Differential aus IW-SAAR-INstandsetzung geöffnet - Was steckt denn nun eigentlich drin?

  • Moinsen,


    hier ging es ja jüngst um die Frage ob sich die Anschaffung eines Differentials aus Bw-Depotbeständen eigentlich lohnen könnte.


    Die Sache ließ mir keine Ruhe und daher habe ich das Diff, dass seit ein paar Jahren dem Olaf sei Dank bei mir rumoxydiert mal einen Besuch abgestattet.
    Erster Schock: Die Mäuse waren in der Kiste weil ich sie ohne Deckel bekommen und nur unvollkommen abgedeckt hatte.
    Holla die Waldfee - da waren so viele Sonnenblumenschalen drin, dass der Industriesauger voll wurde.
    Die Dauerverpackung war eh zerschnitten, da schmerzte es nur sekundär, dass die Viecher sie in kleine Fetzen zerknabbert hatten.
    Mäusurin steht offenbar Bremsflüssigkeit im Lackangriffspotential nur wenig nach.
    Na egal, raus was keine Miete zahlt und dann mal ran ans Diff.
    "Mich faszinieren nicht Deine oberflächlichen Reize. Ich bin an nur Deinen inneren Werten interessiert!"






    Anmerkung zu Anfang:
    Ich habe den Differentialkäfig nicht gezogen.
    Habe ich mir für demnächst aber noch vorgenommen.


    Aber auch diese erste Inspektion war schon - Alles in Allem - erhellend:








    Der Knaller: Trotz des Einbaus der schönen Neuteile hat man die Reinigung des Gehäuses gescheut.
    Ich habe das an einer Stelle probeweise mit Bremsenreiniger angetestet.
    Mehr noch: Die Papierdichtung wurde tatsächlich nicht getauscht.








    Immerhin wurden die Verschlussschrauben gründlich gereinigt:




    :D


    Neuteile:
    Kegelrad und Tellerrad,
    Kalotten für die Aufnahme der Löffelwelle
    Rillenkugellager des Differentialkörpers.
    Bremsbacken (mindestens aber Beläge) der Handbremse





    Nach den (teuren und seltenen) Lagern der Kegelradwelle sehe erst wenn ich es einmal einbaufertig machen will.
    Das kann dauern.
    Ich bin aber mit diesen Lagern (über-)versorgt. Von daher stehe ich derzeit ganz gut da.


    Wenn ich das einbauen will muss ich es eh einmal vollständig zerlegen, das Gehäuse reinigen und die Dichtungen ersetzen.
    Dann kann ich auch die Einstellung von Kegel- und Tellerrad prüfen (Tuschierpaste).


    Schön ist aber auf jeden Fall, dass ich hier ein neues Räderpaar habe.
    Immerhin ist sowas nicht mehr auf dem Nachschubwege zu beschaffen.


    Ich mach das Gehäuse in den nächsten Tagen nochmal warm um den Diff-Körper ziehen zu können.
    Wenns da was zu sehen gibt schick ich das noch hinterher.


    Grüße


    freddy


    Edith sagt, ich soll nicht den neuen Nilos-Ring vergessen, der mir auf der Deckelseite begegnete.

    "Verzage nicht, Du Häuflein Klein ..."

    Einmal editiert, zuletzt von freddy ()

  • Tach,


    zur Instandsetzung bei IWS wurde mir mal von einem Mitarbeiter von einer Mercedes-Werkstatt welche die U404 der Belgier instandgesetzt hat folgendes berichtet:
    Die haben nur Sch... fabriziert.
    Irgendwann hatten wir mal die Schnauze voll von deren Arbeit und haben einen Lappen in einem ausgebauten Getriebe versteckt.
    Fehlerbeschreibung war, 5-Gang springt unter Last raus.
    8 Monate später kam das Getriebe frisch lackiert zurück, aber der Lappen und der defekte Synchronring waren noch drin.


    Gruß
    Patrick

    Als der liebe Gott die Welt erfand, dachte er an Siedlinghausen/Hochsauerland!



    PERSTET ET AETERNA PACE FRUATUR !


    Möge es weiter bestehen und sich ewigen Friedens erfreuen !

  • :lol: Patrick!


    Durchaus fragwüdig ist auch die Position des Kegelrads in Bezug auf den Rand des Tellerrads (Siebtes Foto)


    Ob das richtig eingestellt wurde muss sich noch zeigen.


    Nochmal Grüße


    freddy


    Und Ediths Schwester meint, zwei neue Dichthülsen wären ja immerhin auch verbaut worden!

  • Das mit den 404-Getrieben kann ich nur bestätigen!!!
    Wenn ich eins geschenkt bekomm, würd ich`s als Teileträger einlagern, mehr aber keinesfalls...


    Deren "fachmännische" Arbeit hab ich desweiteren an "instandgesetzten" Anhängern gesehen: Rein gar nix gemacht, nur überlackiert! Wie sind die damals an die Aufträge gekommen? Und noch besser: Wie haben sie diese immer wieder erhalten???
    Eine absolute Frechheit! Frag mich nur wo war damals die Gütekontrolle der BW???
    Hammer! Möcht nicht wissen, was die abgerechnet haben. :urg:

    Gruß aus dem Hohen Odenwald
    Klaus


    RAG-HMF Hessen
    GebPzBtl8

  • Im Prinzip hängt die Gründung der IWS direkt mit dem Berchwerk- und Hütten- Sterben im Saarland zusammen.
    Kurze Umschulung und schon wechselt der Kumpel Synchronringe.


    Gruß
    Patrick

    Als der liebe Gott die Welt erfand, dachte er an Siedlinghausen/Hochsauerland!



    PERSTET ET AETERNA PACE FRUATUR !


    Möge es weiter bestehen und sich ewigen Friedens erfreuen !