Ärger mit Mutter

  • Gewalt ist keine Lösung - oder doch? Ich bekomme die Zentralmutter der Kupplung nicht ab.


    Die Mutter aller Muttern am Jupi



    Kriechöl und viele leichte Hammerschläge inkl. Meißel von allen Seiten auf dat Dingens als Vorarbeit. Dann 70er Nuß drauf, Reduzierstück, Knarre. Stahlstange, dazu Rohr als Verlängerung. Ich habe meine 100 kg Lebendgewicht drangehängt - nix. Problem ist auch, dass die Kupplung in der Längsachse verschränkt werden kann und damit eine Arretierung fehlt.


    Mutter mit Nuß, Reduzierstück und Knarre



    So, und nun? Wie arretieren? Als nächstes käme ein wirklich großer Schlagschrauber. Dann bleibe nur noch Erhitzen, das will ich aber vermeiden...Die Kupplung soll wie der Rest der Karosse auch lackiert werden, daher der Aufstand.

  • Könnte man die einfach mit einem angekuppelten, möglichst etwas schwereren Anhänger arretieren? hmmm


    Selbst mit großer Verlängerung auf der Knarre dürfte die Kraft nicht ausreichen, den Anhänger dann auf die Seite zu legen ;)

    Ein guter Freund besucht einen im Knast, wenn man Mist gebaut hat.
    Ein echter Freund sitzt im Knast neben einem und sagt, "War aber trotzdem 'ne klasse Aktion."

  • Moin,
    wie lang war denn das Rohr?
    Und besorge dir mal eine Knarre mit 3/4". Deine 1/2" wird das nicht überleben.
    Mit welchem Drehmoment wird die Mutter denn angezogen?
    Wenn du warm machen möchtest, nimm eine Lötlampe.
    Wie arretieren, wie wäre es mit Anhänger anhängen?


    Edith sagt der Don war etwas schneller mit dem Anhänger.

  • Das ist auch eine 3/4 Knarre, aber eine 1-Zoll-Nuß - daher das Reduzierstück. Das Rohr war 2 Meter lang und aus Stahl, also schon kräftig. Ich habe mein Gewicht da auch nicht schlaff reingehängt, sondern mit Schwung dran rümgerüttelt. Der ganze Jupi hat gewackelt, aber dennoch nix.


    Wenn ich einen Anhänger da ankuppel, hat das Kupplungsmaul doch immer noch Spiel? Als Kriechöl habe ich von Finke das Solutol 112 genommen.

  • Wenn ich einen Anhänger da ankuppel, hat das Kupplungsmaul doch immer noch Spiel?

    Ja, aber nur bis zu einem bestimmten Anschlagpunkt. Danach verkantet die Kupplung mit der Deichsel. Torsionen dürften vernachlässigbar sein.
    Alternativ könnte man auch eine (an einem anderen Fahrzeug) befestigte Schleppstange verwenden. Muss also nicht zwingend ein Anhänger sein. Dabei spielt aber noch die Beweglichkeit der anderen Öse in der anderen Kupplung eine Rolle. Wenn die dann aber frei drehbar ist, bringt´s natürlich nichts... Sollte schon ein festes Zugmaul sein,wie LKWs sie vorne haben.

    Grüße von der Küste! Til


    Suche ständig Daten über BGS-Fahrzeuge für die Bestandslisten.
    Besonders Hercules K125 und BMW-Boxer!

  • Dann bleibe nur noch Erhitzen, das will ich aber vermeiden...


    Mit großer Flamme die Mutter kurz aber kräftig erhitzen. Der Bolzen bleibt dann relativ kalt und die Trennfuge reißt wg. der Ausdehnung der Mutter auf. Das Ganze gerne in Kombination mit einem kraftvollen Schlagschrauber.
    Anschließend muß dann auch nur die Mutter 'kosmetisch' nachgearbeitet werden.


    Lösungen mit gaaaanz viel Kraft 'durch' die Kupplung belasten diese natürlich auch entsprechend.


    Oder Mutter seitlich anbohren und sprengen - aber nur, wenn man eine Ersatzmutter parat hat.


    Gruß


    Peter



  • Ich habe von einem alten Mechaniker gelernt: NIcht pickern, draufhauen! Ein kräftiger Schlag mit einem entsprechenden Hammer wirkt deutlich mehr als viele leichte Schläge. Genauso wie der angedachte Schlagschrauber in entsprechender Größe, meist kann man sich sogar das Gegenhalten sparen. Ansonsten wie Peter es geschrieben hat in Kombination mit Wärme, auch kurz und heftig, nicht lange mit kleiner Flamme durchwärmen. Viel Glück!

    Grüße aus dem Norden
    Claus

    Erleuchtung auf der dunklen Seite der Macht 37534537pb.gif

  • Wir haben einen Schiffsbaumeister aus dem Hamburger Hafen bei uns in der IG, der sagte mir: lieber leicht pickern, gezielt mit Meißel Stöße setzen und vorsichtig lösen - nicht draufhauen. Die Vibrationen setzen sich (besonders bei so großen Muttern und dem entsprechend großen Hammer) fort und machen an anderer Stelle mehr kaputt als man denkt. Da brauche ich mit einem 150g-Hammer nicht anklopfen. Aber auch er kann sich ja mal irren...


    Auch zu dem 'Erhitzen' sagte er was: schön vorsichtig mit Lötbrenner und nicht zu heiß auf nur einer Stelle - dann verzieht sich die Mutter einseitig. Schön rundum warmmachen. Aber vorsichtig: an alten Karossen ist so viel was super brennt, Ölrückstände, altes Fett (!), sonstiger Abrieb. Also schön und gründlich sauber machen, sonst fackelt Dir die Hütte ab.


    Ich werde mal probieren: Kupplung arretieren mit Brechstange, dann Schlagschrauber für Erwachsene. Ergebnisbericht folgt am Wochenende.

  • Ohne wenn und aber ist ein druckluftschrauber hier das richtige ,solange rattern lassen bis die mutter kommt,aber bitte einen großen schrauber verwenden,die haben wir früher im stahlhallenbau auch immer verwendet und dort waren nicht gerade kleine muttern verbaut, auch bei alten hallenabbauten wenn da so richtig alte, mit farbe verklebte oder festgerostete muttern waren haben wir sie mit dem druckluftschlagschrauber immer lösen können.


    mfg horst

    Gäähd doch nüschd übbern scheenen Zweedoggder !!!!


    Blutgruppe 1:25

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  • Ein Kumpel macht in Treckern - der hat so einen Monsterdruckluftschlagschrauber. Die haben ja oftmals mächtige zentrale Radmuttern und bekommen so mit 70er oder 75er Nüssen auch von uralten (Vorkriegs-)Achsen die Muttern ab. Mal schauen ob das klappt.