Es ist doch immer das gleiche...

  • Der Plan der letzten Woche war die Aufarbeitung des Innenraums.
    Also : Rost wegstrahlen, alles aussaugen, verbliebenen Lack anschleifen und Übergänge egalisieren.
    Wieder saugen und blasen, bis der Innenraum so sauber ist, das man lackieren kann.









    Bis hierhin verlief alles nach Plan.
    Aber was war das :




    An einer eher unüblichen Stelle leichte Durchrostungen.




    Was da zum Vorschein kam, machte keine gute Laune. Zumal die Lackierung damit erstmal auf unbestimmte Zeit verschoben war.



    Das Loch musste ich vergrößern um die "Schiefermine" auszuräumen.



    Irgendwann waren alle losen Teile draußen, und ich konnte die Fertan - Kur beginnen.



    Also guckte ich mir auch die andere Seite an. Und was soll ich euch sagen ? Auf der rechten Seite war nur der für diesen Hohlraum übliche Oberflächenrost, der dann natürlich auch gleich eine Fertan-Dusche bekam.


    Verblüffend, wie sich an einem Auto zwei Seiten so unterschiedlich entwickeln können.


    Gruß Jozi.

  • Heute hatte ich Lust darauf, mit Lack rumzupanschen.
    In meiner Fantasie sah ich mich schon den Innenraum lackieren.
    Dann holte mich die Wirklichkeit ein. Ich musste noch einige Dinge schweißen.


    Im Fieberwahn hatte jemand die Halter für die Rückenlehnen genau in die obere Kante des Kofferraums geschraubt. Genau in die Kante ! Diese Löcher mussten also wieder geschlossen werden.


    Und dann war ja noch der "Kellereinstieg".



    Dabei blieb der Blick in einer rostigen Spalte hängen.



    Auch draußen war die Beule schon zu spüren.



    Also auch hier noch schnell nacharbeiten.






    Und dann waren da ja noch die Löcher im Kofferraumdeckel, die keinen Nutzen mehr hatten.




    Hier kam der Kuklo wieder zum Einsatz.



    Ja, und als alle Löcher zu waren, und alle Nähte gezogen, war der Tag auch schon wieder vorbei.
    Wieder nichts mit Lackauftrag.



    Gruß Jozi.

  • Hier kam der Kuklo wieder zum Einsatz.

    Nicht dass Dir da eine Mitgliedschaft beim Kuklo-Clan nachgesagt wird... :dev:


    BTW: Super Anleitung, die ich regelmäßig verfolge. Da bekommt man ja schon fast Lust, sich auch einen rostigen Borgi zuzulegen :D
    Aber ich habe mich ja auf andere "Rauten-Autos" festgelegt und schätze meine handwerklichen Fähigkeiten realistisch ein :heul:
    Und gerade deshalb lese ich zu gerne Deine Berichte! :top:

    Grüße von der Küste! Til


    Suche ständig Daten über BGS-Fahrzeuge für die Bestandslisten.
    Besonders Hercules K125 und BMW-Boxer!

  • Aber da muss ich ja nicht Schweißen.
    Oder gibt es da verborgene Wünsche? :dev:


    Und ich habe nur gesagt, dass ich sie realistisch einschätze. ;)

    Grüße von der Küste! Til


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  • Da brauchst Du keine Angst zu haben, sein Handwerk versteht er! Oder ist es der Stuhl bei dem die Isolierung an dem einen Kabel nicht mehr in Ordnung ist??? :idee:

    Grüße aus dem Norden
    Claus


    Der frühe Vogel kann mich mal :schnarch:...

  • Montag und Dienstag wurden die letzten Bleche ins Projekt geschweißt. Mittwoch wurde alles verschliffen, Donnerstag sollte gemumt und vorlackiert werden. Aber dann kam der Regen!
    100 Liter auf den Quadratmeter, das hat dann meine selbstgebauten Abflußlöcher überfordert.
    Heute wurde der Tag damit verplempert, wieder trockene Verhältnisse herzustellen. 800 Liter wurden so in meinen alten Feuerwehrtank gepumpt.


    Nun aber erstmal die Bilder vom Dienstag.












    Der nächste Schritt heißt dann : Fahrerhaus innen anschleifen. Von Hand. Ein Traumjob.


    Gruß Jozi.

  • Uups, jetzt hätte ich beinahe was vergessen.
    Alexander hatte sich mehr Mumpen-Fotos gewünscht, und dieser Bitte werde ich jetzt mal nachkommen.



    Die Ausgangslage.



    Der Zwischenstand.



    Endergebniss nach Schleifkur. Solange der kleine Magnet haftet, ist die Mumpe nicht zu dick.







    Lack drauf, Feierabend.
    Anschleifen innen geht ja auch morgen....


    Gruß Jozi.

  • Schleifen, bis die Finger wund sind....




    732 Ecken und Kanten....




    10 Liter Bremsenreiniger, und das Getriebe war fettfrei.
    Zeit für den Lackauftrag.





    Der nächste Schritt ist dann die Außenlackierung.



    Gruß Jozi.

  • So, der nächste Schritt ist kein großer, sondern viele kleine Schritte. (Wie eigentlich die ganze Aktion.)
    Damals habe ich die Außenlackierung auch schon mal an einem Tag gemacht.
    Sehr früh am Tag begann das Anschleifen, dann wurde Staubfrei gemacht, dann wurde abgeklebt. Dann war der Tag oder die Lust zu Ende. Also wurde das Spritzen auf den nächsten Tag verschoben.
    Am nächsten Tag hat sich die Hälfte des Abklebeband wieder gelöst, die Katze ist übers Auto gelaufen und hat Tapsen hinterlassen.


    Wenn man aber alles an einem Tag erledigt, kann der Tag sehr lang werden, da kommt man dann schon mal in die Dunkelheit, was bei einer Tätigkeit, bei der es um schöne Oberflächen geht, eher Kontraproduktiv ist.
    Vor allem, wenn am Lackier-Tag solche Ecken auftauchen.




    Dann muss eben der Sandstrahler noch mal ran, und da ist es dann schön, wenn kein Zeitdruck herrscht.




    Wie hätte ich das damals ohne Sandstrahlgerät hinbekommen ?



    Also habe ich mich heute nur auf diesen Abschnitt konzentriert.



    Das wird der nächste Abschnitt :




    Gruß Jozi.

  • Beim letzten Blech kamen seltsame Dinge zum Vorschein.




    Fällt euch was auf ?



    Da hatte der Karosserie-Schweißer wohl ein Bierchen zuviel.
    Zwischen Kotflügel und Body hat es hier einen Spalt von einem Zentimeter.
    Man hat aber nichts gesehen, denn es gab ja auch damals schon Karosseriedichtmasse.



    Die Frage, die sich jetzt stellt, ist : Wurden die Bodys bei Büssing zusammengeschustert ?
    Oder haben die wirklich nur die Ersatzteile zusammengebaut ?
    Dann wäre dieses Spaltmaß bei Borgward durch die Endkontrolle gegangen.


    Was man damals wohl nicht hatte, war Rostschutz - Mumpe.



    Ich hatte noch nie einen Borgi mit so vielen Unterrostungen.



    Rostschutzfarbe unter dem Decklack hätte vielleicht einiges verhindern können.
    Ich stelle mir gerade vor, wie dieses Auto ausgesehen hätte, wenn es nicht 28 Jahre in der trockenen Scheune gestanden hätte, sondern unter einer Plane auf dem Hinterhof. hmmm



    Und kaum war der Lackauftrag abgeschlossen, fing es leicht an zu regnen. Kein Problem, wir stehen unter `nem Dach.
    Sind wenigstens keine Fliegen in der Luft.
    Plötzlich wurde aus dem Regen wieder mal Starkregen. Egal, das Dach ist ja immer noch da.
    Dann kam Wind von der Seite, und damit war das Dach aus dem Rennen.
    Die ersten Tropfen liefen über die frischlackierte Fläche. Ich musste die Winterplane aktivieren.




    Da bin ich sehr gespannt auf das Ergebniss morgen.
    Es kann eben nicht jeden Tag Weihnachten sein.


    Gruß Jozi.