren - und wenn, dann präsentiert einem der Werkstattonkel mit verheultem Gesicht eine fünfstellige Rechnung.


    Schönen Dank.

  • Das sind aber genau die Autos die meinen Arbeitsplatz sichern... viel elektronischer Sch***, nix was man mal eben unterwegs reparieren kann :dev:


    ...und genau deswegen kommt mir so 'ne Kasperkiste nicht auf den Hof :nono:

    Ein guter Freund besucht einen im Knast, wenn man Mist gebaut hat.
    Ein echter Freund sitzt im Knast neben einem und sagt, "War aber trotzdem 'ne klasse Aktion."

  • Moin,
    sehe ich auch so. :-)
    Aber dank Lobbyarbeit ist die scheiß Elektronik heute sogar vorgeschrieben.


    Hier in der Nähe ist grade ein Schulbus auf den Bahnübergang liegengeblieben.
    60 Kinder konnten sich grade noch retten, vor dem Aufprall der Bahn.
    Gelenkbus --> Knickwinkel zu groß --> Motor automatisch abgeschaltet !


    Die Liste von sinnfreier/perverser Elektronik läßt sich bestimmt endlos fortsetzen.
    z.B. Panzer, die stehen bleiben, bei Ölmangel ...
    Wenn es wenigstens so wäre, das im Notfall die Elektronik abschaltbar wäre.
    Aber alles, was simpel mechanisch zu lösen wäre, muß heute ja elektrisch sein.


    Und der Kunde find es auch noch gut, das er als Fahrer abgeschafft wird und ganz
    offiziell für unfähig und blöd erklärt wird.
    Was ja leider auch auf die meisten Verkehrsteilnehmer zutrifft. :-(
    Waschwasser auffüllen --> Werkstatt
    Einparken --> nur mit Einparkassistent
    Schon nicht fähig eine Karte zu lesen --> mit Navi nicht besser geworden !
    Einfachste physikalische Gegebenheiten ....
    .....


    Gruß
    Klaus

  • Klaus, die Leute wollen den Quatsch doch.Elektrische Fensterheber und Klimaanlage sind mittlerweile Standard. Servolenkung in Hilfsfahrzeugen mit 600Kg zulässigem Gesamtgewicht.
    Jetzt freuen sich meine Kollegen über Einparkhilfe . Es wird nicht lange dauern, und keiner kann mehr selbständig einparken. Ob das mit der befockten Gender-Politik zu tun hat, die Männer und Frauen gleichmachen will ?
    Audi hat jetzt eine "Abbieghilfe" entwickelt. Du willst noch schnell vor dem Entgegenkommenden abbiegen, die Motorleistung gäbe das her, aber die Elektronik stoppt den Wagen.
    Alles läuft darauf hinaus, dass das Auto in naher Zukunft alleine fährt, und die bescheuerte Masse kauft das alles.
    Könnte mir vorstellen, das Oldtimer-fahren dann irgendwann nur noch auf abgeschlossenen Grundstücken erlaubt ist, alles andere wäre für den Deutschen zu gefährlich, Menschen die selber ein Auto steuern, oh, oh.


    Ja,ja, jetzt lacht ihr noch....aber so haben wir damals auch gelacht, als einer sagte, in naher Zukunft müssten Radfahrer einen Helm tragen.



    Gruß Jozi.

  • Ich lache nicht.
    Mich nervt die derzeitige Entwicklung nur. Setzt euch doch mal in einen Neuwagen. Ein Gefiepe und Getröte, Klingeln und Schnarren wie auf der Geisterbahn. Wenn ich mich in ein Auto setze will ich meine Ruhe- und nicht von dieser seelenlosen Blechkiste mittels pingpingping daran erinnert werden, daß ich nicht angeschnallt bin. Zu VW , den Radau abstellen lassen: " Ööh, das dürfen wir nicht, weil dann erlischt die Betriebserlaubnis! " Vollidioten!
    Mangels neuzeitlicher Alternativen fahre ich jetzt einen 20 Jahre alten Daimler. Der ist zwar schweigsam, dafür hüpft er wie ein Pferd...


    Einen hab ich noch: Protzradio im 911er . Irgendein gehobenes Kenwoodteil. Beim Einschalten erschien ein Text, sinngemäß: "Juchu, ich will immer die Straßenverkehrsordnung beachten!!! Bitte bestätigen mit enter" . Machte man das nicht, blieb die Kiste stumm.
    Gehirnwäsche hoch 10. Inzwischen sind beide verkauft.

  • das nächste auto was ich auf die straße bringe, wird entweder der 630er oder der w124tdt oder n zweierGolfbenziner.


    das gute daran, ich brauchte für n gutes auto nie Neuwagenpreise zahlen, leider haben alle ein wenig wartungsstau, aaber bei den dingern macht das ja nix, da man die noch insten kann - einfache Logik - und so wird das bleiben ; einerseits nervig und irgendwie auch traurig, daß es keine neuen autos mehr geben wird (wenn man den elektronikmüll mal weg läßt)


    andererseits wird autofahren auch überbewertet :D

  • Der hat sein neues Auto vorgestellt und ihr macht hier Grundsatzdiskussionen.
    Ich greife mal das Thema Elektronik auf.Die letzte Revolution war die
    Kommunikationsrevolution.Man shoppt online und macht sonstwas.
    Daraus sollte sich eigendlich ergeben das man auch einfach Skypen kann ohne ins Auto zu steigen
    und einen zu treffen.Was aber gemacht worden ist. das Autos Navi und Internet bekommen haben.
    Wir haben alle mehr Kommunikation die wir nicht brauchen,weil es nur aus Werbung besteht.
    Der Tesla hat Patente offen zur nachmachung freigegeben,bis auf die wichtigsten.Ist im Grunde auch nur ein Werbetrick.Wenn Kommunikation leichter geworden ist, warum wird das nicht zur zusammenarbeit genutzt.

    Ich heisse Thomas,bin aber an die Anrede Tc gewöhnt und möchte das so weiterführen

  • Moin,
    ein Wagen der in China produziert wird - verdient dort sein Geld.
    Also schlecht !
    Noch sind wir die Autobauernation für das Inland und auch den
    Weltmarkt. Da die Werbung suggeriert das mans braucht, und der
    Wettbewerb der Autobauer untereinander es verlangt, werden wohl
    immer mehr eigentlich unsinnige Systeme Einzug in die Autos halten.
    Aber so lange die Dinger so gut verkauft werden sollten wir im
    Allgemeinen in D. froh darüber sein, dass die Wirtschaft brummt.
    Der Trend geht wohl in die Richtung Auto mit möglichst wenig Halb-
    wertszeit. Da die nötigen Reparaturen oder Teile schnell den Zeitwert
    eines Wagens überschneiden.
    Diejenigen welche einen Neuwagen anschaffen sind durch Garantien oder
    buchbare erweiterte Garantien erstmal aus dem Schneider - aber was
    kommt dann beim Zweit- und Dritthalter ?
    Aber ich bin immer wieder erstaunt wie sich die allermeisten Neuwagenkäufer
    ihr giutes Geld vernichten lassen. Es fängt damit an, dass bei vielen Marken
    die Liste der sehr teuren Zusatzaustattungen endlos sind, und man mal locker
    30 % oder mehr auf den nackten Grundpreis hinzu bestellen kann. Kaum
    zugelassen hat dann der Wagen und die ganzen Extras bereits 20 % an
    Wert eingebüßt :dev:
    Irgendwie stört sich aber keiner dran. Und nach nur 4 Jahren hat man dann
    oft 50 oder 60 % seines Geldes in die Tonne getreten.


    Die Technik, dass ein Auto automatisch von Alleine fährt wird ja auch dringend
    nötig - wie soll denn die Generation"MachejetztgeradeFührerschein" den ganzen Tag
    daddeln, wenn sie auch noch aktiv fahren müssen.
    Und sollte ich mal so einen Wagen haben (sehr unwahrscheilich) kann ich den dann
    programmieren: Fahre mal zum Olli nach Unna und hol mir was ab, und dann kommste
    wieder her :O) Warum muss ich denn dann noch drinnen hocken ? Kann ich ja eigentlich
    gleich einen Spediteut beauftragen, und brauche gar keinen Autowagen.

  • auch wenn ich keinen borgward hab (rede jetz von den alten eisen) , wird mit diesem revival ja mehr als bei anderen marken, die zwischendurch nicht tot waren, der kontrast zw reparatur- /instandhaltungsfähiger dauerbetriebgeeigneter wagen und einwegfortbewegungsmittel nunmal recht deutlich sichtbar, das provoziert eben zu dieser ´grundsatzdiskussion´


    wer stumpfer Sinne weiterhin Konsumamöbe spielen möchte, sollte da


    -nicht mitlesen


    -sich nicht dran beteiligen


    -sich kein schlechtes gefühl vermitteln lassen, weil sonst die wirtschaft, von der ich ja auch lebe, selber aber dieses amöbentum klein zu halten suche, den bach runter geht und ich mir dann noch nicht mal mehr die ersatzteile für reparaturfähige dauerbetriebgeeignete wagen leisten könnte ;)


    ich finds ok, wenn ein chinesisches auto für chinesen gebaut, einen deutschen namen trägt. besser das, als das schicksal von grundig und telefunken, denn so einen mist brauchen nicht mal chinesen.


    zudem find ichs auch spannend, was ein ahne so für einfluß auf die sache nehmen kann, oder ob der tatsächlich nur namensgeber und hostess für die sache spielt, schließlich ist das mit der alten borgwardnummer ja ne wettbewerbswidrige mordgeschichte von anderen wagenbauern gewesen, die durch politik eingefädelt oder unterstützt wurde ... und nie geahndet wurde, also eine hierzulande quasi ganz normale erfolgsbeendigungsgeschichte ,


    da geht das interesse dann schonmal über reine fahrzeugeigenschaften der neuesten generation hinaus, wenns gestattet ist...