Zylinderreparatur 6M2,4

  • Es folgen ein paar lose Arbeiten, die ich damals schon gemacht hatte...


    der alte Thermostat wird auf Funktion geprüft


    Der Zündverteiler wird mit neuem Kontakt und Kondesator versehen


    An das Luftleitblech wird ein Schutzgitter geschweißt, damit ein loses Flügelrad den Kühler nicht beschädigt


    Die Wasserpumpe bekommt eine Verjüngungskur


    Thermostatgehäuse einbaufertig

  • Moin,

    stimmt, die Idee hat was.


    Am Zündverteiler, den Kondensator, wie bekommt man den raus ?

    Mußte da noch nie bei, habe es mir aber mal angesehen:

    Scheint eingeklebt zu sein, also nur brutal, also mit Zerstörung, raus zu bekommen ?


    Gruß

    Klaus

  • Frage zum Thema Ventile einschleifen:

    Von meinem Vater habe ich gelernt, dass der tragende Teil des Ventilkonus nie der komplette Konus sondern ein nur 1-2mm breiter Ring sein soll, weil somit der Anpressdruck deutlich größer ist. Sein Wissen stammt aus den 50er/60er Jahren und so hat er einige Motoren generiert. Was sagt die Lehre dazu heute?

  • interessante frage. 1-2mm habe ich persönlich noch bei keinem motor gesehen. aber stimmt schon, es ist nie der gesamte konus.

    ich denke, das ist auch immer ein kompromiss zwischen dichtheit und kühlung/wärmeableitung, wo wiederum viel kontaktfläche günstiger ist.

  • Klaus

    Kondensator ist einfach eingepresst.

    Einfach den Kondensator in den Schraubstock brutal einzwicken und dann den Verteiler hin und her drehen und abziehen.


    Jozi hat glaub ich auch mal einfach ein Loch darüber gebohrt um ihn, im eingebauten Zustand, mit ein Durchschlag auszutreiben.


    arne mit was hast du die Aluteile aufbereitet? Sehen ja fast aus wie frisch gegossen ^^


    mfg Patrick

    Feil Dir keinen ab, lerne Drehen und Fräsen!
    Über 7 Millionen Österreicher können nicht richtig Drehen und Fräsen.

    "dats ned bandan nemts ahn droht" :schweißen:
    Freilauf Dioden aus Freilandhaltung :D

  • Zitat

    mit was hast du die Aluteile aufbereitet? Sehen ja fast aus wie frisch gegossen

    teilweise habe ich sie gestrahlt, empfindliche teile wie den verteiler nur gereinigt. die schöne oberfläche ist einfach alu-spray :yes:

  • interessante frage. 1-2mm habe ich persönlich noch bei keinem motor gesehen. aber stimmt schon, es ist nie der gesamte konus.

    ich denke, das ist auch immer ein kompromiss zwischen dichtheit und kühlung/wärmeableitung, wo wiederum viel kontaktfläche günstiger ist.

    Nicht falsch verstehen, klar, der Konus selber ist breiter, aber beim einschleifen wurde immer darauf geachtet, dass nur eine schmale Fläche trägt und nicht so lange geschliffen, bis der Konus voll trägt.

    Aber Wärmeableitung ist ja auch wieder ein Thema hmmm

  • Da sieht man mal, das die Korona - Krise auch positive Seiten hat.

    Aber ist schon erstaunlich, wie die Hysterie langsam in unser Aller Leben eingreift.

    Nutze die Zeit.


    Warum bin ich noch nicht auf diese Gitter - Idee gekommen ? hmmm


    Gruß Jozi

  • Nun kommen die Kolben dran.

    Nach einem Bad in heißer Bremsflüssigkeit geht schon mal der gröbste Dreck ab.


    Da die Oberfläche aber schon einige Riefen aufwies und die Kolben leicht Untermaß hatten, gingen sie zum Beschichter, wo eine 0.02mm dicke Gleitbeschichtung aufgebracht wurde, die vor allem Notlaufeigenschaften hat.


    Das neue Nockenwellenrad wurde zur Verschleißminimierung gleich mit gemacht.

  • Weiter geht´s mit dem Kopf.

    Da er ja 2mm geplant wurde, mussten die Stößelschutzrohre dementsprechend gekürzt werden.


    Der ganze Sand vom Ventile einschleifen kommt runter.


    Nachdem die Stößelschutzrohre mit ihren neuen O-Ringen eingesetzt sind und die Ventile montiert, sieht er auch wieder brauchbar aus.

  • Für einen schönen Motorlauf ist es wichtig, die Kolben feinzuwuchten. Also erstmal Gewichte ermitteln.

    Man sieht, über 10gramm Unterschied. Also Handlungsbedarf!

    Gewicht machen kann man, indem man den Pleuelschaft etwas beischleift.

    Ganz wichtig: die ermittelten Daten gut aufheben, falls später noch mal ein Kolben erneuert werden muss.


    Jetzt müssen die neuen Kolbenringe auf das passende Stoßmaß gebracht werden. Dazu erstmal ein Werkzeug, um die Ringe plan in die Bohrung setzen zu können.

    Mit Fühlerlehre und Feile folgt dann die Fleißarbeit bei insgesamt 24 Ringen.

  • Hallo Arne

    Hast du mal über einen 2,3er Kopf nachgedacht mit den besseren Kanälen und den größeren Ventilen?

    Dann noch nen Hotchvergaser oder nen großen Paita?

    Alles schön, aber wenn du noch Leistung suchst....


    Wird sicher nen schöner Motor!


    VG Frank

    Fettige Grüße Frank


    Wer Borgward fährt, fährt nie verkehrt, da Borgward einfach prima fährt!

  • ist schon glatt, das foto zeigt nur den vorschliff.

    wobei die kerbwirkung bei serienpleueln immer am größten ist, wenn sie aus dem guss kommen. vor allem bei alu. deshalb gehe ich bei meinen motoren da grundsätzlich drüber, auch wenn sie gewichtsmäßig gleich sind.

  • Zitat

    Dann noch nen Hotchvergaser oder nen großen Paita?

    Frank, mit dem Vergaser hast Du mich jetzt angefixt :-)

    Ich sehe, der Paita passt ja sogar vom Lochbild drauf. Hast Du da näheres? Was hat er für Vorteile gegenüber unserem Vergaser?

  • Eigentlich wollte ich heute die Kolben fertig machen...eigentlich.

    Vor fast 3 Jahren hatte ich die ganzen Teile bei Matz bestellt, u A auch die Ringe. Auf der Packung stand mit Edding 12Stk, eingepackt waren 11Stück. Es ist einfach zum Mäusemelken mit dem Laden. Seit Jahren geht das jetzt schon so. Wenn man mal mehr als eine Handvoll Sachen auf einmal bestellt, fehlen entweder ganze Artikel oder die Anzahl stimmt nicht. :motz:

  • Frank, mit dem Vergaser hast Du mich jetzt angefixt :-)

    Ich sehe, der Paita passt ja sogar vom Lochbild drauf. Hast Du da näheres? Was hat er für Vorteile gegenüber unserem Vergaser?

    Wir können gerne mal funken....

    Fettige Grüße Frank


    Wer Borgward fährt, fährt nie verkehrt, da Borgward einfach prima fährt!

  • Hi Arne.

    Da muss ich Udo beipflichten, ich bestell`da ja auch schon seit 43 Jahren. Das fing mit Mungateilen an, und setzte sich dann mit Borgward fort.

    Am Anfang einer Bestellung gab es immer ein längeres Gespräch mit dem Kollegen Aribasak. Der sagte mir dann schon, was da war, und was nicht.

    Dann wurde über Preise diskutiert, und am nächsten Tag, spätestens am Übernächsten waren die Teile da. Komplett.


    Was das abwiegen der beweglichen Teile angeht, war ich doch sehr überrascht, über die Differenzen. Die Borgwardmotoren haben doch meistens einen super Lauf. Sollte ich meinen mal zerlegen müssen, wiege ich da mal nach.

    Auf dein Ergebniss bin ich echt gespannt.


    Gruß Jozi.