Der Kübel wird repariert

  • Die Kupferzungen habe ich dann kurz in Salzsäure gestippt, gespült und dann mit Schleifpad "superfine" poliert.


    ... hätte ich nicht gemacht - auch das mit den Gehäusen würde ich lassen ...
    Techn. Hintergrund: Kupfer und Zink bilden schützende Oxid- Schichten, man spricht auch von 'Passivierung' (Daher auch die Cu- Verblechung von Dächern und die (Feuer)Verzinkung von Eisenteilen).
    Also bei den Kontakten nur die tatsächl. Kontaktflächen blank machen und die Gehäuse außen nur abbürsten. In den Gehäusen allerdings die Lampensitze blank machen ('Dremel' und passende Messingdrahtbürste).

  • Ach, euch entgeht aber auch nichts :^: Ich habe auch nur die Kontakte der einen Leuchte in Salzsäure gehalten, weil der Grünspan überall war. Auf der anderen Seite habe ich nur die Kontaktflächen an sich poliert.



    Bei den Gehäusen gucke ich mal, ob sich mit der Bürste was bestellen läßt. Aber wenn nicht, lasse ich sie Glasperlenstrahlen, se sind doch arg vergammelt.

    Viele Grüße aus Calenberg!

    Lars.

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  • Hallöle!


    Mal ein kleiner Zwischenbericht, nicht daß noch jemand denkt, das Projekt wäre gestorben. Die Heckleuchten sind mittlerweile beim Verspiegeln, ich bin schon ganz gespannt. Ich habe die Rückseiten Glasperlenstrahlen lassen, das ist sehr schick geworden, leider kein Bild geschossen.


    Endlich habe ich am Häuschen weitergemacht. Die A-Säule ist soweit geflickt, nur da wo das Seitenteil an der Naht zum Schweller hochgerostet ist muß ich noch was machen.




    Blick in die A-Säulem mit eingesetzten Reparaturblechen



    Das Deckblech war mal Schrott. Ich habe ein in der Form etwas reduziertes gebaut...



    Dann alles geschlossen und noch die Schraubkante erneuert. Habe ich dann noch verputzt, die Einnietmuttern für den Koti fehlen noch, das passe ich mit dem Kotflügel zusammen an.


    Und hinten links habe ich die Nietmuttern jetzt gesetzt. Habe mir extra die dicke Zange in der Firma ausgeliehen.




    Ich streiche immer Zinkstaubfarbe oder (wenn ich die Mutter in eine lackierte Fläche einsetze) Lack auf den Schaft der Mutter. Das rostet dann nicht mehr.


    Da man nur zehn Bilder auf einmal hochladen kann, geht es gleich weiter...


    Viele Grüße aus Calenberg!

    Lars.

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  • Hier habe ich mal versucht, die Sicken des Reproschwellers umzubauen, damit sie nicht gar so gruselig aussehen. Nur klopfen hat nicht funktioniert, deshalb habe ich sie aufgeschnitten, ein wenig gedengelt und geklopft. Kann man machen, sieht nicht so schlecht aus, aber die Originalen retten dauert in meinem Fall nicht so lange.



    Viele Grüße aus Calenberg!

    Lars.

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  • Und ich habe endlich einen sinnvollen Plan entwickelt, wie ich den Schweller repariere. Ich bin ehrlich: ALs ich mich immer tiefer in die Kombination Radhaus/C-Säule/Längsträger gegraben hatte und mir nach und nach aber auch jeder Originalflansch und jede Originalkante, an denen man sich orientieren konnte, flöten gegangen ist, hatte ich diesen "Schrottplatz-Moment" den wohl jeder einmal mitmachen muß, bei so einem Projekt. Aber ich habe nun einen billigen Repro-Schweller passend gemacht, es wird. Nur die Sicken der Nachbauschweller sind total scheiße, da muß man notgedrungen die Originalen retten. Vorne waren die gottseidank noch intakt, aber hinten war so ein Überwurfblech über die untere Sicke geschweißt, deshalb war der Auslauf der Sicke schrott. Ich habe mich mal an einem Reparaturflicken versucht und der ist wirklich geil geworden, ich bin ganz stolz auf mich. Von der Herstellung gibt es natürlich keine Bilder, aber obwohl seine Herangehensweise etwas anders war als meine, hat Oliver ( oliver.bohm) ja in seinem Karosserie-Thread sehr schön gezeigt, wie man das machen kann. Ungeduldigen und denen, die nicht so gut mit Blech umgehen können, lege ich allerdings nahe die billigen Schweller zu meiden, wenn das Ergebnis dem Original nahe kommen soll. Seht selbst:



    Schweller zurechtgeschnippelt. Mit ein wenig Reserve.



    Ist ein wenig wellig, das muß noch raus.



    Schon besser. Der Grinser ist drauf, weil die Kamera einfach nicht auf dem blanken Blech fokussiert hat...



    Das Loch wird immer größer. Aber jetzt sehe ich langsam Licht am Ende des Tunnels. Hoffentlich ist das nicht der entgegenkommende Zug :] .



    Das muß da auch noch irgendwie befestigt werden.



    Auf der anderen Seite schneide ich gleich etwas größer aus... Dann muß man nicht so viel auf Stoß schweißen, c'est la vie!



    Ich flicke die Originalbleche wieder rein. Geht schneller als das Repblech anpassen. Das Reparaturstück für die Sicke ist toll geworden. Leider hat das Talent nicht ausgereicht um es lang genug zu machen :lachuh: .



    Erst einmal auf Stoß einpassen, der Rest ergibt sich.


    Gleich kommen noch ein paar Bilder vom Rest.

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    Lars.

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  • Hier noch die restlichen Bilder:



    Original und Nacharbeit (links).



    Von innen habe ich eine Verstärkungsnaht gezogen.



    Die neue Einschweißmutter.



    Und noch ein Übersichtsfoto. Bis jetzt passt alles ganz gut.


    Das war's erstmal wieder. Gute Nacht!

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    Lars.

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  • Ich habe mir den Häuschen-Thread nochmal durchgelesen. Die Schwellerböden waren ja Schrott bei Dir, aber so in den Ecken war der Rost nicht hochgeklettert, oder täuscht das?

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    Lars.

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  • Der Sitzbezug für den Fahrersitz ist da :love:



    Da ich glaube nie fertig zu werden, wenn ich alles selbst versuche, habe ich einen Ersatzbezug für den Fahrersitz gekauft.

    Hier ist er probeweise schon auf die neuen TMI-Polster gezogen, die Sitzgestelle sind noch beim Pulvern... Der Bezug ist von kreativ-oliv und wirklich zu empfehlen, die Verarbeitung ist tadellos und scheinbar wird er auch gut passen.

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    Einmal editiert, zuletzt von Navigator () aus folgendem Grund: Text-Korrektur auf Bitte des Autors

  • Im Großen und Ganzen original. Der Motor nicht. Aber auch nur 1600 ccm, kein PS-Monster. Ich habe nur keine Lust auf die Fummelei mit den geschirmten Komponenten. Ich habe ja noch einen H-Block, wenn der Reparabel ist, baue ich anschließend in Ruhe nach und nach noch einen Originalmotor. Und er kriegt späte Scheinwerfer, weil ich Ein-Loch-Ringe mit Gittern habe. Das war es aber auch schon.


    Je älter ich werde, desto mehr kommt der kleine Originalnazi in mir durch, mittlerweile bin ich eigentlich sogar so weit 6014 statt Flecktarn zu lackieren ^^

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  • Die Heckleuchten sind wieder da! Das hat ganz schön gedauert, aber warten bin ich ja vom Pulverbeschichter her gewohnt... Ich war ganz gespannt und habe sie sofort ausgewickelt:




    Ich bin begeistert! Sie waren zwar für meinen Geschmack ein wenig zu großzügig mit der Schichtstärke vom Klarlack, deshalb müssen jetzt alle Massepunkte sowie die Gewinde wieder freigelegt werden, aber egal. Und die Lacknasen auf der Rückseite sind ziemlich dick, mal sehen ob sie stören, wenn man die Dichtungen drüberzieht. Aber die Reflektorflächen an sich sind sehr gut geworden, das wird helligkeitstechnisch wahrscheinlich ein Unterschied wie Tag und Nacht, ich kann es kaum erwarten :S


    Kosten: 70 Euro + Versand. Glasperlenstrahlen extra.

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  • Für mich sieht das aus wie in einen Eimer mit Klarlack getaucht. Das mit dem Vergleich habe ich auch schon gedacht. Vielleicht ergibt sich was, wenn ich ihn zusammenbaue.

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  • Ich hatte 2 Sorten Repros gefunden. Die günstigeren waren mir nichts, nicht schön genug. Und dann noch teure für 75 das Stück, die sahen akzeptabel aus. Ohne Glasperlenstrahlen habe ich jetzt 35 das Stück bezahlt. Dafür habe ich jetzt Originale, wahrscheinlich noch die Ersten. Das beruhigt die Kobolde in meinem Kopf. Kommt noch dazu, das ich das mit dem Bedampfen schon lange ausprobieren wollte.


    Ich habe mir von einem Bekannten mal eine der unrestaurierten Heckleuchten aus seinem T1 geliehen. Die sieht in Etwa so aus wie meine vorher:




    Und die Gläser von mir. Um dem peudowissentschaftlichen Ansatz gerecht zu werden hier noch mal ein Vergleichsfoto vor dem Fenster. Beide gleich ausgeblichen.




    Auf die Leuchten montiert. Man kann jetzt schon erkennen, welche welche ist.




    Und der Lichttest. Da an der Busleuchte keine Massefahne war, habe ich die Masse direkt an den Sockel der Lampe gehalten. Keine Ahnung, wie sich der Bus die Masse holt :/, es war nichts zu finden, außer etwas, was wie ein Nagel oder eine Madenschraube aussah und durch den Rand der Leuchte gedroschen war.


    Zuerst die Schlußleuchten, dann Bremslicht und schließlich Blinker. Links alt, rechts neu:




    Man sieht deutlich den Unterschied, aber es ist längst nicht so beeindruckend wie in Wirklichkeit. Bei den 21W-Lampen kann ich bei der neu Verspiegelten nicht ins Licht gucken, zu hell für mich. Bei der Alten geht das. Auch die Schlußleuchte ist bestimmt um die Hälfte bis 2/3 heller. Leider kann ich nicht mit einem Helligkeitsmessgerät dienen.


    Fazit: Wenn man die Leuchten nicht mehr, nur als Schrott oder zu Mondpeisen bekommt, lohnt sich das unbedingt. Für den Kübel hätte ich brauchbaren Ersatz in Neu oder gut gebraucht sicher für ähnliches Geld gefunden, wenn man das Glasperlenstrahlen dazurechnet. Der Kamerad, der mir die Leuchte geliehen hat, hat z. B. ein Päärchen gebrauchte SWF in benutzbarem Zustand für 40 Euro geschossen.


    Aber mir war‘s das wert, es sieht einfach geil aus und ist doll hell :love: .

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    Lars.

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  • Bitte, bitte!


    Es scheint, als hätten die Leuchten aus dem 67er Modelljahr tatsächlich keine Massefahne:




    Das wird scheinbar wirklich von 2 so Nägeln erledigt :lachuh: :




    Wie mag das bloß mit 6 Volt funktionieren? Gut, das der Kübel ein Jahr mehr Entwicklungsarbeit in der elektrischen Anlage hat...


    Und auf was man alles achten muß...

    Viele Grüße aus Calenberg!

    Lars.

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